Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sinkendes berufliches Selbstvertrauen bei Frauen
Keenacat
14.08.2011, 14:08
Na, Keena, dann zeig mir mal, wie du einen Fulltime-Job als Ärztin mit mindestens vierstündlichem Stillen (auch nachts) deines Kindes vereinbaren willst. Da wirst du selbst bei bestmöglicher Betreuungsinfrastruktur scheitern, fürchte ich.
Ich finde es völlig in Ordnung, dass es männliche und weibliche Verhaltensweisen gibt. Nur weil wir Menschen sind, müssen wir die nun wirklich nicht aufgeben. Du wirst es nicht ändern können, dass Mutter Natur uns Frauen zum einen mit den körperlichen Voraussetzungen und zum anderen auch mit den entsprechenden Hormonen für die Kinderaufzucht ausgestattet hat. Dagegen wirst auch DU nicht ankommen. Und "Emanzipation" ist für die meisten doch nur eine Ausrede für mehr Rechte, ohne die Pflichten (siehe Wehrdienst) mit in Kauf nehmen zu wollen.
Dieses Hardcore-Emanzipationsgetue finde ich total abstoßend und genauso überflüssig wie Macho-Kerle.
Ich finde "kastrierte", krampfhaft weiblich wirkende Männer, die nur noch über ihren Nachwuchs und Windelwechsel reden wollen und nur ja alles geben, um als Frauenversteher zu gelten genauso albern wie Mannsweiber, die alles geben, um nur ja nicht weiblich zu wirken, weil man sie für schwach halten könnte.
Für mich bedeutet Emanzipation, dass ich kein Problem damit habe, eine Frau zu sein und mir (wenn es denn mein Wunsch sein sollte) Dinge wie Brutpflege auf die Fahnen zu schreiben - ohne mich dafür minderwertig oder unterdrückt zu fühlen. [...]
Ähnliches gilt auch für das Selbstbewusstsein berufstätiger Frauen. Es ist für mich absolut in Ordnung, wenn eine Frau NICHT bis ganz nach oben will und sich bewusst dafür entscheidet. Das hat nichts mit fehlender Emanzipation zu tun! Wer das als Problem sieht, hat in der Tat kein ausreichendes Selbstbewusstsein!
Ich sag dir mal was: Es hat nichts mit Emanzipation zu tun, wenn man so eine Einstellung zu Leuten hat, die a) den geltenden Rollenstereotypen nicht folgen oder b) ein Problem mit selbigen haben. Lies dir nochmal durch, was du da von dir gibst und welche Einstellung das tatsächlich gegenüber denen kommuniziert, die wirklich mal außerhalb deiner Rollenvorstellungen agieren. Das offenbart nicht grade eine Leben und Leben lassen-Einstellung. Das ist hochgradig verächtlich.
Und eine gleichberechtigte Partnerschaft ist ganz sicher nicht dort zu finden, wo die Frau dem Mann ansagt, er müsse den Löwenanteil der Kindererziehung übernehmen, sonst würde das mit Kindern nicht laufen. Klar, jeder Mann DARF... aber nicht jeder Mann MUSS. Gilt auch für die Frau. Ich frage mich halt, warum man überhaupt über Kinder nachdenkt, wenn beide eigentlich keinen Bock auf die Erziehung derselben haben.
Ich sprach explizit von Elternzeit und habe auch begründet, warum der Mann mehr nehmen muss, wenn beide den gleichen Anteil an der Kinderbetreuung übernehmen wollen: Die Frau war vorher in Mutterschutz, ihre Netto-Nichtarbeitszeit geht also über die Elternzeit hinaus. Und wieder die Dichotomie von "entweder du willst es allein machen oder hast garkeinen Bock drauf": Ich will meine Kinder nicht nicht erziehen, ich will sie nicht alleine erziehen, solange der Vater seinen Anteil übernehmen kann.
