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RS-USER-rettungshamster
18.12.2003, 14:15
Ich bin mir sicher dass das ganze jetzt nicht ohne Diskussion über die Bühne geht ;)



Original geschrieben von Möhre
das system ist immer nur so gut wie die leute, die darin arbeiten ...



und vor allem wird es nicht besser, wenn alle das maul halten ... wer von den hier anwesenden hat denn seinen frust schon mal öffentlich gemacht ???:mad: :mad: :mad:
Das würde ja heißen, dass die Pflegekräfte die ihre Arbeit sorgfältig und gewissenhaft betreiben, aufgrund der oben von dir getroffenen Aussage von vorne herein schon mal schlecht wären.
(Schlechtes System = Schlechte Pflegekräfte => bist du dir da sicher ? )
Und dadurch das du es pauschalisierst, beziehst du dich ja mitein...kann ich mir bei dir aber nicht vorstellen. Deine Erzählungen über dich und deine Arbeit klangen immer anders.
Es sei denn du sprichst von den Pflegekräften, die aufgrund der schlechten gesundheitpolitischen Situation ausgebrannt und überarbeitet sind. Dann solltest du das explizit erwähnen.



Ich denke "die Veränderungen" im System erreicht man nicht von heute auf morgen und schon gar nicht in einer kleinen Minderheit wie es die Pflege derzeit immer noch dastellt....trotz der vorhandenen Berufsverbänden etc.
Erstmal sollte jede Pflegekraft für sich schauen, dass es ihr in dem Arbeitsumfeld in dem sie arbeitet soweit gut geht, dass sie dann auch später größere Veränderungen anstreben kann.
Es gilt auch nicht hier durch die Welt zu laufen und rumzulaufen und die Missstände lautstark anzuprangern....(die Medien sorgen schon alleine dafür) und nur weil der ein oder andere stiller ist und für sich agiert, heißt das noch lange nicht das derjenige untätig ist ;)
:D

RS-USER-Möhre
18.12.2003, 15:17
die pflege eine kleine berufsgruppe ???? meines wissen´s ist sie eine der oder sogar die größte berufsgruppe in deutschland ... und sie ist die gruppe, die am meisten von den veränderungen der gesundheitsreformen betroffen ist ... regt sich widerstand ?? nein, zumindest kein wesentlicher. wenn irgendwo im system gespart werden muß, ist es immer die pflege, die es am meisten trifft ... wehren wir uns ?? was würde passieren, wenn alle pflegenden mal für eine optimale pflege auf die straße gehen würden, sagen würden, unter was für bedingungen sie arbeiten müssen?? in deutschland bräche panik aus. wieviele der pflege könntest du zu so einer aktion aktivieren ? schätzungen gehen in den promille-bereich ...
die qualität der pflege hängt natürlich auch von den einzelnen ab ... aber wie gehst du mit deinen mitarbeitern um ?? die von dir beschrieben schwester ist eine gefahr für ihre patienten und, so es öffentlich wird, für unser bild in der öffentlichkeit ... wenn so was durchgeht, weil wir all ja so sozial sind, wer soll uns da noch ernst nehmen? gehst du hin und sagst die frau muß weg ???

RS-USER-rettungshamster
18.12.2003, 16:46
Sicherlich gibt es sehr viel Pflegekräfte - keine Frage. Aber wie viele sind organisiert oder gehören einen Berufsverband an (der in seinem Möglichkeiten aktiv sein kann) an ? :confused:
Einen, in der Relation stehenden, geringeren prozentualen Anteil.

Und was entscheidender ist: Wer zeigt und vertritt wirklich seine Meinung, Interessen......bezieht HALTUNG ?
leider immer noch sehr sehr wenige
Aus Angst ihren Job zu verlieren wenn sie aufmüpfig werden.

Aber diese Angst kann man nicht dem System zum Vorwurf machen. ;)

Jeder ist für das was er tut und wie er es vertritt selbst verantwortlich.....



...im übrigen habe ich kein Problem damit Kollegen zu Rede zu stellen wenn sie bockmist gebaut haben - das gleiche erwarte ich auch im Umkehrschluss.
Und die Konsequenzen für mein Verhalten bin ich auch bereit jederzeit zu tragen.

