Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : die GEZ
Seiten :
1
2
3
4
[
5]
6
7
8
Dr.Hackenbush
13.01.2013, 10:14
Und die Aussage man kann es nicht sehen zählt für mich nicht, wenn man in einem Internetforum aktiv ist. Internetzugang bedeutet auch, dass man Zugriff auf die Mediatheken und sonstige Angebote hat.
Diese Aussage sollte aber für dich zählen da ich nicht von mir selbst spreche...
Kennst du vielleicht Menschen die eine gelbe Armbinde mit drei Punkten tragen?
Diese Menschen können sich deine Mediathek in den Allerwertesten schieben...
Diese Aussage sollte aber für dich zählen da ich nicht von mir selbst spreche...
Kennst du vielleicht Menschen die eine gelbe Armbinde mit drei Punkten tragen?
Diese Menschen können sich deine Mediathek in den Allerwertesten schieben...
http://www.rundfunkbeitrag.de/buergerinnen-und-buerger/ermaessigung_und_befreiung.shtml#Menschen%20mit%20 Behinderung
Die Mediathek ist erstens nicht der Weisheit letzter Schluss (neulich wollte ich etwas ganz Bestimmtes sehen - genau das wurde leider rausgeschnitten), zweitens ist es für mich persönlich ein gewaltiger Unterschied, ob man einfach den Fernseher einschalten oder internet- und PC-abhängig (ich kenne Leute, bei denen der Sound nicht richtig funktioniert o.ä. und es soll sogar noch Menschen ohne Internetzugang geben) auf irgendeine Mediathek angewiesen ist und drittens ist die Mediathek auch Menschen in anderen Ländern zugänglich - sollen die jetzt auch alle GEZ bezahlen? Im Übrigen haben auch die Privatsender meist eine Mediathek, in der man zwar nicht alles, aber doch vieles für einen bestimmten Zeitraum kostenlos anschauen kann. Mediathek ist also für mich kein Argument.
Es ist doch ganz einfach. Niemand will für etwas Zahlen was er nicht nutzt, nur weil er es im Grunde genommen aber nutzen kann. Ist doch total logisch.
Dann sollen sie die öffentlich rechtlichen als PayTV machen und gut ist. Dann werden es die Bezahlen die es auch sehen wollen.
Stell mir gerade vor In Berlin muss jeder einen Beitrag für die BVG Zahlen, da sie ja verfügbar ist und genutzt werden könnte, auch wenn man es nicht tut.
Es ist einfach total hirnrissig und unfair für eine Leistung zu bezahlen die man nicht In Anspruch nimmt. So einfach
Beim Semesterticket tut man das ja im Prinzip auch ;-)
Feuerblick
13.01.2013, 11:38
Die Inhalte von deutschen Mediatheken sind eben NICHT für Menschen in anderen Ländern abspielbar... Wenn du beispielsweise in Österreich sitzt, kannst du auf legalem Wege nicht auf die ZDF-Mediathek zugreifen. :-nix Und von hier aus nicht auf französische, österreichische etc. Mediatheken. Es sei denn, einzelne Sendungen wurden freigegeben...
Thomas24
13.01.2013, 11:42
Jaja, aber da gibt es angeblich doch Möglichkeiten...*pfeif*
Feuerblick
13.01.2013, 11:46
Daher das "auf legalem Wege" ;-)
Beim Semesterticket tut man das ja im Prinzip auch ;-)
Ich brauche zum Beispiel keine Autobahnen, weil ich kein Auto habe. Andere brauchen keine Radwege, weil sie kein Rad haben.
Ich glaube man kann eine niemals endende Liste machen.
Feuerblick
13.01.2013, 11:55
Schon mal was vom "Solidaritätsprinzip" gehört??
Thomas24
13.01.2013, 12:11
Solidarität wird überschätzt, genauso wie Menschlichkeit, Anstand, Größzügigkeit, Tierliebe und das ganze Zeug :D
Die Inhalte von deutschen Mediatheken sind eben NICHT für Menschen in anderen Ländern abspielbar... Wenn du beispielsweise in Österreich sitzt, kannst du auf legalem Wege nicht auf die ZDF-Mediathek zugreifen. :-nix Und von hier aus nicht auf französische, österreichische etc. Mediatheken. Es sei denn, einzelne Sendungen wurden freigegeben...