Feuerblick
14.08.2011, 14:18
Selbst mein Freund, der nach viereinhalb Jahren mit mir mal so langsam begriffen haben sollte, was auf ihn zukommt, scheint immer noch der Meinung zu sein, er käme irgendwie drumrum, den Löwenanteil der Elternzeit zu nehmen. Da ich allerdings logischerweise gezwungen sein werde, ein zukünftiges Kind auszutragen und während des Mutterschutzes eh nicht arbeiten kann, seh ich es nicht ein, noch zusätzlich das Gros der Elternzeit selbst zu nehmen.
Ich kann garnicht so viel fressen... :-?
Naja, der markierte Passus klingt für mich eher nach "Hey, ich hab den Mutterschutz ertragen und das Kind auf die Welt gebracht - zu mehr hab ich keinen Bock, also darf bitte mein Partner einspringen." und nicht so sehr danach, dass du dir mit deinem Freund einig bist, die Elternzeit zu teilen... Im Gegenteil, er soll den Löwenanteil übernehmen. Sprich: Dein Beitrag liest sich so, als sei für dich mit dem Gebären des Kindes die Nummer durch und danach habe sich gefälligst der Vater zu kümmern, damit du dich verwirklichen kannst. Gleichberechtigung klingt anders...
Ja, ich habe was gegen Hardcore-Emanzen. Und da diese mich und meine (nun wirklich nicht allzu klassischen "Rollenvorstellungen") nicht in Frieden leben lassen wollen (denn auch DU bist gerade dabei, hier aggressiv-missionarisch wirken zu wollen), sehe ich nicht ein, warum ich sie kalt lächelnd akzeptieren soll. :-nix Wer mir sagen will, wie ich mich selbst sehen soll, muss damit rechnen, dass ich ihn nicht leiden kann und verächtlich über ihn rede. So ist das nunmal im Leben!
Übrigens: Deine Postings haben eine derartige Aggressivität (nicht nur hier), dass ich mich manchmal frage, wer dir in deinem Leben derart zugesetzt haben musst, dass du nur noch auf diese Art diskutieren kannst. :-nix
Nochmal: Emanzipation bedeutet für mich, dass eine Frau ausreichend Selbstbewusstsein aufbringt, eine Frau zu sein ohne sich dadurch unterdrückt oder minderwertig zu fühlen. Und ohne Männer gleich verbal zu kastrieren. Das gilt sowohl für den Beruf als auch für das Privatleben. Zu schließen, dass Frauen nicht ausreichend Selbstbewusstsein aufbringen, weil sie nicht so oft in Führungspositionen zu finden sind, ist schon sehr eindimensional gedacht.
Keenacat
14.08.2011, 14:22
Angesichts deiner obigen Aussagen kann ich den Vorwurf von Aggressivität an meine Adresse nur irritiert zur Kenntnis nehmen.
Feuerblick
14.08.2011, 14:24
Soso... :-nix Dann tu das... Schon mal daran gedacht, dass es so aus dem Wald herausschallt, wie man hineinruft. Ist ein nettes Sprichwort aus einer ganz alten Zeit. ;-)
konstantin
14.08.2011, 14:27
Keenacat: Wir sind uns aber darueber einig, dass Maennlein und Weiblein zwei gaenzlich verschiedene Hormonhaushalte haben? Und wir sind uns auch darueber einig, dass Hormone mitunter stark psychotrope Substanzen sind? Na dann sind wir uns auch darueber einig, dass Mann und Frau hormonell, oder eben genetisch bedingt von Grund auf verschiedene Verhaltensweisen an den Tag legen.
Ich verstehe auch nicht, weshalb du dich da so gegen streubst? Es ist nichts schlimmes daran, dass ich einen Penis habe und du eine Vagina, oder dass ich gerne Bier trinke und meine Freundin lieber Cocktails...
edit: Man sagt ja auch gerne, dass Rassisten nicht nur diejenigen Leute sind, die einen schwarzen Mann vermoebeln, weil sie seine Hautfarbe nicht moegen - sondern auch diejenigen Leute, die meinen, sie muessten einen schwarzen Mann auf Grund seiner Hautfarbe bevorzugen.
Mit deinem eisernen Emanzenkampf diskriminierst du die Frauen mehr als jeder andere hier.
