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RS-USER-gonzo
20.12.2003, 12:00
moin möhre

nur warum verwendet denn das haus in dem ich dahmals gearbeitet habe noch diese bögen für sich selbst?

es gab definitiv nicht mehr pers. die antwort hast du schon selbst gegeben.

also ob ich diesen papierkram mache oder ich hau ihn gleich in den schredder.:(

die zeit hätte ich wesentlich sinnvoller am pat. verwenden können.

Intensivling
20.12.2003, 12:03
Original geschrieben von Möhre
ich fluche also bin ich ....

ich bin seit ´88 in der pflege und kann den stellenwert der ppr durchaus beurteilen ... aber weißt du, wofür die ppr eingeführt wurde ??? offensichtlich leider nicht ...


Hmmmm...

ich bin mit der Materie PPR / Pflegeerfassung sehr gut vertraut, da ich selbst in der AG LEP / Pflegeerfassung tätig bin. Die PPR gibt keinerlei Auskunft selbst mit Zeitberechnung und und und ... wie pflegeaufwendig ein Pat. ist und wieviele Stellenschlüssel notwendig sind um eine adäquate Bersorgung zu gewährleisten.
Ich fand die PPR schon immer als Trugbild und Täuschung um die Träger und Politiker zufrieden zu stellen, aber mit Medizin und Versorgung hat die nun mal nix zu tun.

Das ist nunmal eine Tatsache oder warum glaubst du das immer mehr Häuser die PPR endlich abschaffen ??? :D:D:D

UND ... ich fluche nie, hab ich nicht nötig *lächel*

RS-USER-Möhre
20.12.2003, 12:05
noch mal in aller deutlichkeit: ich verteidige die ppr nicht !!! schon deshalb, weil ich weiß, wie sie entstanden ist, und wie sie kastriert wurde. und im sinne ihrer erfinder wird sie auch nicht gehadhabt, sondern nur noch als steuerungsinstrument innerhalb der häuser.
die frage war doch die: wissen die oberen, die nun mal meist nicht aus der pflege kommen, was sache ist, wieviel bedarf für eine qualitativ hochwertige pflege besteht ?? die antwort ist wohl ja, aber die ppr beweist für sich schon, daß sie es verleugnen ...

verständlich ???

Intensivling
20.12.2003, 12:08
Die Obrigkeiten wie Klinikdirektion und Politiker wissen einen feuchten ...... was auf den Stationen so abläuft. Das sieht man schon alleine daran wie die Sparpläne diverser Direktoren und Politikern aussieht.

Wer garantiert denn eine qualitativ hochwertige Pflege wenn nicht wir selbst ??? KEINER, weil die oberen nur an die Dollarzeichen denken und danach handeln :D.

RS-USER-Möhre
20.12.2003, 12:21
wobei dann eine frage aufbleibt: sparen wir weil wir wollen, oder weil wir müssen ??? und wenn wir müssen, warum müssen wir ???

Intensivling
20.12.2003, 12:24
Original geschrieben von Möhre
wobei dann eine frage aufbleibt: sparen wir weil wir wollen, oder weil wir müssen ??? und wenn wir müssen, warum müssen wir ???

Kannst du es dir etwa aussuchen ob du sparst oder nicht ????
Wir auf Station sind darauf angewiesen was wir bekommen und was nicht. Also hast du gar keine Wahl zu entscheiden ob du willst oder nicht, die Entscheidung wird dir vorgegeben. Wir können nur versuchen das beste draus zu machen.

oder ? :)

RS-USER-Möhre
20.12.2003, 12:35
und auch da bin ich mir nicht so sicher ... erst unter dem jetzt bestehenden druck schauen wir, wo sparpotential sitzt ... vorher haben es viele nicht für nötig gehalten, meckern aber jetzt, daß die böse obrigkeit uns zum sparen zwingt .... oder lieg´ ich da vollkommen falsch ???
aber gleich dazu: was mit uns gemacht wird, billige ich nicht, und mich nervt es genauso, wenn die verwalltung wächst, aber mir gesagt wird, daß ich die stelle vorerst nicht besetzt komme. nur, ich denke halt, an vielem sind wir selbst schuld, mitschuld zumindest, weil wir uns nicht wehren, womit wir wieder am anfang der diskussion wären: wenn alles so sch.... ist, warum halten wir die klappe und lassen uns fremdbestimmen ???

Gomerizer
20.12.2003, 17:13
Original geschrieben von Möhre
wenn alles so sch.... ist, warum halten wir die klappe und lassen uns fremdbestimmen ???

