Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sinkendes berufliches Selbstvertrauen bei Frauen
Kackbratze
16.08.2011, 18:06
2x Arztrente, ich weiss nicht, was daran schlecht sein sollte. :-nix
Ich kenne durchaus einige Gegenbeispiele in denen beide Karriere machen und nebenbei 2 Kinder haben:
Sie Personalleiterin einer großen Firma (mehr als 1000 Mitarbeiter), er Ingenieur
Sie Rechtsanwältin (Kinder sind 2 und 1) mit überaus erfolgreicher Kanzlei, er ebenfalls irgendwo in leitender Position.
Sie erfolgreiche Moderatorin, er Inhaber einer eigenen Firma (und die haben sogar 3 Kinder).
Und nein, die Kinder sind nicht von 8-18 h in der Kita :)
Es geht halt doch.
Ich habe doch gar nichts anderes behauptet? Wäre ist doch immer noch Konjunktiv, oder?
Doch das hast du. Um mit deiner Aussage meiner Meinung zu sein, hättest du das Wort "reine" Männersache vielleicht noch unterbringen sollen...denn damit wäre durchaus rüber gekommen, das die liebe Kindererziehung eben Männlein und Weiblein gleichermaßen betrifft...weil ohne "reine" spielt dein Konjunktiv nämlich keine Rolle :-)
Zumindest hab ich es jedenfalls so aufgefasst...:-nix
Okay, neues Problem: Wenn jetzt Mann und Frau gemeinsam gleich viel Zeit und Muße in die Kindererziehung investieren, dann kann eventuell letztendlich keiner von beiden eine wirkliche Karriere verwirklichen... Finanziell ist das dann im Alter sicher der Hit. :-))
Das heißt?
Frau soll also verzichten?
Michael72
16.08.2011, 19:12
Zumindest hab ich es jedenfalls so aufgefasst...:-nix
Dann hast Du mich wirklich falsch verstanden. "Wäre es Männersache" impliziert für mich, dass es das nicht ist (sonst wäre es ja so). Im Übrigen sollte das nur meine Ansicht darüber darstellen, was wäre wenn, und nicht was ist. Langer Rede kurzer Sinn: :-party
"Wäre es Männersache" impliziert für mich, dass es das nicht ist (sonst wäre es ja so).
Ja eben :-)) Ich glaube, du musst mal unter´s Sauerstoffzelt :-D :knuddel:
konstantin
16.08.2011, 19:31
Das heißt?
Frau soll also verzichten?
Ich sage nicht die Frau. Ich sage nur, je nach Beruf waere es nicht schlecht, einen "Ernaehrer" zu bestimmen. Ob das nun die Frau oder der Mann ist, sei dahin gestellt.
Und eben das muss man ja nicht mehr. Es können auch beide "ernähren"...
Herzkasperl
16.08.2011, 22:37
Ehrlich gesagt hab ich auch einfach noch keinen Mann getroffen, der sagt, ich will alle 3 Jahre machen :-nix
Und ich hatte schon diverse mittlerweile Ex-Freunde, die eigentlich grundsätzlich nicht total unmodern waren, die Ansichten wie folgende hatten:
1. Erziehung ist Frauensache.
2. Arbeiten und Kinder geht nicht.
(aha)
3. Wenn man beruflich was erreichen möchte, sollte man keine Kinder haben.
(aber hallo, das haben bestimmt schon einige Frauen gehört, aber noch keine (bis wenige????) Männer.)
Hast Du mal hinterfragt nach welchen Kriterien Du Dir Deine Männer so aussuchst? Sozialer Status, Einkommen, Aussehen, Alter, Weltanschauung...
Hast Du mal hinterfragt nach welchen Kriterien Du Dir Deine Männer so aussuchst? Sozialer Status, Einkommen, Aussehen, Alter, Weltanschauung...
Ich kenne Miss' Männerauswahl jetzt nicht, aber Menschen die diese Einstellung/Weltanschauung haben findet man in jeder sozialen Schicht, in jeder Gesellschaft und in jedem Land, nur mal so nebenbei...
Die Mehrheit der Männer, die ich kenne tendieren (m.E.n. einige davon unbewußt) zu den von Miss geschilderten Ansichten - so modern wie alle tun sind sie dann doch nicht, wenn es erst mal die eigene Frau betrifft :-meinung
Herzkasperl
17.08.2011, 06:22
Ich kenne Miss' Männerauswahl jetzt nicht, aber Menschen die diese Einstellung/Weltanschauung haben findet man in jeder sozialen Schicht, in jeder Gesellschaft und in jedem Land, nur mal so nebenbei...
