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RS-USER-Claudi
10.08.2003, 15:56
Original geschrieben von Katja

Und was die Ausrede angeht: "Und dann wollte ich ihn intubieren und hab' ihm Ketanest dazu gegeben... und da brauchte ich ihn nicht mehr zu intubieren!" Sei doch nicht so phantasielos :D
von wem wird denn kontrolliert, was wann und warum es gegeben wurde? :confused: Ich dachte, das wird nur gemacht, wenn was schief geht.

RS-USER-Katja
10.08.2003, 15:59
Ja. Wer heilt, hat halt recht ;) Aber manchmal trifft man beim Patientenabliefern so Klugscheißer :rolleyes:, die dann alles ausdiskutieren wollen und auf sowas rumreiten mögen.

RS-USER-Claudi
10.08.2003, 16:02
hätte aber keine Konsequenzen, oder? Ich meine falls man jetzt keine Ausrede für Ketanest hätte und das Medi für nen status asthmaticus nicht zugelassen wäre?

nefgeländefahrer
10.08.2003, 17:05
[QUOTE]Original geschrieben von DerBlinde
Weil es eine schöne Relaxation der bronchialen Muskulatur macht.
Ja, Ketanest ist die letzte Möglichkeit beim sonst nicht therapierbaren Status Asthmaticus. Allerdings ist es dafür in Deutschland nicht zugelassen. Man muß sich also eine kleine Ausrede einfallen lassen, warum man es gibt ;)
(@Katja: Oder ist es mittlerweile doch dafür zugelassen?) [/QUOTE

s-ketamin hat eine zulassung beim status asthmatikus.....

RS-USER-Sani
10.08.2003, 17:32
Original geschrieben von ganskow
s-ketamin hat eine zulassung beim status asthmatikus.....

das wäre meine nächste Frage gewesen, da wir nur noch
S-Ketanest aufm Auto haben ...

RS-USER-Katja
10.08.2003, 18:55
Alles, was Ketanest, ob s oder Mix, ist (auch das von Ratiopharm :D) ist für therapieres. Status asthmaticus zugelassen. So :)

Wobei ich "das letzte Mittel" doch etwas übertrieben finde. Da gibt's auch noch andere Spiele. Irgendwann haben ein paar Kollegen einem total zugemachten Asthmatiker auch mal Halothan flüssig die Bronchien gepustet (hat funktioniert!), das ist dann wirklich das letzte Mittel der Verzweiflung ;)

RS-USER-Sani
10.08.2003, 19:02
Original geschrieben von Katja
Alles, was Ketanest, ob s oder Mix, ist (auch das von Ratiopharm :D) ist für therapieres. Status asthmaticus zugelassen. So :)

okay... man lernt wirklich nie aus ....


Original geschrieben von Katja
Wobei ich "das letzte Mittel" doch etwas übertrieben finde. [...]Irgendwann haben ein paar Kollegen einem total zugemachten Asthmatiker auch mal Halothan flüssig die Bronchien gepustet (hat funktioniert!)

wahnsinn.... aber wenn's hilft.... *schulterzuck*

RS-USER-Claudi
10.08.2003, 19:03
Not macht erfinderisch ;)

RS-USER-Sani
10.08.2003, 19:07
wie heisst es so schön??

Improvisation ist alles....

oder

ungewöhnliche Umstände benötigen ungewöhnliche Massnahmen ... *gg*

Ghoose
10.08.2003, 20:45
mit den Indikationen und Zulassungen für Medikamente ist das sowieso sone Sache...da werden viele Wirkstoffe (erfolgreich und auch zu Recht) für Zwecke eingesetzt, die man so offiziell in den Kompendien und roten Listen gar nicht findet. Wenn´s dann mal schief geht und im schlimmsten Fall vor den kadi geschleppt wird...dann muss man sich gut überlegen, was man sagt.

zum Beispiel Diazepam, DAS Allroundmedikament in der Pädiatrie war meines Wissens bis vor drei Jahren offiziell nur bedingt zum Gebrauch an Kindern zugelassen, da das entsprechende Studienmaterial nicht vorlag....:eek: ich weiss gar nicht, wie das inzwischen ist...aber ich kann ja mal bei Google nachschauen. ;) :-p

medichater
11.08.2003, 10:54
Hier bei der Arbeit :-p Ohne Worte :-p

Ja, kann es, habe ich bei meiner eher begrenzten Ketanesterfahrung auch schon einmal ausprobiert - hört aber eigentlich auch schnell wieder auf. Wenn man natürlich zur Minimierung der berüchtigten Ketanestträume Dormicum vorneweg gegeben hat, kann es auch daher kommen

Ah ja, Danke :)! Ketanest wird ja häufiger mit 'nem Tranquilizer verknüpfert...

