Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was muss man praktisch können?
Als Chirurgieassi sollte man "einiges ab koennen..."
teletubs
27.05.2011, 21:14
Sorry für OT, aber das mit den Schmerzen kann ich so nicht nachvollziehen.
Es gibt auch Weicheier auf dieser Welt :-))
kannst du dein PJ nicht in D absolvieren?
mir fällt zumindest ein osteurop. Land ein, aus dem wir immer wieder PJ haben ...
hi,
könnte ich , will ich nicht, ist mir zu viel Papierkram, und die Landesprüfungsämter wollen mir irgendwie immer 1 oder 2 Semester abziehen....
Keenacat
28.05.2011, 09:51
Wenn aber eine medizinische Indikation besteht, geht mir die Anstellerei vieler Patienten sehr auf den Senkel (natürliche gehe ich professionell damit um).
Die Blutentnahme ist aber dann doch nur mit sehr, sehr viel Fantasie und gutem Willen eine medizinische Indikation für eine 'nüle. :-))
Als Anfänger solltest du Anamnesen, körperliche Untersuchung und Blutentnahmen/ViggoLegen können. Als chirurgischer Mensch noch die ein oder andere Nahttechnik (nehm ich mal an)
Welche Fachrichtung soll es denn später werden?
hi,
kannst du mal eben erklären, was eine "Viggo" ist?
Gibt es eine Art Checkliste für die körperliche Untersuchung, oder ein anerkanntes Buch dafür? ( keine Angst, habe schon x mal Patienten angerabbelt, aber nach amerikanischer/englsicher/russischer Anweisungen/Literatur.)
..naja...zurzeit tendiere ich mehr zu Viszeral aber das kann sich noch ändern....
strato
Keenacat
28.05.2011, 09:56
Viggo/Braunüle/Flexüle, alles im Prizip das gleiche: der periphervenöser Zugang zur Applikation intravenöser Medis und Flüssigkeit.
Ich hab die duale Reihe "Anamnese und klinische Untersuchung", find ich persönlich sehr gut.
guckste. (http://www.amazon.de/Anamnese-Klinische-Untersuchung-Martin-Middeke/dp/3131268840/ref=sr_1_5?ie=UTF8&qid=1306572935&sr=8-5)
Ah, dann hab ich das überlesen.
Dann solltest du dir schon mal die ein oder andere Naht- und Knotentechnik aneignen.
....habe schon ein bisschen an Schweinefüssen und einem Stück Schaumstoff geübt....Grundknoten und die prinzipiellen Nahttechniken habe ich schon gemacht, aber sagen zu können "ich nähe den Patienten zu" würde ich mich noch nicht trauen....
strato
Keenacat
28.05.2011, 09:58
Dann sagst du "Es tut mir leid, ich hab noch nie einen Patienten genäht - würden Sie mir auf die Finger gucken und mich anleiten?" und alles ist gut. Du bist nicht der einzige, weißte. :-blush
Du bist nicht der einzige, weißte. :-blush
...gut, dass du mir das sagst....das Problem ist, ich habe ja keinen Vergleich, hatte noch nie die Ehre die Bildung an einer deutschen medizinischen Uni abzubekommen zu dürfen....so wie ich das immer verstanden hatte, würden alle deutsche Studenten diese Fähigkeiten schon drauf haben, wenn sie die Uni verlassen....aber kochen anscheinend auch nur mit Wasser...
strato
WackenDoc
28.05.2011, 10:34
@Strato: Der mit der körperlichen Untersuchung ist auch nicht das Hexenwerk-ist nur wichtig, dass du nix vergisst, aber andererseits nicht jeden Mist, den man untersuchen kann kann auch bei der Aufnahme untersucht, sonst wirst du nie fertig.
Mal als Beispiel: Herz/Lunge sollte man bei jedem Patienten einmal abhören, der stationär aufgenommen wird. Ebenso Palpation und Auskultation des Abdomens.Nierenlager auf Klopfschmerz.
Andererseits spar ich mir meistens die komplette neurologische Untersuchung (bin angehender Allgemeinmediziner zur Zeit in internistischer Weiterbildung.).
Oft sieht man auf den ersten Blick, ob das Pi mal Daumen reicht, bzw. weiss von der Anamnese her, ob da eine genauere Untersuchung erforderlich ist.
Dann steht halt auf dem Anamnesebogen: Grob orientierend unauffällig.
Genauso die Beweglichkeit der Gelenke- bei den meisten internistischen Patienten brauchst du z.b. das Knie nicht komplett durchuntersuchen. Rücken mach ich meist kurz den Klopfschmerz mit, wenn ich eh die Lunge abhör und den Klopfschmerz des Nierenlagers prüft.
Für nen Chirurgen ist der Abdominalbefund bei V.a. Appendizitis natürlich wichtiger und muss genauer erhoben werden als für nen Internisten bei nem jungen, vorbekannten Asthmatiker.
Was aber noch wichtiger ist, ist die Dokumentation der erhobenen Befunde: Da gibt es meist Standardsätze, die sollte man dann drauf haben. (Textbausteine sind da natürlich ne feine Sache).
Nähen:
Wenn du schon an Schweinefüssen und Schaumstoff geübt hast und die Basistechniken drauf hast, ist doch gut. Das reicht völlig. Irgendwann ist immer das erste Mal am Patienten. Frag einfach nen anderen, ob er dir das 1. nochmal erklären kann und 2. mal mit drauf schaut. Solltest halt nicht gerade sagen, dass es dein erster Patient ist, wenn der Patient mit bei ist.
