PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 2 Jahre arbeitslos---Lebenslauf?



Seiten : 1 [2] 3

schwarzwald
15.12.2010, 21:06
Naja, aufgrund einer einzigen Bemerkung jemanden gleich als Dummkopf zu bezeichnen...das finde ich wiederum nicht so clever...
es war übrigens sogar jemand aus diesem Forum...


Nur weil es jemand hier im Forum sagt oder schreibt ist es ja nicht gleich richtig. ;-)
Und ich stehe dazu, ich finde eine solche Aussage trotzdem dumm :-nix wer schon zu Beginn eines Jobs (=Bewerbung) mit einer oder mehreren Lügen startet - das kann nicht wirklich gut gehn auf Dauer...

Encephallus
15.12.2010, 22:03
Und ich stehe dazu

Nur weil du zu was stehst, muss das ja noch lange nicht richtig sein;-)

Das ist immer so ein Pseudototschlagargument..manche Leute sagen auch "Das ist aber meine Meinung" und weils die Meinung ist, kann man dagegen gar nix mehr sagen:-meinung

Dennoch hast du Recht...ist wohl wirklich nicht so schlau, was zu erfinden, zumindest ist es riskant und anstrengend, eine solche Lüge unbemerkt zu lassen

airmaria
15.12.2010, 22:21
Überhaupt mal die generelle Frage:
Ist es möglich, dass man eines Tages das Studium in der Tasche hat und anschließend keine Assistenzarztstelle erhält, weil aus dem Lebenslauf hervorgeht, dass man 2 Jahre arbeitslos war?
um mal zu dieser fage zurückzukommen, die antwort ist eindeutig: ja!

bei der aktuellen stellensituation würde es wohl wenig ausmachen, aber in ca. 8 bis 10 ahren kann es schon wieder ganz anders aussehen... meine kristallkugel ist leider kaputt, daher kann ich ich keine genaueren prognosen abgeben.
airmaria

netfinder
15.12.2010, 22:48
Aber ned, wenn man auf den Studienplatz wartend arbeitslos war...

Encephallus
15.12.2010, 22:54
Aber ned, wenn man auf den Studienplatz wartend arbeitslos war...

Was ist dann nicht?

netfinder
15.12.2010, 23:02
Also, wenn du ueber Möglichkeiten in ferner Zukunft unbedingt nachdenken willst, dann ja, es ist immer möglich, ändern kannst du es sowieso nicht mehr.
Aber ob es wirklich relevant ist? Glaube ich kaum, nicht mal, wenn Stellen für Aerzte ploetzlich wieder so gering werden wuerden, dass man sich darum pruegeln koennte. Denn Du kannst es doch erklaeren.

Linda.1001
16.12.2010, 00:22
Ich lese mir hier gerade den Thread durch, wobei sich mir die Nackenhaare aufstellen. Mein CV gefällig?!
2 Jahre Ausbildung (in der elterlichen Praxis....halloooo, wer nimmt mir denn da ab, dass die Ausbildung raue Realität war, haha...:-nix aber es war eben besser als untätig zu warten)
2 Jahre in selbiger Praxis gearbeitet
1/2 Jahr arbeitslos
seither ne 3/4 Stelle

Die Sache ist einfach die, wie man sich verkauft, ob man unglaubwürdig erscheint oder nicht.

Ich stehe zu dem halben Jahr Arbeitslosigkeit....na und....dann war ich mir halt für gewisse 'Jobs' zu schade oder wollte sie nicht. Bisher hat man mir in keinem Bewerbungsgespräch daraus n Strick gedreht :-nix. Aus der Sache, dass die Ausbildung bei meinen Eltern war, da gabs sogar eher positives Feedback, und das obwohl ich immer dachte mich deswegen rechtfertigen zu müssen. Die meisten haben das erst gar nicht gemerkt- trotz selbem Nachnamen...

Und da das Wartezeitproblem ja schon etwas populärer ist, wäre es wie schon oben gesagt auch damit erklärbar.