Schön wäre es, wenn es Rahmenbedingungen gäbe, die es jedem ermöglichen so zu leben wie er/sie/es es will ohne dass andere ihn/sie/es anmachen dafür. Sprich die arbeitende Mutter bekommt Kitaplätze, der Mann der zu Hause bleiben will bekommt die Elternzeit, und die Vollzeitmums bleiben zu Hause. Ist in der Realität nicht so, das ist schade.
Ist es der richtige Weg, IMMER wieder die gleiche wahnhafte Einstellung breitzutreten und IMMER diesen schwachsinnigen Blödsinn von wegen "Frauen werden unterdrückt wenn sie a) nicht in der Schwangerschaft rauchen sollen, b) mal im Krankenhaus versehentlich für die Schwester gehalten werden, c) beliebig einsetzbar, loszulassen?? Ich glaube nicht. Und immer dieses "Ich könnte gar nicht so viel fressen etc..." Wie wäre es einfach wenn du dich darum kümmerst, dass es DIR gut geht mit dem was du machst und endlich aufhörst, anderen Frauen zu diktieren, wie sie zu empfinden haben und wenn sie nicht deiner Meinung sind, als Verräter hinzustellen.
Und zu den Kindersachen: Bekomm erst mal welche, bevor zu deine großmäuligen Sprüche lässt. Also ich bin wirklich keine der Hausfrauenmamas aber dennoch hat es mich verändert und ich sehe manche Dinge nun so, wie ich sie vorher nicht gesehen hätte.
Keenacat
14.08.2011, 17:11
Trianna, ich wäre dir dankbar, wenn du mir zeigen würdest, wo ich irgendwem Vorschriften mache, wie er zu leben hat oder nicht (also so zitatmäßig). Das liest du in meine Aussagen hinein. Was ich hier immer wieder predige, ist eben gerade, dass man die Leute so lassen möge, wie sie sein wollen. Das geht aber nur, wenn die Voraussetzungen für alle entsprechend gegeben sind.
Das würde bedeuten, dass Männer so "weibisch" sein dürfen wie sie lustig sind und Frauen so "männlich" wie sie möchten, OHNE dass irgendwelche Wächter der moralischen Ordnung sie für "abstoßend" halten und sich nicht schämen, das in die Welt hinauszuposaunen. Weil man endlich mal davon abkäme, alles als "weiblich" und "männlich" klassifizieren zu wollen und sich dann hinter Genetik und Hormonhaushalt versteckt, als liefen nicht schon in dieser Welt genug Leute rum, die beweisen, dass man solchen Schmu nicht verallgemeinern kann.
Echt, zeig mir mal, wo ich anderen Frauen irgendwas diktiere. Zeigs mir. Da, wo ICH über MICH sage, dass ich mit meinem Freund gern wirklich fair die Verantwortung für ein künftiges Kind teilen würde? Haha. Oder etwa da, wos drum geht, dass ständig irgendwelche Leute Vorschriften über "weibliches" und "männliches" Verhalten aufstellen und sich dann zufrieden zurücklehnen, weil die Welt so schön geordnet ist? Wo steht denn da "Machs so und so!!!einself"??
Zumal ihr vergesst, dass es immer auch um die Männer geht. Die profitieren zwar als Gruppe (sie sind soziologisch betrachtet privilegiert), aber das heißt nicht, dass es für einen individuellen Mann mit seinen Eigenheiten keinerlei Benachteiligungen gibt. Denkt mal drüber nach, ob und wann ihr euch das letzte mal über "Tucken" (nicht einfach Schwule, sondern "weibische, überkandidelte" Schwule) mockiert habt. Oder es merkwürdig gefunden habt, dass euer männlicher Arbeitskollege für ein Jahr Richtung Küche und Kind verschwunden ist, oder jeden Tag pünktlich verschwindet, weil sein Kind im Kindergarten wartet. Respekt, wenn ihrs da vermeidet - dann seid ihr schon einen ganzen Schritt weiter als die meisten. Das sind alles Benachteligungen, die sich ebenfalls aus der Gesellschaftsordnung ergeben.
