Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frau...Schmidt?
ehem-user-02-08-2021-1033
05.07.2011, 17:09
Die Operateure haben wir dann meist in der Waschkaue besucht, oder eben beim Reinkommen kurz abgefangen. Und wen es nicht interessiert: Wayne's... :-))
Und ganz wichtig insbesondere bei Famulaturen in der Anästhesie:
Dem Operateur am Tisch grundsätzlich immer die Hand schütteln und sich mit Namen vorstellen.
Das hinterlässt einen bleibenden Eindruck im gesamten Krankenhaus. :-oopss
(Folgende Worte fehlen im oberen Abschnitt: "steril" bzw. "unsteril" und natürlich "Ironie" :-)))
emergency doc
06.07.2011, 23:27
Wie wichtig den Patienten das Nennen des Namens sein kann, ist mir als junger Assistent kurz nach dem AiP aufgefallen.
ich bekam nachts eine polytraumatisierte Patientin u.a. mit Gesichtstrauma. Sie war wach und nicht intubiert. ich meinen Satz gesagt ("Hallo, ich bin Emergency Doc, der diensthabende Unfallchirurg!") und mit der Versorgung begonnen. Da fragte mich der Anästhesist nochmal nach meinem (etwas schwierigen ausländischen) Namen, weil ich ja erst knapp drei Wochen da war, und er mich noch nicht kannte. Plötzlich kam von unten von der Patientin ein wegen des Traumas genuscheltes aber richtiges deutliches "Emergency Doc". Sie hatte sich meinen Namen gemerkt, weil ich offenbar in der kompletten Chaos-Situation für sie mit der Nennung meines Namens einen Ruhe- und Vertrauenspol geschaffen hatte.
Für mich ist bei jedem Patienten, den ich nicht kenne daher die Nennung des Namens wichtig, ich bin froh, daß ich mir das während des PJ so angewöhnt habe. Achja, ich spreche übrigens auch mit komatösen oder intubierten Patienten.
:-meinung
Für mich ist bei jedem Patienten, den ich nicht kenne daher die Nennung des Namens wichtig, ich bin froh, daß ich mir das während des PJ so angewöhnt habe. Achja, ich spreche übrigens auch mit komatösen oder intubierten Patienten.
:-meinung
Richtig so! Wie wichtig das ist, sieht man z.B. auf jeder Intensivstation. Vermeintlich tief sedierte Patienten "erschrecken" sich, wenn unvermittelt an ihnen manipuliert wird. Deswegen haben wir es auf der ITS immer so gehandhabt, dass man kurz sagt, was man als nächstes machen wird. Und ein "Nicht erschrecken, ich nehm nur kurz Blut ab." Oder "Ich muss sie gleich untersuchen, nicht erschrecken, wenn es gleich kalt wird" tut nun wirklich niemandem weh.
Bestes Negativbeispiel: Patient, nachbeatmet auf die ITS nach großer Bauch-OP und im Verlauf oberflächlich inzifizierter, sekundär heilender Wunde. Morgens große Visite incl. Chef der ACH, OA der Anästhesie stellt den Patienten vor. Der Chef sieht den Verband, reißt diesen ohne Vorankündigung ab. Bis dahin war der Patient noch am schlafen. Durch diese Maßnahme war er wach, aber noch war alles blande. Dann geht besagter Chef wieder ohne etwas zu sagen mit dem Zeigefinger in den unteren offenen Wundpol und zieht kräftig Richtung Sternum und eine Naht nach der Anderen ploppt auf. Da wars für den Patienten vorbei. Mit großen Augen und deutlicher Panik darin wollte er sich wehren, konnte aber aufgrund seiner Situation nicht. Da ich eh fast neben seinem Kopf stand, habe ich ihm kurz gesagt, dass das der Professor XY sei, und der nur nach seiner Narbe gesehen hat. Danach mit viel Propofol und Sufentanyl einen erholsamen Schlaf herbeigezaubert. Und in Gedanken dazugesetzt: Der tut nix, der will nur spielen. Aber besagter Chef durfte sich im Arztzimmer unter Ausschluß der Öffentlichkeit dann doch noch ein paar Takte zum Thema Untersuchung auf der ITS im Allgemeinen und Umgang mit Menschen und Patienten im Besonderen anhören.
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