Lg

Ehemaliger User 05022011
16.12.2010, 07:49
Aber ned, wenn man auf den Studienplatz wartend arbeitslos war...
also ich würde eine Bewerbung in der steht 5 Jahre arbeitslos zu Hause rumgehangen, weil ich auf einen Studienplatz gewartet habe gleich in den Papierkorb entsorgen


Aus der Sache, dass die Ausbildung bei meinen Eltern war, da gabs sogar eher positives Feedback, und das obwohl ich immer dachte mich deswegen rechtfertigen zu müssen. Die meisten haben das erst gar nicht gemerkt- trotz selbem Nachnamen...



naja, dass das eher positiv bewertet wird ist doch klar, denkt sich jeder "die hat auf alle Fälle was gelernt", weil die Eltern sich mit der Ausbildung garantiert Mühe geben, was man ja bei weitem leider nicht von allen Ausbildern sagen kann

Encephallus
16.12.2010, 08:11
Ich lese mir hier gerade den Thread durch, wobei sich mir die Nackenhaare aufstellen.

Warum?


Ich stehe zu dem halben Jahr Arbeitslosigkeit....na und....dann war ich mir halt für gewisse 'Jobs' zu schade oder wollte sie nicht. Bisher hat man mir in keinem Bewerbungsgespräch daraus n Strick gedreht

Also ist es gar nicht so schlimm zuzugeben, man war arbeitslos?Bei dir isses ja nur ein halbes Jahr, aber 2 Jahre sind ja schon etwas lang...

Linda.1001
16.12.2010, 12:29
Warum?


Also ist es gar nicht so schlimm zuzugeben, man war arbeitslos?Bei dir isses ja nur ein halbes Jahr, aber 2 Jahre sind ja schon etwas lang...
Weil es keine Schade ist, arbeitslos zu sein,wenn man sich dennoch bemüht, das kann jedem passieren. Ein Bekannter ist Ing. mit sehr gutem Abschluss....er war auch ein Jahr arbeitslos. :-nix Soll er sich deswegen schämen? Nein. ...Ach ja, er arbeitet mittlerweile bei einem großen Chemiekonzern, also ein Bsp. dafür, dass Arbeitslosigkeit keinen wirklich interessiert, wenn man danach in einer anderen Stelle tätig war.
Die wird eher das Arbeitszeugnis von deiner neuen Stelle interessieren oder wie lange du dort tätig warst etc.



naja, dass das eher positiv bewertet wird ist doch klar, denkt sich jeder "die hat auf alle Fälle was gelernt", weil die Eltern sich mit der Ausbildung garantiert Mühe geben, was man ja bei weitem leider nicht von allen Ausbildern sagen kann
Ich dachte eigentlich immer eher das Gegenteil. :-nix So vonwegen: die Eltern werden bei der sicherlich sehr nachsichtig gewesen sein. Nu ja, drücken vor etwas gabs bei mir aber nie. ;-)

Encephallus
16.12.2010, 13:40
Weil es keine Schade ist, arbeitslos zu sein,wenn man sich dennoch bemüht, das kann jedem passieren.

Aber ein Mini-Job bei ALDI ist doch eigtl. immer drin, es sei denn man hat überhaupt keinen Abschluss..Ob man dann argumentieren kann, dass man sich für sowas zu schade war, weiß ich nicht...

Ich habe mir mit meiner Mutter was überlegt:
Da ich früher auf Leistung Tennis gespielt habe,sogar deutschlandweit erfolgreich war und das auch nachweisen kann, haben wir uns überlegt, ich könnte doch erzählen, ich hätte in der Zeit private Tennisstunden gegegeben...ich kenne sogar Leute, die das ihr halbes Leben lang gemacht haben...
Ich meine, da fällt einem das Lügen auch nicht soooo schwer...

Ich find die Idee gar nicht so schlecht?