Ich glaub nicht, dass ich mich dafür entschuldigen muss, dass mir Gleichberechtigung nicht reicht. Ich will auch gleichgestellt sein.
Für Einsteiger: http://de.wikipedia.org/wiki/Gleichstellung
DoctorNew
14.08.2011, 18:11
@Keenacat
Du propagierst dem Inhalt nach aber nicht Gleichstellung verschiedener Geschlechtern, sondern deren Gleichmachung. Ansonsten würdest du nicht die Beschreibung von Verhaltensweisen als männlich bzw. weiblich als archaische Denkstrukturen ablehnen.
Das Frauen und Männer eben nicht gleich sind, das blendest du mit vollster Sturheit aus. In Bezug auf die körperlichen Fähigkeiten wird das schon aus der Anatomie des Bewegungsapparats deutlich, die Männern im Vergleich der statistischen Verteilungen eine höhere körperliche Leistungsfähigkeit beschert. Genauso gibt es in der statistischen Verteilung Unterschiede in Bezug auf bestimmte Charakterzüge und Denkweisen, die sich beispielsweise mit der unterschiedlichen Ausgestaltung des Hormonsystems erklären lassen. Dass nun bestimmte Eigenschaften als geschlechtstypisch gelten, ist eben ein Produkt statistischer Anschauung, genauso wie Tatsache, dass man Dirk Nowitzki als groß beschreibt.
Darf ich fragen, ob du denn auch bei den Dingen, wo Frauen bisher Vorteile gegenüber den Männern haben, sei es bis zu diesem Jahr die Wehrpflicht, die erleichterten Testanforderungen beim Aufnahmetest in den Polizeidienst oder das Verbot für Frauen, an der Front zu kämpfen, auch für eine Angleichung bist?
Im Übrigen bist du, anders als du das selbst siehst, mit deinen Aussagen sehr wohl am bewerten. Du sprichst ja selbst von fairem Aufteilen der Kinderbetreuung, womit du ja alle anderen Modelle, als das von dir geforderte, als unfair charakterisierst. Wobei ich mir ehrlich die Frage stelle, ob man die Kinderbetreuung wirklich als Last sehen sollte, wie du es ja anscheinend tust.
Stephan0815
14.08.2011, 18:32
Au fein, Catfight!
Nicht so schnell, nicht so schnell - ich hab noch kein Popcorn.
Ich finde ja auch, sich zu vertragen ist voll doof, wo bleibt denn da der Spaß?
Zum Thema fällt mir nur ein, daß es immer einen gibt, der gleicher ist, als Man(n) selber, auch wenns "bloß" ne Frau ist.
Michael72
14.08.2011, 18:59
Also solange nicht genauso viele Hetero-Frauen als Kanalarbeiterinnen, Kranführerinnen, Presslufthammerbedienerinnen, Fliesenlegerinnen, Schlachterinnen oder Aufzugsmonteurinnen arbeiten wollen wie Männer und solange nicht genauso viele Hetero-Männer als Sekretär, Fachverkäufer für Damenmoden, Nail Artist, Kosmetiker, Avon Berater oder Tupperware-Party-Veranstalter arbeiten wollen wie Frauen, glaube ich schon daran, dass es geschlechtsspezifische Vorlieben bei der Berufswahl gibt, die sich nicht ausschliesslich über mangelnde Emanzipation oder Rollenbildung im Vorschulalter erklären lassen.
Zur Ursprungsfrage: niemand gesteht sich gerne Niederlagen ein. Es ist halt nur wahrscheinlich so, dass der Mann, der den Chefarztposten nicht bekommt sagen wird "die mochten mich halt nicht" und die Frau, die den Chefarztposten nicht bekommt wird sagen "nur weil ich eine Frau bin". Beides Unfug. Aber bequemer Unfug.
Im KH Herrenberg gibt es übrigens eine Chefärztin. Sie leitet die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe.