Gomerizer
18.12.2003, 23:11
Ja, das ist das Problem in Deutschland... was schlecht ist, wird ausdiskutiert, leider nur diskutiert, aber keiner der Betroffenen agiert in der Öffentlichkeit. Da sitzen irgendwelche Kissenpuper, die von der Arbeit "an der Front" keine Ahnung haben und treffen Entscheidungen. Das ist sowohl in der Bundespolitik als auch auf der kleinen Ebene Krankenhaus so.
Mal wieder ein Beispiel: Im Rahmen von Umbaumaßnahmen wurden 2 Stationen komplett renoviert. In der "Baukommision" saßen Verwaltungsdirektor, PDL, Hygienetussi und lauter weitere wichtige Leute. Kein Arzt, keine Stationsschwester. Die Folge: Auf den neuen Stationen gibt es kein Untersuchungszimmer, wo man mal einen Patienten reinbestellen kann, und das Stationszimmer der Schwester liegt am Anfang, und nicht in der Mitte der Station, d.h. die Wege zum Patienten sind viel zu lang. Zu allem Überfluss wurde beim "Umräumen" der Patienten festgestellt, dass die Sauerstoffanschlüsse in den neuen Zimmer nicht mit den alten kompatibel waren und keine Adapter bestellt wurden. D.h. der Umzug wurde mittendrin unterbrochen, alle Patienten mussten wieder zurück auf die Übergangsstation, bis nach 1 Woche die Adapter in ausreichende Zahl geliefert wurden.

Alles lästert dann über die schlechte Organisaton und schüttelt den Kopf, meckert hinter vorgehaltener Hand, aber Konsequenzen hatte es keine, für niemanden dieser "wichtigen" Leute.

Ein Kollege von mir sagte mal: Weißt Du, warum es in Deutschland nie eine Revolution geben wird? Weil das Betreten des Rasens verboten ist." An dem Satz ist leider viel Wahres dran.

@Rettungshamster: Jetzt brauche ich mal 2 Hub Nitro :-) Du weißt, warum...

RS-USER-rettungshamster
19.12.2003, 10:25
*demGomerizer2HubNitroreich* ;)

RS-USER-Rettungshund
19.12.2003, 12:40
Original geschrieben von rettungshamster
*demGomerizer2HubNitroreich* ;)
Du weißt schon was Hoffi mal nach einem Hub passiert ist? ;)

RS-USER-rettungshamster
19.12.2003, 12:46
Nein woher denn ? :confused:

RS-USER-rettungshamster
19.12.2003, 12:59
Original geschrieben von Gomerizer
Ja, das ist das Problem in Deutschland... was schlecht ist, wird ausdiskutiert, leider nur diskutiert

Ja aber immerhin wird gesprochen. Wie viel scheitert denn an mangelnder oder fehlender Kommunikation ? Sicher geb ich dir bedingt Recht, wenn es dann heißt es kommen keine Ergebnisse zu tage.
Aber man sollte das eine vom anderen ganz klar trennen.
Kommunikation und Umsetzung halte ich für zwei unterschiedliche (letzten Endes zusammenlaufende) Prozesse.

Schlimmer wär es wenn man überhaupt nicht mehr über Defizite, Probleme oder Ressourcen sprechen würde.
Was man aus der Kommunikation macht, liegt nicht unbedingt an denjenigen die es ausdiskutiert haben ;)

RS-USER-Hypnos
19.12.2003, 13:11
Ich bin mein größtes Problem:D :D :D

RS-USER-rettungshamster
19.12.2003, 13:14
Original geschrieben von Hypnos
Ich bin mein größtes Problem:D :D :D

Wenn du das weißt, dann kannst du auch daran arbeiten, oder ? Die Lösung für Probleme trägt jeder in sich selbst, man muss nur den Weg dorthin finden ;)

RS-USER-Hypnos
19.12.2003, 13:17
Siehe auch mein Profil;)

Ausserdem...was wäre ein Mensch ohne Probleme? Ein Problemfall:D :D :D

RS-USER-Rettungshund
19.12.2003, 14:31
Original geschrieben von rettungshamster
Nein woher denn ? :confused:

Er hats beim Treffen erzählz nach einem Hub bei einer ältern Dame hatte er ne Rea. ;)

RS-USER-DocMezzoMix
19.12.2003, 14:57
Original geschrieben von rettungshamster
Sicherlich gibt es sehr viel Pflegekräfte - keine Frage. Aber wie viele sind organisiert oder gehören einen Berufsverband an (der in seinem Möglichkeiten aktiv sein kann) an ? :