Ich hab nach den Schweinefüssen als erstes am Fettdonnerstag in eine Karnevalshochburg in der Innenstadt meinen letzten PJ-Dienst überhaupt und das in der Chirurgie. Also durfte ich Platz- und Schnitwunden nähen (waren die ersten Nähte- im OP durften wir PJs nicht üben- hätte zu lange gedauert). Erstmal das einfach Zeugs (also Kopfplatzwunde). Die ersten unter Aufsicht und dann alleine.
Die spannenderen Sachen hab ich dann im Ausland als einziger (brauchbarer) Arzt auf weiter Feld und Flur genäht (Finger in Bohrmaschine bis knapp über die Sehen, Kopfplatzwunde mit Durchtrennung kleinerer Arterien aber ohne die Möglichkeit nen Kauter zu nutzen, Emmertplastik, nach dem ich vorher eine gesehen und bei einer assistiert hatte etc.)- keiner da, den ich hätte fragen können. Da hab ich dann auch meine allererste Subkutannaht gemacht.
Ok, der Wille zum Verklagen war da nicht so ausgeprägt und die Patienten waren froh, dass sie überhaupt und auch noch kostenfrei behandelt wurden.
Die Niere
02.06.2011, 11:11
....habe schon ein bisschen an Schweinefüssen und einem Stück Schaumstoff geübt....Grundknoten und die prinzipiellen Nahttechniken habe ich schon gemacht, aber sagen zu können "ich nähe den Patienten zu" würde ich mich noch nicht trauen....Das verlangt auch niemand. Am Anfang wirst du in der Regel noch angeleitet und es ist wie überall: "Übrung mach den Meister"
lg, n
Schlachtermeister
02.06.2011, 15:53
Also ZVK hab ich während meiner Intensivrotation gelernt... im Studium zwar mal hin und wieder gemacht, aber immer unter Anleitung, selbstständig erst im Beruf - ich glaub das wird nirgens erwartet.
Außer Blutabnehmen sollte ein Berufsanfänger IMHO v.a. ordentlich Anamnese und körperliche Untersuchung beherrschen.
Grundkenntnisse in Diagnostik und Therapie von häufigen Erkrankungen des angestrebten Fachgebiets wären ganz nett, die erwirbt man aber auch schnell im Beruf. Wobei ich dabei eher meine, dass man weiß, dass bei dieser oder jener Symptomatik z.B. ne Sono gemacht werden muss. Die Sono selber muss man als Berufsanfänger natürlich nicht können, aber man sollte wissen wann sie indiziert ist...
mehr braucht man eigentlich erstmal nicht, den Rest erledigt dann die FA-Ausbildung...
so sehe ich das auch.
desweiteren sollte man etwas organisieren können, da man früher oder später für eine station verantwortlich ist und dann hier und da eben organisiert.
Schlachtermeister
02.06.2011, 15:55
Also praktisch sollte man Blutabnehmen und Viggos/Venflows however legen können...zumindest in Deutschland. Der Rest ergibt sich.
Und bei Patienten eine Anamnese und Status zu machen ist ja eine Voraussetzung, die man ja während des Studiums gelernt haben sollte.
hehe, ja da habe ich auch gegrinst. blut abnehmen tun die Schwestern in der Schweiz. wie viele andere dinge auch.
blut abnehmen tun die Schwestern in der Schweiz
... was ja nicht heißt, dass du nicht auch dazu in der Lage sein solltest...
teletubs
02.06.2011, 18:07
hehe, ja da habe ich auch gegrinst. blut abnehmen tun die Schwestern in der Schweiz. wie viele andere dinge auch.
Nein auch die Krankenpfleger :-D
Und ich nehme durchaus auch weiter Blut ab, wenn sie mich mal bitten oder ich die Zeit dazu habe...so verlernt man es nicht. Zumal ich eh gerne steche :-))
ehemalige Userin 24092013
02.06.2011, 18:35
hehe, ja da habe ich auch gegrinst. blut abnehmen tun die Schwestern in der Schweiz. wie viele andere dinge auch.
...und ähm - ist das jetzt gut oder schlecht, dass die Schwestern da so viel tun?
Die Niere
02.06.2011, 18:39
Wenn Frauen arbeiten tun, ist das immer gut!
ehemalige Userin 24092013
02.06.2011, 18:40
Naja ich bin da grad net sicher: wenn Frau zum Beispiel schwer im operativen Bereich arbeitet (Ortho, Trauma....)...ist das denn da net schon zu viel des Guten?
Keenacat
02.06.2011, 18:44
Wenn Frauen arbeiten tun, ist das immer gut!
Naja ich bin da grad net sicher: wenn Frau zum Beispiel schwer im operativen Bereich arbeitet (Ortho, Trauma....)...ist das denn da net schon zu viel des Guten?
Hauptsache, sie bleibt zuhause und kümmert sich um die Kinder, sobald sie schwanger ist!!11einself :-top
Die Niere
02.06.2011, 18:48
Also bei Frauenarbeit ist schon wichtig, dass sie in ihrem per definitionem eingeschränkten Intellekt nicht überfordert wird. Also ich denke als Zudienung oder Saft...äähhh...OPS-Schupse kann man sie schon gebrauchen. In operativen Fächern ist wahrscheinlich ein wenig mehr Hirn gefragt!
Also ich hab zum Beispiel nur in absoluten Ausnahmefällen weibliche Ärzte als kompetent genug für den Beruf empfunden...und da bin ich sicher nicht alleine.
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