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le'pimp
03.03.2011, 21:04
Ich selber nehme bei einer Tonsillitis in der Regel Penicillin G, Amoxicillin ist aber auch Standard bei vielen Kollegen (in der Tat mit der Gefahr des Exanthems). Die weitgehende Symptomfreiheit sagt übrigens differentialdiagnostisch gar nichts aus, beim Pfeiffer ist alles drin, vom schwersten Krankehitsgefühl bis hin zur Symptomfreiheit. Oft lässt sich beim Blick auf die Tonsillen schon der V.a. einen Pfeiffer stellen (sieht oft doch etwas anders aus wie die klassische Tonsillitis), im Einzelfall kann man aber prima vista das eine vom anderen nicht unterscheiden.

[klugscheiß] Wohl eher Penicillin V. [/klugscheiß]

:-angel

Peter_1
05.03.2011, 15:09
[klugscheiß] Wohl eher Penicillin V. [/klugscheiß]

:-angel

Selbstverständlich V (als Tablette) und nicht G, ein Hoch auf den Klugscheisser.

nitas
05.03.2011, 15:55
Ich hatte mal mit 14 oder 15 'ne EBV-Infektion und dachte, ich müßte sterben. Ging über 1-2 Tage los mit Halsweh und Schluckbeschwerden und dann pünktlich nachts am Wochenende waren meine sämtlichen Hals- und Kopflymphknoten (auch im Nacken) so groß wie Pflaumen und haben fürchterlich wehgetan... Grausig. Zusammen mit dem Fieber hat mein Vater mich damals auch zum Ärztlichen Notdienst gefahren, weil wir nicht mehr weiter wußten. Letztendlich hab ich natürlich von denen nichts weiter bekommen als Ibuprofen zum Fiebersenken und den Auftrag, viel Wassereis zu lutschen und Wasser/Tee zu trinken. Die waren sich gleich sicher, was ich habe und konnten uns auch ganz gut beruhigen. Montags beim Hausarzt wurde dann zur Diagnosesicherung Blut abgenommen und EBV bestätigt.

Mein Mann hatte vor 4-5 Jahren dann im Sommer bei der Arbeit so eigenartige Schweißausbrüche, die er auf die körperliche Belastung und die Hitze zurückgeführt hat. Nach ein paar Tagen schwitzte er aber auch in totaler körperlicher Ruhe im kühlen Zimmer so stark, daß er mehrmals am Tag die Klamotten wechseln mußte. Andere Symptome (Lymphknotenschwellungen, Bauchweh, Halsweh, Fieber) waren nicht vorhanden. Also ab zum Hausarzt zur Blutentnahme und Abdomensono (dieses zeigt 'ne Riesenmilz und 'ne Leberstauung). Leberwerte erhöht, im Diff-BB alles voll mit atypischen Lymphozyten... EBV!
Das Ende vom Lied war, daß der Gute über 6 (!) Wochen schwitzend und müde zuhause rumgesessen hat, bis alles vorbei ging. Naja, 2 Wochen davon waren wir im Urlaub ;-) Aber so hat sich zum Glück nichts chronifiziert. Hört man ja auch manchmal, daß "Fatigue Syndrome" darauf zurückgeführt werden.

DrKimi
07.08.2011, 16:41
ich habe Pfeiffer jetzt schon seit 5 Monaten. Außer einer ständigen Erschöpfung, einem großen Schlafbedürfnis, ab und zu Glieder- und Kopfschmerzen merke ich nichts. Aber manchmal bin ich echt so kaputt, dass ich den Alltag nicht mehr hinkriege. An Sport ist leider gar nicht zu denken. Hab schon von vielen gehört, dass sich das Pfeiffer manchmal so lange hinzieht, und hoffe natürlich, dass daraus nicht das CFS (chronisches Erschöpfungssyndrom) wird.