Ja, richtig, warum eigentlich ???
Ich glaubte, Du hattest vorher mal anders argumentiert, nämlich, dass die da oben Ahnung haben, von dem, was sie entscheiden.
Und da ist der nächste, ganz große Fehler.
Die ziehen ihren Kopf aus der Schlinge, die ihnen der Geschäftsführer um den Hals legt, in dem sie "nach unten weitertreten" und ihren Untergeordneten die Stellen streichen, kürzen, usw, usw, weil sie halt den "Arbeitsauftrag" haben, für einen ausgeglichenen Haushalt zu sorgen. Die für das Direktorium (kaufmännisch) einfachste Lösung.
Die Ursache des Problems wird aber nicht behoben. So bekommen diese von oben weiter Druck, immer mehr zu sparen, damit sie ihren Job behalten.
Aber wir (Ärzte, Pflegerkräfte) sind dazu aufgefordert, diese Tritte nach unten zu erwidern.
Vielleicht würden wir auch weiter nach unten treten, wenn wir es könnten, aber wir sind das letzte Glied in der Kette, aber das entscheidende. Ohne die Ärzte und Pflegekräfte wäre kein Patient versorgt. Und das heißt wiederum für die Verwaltung: Keine Arme, keine Kekse. Kein Patient, kein Geld.

RS-USER-rettungshamster
21.12.2003, 09:34
Original geschrieben von Gomerizer
Ohne die Ärzte und Pflegekräfte wäre kein Patient versorgt. Und das heißt wiederum für die Verwaltung: Keine Arme, keine Kekse. Kein Patient, kein Geld.

Leider machen wir uns das nicht wirklich so zu nutze wie wir es sollten. :(

Intensivling
21.12.2003, 10:19
Original geschrieben von Gomerizer
Ohne die Ärzte und Pflegekräfte wäre kein Patient versorgt. Und das heißt wiederum für die Verwaltung: Keine Arme, keine Kekse. Kein Patient, kein Geld.

Naja, einen Tag ohne Ärzte kriegen wir schon hin, aber einen Tag ohne die Pflegekräfte wird hart :D:D:D

Gomerizer
21.12.2003, 15:05
Original geschrieben von nefgeländefahrer
vorallem wer kocht den kaffee......oder bringt küchen mit....hihihi
in seltenen fall der doc......


Ist zwar "Off-Topic": aber ich versorge meine Station regelmäßig mit etwas Essbarem, gelegentlich auch selbstgekocht (die Schwestern haben es bis jetzt überlebt:) )
Kaffee kochen??? Wir haben eine Praktikantin auf Station, die macht das seeehr gut:D

Einen Tag ohne Arzt (so je nach Fachkompetenz) kann eine Station bestimmt mal verkraften, aber auch umgekehrt, würde manch eine Station besser laufen, wenn die eine oder andere Schwester zu Hause geblieben wäre:rolleyes:
Es gibt sowohl bei Ärzten und Schwestern solche und solche (womit ich wieder einen Bogen zurück zum Thema zu schlagen versuche...)

RS-USER-Alter Schwede
22.12.2003, 14:00
Original geschrieben von rettungshamster
So ein Schmarrn :rolleyes: ;) Und das weißt du auch ;)

sorry, ich kam mir durch deinen leicht herablassenden Kommentar komplett abgeblockt vor. Nach dem Motto: Das wollen wir hier nicht hören. ;) Also kein Schmarrn. So kamst du bei mir an.

Original geschrieben von rettungshamster

Noch einen kleinen Zusatz über meine Empörung bei dem novellierten AP-Gesetz:
Ich erachte es nicht gerade für gut, wenn in dem neuen Kurs der jetzt in diesem September angefangen hat, überwiegend 16jährige sitzen. Ich denke für einen Beruf wie den der AP, sollte eine deutlich höhere Altersgrenze gezogen werden.

das habe ich noch anders im Ohr. Es ging vor allem um das finanzielle. Und ein ziemlich herber Kommentar von deiner Seite:
Naja, vielleicht hätten sie bei der Gesetzesentwicklung mal jemanden fragen sollen der sich mit sowas auskennt.... Verbesserungsvorschläge hast du auch hier leider nicht gemacht. Außer, dass man einen psychologischen Test einführen sollte. ;)

