Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Medizin studieren mit 30 und Kindern?
KatevanRuska
07.02.2011, 10:57
Hallo Textro,
du hast einen Vollzeitjob und 2 Kinder, wer sollte nicht stressresistenter und leistungsfähiger sein als du! :)
Ich beginne jetzt auch noch mal mit Medizin und bin dann 29. im ersten Semester. ich möchte während des Studiums vielleicht schon Kinder haben und selbst Professoren haben mir gesagt, wenn nicht im Studium, wann dann. Mein Freund steht kurz vor seinem Staatsexamen in Medizin und rückblickend hatte er, mit guter Organisation, sehr viel Zeit. Was allerdings bedeutet, die verpassten Vorlesungen, selbst zu erlernen. Im Schnitt waren fast alle seine Praktika von 7.30/8-12h. Seine Vorlesungen hatte er in den höheren Semestern öfter auch nachmittags 14/15-17h. Aber das alles ist gut zu organisieren.
Viele Unikliniken/Unis haben Kindergärten oder Nachmittagsbetreuung, welches sich die studierenden Eltern teilen.(www.thieme.de)
Ich denke, dass man es später bereut, wenn man jetzt diesem Wunsch nicht nachgeht!
Viel erfolg
lg
Kate
sodbrennen
08.02.2011, 21:50
Zumindest in der Vorklinik sind die Praktika/anwesenheitspflichtigen Veranstaltungen aber eher nachmittags, soweit ich weiß, da vormittags meist Vorlesungen stattfinden. :-nix
Hallo,
ich kann nur zuraten. Probiers aus!
Meine Kinder sind jetzt 10 und 12, beide im Gymnasium. Mein Mann kann viel puffern, weil er selbständig ist, sonst würde das alles nicht klappen!
Unsere Praktika (Vorklinik) dauern abends oft bis 19.00h, vormittags sind die Vorlesungen. Das wichtigste ist eine gute Zeiteinteilung, die hast Du aber sicher als Berufstätige und Mutter!
Ich brauche jeden Tag ca. 2h für Logistik, aber im Zug kann ich gut lernen!
Hallo,
bin jetzt 34, habe zwei kleine Kinder (4Jahre; 6 Monate) und habe letzte + diese Woche das Physikum bestanden!! :-)
Wenn man trotz Familie/ Job Medizin studieren will, dann muss man sich meiner Meinung nach entweder darauf einstellen, neben Job/ Familie und Medizin NICHTS anderes nebenher zu machen (Nachrichten, Zeitungen, laaaanges Cappuccinotrinken mit Freundinnen) oder eben Teilzeit zu studieren. Vorklinik ist vom Zeitaufwand mit einem Vollzeitjob vergleichbar. Ich persönlich bin fast nie in Vorlesungen gegangen, nur zu den Pflichtveranstaltungen. Bei uns sind die Praktika grundsätzlich immer von 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr, da braucht man jemanden, der Kind nachmittags abholt. Ist ja aber nur 1-2x die Woche.
Kurzfazit der letzten 2 Jahre: Seeehr anstrengend, aber wenn man "es" wirklich will, dann ist es alles soooo was von wert!!!! Trotz Stresses waren die letzten beiden Jahre sooo toll, einfach weil ich mich mit Dingen beschäftigen konnte, die ich ohnehin gerne mag - was brauch ich da noch Zeit für anderes... :-)
@ Doctora
Bist du über ein Zweitstudium rein oder mit der Wartezeit. Du bist also in der Regelstudienzeit?
Und natürlich: Herzlichen Glückwunsch :-)
Bin über Zweitstudium rein, auch da hatte ich mit Begründung und Messzahl Glück, da die Messzahl in den letzten beiden Jahren anscheinend sehr hoch ging.
Habe jetzt 4 vorklinische und ein Urlaubssemester hinter mir, also eigentlich in Regelzeit, nur dass ich halt letzten August mein 2. Kind geboren habe. Da "im Wochenbett noch nebenbei Physikum" *lol* zu schreiben hätte nimmer geklappt. Schon die Schwangerschaft in der Vorklinik = Scheinstress, also Klausuren war schwer und ich hatte entsprechend noch eine Klausur zu schreiben, da die Kraft dazu nicht mehr reichte. Also war schon heftig alles. Das mit dem Physikum jetzt mitsamt kleinem Baby und Kind ging auch nur dank Mann und Elternzeit seinerseits. War auch eher "spontan". Und oops, bin ich in der "Klinik" und kann es irgendwie noch gar nicht fassen.
Jedenfalls kann ich persönlich nach den letzten beiden Jahren nur zusammenfassen: Bei der Frage "Soll ich" kann man letztlich nur selbst erwägen, ob es das einem wert ist, auf vieles andere zu verzichten und sich sehr viel Stress anzutun (zB wenig Zeit im Semester, wenig Zeit vor der Prüfung, natürlich wird Kind -nicht nur einmal- 2 Tage davor krank, Mann beruflich (immer) unterwegs etc etc).
Für mich war die Entscheidung definitiv richtig, aber andere Mütter haben zB aufgehört oder brauchen sehr lange für die Vorklinik, je nach verfügbarer Unterstützung. Von daher halte ich die Frage "wie wäre der Alltag, wie kann ich es organisieren" schon für wichtig. Gerade wenn die Uni nicht um die Ecke ist. Je nach Ausgangssituation halt...
Vorher alles rosa zu malen, wäre blauäugig. ;-) Aber fast alle Probleme lassen sich lösen - wenn man will!
:)
Echt schick.
Und ja, dass mit dem 2 Tage vorher krank, ich kenne es auch ^^ Meine Tochter hat da manchmal auch ein schlechtes Timing.
Was war denn dein Erststudium?
Betriebswirtschaft (wie konnte ich nur!!)
GebratenerChampignon
29.03.2011, 13:52
Hallo !
Ich setze mich mal dazu. Ich bin in ähnlicher Situation , ich warte auf einen Platz. Und ich bin sehr gespannt wie das werden wird, die Betreuungsproblematik wird mich dann auch eine ganze Weile beschäftigen.
LG
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