Ups...kann man auch versehentlich auf nicht legalem Wege darauf zugreifen? Ähm, jetzt bin ich verwirrt...
Trotzdem bleibt die Tatsache, dass eine Mediathek für mich kein gescheiter TV-Zugang ist.
Ich für mich persönlich (!) finde es eben sehr ärgerlich und unverschämt, dass ich nun für die gleiche Leistung viel mehr bezahlen muss als vorher. Schon klar, für den Großteil bleibt der Beitrag gleich und viele Studenten (WGs!!!) müssen jetzt weniger bezahlen. Ich halte es eben für kein sehr gerechtes System, wenn jemand in einer 5er-WG bequem vor seiner Glotze sitzen kann, während ich keine anschließen kann und dafür das 5-fache bezahle. Ach nein, ich vergaß, wenn der Mensch Bafög-Empfänger ist, muss er ja gar nichts bezahlen...
Sehe ich genauso. Eine Verfassungsbeschwerde wegen Benachteiligung von Single-Haushalten ist übrigens schon am BVerfG eingereicht.
Das Mediatheken-Argument finde ich grundsätzlich nicht angemessen, unabhängig vom Angebot der ÖR im Internet. Like I said: "Die Gebühr kann man nicht dadurch rechtfertigen, dass die öffentlich-rechtlichen ihre Plattformen erweitern, das sollte deren Problem bleiben, nicht das der (potentiellen) Beitragszahler. Aus netzpolitischer Perspektive ist es sogar ausgesprochen frech, für i.w.S. staatliche Informationsportale nutzungsunabhängig Kohle kassieren zu wollen. Überheblich und wettbewerbsschädigend gegenüber den privaten Medien ist es obendrein."
Dr.Hackenbush
13.01.2013, 13:26
Ich brauche zum Beispiel keine Autobahnen, weil ich kein Auto habe. Andere brauchen keine Radwege, weil sie kein Rad haben.
Ich glaube man kann eine niemals endende Liste machen.
Ich liebe diesen Vergleich weil ich ihn bereits in zwei Foren zunichte machen durfte :-))
1.) Wer kein Auto hat nutzt tatsächlich trotzdem dessen Infrastruktur.
Wie kommen Salatgurke und Jogurt in den Supermarkt nebenan?
Richtig, über die guten deutschen Straßen. Keine Straßen = nix zu essen im Kühlschrank
2.) Für Straßen sind gar keine Steuereinnahmen von nicht Autofahrern
erforderlich, da die Einnahmen von Autofahrern über Kfz-Steuer,
Energiesteuer (hieß früher Mineralölsteuer), Mehrwertsteuer auf
Kraftstoff und LKW-Maut so hoch sind das davon nicht nur die
Straßen komplett bezahlt werden, sondern auch noch andere
Haushaltslöcher gestopft werden. Ohne Autofahrer würde übrigens
auch das deutsche Rentensystem zusammenbrechen, da die
Einahmen aus der "Ökosteuer" in die Rentenkasse fließen.
3.) Die Öffentlich Rechtlichen TV-Sender stellen keine Infrastruktur
zur Verfügung. Würde man die ÖR's abschalten würde trotzdem der
restliche Rundfunk weiterlaufen.
Michael72
13.01.2013, 13:41
Mir erschliesst sich einfach nicht, warum man das nicht über Steuern regeln kann... wäre wesentlich weniger publikumswirksam und vermutlich auch wesentlich gerechter...
Eine Abgabe, die von allen Bürgern zwangsweise zu entrichten ist, unabhängig davon, ob sie die zugrunde liegende Leistung nutzen oder nicht und die vom Staat eingetrieben und an staatliche Institutionen verteilt wird, ist de facto eine Steuer. Auch wenn sie nicht so heißt.
Es ist ja nicht nur so, dass Deutschland quasi das einzige Land auf der Welt mit unabhängigen Medien ist (die Begründung für das staatliche Zwangsfernsehen ist ja Unabhängigkeit, ergo haben Staaten ohne Rundfunksteuer keine unabhängigen Medien), es ist auch erstaunlich, um welche Summen es hier geht.