Edit: Ich kenne übrigens nur wenige Männer, bei denen sich die Oxytocin-Produktion erhöht, wenn sie ein Neugeborenes sehen. Hier gibt es entweder geschlechtsspezifische Verhaltensmuster oder dringenden Emanzipationsbedarf.
Die Niere
14.08.2011, 19:02
Und warum deckt sich die Lebensplanung nicht?
- Kinderbetreuung durch Dritte ist häufig nicht ausreichend verfügbar
- Die Väter, die es meist zu den Kindern ja ebenfalls gibt, beteiligen sich nur mangelhaft an der Betreuung
- Chefs sind viel weniger bereit, Männern dieselben Möglichkeiten zur Kinderbetreuung zu geben wie Frauen
- Frauen denken garnicht drüber nach und ergeben sich einfach in das Schicksal, die Blagen irgendwie allein versorgen zu müssen, während der zuständige Erzeuger fröhlich weiter an der Karriere feilt.
Die Schuld jetzt hauptsächlich den Männern in deiner hasstiradengleichen Art zu geben deckt sich einfach nicht mit der Wirklichkeit. In der Regel sind Frauen sehr emanzipiert (und dieses Ausdruck möchte ich himmelweit von dem Begriff der Emanze, der bei zwischenzeitlich hier immer wieder im Kopf rumgeschwirrt ist, abgrenzen) und ergeben sich nicht ihrem Schicksal - immerhin reden wir hier noch immer von Frauen der Oberschicht im intellektuellen Sinne. Wenn diese das Ziel verfolgt gen Kader zu streben, dann gibt es Möglichkeiten genug.
Vielmehr ist es aber so wie Fire anführt: Viele Frauen möchten (zu Recht) kein Möbelstück, sondern ein Kind, dessen Lebenszeit sie maximal miterleben möchten (ein Verhalten, dass auch bei Männern immer mehr im Trend ist). Das ist kein aufoktroyiertes sich dem Schicksal hingebendes Verhalten, sondern das, was ihr Herz ihnen sagt.
So ein Kind ist selten in alleiniger Planung/Verantwortung der Frau entstanden, und dennoch erwartet die ganze Gesellschaft (nicht selten inklusive des Kindsvaters) von ihr, dass SIE ganz allein dafür sorgt, dass das Kind betreut ist.Ich kenne deine persönliche Lebenserfahrung nicht, aber mir fallen ganz spontan ein paar Erlebnisse ein, die du sicher gehabt hast, um zu diesem vernichtenden (in meinen Augen unpassenden) Urteil über unsere Gesallschaft zu kommen.
Deshalb liest man auch immer nur von den Frauen, die Beruf und Familie "ausbalancieren" und "vereinbaren" müssen oder angeblich ihre Lebensplanung so gestalten, dass die nicht zu nem Chefarztposten passt.Ich verteidige aber meine Meinung, dass ein Chefarztposten ein mehr als fulltime Job ist, in dem kein Platz für 50%-Stellen und ähnliches ist. Entscheidet sich eine Frau einen solch selbstaufopfernden Weg zu gehen, dann muss sie auch alles geben. Das bedeutet einfach, dass sie voll arbeiten muss, nur wenig Elternzeit nehmen kann, flexibel in den Arbeitszeiten ist und dementsprechend einen Partner braucht, der die Aufgaben übernimmt, die in der Familie halt aufkommen.
Bullsh*t. Wenn es um individuelles Talent ginge, dürften die Männer ja nicht generell besser darin sein - es sei denn, du möchtest behaupten, dass Frauen als Gruppe kein Talent für Gehaltsverhandlungen haben. Ja...das behaupte ich ganz frech, da es nämlich so ist. Nur hat es nichts mit Talent zu tun, sondern mit (wahrscheinlich anerzogenem Verhalten). Ausserdem rede ich nicht von generell, sondern vom Durchschnitt.
gruesse, die niere
Die Niere
14.08.2011, 19:14
Sorry Feuerchen, aber die Unterscheidung in "männliche" und "weibliche" Verhaltensweisen ist genau das Problem. Es gibt nur "menschliche" Verhaltensweisen, sich zu emanzipieren bedeutet, genau das einzusehen.Dass was du beschreibst, ist die Emanzipation der 70er gewesen. Emanzipation heute ist vielmehr das Anerkennen der individuellen Stärken und Schwächen eines Geschlechts...es gibt nämlich durchaus sehr typische männliche und weinliche Verhaltensweisen, aber jemand, der meint beide Geschlechter in jeglicher Form gleichstellen zu wollen, wird es schwer haben, dieser Argumentation zu folgen.
Und den Kindergarten-Diss will ich bitte überhört haben, nicht jeder hat den Luxus, daheim einen Partner zu haben oder überhaupt jemanden, der die Kinderbetreuung mitträgt. Der Beweis, dass Kinder in der Krippe total verwahrlosen, steht ebenfalls aus.Hier übertreibst du mit deiner Reaktion auf ein Post, das einzig und allein überspitzt formuliert hat, dass eine tägliche 12-Stunden-Kinderkrippen-Erziehung ab dem ersten Lebensjahr nicht ideal für das Kind sein kann!
gruesse, die niere, der Militarismus in jeglicher Form für unnötig hält...
Also ich muss zugeben, dass mich dieser Thread doch sehr amüsiert.
Aus einer simplen und harmlosen Frage wird hier eine hochpolitische Diskussion über Gleichheit bzw. nicht Gleichheit von Geschlechtern sowie deren Rollenverteilung.
Endlich weiß ich woher ich meine Vorurteile gegenüber Frauen habe, die eine Meinung so vehement und diskriminierend vertreten wie Du es tust Cat. Deine Meinung ist absolutistisch und Du scheinst auch keine andere neben Deiner eigenen zu akzeptieren. Sorry, aber damit bist Du nicht besser als die größte Machos, die was Gleichberechtigung angeht noch in der Steinzeit leben :-meinung
Mir ist übrigens auch eine CA (Chirurgie) bekannt, noch diesseits der 50, in einer Mio-Stadt in einer großen Klinik mit Gatte und mehreren Kindern.
Giant0777
14.08.2011, 19:44
@all: nun hört doch auf alle auf keencat rumzuhacken! mir tut sie eigentlich sehr leid.
diese einstellung zu kindern und was daraus erwächst, wird möglichweise dazu führen, dass sie kein spass daran haben wird. kinder schränken dich ein, egal wieviel gleichberechtigung es auch geben mag. im großen und ganzen nerven sie, kosten geld, hören nicht auf dich. wenn man nicht wenigstens im innersten ein verhältnis zu ihnen entwickelt, hat keiner was von ihnen. und wenn du deinen partner "an den herd" zwingst, wirst du wohl auch keinen spass an deiner partnerschaft haben.
wie gesagt, diese lebensfremde einstellung ist eher mitleidig mit an zu sehen. ich habe kinder und meine frau und ich ergänzen uns da einfach. wir haben noch nie diskussionen über pflichten und rechte führen müssen und wir beide haben ein tollen job. welchem lebensziel du dagegen hinterläufst weiss ich nicht, ich habe eher das gefühl das du einen benefit dabei hast irgendwas zu verteidigen, was du nicht erlebst hast - einfach weil du es schon vorher für dich theoretisch beschlossen hast!
und vllt wirst du deshalb später mal so ne verbitterte oberärztin und kommst nicht weiter, weil dich keiner so recht mag! aber dann meckerste wahrscheinlich immer noch!
gruss,giant!
Keenacat
14.08.2011, 20:05
Warum diskutiert hier eigentlich das Gros der Anwesenden meine Lebensführung und zieht detailierte Schlüsse über meine Gegenwart und Zukunft? Aus einem reichlich überspitzt formulierten Absatz über Aufteilung der Kinderbetreuung und einer Diskussion, in der ich als Person garnicht vorkomme? :-)) Was ist kaputt, dass ihr unwillig seid über die Inhalte zu reden und stattdessen auf mir als Person und meinen vermeintlichen Charakterfehlern rumhackt? Bin ich irgendwo irgendwen persönlich angegangen, dass ich das verdient hab? Hab ich Leute als schlechte Mütter gedisst? Jemandem den Lolli weggenommen, um Himmels Willen? :-oopss
Ist hier irgendwer willens, über Gleichberechtigung vs. Gleichstellung und Geschlechterrollen zu diskutieren, ohne dass es sofort persönlich wird und die verbitterte Oberärztin als Archetyp der ungevögelten Feministin auftaucht? Sowas in einem Forum voller Akademiker, mannometer.
:-dagegen
Ich bin keine Superemanze, und ich teile sonst auch oft nicht keenacats Meinung, aber ich finde ihre Ansichten hier nicht verkehrt.
Ich hab auch noch keine Kinder, und es kann sicherlich sein, daß sich meine Einstellung dann noch ein wenig verändert. Aber: warum sollen wirklich Frauen immer den Löwenanteil an der Kindererziehung tragen? gerade zeitmäßig. Aber als Frau darf man wirklich nichts fordern, sonst wird einem gleich vorgeworfen, man würde das ganze als Last empfinden, und dann solle man es lieber gleich lassen :-kotz Da werden einem ja die Worte nach Lust und Laune im Mund umgedreht. ich verstehe nicht, warum einem als Mutter dann gleich vorgeworfen wird, man würde seine Kinder nicht genug lieben, wenn man halt doch gerne noch weiter an seine Karriere nebenbei arbeiten würde.
Und wenn das Kind dann in die Krippe kommt, und da mit Sicherheit auch viel Spaß hat, dann sind es gleich Rabenmütter - nie Rabenväter.
Schon irgendwie merkwürdig. Ach ja, liegt ja jetzt auf einmal an den Genen...
jaja, alles fiktiv bisher, ich hab ja noch keine Kinder. Und dann werde ich bestimmt zu Supermom ;-)
Das Gequatsche der Männer ändert sich dann aber bestimmt nicht, wenn sie mal Väter geworden sind.
Feuerblick
14.08.2011, 20:27
Weisst du, Miss, es war nicht so sehr die Aussage, dass Männer durchaus ihren Teil zur Brutpflege beitragen sollen als vielmehr der Ton, in dem Keena ihre Aussage getätigt hat. Ich hab ja oben zitiert und beschrieben, wie diese Worte bei mir angekommen sind. Es wirkte für mich sehr ablehnend und vor allem ungemein bestimmend dem Partner gegenüber. Das hatte so gar nichts von gleichberechtigter Partnerschaft.
Es IST halt schwierig, wenn man als Mutter stillen möchte für mindestens sechs Monate, dem Mann die Kindererziehung zu überlassen. Das funktioniert einfach nicht. Und auch Abpumpen ist irgendwo suboptimal, weil die Milchbar leider keinen Zapfhahn hat, den man an- und abstellen kann. Ist halt blöd, wenns in den OP-Situs tropft :-oopss
Ich würde nie jemanden als "Rabeneltern" bezeichnen, der seine Kinder in eine Krippe gibt. Das kann gut funktionieren. Aber eben nicht, wenn Mama UND Papa leitende Posten haben wollen, weil diese nicht mit einer 40-Stunden-Woche einhergehen. Da sollte man sich eben doch entscheiden, ob Kind oder die ganz große Karriere. Dem Kind gegenüber ist es nicht fair, wenn die Eltern keine Bezugsperson sein können, weil sie 24/7 in ihrem Job hängen. Das hat schon ein Anrecht auf seine Eltern!
Btw: Ich hatte immer berufstätige Eltern und keine Probleme damit, weil meine Eltern für mich da waren, wenn ich sie brauchte. Ich habe keine Kinder und werde auch keine haben. Insofern auch alles rein hypothetisch. :knuddel:
Kackbratze
14.08.2011, 20:37
Warum werden um dieses Thema solche Diskussionen geführt?
Jeder kann doch in seinem Leben machen, was er/sie machen will und wie die eigene Partnerschaft organisiert wird.
:-meinung
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