Linda.1001
16.12.2010, 14:02
Aber ein Mini-Job bei ALDI ist doch eigtl. immer drin, es sei denn man hat überhaupt keinen Abschluss..Ob man dann argumentieren kann, dass man sich für sowas zu schade war, weiß ich nicht...

Ich habe mir mit meiner Mutter was überlegt:
Da ich früher auf Leistung Tennis gespielt habe,sogar deutschlandweit erfolgreich war und das auch nachweisen kann, haben wir uns überlegt, ich könnte doch erzählen, ich hätte in der Zeit private Tennisstunden gegegeben...ich kenne sogar Leute, die das ihr halbes Leben lang gemacht haben...
Ich meine, da fällt einem das Lügen auch nicht soooo schwer...

Ich find die Idee gar nicht so schlecht?

Tja, ich wäre mir mit meinen Qualifikationen für den Kassenjob bei ALDI zu schade. Und dazu stehe ich. Das Argumentieren dafür ist gar nicht das Problem...reine Überlegungssache.

Frage: Wenn das so einfach wäre bei ALDI, warum hast du's dann nicht gemacht? Oder hast du's und stehst nicht dazu? Das wäre meiner Meinung nach nämlich dann wirklich ein Fehler. ;-)


Niemand wird dir Lügen abkaufen, zu denen du logischer Weise (es sei denn du hast wirklich in der Zeit Tennisstunden gegeben....) nicht stehen kannst. Ich sag ja, die Überzeugung machts.

Und ich glaube kaum, dass dir hier irgendjemand zum Lügen raten würde! :-nix

Trianna
16.12.2010, 15:27
Noch mal:

Erst mal Studienplatz bekommen, dann das Studium durchziehen, gute Leistung bringen, und DANN darüber nachdenken (bzw. ansich nachdenken ist ja okay, aber doch nicht in der Intesität, wenn noch nicht mal gesichert ist, dass du einen Platz bekommst und das Studium durchziehst)..

Encephallus
16.12.2010, 15:34
Noch mal:

Erst mal Studienplatz bekommen, dann das Studium durchziehen, gute Leistung bringen, und DANN darüber nachdenken (bzw. ansich nachdenken ist ja okay, aber doch nicht in der Intesität, wenn noch nicht mal gesichert ist, dass du einen Platz bekommst und das Studium durchziehst)..

Aber der Gedanke kam mir ja jetzt schon und um nicht 6-8 Jahre lang die Hosen vor der Zukunft voll zu haben, wollte ich mir jetzt schon mal Gedanken machen->lediglich um mich etwas zu beruhigen...
Abgesehen davon ist es ziemlich gesichert, dass ich in den nächsten 1,5 bis 2 Jahren einen Plätz erhalte, ich verfüge bereits über 9 WS

Da ihr es anscheinend sowieso so seht, dass ich mir jetzt um eine künftige Assistenzarztstelle trotz 2 Jahren Arbeitslosigkeit keine Gedanken zu machen brauche, hat sich das Thema jetz sowieso für mich erledigt:-)

Danke für die Beiträge, es hat mich beruhigt

Relaxometrie
18.12.2010, 19:25
Im Januar werde ich endlich meine neue Stelle als PtA antreten...
Meinst Du damit "Pharmazeutisch Technischer Assistent"?

Sebastian1
21.12.2010, 07:35
Mit dem o.g. Posting hat KalisBLN soeben eine Woche Forenurlaub gewonnen. So viel zum Thema "reisst euch mal zusammen".

Sebastian
Admin Medi-Foren

Edit: Das entsprechende Posting sowie eine Reaktion darauf wurden entfernt.

schwarzwald
21.12.2010, 11:37
Mit dem o.g. Posting hat KalisBLN soeben eine Woche Forenurlaub gewonnen. So viel zum Thema "reisst euch mal zusammen".