Ich zitiere an dieser Stelle mal fefe:
Spannender aber ist der Vergleich in Deutschland. Im Jahr 2011 hat die Buchbranche 9,6 Milliarden Euro umgesetzt (http://www.boersenverein.de/de/182716), die Videospieleindustrie hatte 1,57 Milliarden Umsatz (http://www.gamestar.de/news/pc/2565026/computer_und_videospiele.html), die Musikindustrie machte 1,48 Milliarden Umsatz (http://www.musikindustrie.de/jahrbuch-umsatz-2011/) und die Kino-Umsätze 2011 waren 958,1 Millionen (http://www.vprt.de/thema/marktentwicklung/marktdaten/ums%C3%A4tze/ums%C3%A4tze-der-filmindustrie/content/kinoums%C3%A4tze-deutschland-), dazu nochmal 1,13 Milliarden Umsatz mit DVD-Verkäufen (http://de.statista.com/statistik/daten/studie/3089/umfrage/umsatz-im-videomarkt-dvd-verkauf-in-deutschland-seit-2002/).Aber das ist noch nicht, wieso ich diese Zahlen jetzt blogge. Die GEZ nahm 2011 7,533 Milliarden ein (http://de.wikipedia.org/wiki/GEZ). Die GEZ macht mehr Umsatz als Videospiele, Musik und Kino zusammen! Und dazu muss man ja auch noch die Werbeeinnahmen zählen, die liegen für ARD und ZDF bei einer halben Milliarde (http://www.ard.de/intern/medienbasisdaten/medienwirtschaft/werbefernsehums_26_23228_3Btze_20von_20ard_20und_2 0zdf/-/id=54904/1cdloh1/index.html) und bei den Privaten macht alleine SAT.1 schon mehr Werbeumsatz als die gesamte Videospielebranche (http://www.ard.de/intern/medienbasisdaten/medienwirtschaft/werbeums_26_23228_3Btze_20privater_20fernsehanbiet/-/id=54912/q4c3f5/index.html). Krass. Also bei den Zahlen kann ich mich ja schon ein bisschen in die Privaten hereinversetzen und deren schlechte Laune nachvollziehen. Wieso brauchen die Öffentlich-Rechtlichen eigentlich so viel Geld?
Es gibt dazu auch eine Grafik (http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2012/10/umsaetze_entertainment.png): 25560
Aber offenbar sind dem deutschen Volk Rosamunde Pilcher und das Musikantenstadl so wichtig, dass es gegen die GEZ kaum rebelliert. Im Gegenteil, die GEZ hat, man glaubt es kaum, zahlreiche Fans.
Autolyse
13.01.2013, 14:14
Ich liebe diesen Vergleich weil ich ihn bereits in zwei Foren zunichte machen durfte :-))
1.) Wer kein Auto hat nutzt tatsächlich trotzdem dessen Infrastruktur.
Wie kommen Salatgurke und Jogurt in den Supermarkt nebenan?
Richtig, über die guten deutschen Straßen. Keine Straßen = nix zu essen im Kühlschrank
2.) Für Straßen sind gar keine Steuereinnahmen von nicht Autofahrern
erforderlich, da die Einnahmen von Autofahrern über Kfz-Steuer,
Energiesteuer (hieß früher Mineralölsteuer), Mehrwertsteuer auf
Kraftstoff und LKW-Maut so hoch sind das davon nicht nur die
Straßen komplett bezahlt werden, sondern auch noch andere
Haushaltslöcher gestopft werden. Ohne Autofahrer würde übrigens
auch das deutsche Rentensystem zusammenbrechen, da die
Einahmen aus der "Ökosteuer" in die Rentenkasse fließen.
3.) [...]
Wobei deine Argumente auch fehlgehen.
Ad 1.: Infrastruktur ist hier das richtige Stichwort. Allerdings ist die Existenz dieser Infrastruktur nicht dem Verkehr als solchem geschuldet, das mag in der öffentlichen Wahrnehmung durch den Schluss von der sichtbaren typischen Nutzung auf den Zweck so sein, ist aber nicht zutreffend. Letztlich ist die Verkehrsinfrastruktur Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge und damit Grundlage der Nutzung des Staatsgebiets durch die Staatsbürger. Insoern greift dein Argument wesentlich zu kurz.
Ad 2.: Du saldierst hier schlichtweg die Einnahmen von Steuern aus einem bestimmten Gebiet und die für dieses aufgewendeten Ausgaben. Das ist aber schlichtweg falsch. Steuern sind schlichtweg Abgaben die bei Erfüllung eines Tatbestandes entstehen und durch die kein Anspruch auf eine Gegenleistung entsteht. Würde man dieser Argumentation des ADAC folgen bestünde mit der Entrichtung der Hundesteuer auch ein Verschmutzungsrecht für Hundehalter.
