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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nachwuchsmangel in der Augenheilkunde?



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Asebie
09.06.2011, 13:28
Auch wenns nicht ganz um das Thema Nachwuchsmangel geht, trotzdem mal zwei Fragen, von einem an den Augen interessierten Studenten ;-)

Ihr schreibt ja, dass die operative Ausbildung meist erst als FA beginnt, soweit schon klar. Its ja wahrscheinlich ne ziemlich schwierige Sache und da wollen die Kliniken nicht Assistenten drin ausbilden, die nach dem FA dann woanders hingehen.
Aber ist eigentlich jeder ohne nen Tremor dazu in der Lage, diese Mikrochirurgie auf einem befriedigenden Niveau zu erlernen? Ich finde ja diese Augen-OPs total faszinierend seitdem ich einmal dabei zusehen durfte, aber ich frage mich, ob dazu nicht besonderes Geschick Voraussetzung ist. Oder ists eher wie in jeder Chirurgie: die Standardeingriffe kann jeder erlernen, aber wirkliche Koryphäen gibt es nur wenige?

Wie schätzt ihr so die Karriereperspektiven in dem Fach ein? Ich meine man ist ja super spezialisiert und das Fach ist klein. wenn man sich nicht niederlässt kann man nur hoffen, irgendwo eine OA Stelle zu bekommen, will man nicht ewig auf dem FA Niveau herumdümpeln. Als Internist zum Beispiel ist man ja auch noch in der Industrie gefragt, was ich schon öfter gesehen und gehört habe. Oder man kann noch Betriebsarzt werden, wenn man in der Klinik keine Perspektive mehr sieht. Oder, oder.... Wie sieht das als AA eurer Ansicht nach aus? Ist man nicht bis zu seiner Pensionierung im KLinikbetrieb "gefangen"?

Kyutrexx
09.06.2011, 14:46
Oder ists eher wie in jeder Chirurgie: die Standardeingriffe kann jeder erlernen, aber wirkliche Koryphäen gibt es nur wenige?
Ich würde mal behaupten, dass das in jedem Fachgebiet gilt (in der Medizin und in jedem anderen Bereich) - also dass es nur wenige wirkliche Spitzenreiter gibt.

Der Unterton deiner Frage scheint ein wenig so zu klingen, als würdest du es machen wollen, aber hast Angst, am Ende das möglicherweise zu bereuen. Oder kommt das nur so rüber?

Asebie
09.06.2011, 15:07
Naja dirket Angst es zu bereuen, sicher noch nicht, dazu bin ich davon ja noch weit entfernt, irgendwo anzufangen. Wer weiß, was noch alles bis dahin auf mich zukommt ;-)

Werde mich sicher im PJ noch einmal genau umhören, wenn es soweit ist. Aber ich will an die FA-Sache nicht so blind und blauäugig rangehe, wie an das Studium und dann nach ein paar Jahren den Schock bekommen :D

würd hier halt gern vorher mal ein paar Meinungen dazu hören von Erfahrenen.

Feuerblick
10.06.2011, 10:07
Auch wenns nicht ganz um das Thema Nachwuchsmangel geht, trotzdem mal zwei Fragen, von einem an den Augen interessierten Studenten ;-)

Ihr schreibt ja, dass die operative Ausbildung meist erst als FA beginnt, soweit schon klar. Its ja wahrscheinlich ne ziemlich schwierige Sache und da wollen die Kliniken nicht Assistenten drin ausbilden, die nach dem FA dann woanders hingehen.
Aber ist eigentlich jeder ohne nen Tremor dazu in der Lage, diese Mikrochirurgie auf einem befriedigenden Niveau zu erlernen? Ich finde ja diese Augen-OPs total faszinierend seitdem ich einmal dabei zusehen durfte, aber ich frage mich, ob dazu nicht besonderes Geschick Voraussetzung ist. Oder ists eher wie in jeder Chirurgie: die Standardeingriffe kann jeder erlernen, aber wirkliche Koryphäen gibt es nur wenige?Ich würde mal behaupten (und das stützt sich auf Beobachtungen diverser Ophthalmochirurgen, von denen einige nicht gerade die allergrößten Bewegungstalente sind), dass man die meisten der einfacheren Eingriffe gut erlernen kann, wenn man nicht gerade der komplette Grobmotoriker ist. Klar, die schwierigen Eingriffe (insbesondere komplizierte Netzhautoperationen) erforden etwas Talent und vor allem viel Geduld. Das ist nicht jedermanns Sache.


Wie schätzt ihr so die Karriereperspektiven in dem Fach ein? Ich meine man ist ja super spezialisiert und das Fach ist klein. wenn man sich nicht niederlässt kann man nur hoffen, irgendwo eine OA Stelle zu bekommen, will man nicht ewig auf dem FA Niveau herumdümpeln. Als Internist zum Beispiel ist man ja auch noch in der Industrie gefragt, was ich schon öfter gesehen und gehört habe. Oder man kann noch Betriebsarzt werden, wenn man in der Klinik keine Perspektive mehr sieht. Oder, oder.... Wie sieht das als AA eurer Ansicht nach aus? Ist man nicht bis zu seiner Pensionierung im KLinikbetrieb "gefangen"?Es gibt viele Möglichkeiten nach dem Facharzt. Niederlassung mit oder ohne operative Tätigkeit, Verbleiben in der Klinik als Facharzt oder Oberarzt, Abwandern in alternative Berufszweige. Momentan suchen auch einige MDKs nach Augenärzten, weil die augenspezifischen Therapien und deren Genehmigung so langsam wirklich Sachverstand erfordern (man sieht es an den MDK-Anfragen, die wir manchmal bekommen :-))). Ähnlich sieht es mit der Industrie aus. Irgendwer muss all die tollen Tropfen, Spritzen etc. ja an den Mann bringen, ihre Wirksamkeit überprüfen und sich mit Nebenwirkungen etc. herumschlagen.:-top Man ist sicher nicht an eine Klinik gefesselt und auch nicht zwingend an eine Medizin mit Patientenkontakt.