Das ist leider ein Problem bei allen Medizinberufen, egal ob Ärzte (da geht's noch MaBu und Hartmann) oder Pflege, ganz schlimm bei den Sanis, da gibt es nicht mal nen Verband (ja, ich weiß einen schon, aber der ist eher unprofessionel):rolleyes:

RS-USER-Frollein
19.12.2003, 15:09
sind euch die Themen ausgegangen? Das ist hier doch schon mehrfach bis zur allgemeinen Keksausgabe diskutiert worden. :-p :D
Ich kenne übrigens einige, die durchaus im Berufsverband für Kpfl aktiv sind und auch Gewerkschaftsarbeit betreiben. Ich finde trotzdem, dass die Arbeit im kleinen (also im eigenen Umfeld) sehr viel mehr Früchte trägt. ;)
Also nicht rumjammern, wie furchtbar die Einrichtung ist, in der man arbeitet, sondern an sich selbst und im Bereich des Möglichen an seinem Arbeitsbereich arbeiten.

RS-USER-rettungshamster
19.12.2003, 16:21
Ich denke das uns hier so schnell nicht die Themen ausgehen werden ;) :-p

Ich finde trotzdem, dass die Arbeit im kleinen (also im eigenen Umfeld) sehr viel mehr Früchte trägt...diese Aussage von dir kann ich nur unterstreichen (hab ich auch schon mal gepostet :-p )

Und rumjammer ist zwar nicht gerade das konstruktivste Werkzeug, aber dennoch für einige in der Pflege tätigen Personen wichtig....eines von vielen anderen möglichen Ventilen seinen Frust Luft zu machen (auch wenn es nur kurzfristig anhält ;)...aber es ist zu tolerieren wenn es kein überaus dramatisches Maß annimmt. :)

RS-USER-Möhre
19.12.2003, 17:50
und wir wundern uns, warum die pflegekammern scheitern ...:mad: :mad: :mad:

RS-USER-rettungshamster
19.12.2003, 18:24
Hiermal die Definition über den Pflegeprozess....

Über keine einzige Angelegenheit oder Technik, über keinen einzigen Gedanken, kein einziges Problem oder Phänomen in der Pflege wurde soviel geschrieben, gelehrt, gesprochen, gearbeitet, gelesen und gejammert - mit so wenig Erfolg....


so...auf dieser Definition kann man sich nun ausruhen und der Welt seinen Lauf lassen oder man versucht für sich selbst in seinen Möglichkeiten (und sind sie noch so klein) Veränderungen zu schaffen mit denen man gut weiterleben und arbeiten kann.

....und so wie ich dich mitbekomme, hast du nicht die Motivation die Zeit zu investieren, die Veränderungen (die mit Sicherheit kommen werden) abzuwarten.

Mal andersrum gefragt: Wie viel Spaß macht dir deine Arbeit ?

RS-USER-Möhre
19.12.2003, 18:45
och du, mir macht meine arbeit sehr viel spaß ... vielleicht auch deshalb, weil ich meinen kleinen bereich gut im griff hab´...
aber darum geht es nicht ... hast du dir mal gedanken darüber gemacht, wer in deinem job in deutschland das sagen hat und warum das so ist ???

RS-USER-rettungshamster
19.12.2003, 18:53
Original geschrieben von Möhre
och du, mir macht meine arbeit sehr viel spaß ... vielleicht auch deshalb, weil ich meinen kleinen bereich gut im griff hab´...
aber darum geht es nicht ... hast du dir mal gedanken darüber gemacht, wer in deinem job in deutschland das sagen hat und warum das so ist ???

Sicher geht es auch darum...und ich kann dir auch sagen warum in Meinem Job (und das betrifft aber auch die KP) derzeit so unzufrieden ist....und da komm ich überwiegend auf die innere Haltung zurück.
Verbesserungsvorschläge machen viele hinter hervorgehaltener Hand und wenn es darauf ankommt Kritik loszuwerden, dann kneifen die meisten wieder.

RS-USER-Möhre
19.12.2003, 19:07
die innere haltung ???
in deutschland gab es mal eine umfrage unter den pflegenden, wen sie als ihre vertreter in den pflegekammern sehen möchten ... kennst du die antworten ?? ein großteil sagte, bitte setzen: ärzte ...
noch fragen ??? wie willst du in deinem kleinen bereich die trägheit der leute beseitigen ??? man muß druck machen, für deinen bereich von oben, und ansonsten von außen, anders geht es nicht ....
trotzdem :knuddel: