Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Andere Länder, andere Sitten?!
RS-USER-nordlicht
01.11.2003, 20:32
Moin,
kaum ist man einen Tag nicht hier, geht es richtig ab mit Euch. ;)
Also was Kant und die Zehn Gebote angeht kann ich mich Trekker nur anschließen, das sind schon sehr verschiedenen Dinge.
Original geschrieben von Trekker
[...]
Im Prinzip ist jede Glaubensrichtung besser und begrüßenswerter als Nihilismus et. al. :D
Du meinst, es ist besser das Streben nach dem Übermenschen aufzugeben. ;) :D
Original geschrieben von Trekker
Diese Einstellung mit der Negation aller Moral und Ethik ist doch das eigentliche Problem...
:peace:
Eigentlich ist es doch egal, ob unsere Wertvorstellungen durch die 10 Gebote, den Koran, das Vinayapitaka (hoffe, ich habe das richtig geschrieben :rolleyes: ) oder das kommunistische Manifest geprägt wurden. Sie müssen von den Menschen gelebt werden und manchmal habe ich den Eindruck, in unserer Gesellschaft müssen sie der jungen Generation viel stärker vermittelt werden.
Ich denke hier liegt auch in unserer, so "hoch entwickelten" Gesellschaft noch immer ein großes Problem.
Ich glaube DerBlinde hat es schon öfter beklagt, die Menschen empfinden oft sehr wohl eine gesellschaftliche „Schieflage“, aber sie unternehmen nichts dagegen. Sie erkennen also anhand der vorhandenen und bekannten Wertvorstellungen einen Fehler oder Missstand, sind aber nicht bereit oder in der Lage zu handeln und zu ändern, was sie für falsch halten.
Ich empfinde das als Rückschritt, auf längere Sicht als Gefahr für unsere Gesellschaft.
Was sind die Ursachen hierfür?
Reanimator
02.11.2003, 15:04
Das ist ja das Problem, das wir hier haben - jeder meckert rum, aber keiner tut was. Ich habe mich heute nacht mit meinem Schichtleiter lang und breit über dieses Thema unterhalten, und wir waren der selben Meinung: Wir haben viel zu viele Politiker, aber viel zu wenige die etwas tun!
Also muss man es eben selber machen, der Weg ist somit jedem selbst überlassen. Nur - in der Kneipe bei einem Bier (oder 4 oder 5) mit Freunden zu jaulen hat sicher keinen Effekt! :(
@k. und k. alpenretter: Können wir wegen mir sehr gerne machen, die Frage ist nur wo. Hier oder in den österreichischen Alpen? Ich bin da offen für alles... :D
RS-USER-Obelix
03.11.2003, 08:10
Original geschrieben von Rippenspreizer
"Eskimo" ist eine herabwürdende Bezeichung der nordamerikanischen Native People (massgeblich angehörend dem Stamm der Inuit) und diese wollen sich zu Recht nicht "Eskimo" schimpfen lassen, weil das nämlich soviel wie "Rohfleischfresser" heisst
Sorry Daniel, aber so schlau bin ich erst seit Samstagnachmittag. Da hab ich das nämlich in einem Fernsehbericht gehört.
Ich könnte mich jetzt noch herausreden, daß ich den Begriff Eskimo gewählt habe, weil er vielleicht eher für dieses Volk bekannt ist als Inuit. *rausred*
DerBlinde
03.11.2003, 12:03
Zumal "Inuit" einfach nur "Mensch" bedeutet und damit erst recht nicht ersichtlich, wer gemeint ist... ;) :D
Reanimator
04.11.2003, 10:48
Dann bin ich für "Eskinuit" = Rohe Menschen :D :D :D :D
Reanimator
04.11.2003, 18:07
Original geschrieben von DerBlinde
Aber das ist doch genau der Knackpunkt.
Die Frage stellt sich zwangsläufig. Ist Deine Wille immernoch gut, wenn er für Dein Umfeld schlecht ist?! Ist ein guter Wille nur, was Dir zugute kommt, nur Deiner Umwelt zugute kommt, beiden nützt oder einem nützt und dem anderen schadet? Und wer oder was bestimmt den Nutzen/Schaden oder stellt ihn fest.
Das Problem ist doch, daß versucht wird eine Argumentationskette aufzubauen, die sich auf eine offen gelassene Definition beruft.
Also darauf kann ich nur antworten: Wozu brauche ich einen guten Willen um mir selbst zu nützen? Einen guten Willen kann ich nur an den Tag legen, wenn dritte integriert sind IMO.
Das beste Beispiel sind dafür denke ich schwere VUs. Ich kann nicht allen helfen, ich muss mir erstmal einen Überblick verschaffen und und und. Und dann helfe ich dem, der m.E. nach am schwersten verletzt ist, aber noch eine Überlebenschance hat. Ich kann mich halt nicht wie Agent Smith multiplizieren. Und auch wenn da einige sterben, die vielleicht eine Chance gehabt hätten, wären sofort 5 RTWs vor Ort gewesen - ich habe meinen GUTEN WILLEN hier bewiesen. Wenn ich sage och nee, keinen Bock auf die Autobahn, ich rede lieber mit meinem Kollegen weiter, dann ist das bestenfalls noch Egoismus. Bestenfalls
Abendstern
04.11.2003, 18:07
mal so eine kleine Anfrage und Bemerkung am Rande.....
Das Rote Kreuz ist im Irak doch als RK und nicht als Roter Halbmond ??!!!....wenn ich mich nicht völlig irre ...........
RS-USER-fruehgriller
04.11.2003, 18:43
Das ist schon richtig, aber auch wieder falsch.
Das ICCR (Internaux Comite Croix Rouge = Internationales Komitee vom Roten Kreuz) in Genf ist quasi die Mutter, der Rote Halmond eine Schwester bzw Tochtergesellschaft.
Als Schutzzeichen gelten beide. Der Halbmond wurde aus Rücksicht auf Islamische Nationen aufgenommen. Früher gab es auch mal den Roten Löwen (ich glaube für Äthopien des Hali Sellassi), der wurde durch den Halbmond ersetzt.
Das Kreuz im RK ist übrigens kein Glaubenszeichen, sondern mann hat Henri Dunant zu Ehren (der ja Schweizer war) die Schweizer Flagge ins Negativ umgekehrt. Weißes Kreuz / Roter Grund auf Rotes Kreuz / Weißer Grund.
PS Henri Dunant, Schweizer Kaufmann gilt als Gründer des RK aufgrund seiner Erfahrungen als Zivilist bei der Schlacht von Sollferino.
Abendstern
04.11.2003, 18:56
Aber so weit ich weiß, sind die Menschen nicht ganz so gut darüber informiert im Irak, das ICCR und Roter Halbmond so gut wie die selbe Org sind ..........das könnte auch ein wenig unglücklich rüberkommen (oder es ist einfach nicht darüber nachgedacht worden)
Ich bin RK-Schwester.........kenn die Geschichte zum Halbmond etc. ;) .....hatten wir in den Einführungstagen vor 3 Jahren alles vorgesetzt bekommen ;)
DerBlinde
04.11.2003, 19:40
Original geschrieben von Trekker
... Einen guten Willen kann ich nur an den Tag legen, wenn dritte integriert sind IMO....
Gut, daß ist Deine persönliche Definition von "guter Wille". Ein Wille oder eine Absicht ist nur dann gut, wenn Dritte davon profitieren.
Ich hatte ja eben nach einer Definition dafür gefragt.
Doch wirft Deine Definition neue Fragen auf. Kann eine Absicht immernoch "gut" sein, wenn sie neutral ist, also Dritte nicht unmittelbar davon profitieren? Ist der Wille ebenfalls gut, wenn sowohl Dritte, als auch Du selber davon profitieren? Oder ist er dann nicht "selbstlos" genug? Ist "gut" dann folgllich nur, was selbstlos ist?
Kann man immernoch von einem guten Willen oder einer guten Absicht sprechen, wenn die Idee zu der Handlung zwar existiert, aber die Ausführung der Handlung unterbleibt? Also eine "passive" gute Absicht...
Auch wenn Du eine gesellschaftlich akzeptierte Definition für Deinen guten Willen geschrieben hast, Trekker, so wurden eigentlich mehr neue Fragen aufgeworfen, als alte gelöst wurden ;)
Reanimator
05.11.2003, 10:40
Original geschrieben von DerBlinde
Gut, daß ist Deine persönliche Definition von "guter Wille". Ein Wille oder eine Absicht ist nur dann gut, wenn Dritte davon profitieren.
Ich hatte ja eben nach einer Definition dafür gefragt.
Doch wirft Deine Definition neue Fragen auf. Kann eine Absicht immernoch "gut" sein, wenn sie neutral ist, also Dritte nicht unmittelbar davon profitieren? Ist der Wille ebenfalls gut, wenn sowohl Dritte, als auch Du selber davon profitieren? Oder ist er dann nicht "selbstlos" genug? Ist "gut" dann folgllich nur, was selbstlos ist?
Kann man immernoch von einem guten Willen oder einer guten Absicht sprechen, wenn die Idee zu der Handlung zwar existiert, aber die Ausführung der Handlung unterbleibt? Also eine "passive" gute Absicht...
Auch wenn Du eine gesellschaftlich akzeptierte Definition für Deinen guten Willen geschrieben hast, Trekker, so wurden eigentlich mehr neue Fragen aufgeworfen, als alte gelöst wurden ;)
Jetzt macht er mir es echt schwer, und das so kurz nach dem Aufstehen! :grins: Aber gut...
Neutral ist auch gut, weil es keine Verpflichtung dazu gibt, daß jemand davon profitiert. Beispiel: Wenn sich 2 verfeindete Parteien gegenüberstehen, kannst du vielleicht mit deinem Wissen einer von beiden helfen zu gewinnen. Oder du setzt dein Wissen dafür ein, Frieden zu schaffen. Wer hat jetzt profitiert? Naja, keiner oder beide - ein Patt. Guter Ausgang IMO.
Es geht hier immer noch um den "guten Willen" - der muss nicht unbedingt selbstlos sein. Um beim vorigen Beispiel zu bleiben: Wenn niemand mehr schießt oder Bomben wirft habe ich auch die Lebensgefahr für mich selbst beseitigt. Hierbei ist nur die Motivation entscheidend - wenn ich es für die Kriegsparteien getan habe, ja. Wenn es nur so passiert ist, um meinen Arsch zu retten, nein.
Ein guter Wille impliziert m.E. nach (und auch für Kant) daß der Überlegung auch eine Handlung folgt. Denn im K.I. steht ja explizit drin, daß auch wenn das Ergebnis zu wünschen übrig lässt oder gar negativ ist, der gute Wille trotzdem noch das ausschlaggebende Element für die Beurteilung ist/sein sollte.
Intensivling
05.11.2003, 10:53
Gruppenknuddeln...
Hallo an alle !
Intensivling
05.11.2003, 10:57
Oh sorry bin wohl noch nicht ganz wach, kann das wer verschieben ???
Danke !
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