Original geschrieben von Intensivling
Ich frag mich grad wem du damit einen gefallen getan hast das Schüler mit auf den Stellenplan der Station angerechnet werden. Damit hast du den allgemeinen Stellenschlüssel für die examinierten gekürzt und damit auch die fachliche Erfüllung der Patientenversorgung.
Schüler sind und bleiben Schüler, die auf Station ihr theoritisch erlentes ins praktische Umsetzen sollen und somit auf einem Stellenplan nichts verloren haben. Damit drückst du die Schüler ins Alltagsgeschäft mit rein und bietest allen Kollegen wenig Spielraum sich um die Schüler ordentlich zu kümmern, da es an examinierten Kräften fehlt.
Im ünrigen obliegt uns als examinierten Kräften die Veranwortung über die Schüler und es ist keinem geholfen sie, auch wenn nur teilweise, auf den stellenplan zu schieben.
nun vielleicht hättest du meinen Bericht sorgfältiger lesen sollen. Wir haben erreicht, dass die Schüler nur anteilsmäßig angerechnet werden. Ursprünglich sollten sie nämlich voll angerechnet werden. D. h. 1 Schüler = 1 Planstelle. Natürlich ist es unbefriedigend. Keine Anrechnung wäre der Idealfall gewesen, der sich leider nicht durchsetzen ließ.

EDIT: Übrigens stehen auch heute noch viele Schüler auf den Stellenplänen. Ab dem 01.01.04 ist vorgesehen, die Anrechnung von 7:1 auf 9,5:1 zu erhöhen. Manche Unikliniken (Großhadern z.B.) können es sich sogar erlauben, die Schüler gar nicht anzurechnen. Für dich scheint es heute selbstverständlich zu sein. Doch als 1985 zum ersten Mal das neue Pflegegesetz in Kraft trat, was es alles andere als selbstverständlich. Mir zeigt es, wie schnell die "Verbesserungen" der alten vergessen werden und wie wenig man sie schätzt.

Kontrolletti
22.12.2003, 14:27
Original geschrieben von Alter Schwede
[B]sorry, ich kam mir durch deinen leicht herablassenden Kommentar komplett abgeblockt vor. Nach dem Motto: Das wollen wir hier nicht hören. ;) Also kein Schmarrn. So kamst du bei mir an.
B]
Den Rettungshamster darfst du nicht so ernst nehmen. Sie hat eben eine etwas gewöhnungsbedürftige Art. Ist sicher nicht böse gemeint. ;)

RS-USER-nordlicht
22.12.2003, 19:20
Original geschrieben von Intensivling
Die Obrigkeiten wie Klinikdirektion und Politiker wissen einen feuchten ...... was auf den Stationen so abläuft. Das sieht man schon alleine daran wie die Sparpläne diverser Direktoren und Politikern aussieht.

Wer garantiert denn eine qualitativ hochwertige Pflege wenn nicht wir selbst ??? KEINER, weil die oberen nur an die Dollarzeichen denken und danach handeln :D.

Mal langsam mit den Pferden... :rolleyes:

Es hilft nicht wirklich immer auf die Politik einzuschlagen, wenn wir meinen, irgendetwas in diesem Land geht mal wieder schief.
Die lieben gewählten mandatsträger haben die Aufgabe, die vorhandenen finanziellen Mittel so zu verteilen, dass möglichst alle wichtigen Bedürfnisse wenigstens grundlegend befriedigt werden können und das ist wirklich nicht einfach.
Es muss auch nicht jedes Kreiskrankenhaus geschlossene Urin-Drainagesysteme in einer Menge bevorraten, welche für 2 Jahre ausreichend ist.
Ein bisschen mehr Verständnis auf beiden Seiten kann richtig produktiv sein. :)

der Irritator
22.12.2003, 19:46
Original geschrieben von Alter Schwede

Wir haben erreicht, dass die Schüler nur anteilsmäßig angerechnet werden. Ursprünglich sollten sie nämlich voll angerechnet werden. D. h. 1 Schüler = 1 Planstelle. Natürlich ist es unbefriedigend. Keine Anrechnung wäre der Idealfall gewesen, der sich leider nicht durchsetzen ließ.
...
als 1985 zum ersten Mal das neue Pflegegesetz in Kraft trat, was es alles andere als selbstverständlich. Mir zeigt es, wie schnell die "Verbesserungen" der alten vergessen werden und wie wenig man sie schätzt.
Anfang der 80er muß einiges los gewesen sein. Habe mich kürzlich erst mit ein paar Leuten, die es hautnah mitbekommen haben, darüber unterhalten. Da sträuben sich einem die Haare. Übrigens - wenn ich richtig informiert bin (denn das habe ich nicht aus erster Hand ;) ) hat in den 80ern Claudi mal ihren Job verloren, weil sie aktiv in der Gewerkschaft mitgearbeitet hat und sich trotz Abmahnung beim Flugblätter verteilen und Demo organisieren vor dem Krankenhaus hat erwischen lassen. :-p
dumm gelaufen...
Ich erinnere mich, dass sie sich auch vor ein paar Monaten vom Rettungshamster hat sagen lassen müssen, dass sie sich einen Dreck um die Situation in der Pflege schert. Zitat:

"Ja - und du nimmst es offensichtlich hin und gibst dich damit zufrieden...
... dann aber darf man auch nicht meckern wenn es nicht besser wird..."

Das muss für sie genauso ein Schlag vors Bug gewesen sein. ;)
Nicht, dass ich hier Stunk machen will, aber ich fand es schon ziemlich unangebracht und unüberlegt. Denn man weiß nicht, was manche geleistet haben. Ob man sich selbst überhaupt messen kann. Vielleicht sollte mit Menschen, die man nicht kennt und auch nicht beurteilen kann sorgfältiger umgegangen werden. Auch hier im board. Überheblichkeiten sollten einfach runtergeschluckt werden.
So. Das musste mal raus.

RS-USER-gonzo
23.12.2003, 15:21
habe mal den threade geteilt.


hier ist der andere teil (http://www.rippenspreizer.com/forum/showthread.php?s=&threadid=1598)

Klara Fall
12.02.2004, 14:37
Original geschrieben von Gomerizer
[B]
Wir sind ein kleines Haus, hatten ärztlicherseits mal durchgerechnet, dass wir mit der Arbeit, die wir verrichten, noch eine Planstelle mehr haben müssten. Dieses wurde über unseren Chef an die Verwaltung weitergegeben. Es wurde sofort abgelehnt, ohne drüber nachzudenken.
2 Wochen später haben wir mit 4 Ärzten vorm Kaufm. Direktor gestanden und ihm gesagt, dass wir zum nächsten Quartal kündigen werden. Es fanden noch in der gleichen Woche klärende Gespräche statt, die Stelle wurde genehmigt und ist in der Zwischenzeit auch besetzt.
Geht es wirklich nur so ???
B]

ja leider geht es wirklich nur so.
Wir (das komplette Personal einer Station - Nachtwache inklusive) haben uns einmal geschlossen für ein paar Tage krank gemeldet, nur damit man uns "ganz oben" wenigstens ernsthaft zugehört hat. Die Abteilung musste tatsächlich für diesen Zeitraum geschlossen werden. Die Patienten wurden kurzfristig verlegt. Natürlich haben wir uns einen Zeitraum ausgesucht, an dem es nicht allzu viele/problematische Patienten waren. Schließlich musste unsere Arbeit von anderen Stationen miterledigt werden (die fanden die Aktion, die übrigens Früchte getragen hat :) sehr gut und standen voll hinter uns). Irgendwo habe ich hier gelesen, dass sich richtige nachhaltige Veränderungen nur in der Gruppe herbeiführen lassen. Das ist meiner Erfahrung nach absolut richtig! Gruppendynamik macht unglaublich stark (und trotzdem ist es noch schwer genug). Als einzelne Person kann man leider höchstens etwas in kleinem Rahmen (quasi Kleinigkeiten in meinem Verantwortungsbereich) verändern.
Mit Beurteilungen, ob sich jemand für Problematiken interessiert und sich vor allem engagiert, wäre ich auch sehr vorsichtig. Vor allem wenn ich diese Menschen nicht kenne - da hat "der Irritator" absolut recht. ;)

Abendstern
12.02.2004, 15:32
Original geschrieben von der Irritator
wenn ich richtig informiert bin (denn das habe ich nicht aus erster Hand ;) ) hat in den 80ern Claudi mal ihren Job verloren, weil sie aktiv in der Gewerkschaft mitgearbeitet hat und sich trotz Abmahnung beim Flugblätter verteilen und Demo organisieren vor dem Krankenhaus hat erwischen lassen.

Was für ne riesen Schweinerei !!! :mad:

RS-USER-Claudi
12.02.2004, 16:34
Original geschrieben von Abendstern
Was für ne riesen Schweinerei !!! :mad:

was denn? Das Flugblätter verteilen oder rausgeworfen zu werden? :D :D

He - das hab ich ja noch gar nich gelesen. Ts :o

Also: War meine Schuld. Wer sich nach ner Abmahnung als Wiederholungstäter erwischen läßt, ist selbst schuld. Außerdem hätten die mir sowieso nicht soviel bezahlen können, dass ich freiwillig da geblieben wäre. :-p

Abendstern
13.02.2004, 06:50
Original geschrieben von Claudi
was denn? Das Flugblätter verteilen oder rausgeworfen zu werden? :D :D

:D:D................schon eher der Rauswurf .......aber Flugblätter zu verteilen ist ja auch ne wirklich große Sauerei ;).......wenn die auf dem Boden liegen und es dann regnet und das Zeug pappt an ............*pfui* ;)

Aber dann hast Du den Rauswurf ja nicht wirklich als Strafe empfunden ;) .......hatte ja dann auch was für sich.