Sebastian
Admin Medi-Foren


Finde ich absolut in Ordnung Sebastian. Man kann Kritik auch bisle anders äußern in einem öffentlichen Forum !
:-meinung

MRSA
02.01.2011, 14:44
Möglich ist natürlich alles, auch, dass man später keine Stelle bekommt. Aber das ist es theoretisch für jeden.

Was ich jedoch im Laufe der Zeit gemerkt habe, ist dass persönliche Sympathie eine große Rolle spielt, wobei jeder Chef anders drauf ist. Manche pfeifen auf die Vergangenheit, wenn sie einen mögen, und manche ignorieren gute Referenzen wenn sie einen nicht leiden können oder Vorurteile haben. Es gibt Chefs, für die wäre deine Konstellation ein Ablehnungsgrund, aber auch solche, die es im Prinzip bewundernswert finden, wenn jemand trotz einer Krise die Kurve bekommen hat, genau das positiv auslegen.

Wichtig ist vor allem, nicht künstlich schönzureden und sagenhafte Lügengeschichten aufzutischen. Du kannst auch betonen, dass das eine dunkle Phase deines Lebens war, aus der du gelernt hast und die abgeschlossen ist. Man müsse weitermachen im Leben. Und indem du das Studium schaffst, beweist du ja, dass du zu solchen Änderungen fähig bist.

Ich kenne da Leute mit ganz anderen Lebensläufen, die dennoch eine Chance gekriegt haben.

Denn was wäre die Konsequenz aus einem Rat, den du aus dem Internet bekommst? Deine Lebensplanung umzuwerfen? Was anderes zu machen? Hättest du dabei nicht dasselbe "Problem"?

Übrigens: Eigentlich müsstest du nach viereinhalb Jahren doch einen Studienplatz bekommen, oder?

papiertiger
04.01.2011, 11:36
Übrigens: Eigentlich müsstest du nach viereinhalb Jahren doch einen Studienplatz bekommen, oder?

So schnell geht das heutzutage nicht mehr :-oopss

Spark
05.01.2011, 17:30
Mal ganz unmoralisch betrachtet: Du musst am Ende selber wissen was Du in Deinen Lebenslauf reinschreibst.

Je nachdem wieviel es bei dem Job menscheln soll (der Traumjob mit sympathischen Kollegen leidet unter einer Lüge sicher mehr als 1-2 zeitlich absehbare Weiterbildungsjahre die Du dringend brauchst, aber im Grunde nur abreissen willst).

In diese Zeit irgendwas utopisches zu dichten ist natürlich schlichtweg dumm. Wenn aber jemand in eine Lücke fachlich irrelevante Dinge wie Fahrradbote, Landwirtschaft bei Onkel Fritz und 2 lange Reisen reingeschrieben hat, weil er der Meinung ist, seinen Werdegang sonst nicht wieder in Gang zu kriegen...die Befürchtung ist ja teils nicht ganz unbegründet.

Ein Vereinskollege von mir ist Soldat in einer Funktion wo sie ein bisschen drauf gucken wie zuverlässig und stabil die Leute sind. Der war mal 2 Jahre obdachlos und hat das ebenfalls verschwiegen/beschönigt, und ich kann ihn verstehen. Nicht abwegig dass sie ihn (der den Job ja mittlerweile gut macht) aussortiert hätten, denn machen wir uns nix vor, miese Zeiten zu erklären ist nicht überall möglich oder säht jedenfalls Zweifel daran ob Du was taugst.

Ich finde das jedenfalls in einem nicht wettbewerbs-verzerrenden Rahmen zumindest verständlich, denn "die andere Seite" ist ja auch nicht unbedingt fair in ihrer Bewertung, bzw. will die persönliche Geschichte dahinter gar nicht so genau wissen - dabei liesse es sich nur so voll erklären, und schwups ist man "der mit den Problemen".

Voraussetzung ist aber, dass man sich mögliche Konsequenzen vorher überlegt und akzeptiert, und sich überlegt ob man diesen Schritt bei genau diesem AG nötig zu haben meint.