Chata

Gomerizer
12.08.2003, 19:54
Original geschrieben von DerBlinde
Vom Ketanest?? :eek: Wie soll denn das gehen?


Wieso eigentlich nicht vom Ketanest?
Eigentlich sollte man ja keinen Atemstillstand erwarten, aber Ketanest dockt ja auch an die µ-Rezeptoren (Opiate) an. Kann darüber nicht die Atemdepression zu erkläeren sein ?

RS-USER-Claudi
13.08.2003, 22:12
ich nerv noch mal ein bisschen mit Fragen rum. :o
Ist es eigentlich in irgendeiner Form narkosetechnisch problematisch, wenn jemand ein paar Stunden lang während der Op auf dem Bauch liegt? Gibts da keine Probleme mit der Beatmung? *ich frag nur so - ich frag nur so* ;)

RS-USER-Katja
13.08.2003, 22:56
Morgen... morgen antworte ich Euch auch, aber JETZT geh ich ins Bett, damit's noch heute ist ;)
*gähn*

RS-USER-Claudi
13.08.2003, 23:00
ja danke. Kannst ja auf dem Bauch schlafen. :D

RS-USER-Katja
14.08.2003, 10:24
Ich schlafe IMMER auf dem Bauch :D (noch ein Grund, sich nie das Brustbein durchsägen zu lassen...)

Zur Bauchlage: Das erste Problem, was man damit hat, ist normalerweise der Blutdruckabfall beim Umlagern. Heißt die meisten Patienten komen eher hypovoläm zu uns, und wenn man die dann auf den Bauch dreht - wobei die Beine ja praktisch immer runterhängen - sackt der Druck weg. Das Blut verschwindet quasi in den durch die Narkose meist noch zusätzlich geweiteten Gefäßen der Beine. Sollte man also vorm Umlagern was gegen tun.
Bei den entsprechenden Patienten ist das ein Problem, das einen durch den Rest der Narkose weitergeleiten kann, denn man kann ja auch nicht bodenlos Volumen in einen Patienten kippen.

Zur Beatmung: Die häufigsten OPs in Bauchlage sind Bandscheiben und assoziierte Eingriffe (zumindest bei uns). Da sich die Operateure ja meist ein wenig :rolleyes: auf den Patienten abstützen, kriegt man da schon mal Druckprobleme bei der Beatmung. Generell ist es meist nicht soooo schlimm mit der Beatmung, wenn sich die OP nicht über viele Stunden hinzieht. Und das sind dann meist WirbelsäulenOPs, wo oft sowieso seitengetrennte Beatmung benötigt wird, was wieder mit ganz anderen Problemen einhergeht. Beatmungsprobleme sind bei den ach-so-minimalinvasiven laparaskopischen OPs deutlich häufiger als bei simplen Bauchlagen.
Der Horror bei der Bauchlage ist eher, daß der Tubus rausfällt... :o :eek:

RS-USER-Claudi
14.08.2003, 12:44
Original geschrieben von Katja
...wenn sich die OP nicht über viele Stunden hinzieht. Und das sind dann meist WirbelsäulenOPs, wo oft sowieso seitengetrennte Beatmung benötigt wird, was wieder mit ganz anderen Problemen einhergeht.
naja - ein paar Stunden (insgesamt wären ca. 7 Stunden angesetzt, ich weiß aber nicht wie lange man davon auf dem Bauch zubringt) würden es im konkreten Fall schon werden.
Was 'n ne seitengetrennte Beatmung?? :confused:

Ruediger
14.08.2003, 12:59
@Claudi, wann hast Du denn Deinen Termin zur OP?
Ab wann müssen wir die Daumen drücken?

Wann können wir Dich in welchem KH besuchen und Dich mit Blumen und Pralinen "quälen"? :D

RS-USER-Claudi
14.08.2003, 13:04
Original geschrieben von Ruediger
@Claudi, wann hast Du denn Deinen Termin zur OP?
Ab wann müssen wir die Daumen drücken?
Wann können wir Dich in welchem KH besuchen und Dich mit Blumen und Pralinen "quälen"? :D
du bringst es wohl wieder sehr diskret an den Tag. :D
Den Termin hab ich bisher 2 x abgesagt. Der 3. steht noch nicht fest. ;)

Ruediger
14.08.2003, 13:08
siehst Du wie diskret ich, mit nicht zur Verfügung gestellten Infos, umgehen kann? :D

War ein "Schuß" ins blaue und gleich ein Treffer! ;)

Aber wieso schon 2x abgesagt???