Die Inhalte von deutschen Mediatheken sind eben NICHT für Menschen in anderen Ländern abspielbar...
möööööööööp
also ich kann aus der ARD und ZDF Mediathek reichlich sehen... nicht die ausländischen Produktionen aus z.B. den USA, aber den deutschen Kram völlig problemlos... zumindest bin ich bisher nicht auf irgendwelche Limits gestossen...
Diese despotische Vorgehensweise unserer Politik, die diesen Zwang rechtlich legalisiert, und mehr noch, diesen den Leuten auch noch als "Demokratie-Abgabe" verkaufen will, ist einfach nur noch zum Kotzen.
Unter dem Deckmantel des "Solidaritätsprinzips" (:-))) werden wir also abermals gezwungen, die ekelhafte Geldgier der ÖR-MitarbeiterInnen zu befriedigen! :-kotz
5€ pro Kopf/Erwachsenen fänd ich absolut ok. Das kann wohl noch jeder aufbringen. Aber 18€ für einen Single-Haushalt, die nicht (!!!) am Einkommen dieser Personengruppe gemessen werden, sind einfach mal frech!
Und warum wird es hingenommen, dass sich die ÖR mit den Privaten in einen Konkurrenzkampf begeben? Siehe völlig überteuerte und damit aus Rundfunkbeiträgen finanzierten Sportveranstaltungen/-übertragungen? Warum überlässt man diese nicht den Privaten? Die ÖR müssen sich doch überhaupt gar keine Platte, um irgendwelche Einschaltquoten machen.? Ganz im Gegenteil! Mit unseren "Beiträgen" (wohl eher Steuern) ist deren Existenz doch gesichert! Mit diesen Methoden wird zusätzlich versucht, private Sender vom Markt zu drängen, um eine Monopolstellung zu erlangen. <-- Ist ja auch überhaupt nicht aufdringlich! Nein! Und völlig "unabhängig" ist dieser Medienapparat auch! :-))
Davon mal ab, sollte der eigentliche Auftrag der ÖR nicht darin liegen, die Bevölkerung mit Nachrichten aus aller Welt zu beglücken, und nicht in die "Unterhaltungsbranche" einzusteigen.?
möööööööööp
also ich kann aus der ARD und ZDF Mediathek reichlich sehen... nicht die ausländischen Produktionen aus z.B. den USA, aber den deutschen Kram völlig problemlos... zumindest bin ich bisher nicht auf irgendwelche Limits gestossen...
Hah! Übernimmst du meine GEZ-Gebühren??? :-))
So...falls hier noch Interesse unter den "GEZ-Schimpfern :-))" bzgl. einer evtl. Klage besteht, kann ich ja gerade mal mitteilen, was ich nun in dieser delikaten Angelegenheit unternommen habe. ---> Im Grunde nämlich, nicht viel...
Habe im Netz diese Seite hier gefunden: - http://www.akademie.de/wissen/gez-rundfunkbeitrag-vorbehalt-anzeige - und halte die dort vorgeschlagene Vorgehensweise für recht vernünftig (soweit ich es überblicken kann). Ich habe diesen dort zur Verfügung gestellten Musterbrief also genutzt, und meine Zahlung vorerst unter Vorbehalt getätigt. Zudem werde ich nunmehr diesen Vorbehalts-Hinweis auch in der Zeile "Verwendungszweck" meiner Überweisungen fortlaufend aufführen.
Da nunmal eine Zahlungspflicht besteht und ich keine Lust auf Mehrkosten habe (Mahngebühren etc.), halte ich so Vorschläge, wie sie eben auch im Netz zu finden sind, den Rundfunkbeitrag einfach nicht mehr zu entrichten, für wenig sinnvoll.
Nunja...mal gucken, was so passiert und wie die Gerichte urteilen werden. Ich glaube allerdings nicht daran, dass dieses "Beitragsmodell" komplett abgeschafft wird (vorher geht die Welt dann wirklich unter), aber es scheint mir doch unausweichlich, es teilweise neu modifizieren zu müssen.
Wie habt ihr "Mitschimpfer" denn jetzt so gehandelt, bzw. wie wollt ihr noch agieren?
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.