Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Alarm RTW / NEF - Bewußtlose Person
Ja, Danke auch :-) hat Spaß gemacht.
agouti_lilac
11.07.2011, 22:50
Spannend, danke! :-)
Relaxometrie
11.07.2011, 23:53
Wollen wir den Patienten denn deutlich erwärmen? Die Maßnahmen im RTW dienen in erster Linie dazu, die Temperatur zu halten. Zur Zeit hängt eine Ringerlösung 500ml. Die erste ist gleich durch, wird gegen eine neue getauscht.
Deutlich erwärmen würde ich den Patienten im RTW nicht, aber trotzdem würde ich aus der Überlegung heraus, daß sich die peripheren Gefäße öffnen werden, sicherstellen, daß ein funktionierender Zugang liegt (was aber ja auch unabhängig von der Unterkühlung Standard ist).
Aber ein unterkühlter Patient bekommt beim Aufwärmen auf Intensiv wahrscheinlich einen ZVK, oder?
Ich konnte jetzt zwar nicht viel (= gar nix ^^) dazu beitragen aber es war sehr spannend zu lesen.
@ Brutus
Du bist aber auch ein sehr netter Erzähler :)
Postikterisch wäre übrigens eher was für den Viszeralchirurgen und nicht für den Neurologen ;-)
:-blush:-blush:-blush Oh man! Verdammt ist der Terminologiekurs lange her... :-)) :-))
Der Vorschlag mit dem RR steigern bei V.a. cerebrale Ischämie finde ich unsinnig... der hatte ja nen guten Druck und der Nutzen einer Bedarfshypertonie bei cerebraler Ischämie ist umstritten. Außerdem wäre der Verdacht (genau wie die ICB übrigens) ja sehr vage.
Im Prinzip haste Recht. Mich hätte der Druck auch nicht gestört. Aber Schaden tut eine moderate RR-Erhöhung auch nicht. Von daher: :-keks
Ich hätte jetzt bei Amitryptilin im Rahmen eines anticholinergen Syndroms theoretisch eher weite Pupillen erwartet, aber gut... hatte auch mal einen Patienten, der sich versucht hatte, mit anticholinerge Medikation (Schlafmittel) zu suizidieren... der hatte ein delirantes Bild und eine Xerostomie, aber ebenfalls mittelweite Pupillen.
Ja. Aber leider halten sich die Patienten ja nie an die Packungsbeilage und die meisten haben einfach auch ihr Pathobuch nicht gelesen... :-)) :-))
Ich hätte ja auch eine deutliche QT-Verlängerung erwartet, die ja immer wieder in Vorträgen angepriesen wird. Und dann: alles völlig unspektakulär im EKG. :-nix
Deutlich erwärmen würde ich den Patienten im RTW nicht, aber trotzdem würde ich aus der Überlegung heraus, daß sich die peripheren Gefäße öffnen werden, sicherstellen, daß ein funktionierender Zugang liegt (was aber ja auch unabhängig von der Unterkühlung Standard ist).
Aber ein unterkühlter Patient bekommt beim Aufwärmen auf Intensiv wahrscheinlich einen ZVK, oder?
Ja, der ZVK war in Arbeit, als wir uns verabschiedet haben. :-)) Wie sieht es denn eigentlich mit der therapeutischen Hypothermie bei Intoxikationen aus? Gibt es da irgendwelche Literatur zu?
Ich konnte jetzt zwar nicht viel (= gar nix ^^) dazu beitragen aber es war sehr spannend zu lesen.
@ Brutus
Du bist aber auch ein sehr netter Erzähler :)
Danke. :-blush
Ich muss mal eben ein bißchen schlafen, dann gucke ich mal, was noch so Spannendes zum Fallbeispiel taugt...
Gute Nacht.
Wer verschreibt einem älteren Patienten heutzutage noch ein trizyklisches Antidepressivum?!
Was genau spricht dagegen?
Daß die neueren SSRI nicht wesentlich wirksamer sind und ein vergleichbares Suizidpotential bergen, dabei aber wesentlich teurer sind?
Schöner Fall übrigens! :-top
Für kurze Fälle haben wir noch den alten Notarzt-Simulator (http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showthread.php?t=35135)
psycho1899
12.07.2011, 16:43
Im Gegenteil, die TCAs sind potenter als die SSRI. Aber das Nebenwirkungsprofil ist ungünstiger und auf Grund der anticholinergen Wirkung sicherlich bei Patienten mit einer Demenz (delirogen) nicht Therapie der Wahl, soweit ich das mit meinem gerontopsychiatrischen Laienwissen beurteilen kann.
Im Gegenteil, die TCAs sind potenter als die SSRI. Aber das Nebenwirkungsprofil ist ungünstiger und auf Grund der anticholinergen Wirkung sicherlich bei Patienten mit einer Demenz (delirogen) nicht Therapie der Wahl, soweit ich das mit meinem gerontopsychiatrischen Laienwissen beurteilen kann.
Korrekt, im Einzelfall ist die Indikation aber sicherlich angebracht und mithin keinesfalls so rückständig, wie manch ein theoretischer Pharmakologe denken mag.
emergency doc
12.07.2011, 18:30
Nur sofort? Also ich intubiere, wenn es denn möglich ist, gerne unter kontrollierten Bedingungen. In diesem Fall im RTW. Warum unter schlechten Bedingungen im Wald, dreckig, dunkel und naß, wenn es auch schön im Warmen geht?
Also ich intubiere gerne direkt vor Ort. IMHO macht es wenig Sinn jemanden schutzintubieren zu wollen, aber ihn erstmal 500m durch den Wald zu schlören. Provokativ könnte man die These formulieren: Wenn er auf dem Transport von der Fundstelle bis zum RTW nicht erbrochen und aspiriert hat, wird er es auf der Fahrt auch nicht mehr tun.
:-meinung
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