Die Mehrheit der Männer, die ich kenne tendieren (m.E.n. einige davon unbewußt) zu den von Miss geschilderten Ansichten - so modern wie alle tun sind sie dann doch nicht, wenn es erst mal die eigene Frau betrifft :-meinung
Nein, die Vorzüge für bestimmte Eigenschaften beim weiblichen Geschlecht variieren mit dem sozialen Status des Mannes. Kurz gesagt: Je höher der Status umso geringer das Interesse am beruflichen Erfolg der Frau und umso höher das Interesse an Frauen, die sich für Aufzucht und Heim interessieren. Die Soziologie nennt das "Sphinx ohne Geheimnisse".
Und Hauptsache mal den "Wir kämmen alle über einen Kamm" Hammer rausgeholt.
Da mag es Tendenzen geben, aber es gibt auch noch eine Welt neben Flavio Briatore, Silvio Berlusconi und Co.
Kackbratze
17.08.2011, 07:56
Erzähl das mal Alice Schwarzer. Die rutscht auf ihren "Emanzenreflexen" jedes Mal neu aus, wenn irgendein Buch von Charlotte Roche rauskommt.
Die Alte geht aber auch einfach überhaupt nicht. Ich habe letztens ein Interview mit ihr gelesen und es hat mich geschüttelt. Die gute Frau sollte sich in irgendeine Einrichtung zurückziehen...
Und dann ihre Versuche zu rechtfertigen, dass sie für die Bild gearbeitet hat. Herrlich.
Hast Du mal hinterfragt nach welchen Kriterien Du Dir Deine Männer so aussuchst? Sozialer Status, Einkommen, Aussehen, Alter, Weltanschauung...
Ich kenne Miss' Männerauswahl jetzt nicht, aber Menschen die diese Einstellung/Weltanschauung haben findet man in jeder sozialen Schicht, in jeder Gesellschaft und in jedem Land, nur mal so nebenbei...
Die Mehrheit der Männer, die ich kenne tendieren (m.E.n. einige davon unbewußt) zu den von Miss geschilderten Ansichten - so modern wie alle tun sind sie dann doch nicht, wenn es erst mal die eigene Frau betrifft :-meinung
Es waren ja auch nicht alle Männer so, aber mir doch zu viele (dafür, daß nach meinem Geschmack keiner so sein sollte). Wie gesagt, wenns um nix geht, dann kann man unheimlich moderne Ansichten vertreten, wenns dann zu zweit um etwaige Familienplanung geht, dann siehts auf einmal ganz anders aus. Keine zwanzig Jahre älter, Weltanschauung zeigt sich ja anscheinend erst später en detail.
Am sozialen Status kanns jetzt auch nicht gelegen haben, die Männer waren sowohl gleich (plusminus ein bißchen) als auch niedriger gestellt. Auf so Manager-Alpha-Männchen stehe ich nämlich wirklich gar nicht und in solchen Kreisen verkehre ich auch gar nicht.
Herzkasperl
17.08.2011, 10:20
Es waren ja auch nicht alle Männer so, aber mir doch zu viele (dafür, daß nach meinem Geschmack keiner so sein sollte). Wie gesagt, wenns um nix geht, dann kann man unheimlich moderne Ansichten vertreten, wenns dann zu zweit um etwaige Familienplanung geht, dann siehts auf einmal ganz anders aus. Keine zwanzig Jahre älter, Weltanschauung zeigt sich ja anscheinend erst später en detail.
Am sozialen Status kanns jetzt auch nicht gelegen haben, die Männer waren sowohl gleich (plusminus ein bißchen) als auch niedriger gestellt. Auf so Manager-Alpha-Männchen stehe ich nämlich wirklich gar nicht und in solchen Kreisen verkehre ich auch gar nicht.
Sind ja nicht alle so, aber die Tendenz hin zu "Frau ist für die Kinder da" ist bei hohem sozialen Status (Manager?!? eher Ärzte....) deutlich ausgeprägt, zumindest statistisch. Womit wir bei dem "alle über einen Kamm scheren" wären. Natürlich sagt das noch nichts über den Einzelnen aus. Manager könnten übrigens durch das Prinzip "Outsourcing, wo immer es finanziell lohnend ist" eher weniger gegen Kinderbetreuung haben, wenn die Frau ordentlich verdient.
Was mich wundert ist: In diesen Studien werden die Leute anonym befragt - mit anderen Worten: die kannten ihre Weltanschauung anscheinend selbst schon recht gut. :-nix
Noch zum Thema:
http://www.sueddeutsche.de/karriere/umfrage-unter-vaetern-vier-von-fuenf-maennern-verzichten-auf-elternzeit-1.1131980
Und Hauptsache mal den "Wir kämmen alle über einen Kamm" Hammer rausgeholt.
Da mag es Tendenzen geben, aber es gibt auch noch eine Welt neben Flavio Briatore, Silvio Berlusconi und Co.
Ja, v.a. weil der Hammer bei "die Männer die ich kenne" - wo hab ich denn bitte verallgemeinert?!
Und zwischen dem, was ich beschrieben haben und Briatore & Berlusconi liegen immer noch Welten.
Ich finde es inzwischen echt nervig, dass irgendetwas in Beiträge reingelesen wird, was gar nicht da steht.
DoctorNew
17.08.2011, 11:03
Das wichtigste, was man bei diesen ganzen Situationen nicht aus dem Auge verlieren sollte, sind die Bedürfnisse des Kindes. Dieses braucht zum einen, elterliche Zuwendung und Erziehung. Dafür müssen die Eltern Zeit haben, wobei das Kind, je Älter es wird, natürlich immer selbstständiger wird. Genauso kostet ein Kind eine Menge Geld, sodass auch die wirtschaftliche Komponente nicht vergessen werden darf. Beide Aufgaben gehören nun zu den elterlichen Pflichten und müssen irgendwie auf beide verteilt werden. Geht nun einer arbeiten, während der andere komplett daheim bleibt, kann man absolut nicht von unfairer Arbeitsteilung sprechen, eben weil beide die exakt gleiche Zeit aufwenden. Zeitlich wird also niemand übervorteilt. Wir können nur von unterschiedlicher bzw. ungleicher Aufgabenverteilung sprechen.
Die subjektive Fairness ergibt sich also alleine aus den Wünschen der Eltern. Für eine Mutter, die gerne möglichst viel Zeit mit ihrem Kind verbringen möchte, ist eine Lösung, in der der Mann Alleinverdiener wird, sicherlich absolut fair. Letztendlich müssen beide Eltern sich da einig sein, sonst wird die Lösung subjektiv immer unfair sein.
Da Karriere machen in der Regel überdurchschnittlich viel Arbeitszeit beansprucht, die Kindererziehung aber viel Zeit bedarf, ist schwerlich möglich, dass beide die Karriere als ihr oberstes Ziel setzen. Das heißt natürlich nicht, das Frau oder Mann sich nicht mehr beruflich weiterentwickeln können. Aber zwischen 50% Oberarzt in der Anästhesie eines Grundversorger und 100% Chefarzt in der Herzchirurgie einer Uniklinik liegen eben doch, was die Arbeitsbelastung angeht, Welten. Wie man nun mit 200% Chefarzt in der Herzchirurgie ausreichend Zeit für ein Kind haben soll, muss mir nun wirklich jemand von denjenigen erklären, die meinen, es könnten wirklich beide Karriere machen.
@ Jijichu
Ich bezog mich auf Herzkasperl.
Okay, neues Problem: Wenn jetzt Mann und Frau gemeinsam gleich viel Zeit und Muße in die Kindererziehung investieren, dann kann eventuell letztendlich keiner von beiden eine wirkliche Karriere verwirklichen... Finanziell ist das dann im Alter sicher der Hit. :-))Naja, ein echtes Karrierehindernis ist das in unserer Branche ja nicht.
Meine Frau und ich haben jeweils ein Jahr pausiert und arbeiten jetzt genau zu den Konditionen weiter zu denen wir jeweils aufgehört haben.
Natürlich sind die, die vorher im gleichen Ausbildungsstand waren jetzt ein Jahr weiter, aber das ist ja kein Karriereknick, sondern bloß ne Pause.
Dadurch haben wir halt ein Jahr weniger in die Versorgungswerk-Rente eingezahlt, aber das ist jetzt nicht so der Burner im Unterschied am Ende, vielleicht ist es bis zu unserem Renteneintritt auch möglich, die Kindererziehungszeiten von der BfA ins Ärzteversorgungswerk zu übernehmen. Die private Rente lief jeweils weiter (weil an BU gekoppelt). Der Nettoeinkommens-Verlust war durch Elterngeld und Steuerrückzahlungen auch überschaubar... also ich hab jetzt nicht das Gefühl, dass mich das irgendwie zurückgeworfen oder ruiniert hätte.
Und gerade wenn man schichtet oder Nachtdienste hat, dann hat man auch zu Zeiten Zeit für das Kind an denen 9-to-5-Arbeitnehmer im Büro hocken - also dieses ganze Gedöns von Unvereinbarkeit von Beruf und Familie ist doch hysterisches Getue von Leuten, die noch gedacht haben, sie müssen täglich 14h präsent sein um karrieretechnisch voranzukommen.
Aber gerade die nicht geringe Zahl an Fach- und Oberärzten in Teilzeit (dazu die steigende Zahl an Asiistenten und sogar PJlern!!) zeigt doch, dass das sehr gut klappt.
:-dafür
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