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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Praxisgebühr für Notfälle?



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RS-USER-flatliner
05.03.2004, 00:59
Ok, vielleicht habe ich schlecht Beispiele genannt, aber es gibt definitiv unnötige Untersuchungen und genauso unnötige Krankenfahrten! Ist meine Meinung!
Aber gut - ich halt mich raus...

RS-USER-Hoffi
05.03.2004, 07:13
diese untersuchungen sind aber nicht generell unnötig, sondern nur in dem jeweiligen einzelfall, also liegt es an den betroffenen ärzten, ob sie diese maßnahmen durchführen oder nicht und nicht beim gesetzgeber.

und ich denke allzu häufig wird nochmal eben ein herzschrittmacher eingepflanzt, weil einer der schnippler noch 5 ops für den facharzt braucht...

RS-USER-flatliner
05.03.2004, 09:15
Original geschrieben von Hoffi
diese untersuchungen sind aber nicht generell unnötig, sondern nur in dem jeweiligen einzelfall, also liegt es an den betroffenen ärzten, ob sie diese maßnahmen durchführen oder nicht und nicht beim gesetzgeber.

und ich denke allzu häufig wird nochmal eben ein herzschrittmacher eingepflanzt, weil einer der schnippler noch 5 ops für den facharzt braucht...

Ok, dann sag ich doch was:
obdie Frau von der ich erzählt hab wirklich einen brauchte kann und mag ich nicht beurteilen. Es war so, dass ihr nach der OP einfiel, dass sie seit drei Wochen Kopfschmerzen habe und es wurde sofort ein CT gemacht. Ok, dass niemand will, dass diese KS mit der OP in Verbindung gebracht werden, kann ich gut verstehen - aber wenn die Patienten sonst ein paar Stunden post op. nach hause geschickt werden, wieso kann man der net sagen "Klären sie das mit dem HA."

Meine Bsp. waren schlecht, aber eigentlich wollte ich genau das sagen, was du meinst. Es liegt teilweise an den Ärzten und nicht am Gesetzgeber. Aber: wenn man so etwas vermeidet, dann wäre der Gesetzgeber vielleicht nicht gezwungen, die Kosten derart hochzuschrauben...
Wirtschaftliches Arbeiten fängt bei jedem einzelnen an - damit mein ich natürlich nicht nur die Ärzte, sondern alle Beteiligten.

DerBlinde
05.03.2004, 12:15
@Hexe: Ja, ich finde es sehr wenig. Das Grundgehalt ist das gleiche, wie bei einem Grundschullehrer. Nur, daß der mehr als 10x soviel Urlaub hat. Wenn ich in die Bank gehen würde, wäre mein Gehalt mehr als doppelt so hoch, nur weil ich Akademiker bin. Das Gehalt eines Herzchirurgen ist in Deutschland zum Beispiel nur ein Zehntel von dem, was man in den USA durchschnittlich verdient. Sogar in GB verdient man besser.

@Hoffi: Es gibt für Schrittmacher klare Indikationen. Aus Jux und Dollerei baut den Niemand ein. Denn es sind auch immer Risiken damit verbunden. Und wenn ein Patient keinen benötigt, nehme ich keine schwerwiegenden Komplikationen leichtfertig in Kauf.

@flatliner: Aus der Ferne einen solchen Fall zu beurteilen ist sehr schwierig. Allerdings kann es auch neu aufgetreten sein, nach einem schmerzfreien Intervall (man kann ja Läuse und Flöhe haben). Aber es könnten auch chronische Schmerzens ein. Und was soll der Hausarzt machen? Der wird im Zweifel an den Facharzt überweisen, der dann auch erstmal ein CT sehen will. Dieser Weg hat dann in dem Moment viel mehr Kosten verursacht. Zudem (wer lesen kann... ;) ) kann man oben sehen, daß Krankenhausaufenthalte pauschal vergütet werden. Ein zusätzliches CT in diesem Falle nicht die Krankenkasse belastet, sondern die Ausgaben der Klinik in die Höhe treibt.

RS-USER-Kräuterhexe
05.03.2004, 14:21
Original geschrieben von DerBlinde
@Hexe: Ja, ich finde es sehr wenig. Das Grundgehalt ist das gleiche, wie bei einem Grundschullehrer. Nur, daß der mehr als 10x soviel Urlaub hat. Wenn ich in die Bank gehen würde, wäre mein Gehalt mehr als doppelt so hoch, nur weil ich Akademiker bin. Das Gehalt eines Herzchirurgen ist in Deutschland zum Beispiel nur ein Zehntel von dem, was man in den USA durchschnittlich verdient. Sogar in GB verdient man besser.


Uups, die Dimensionen erstaunen mich jetzt doch sehr :o :o

Zum Thema Bänker: ein ehemaligen Klassenkamerad seines Zeichens Bänker (studierter) meinte, als ich mich über die Gehaltsituation der Ärzte/ medizinisches Personal echauffierte, ich sei ja selber schuld, es hätte mich ja niemand gezwungen , Medizin zu studieren. :o Wir sollten froh sein, wenn wir eine Stelle hätten und eine Möglichkeit hätten unser Helfersyndrom auszuleben.
Da sagsch nix mehr. :mad:
Und gestern kam im Radio ein Bericht über ein Kh, welches irgendwelche Leistungen ( Service...) jetzt gesondert abrechnet. Da beschwerte sich doch jemand, wie man nur an dem Leid der Menschen verdienen könne.
Tja, das ist anscheinend die Einstellung der Allgemeinheit:
Wir dürfen nicht an dem Leid der Menschen verdienen :mad: :grins: , ergo niedrige Gehälter

Intensivling
07.03.2004, 08:52
Na die Bänker verdienen doch auch am Leid der anderen, oder nicht ??? Kredite und Konkursgeschichten bringen doch immer noch die meiste Kohle :D

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07.03.2004, 10:14
Original geschrieben von Kräuterhexe
Und gestern kam im Radio ein Bericht über ein Kh, welches irgendwelche Leistungen ( Service...) jetzt gesondert abrechnet. Da beschwerte sich doch jemand, wie man nur an dem Leid der Menschen verdienen könne.
Tja, das ist anscheinend die Einstellung der Allgemeinheit:
Wir dürfen nicht an dem Leid der Menschen verdienen :mad: :grins: , ergo niedrige Gehälter
Wieso überhaupt Gehälter?! Von DRK-Mitarbeitern wird erwartet, daß sie ehrenamtlich arbeiten! :rolleyes::mad: Was meinst Du, wie oft ich das am Telephon zu hören kriege! :mad:

Die Leute erwarten ja auch, daß sie für ihren lumpigen Jahresbeitrag im DRK-Ortsverein einen kompletten NA/RTW-Einsatz umsonst kriegen... :mad::rolleyes:

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07.03.2004, 10:26
Original geschrieben von Doktor Dormicum
Oder wir haben mal ne Frau gehabt, dieser hat es nicht in unserem kleinen Krankenhaus gefahren und ließ sich dann ins größere Krankenhaus fahren, das ungefähr 60 km weiter weg liegt. Von Krankenhaus, war keine medizinische Veranlassung, um diese Verlegefahrt zu unternehmen. Das finde ich unnötig, das sich die meisten alten Leute durch die gegend fahren lassen, so al kleiner Zeitvertreib!
So was bezahlen die Krankenkassen aber auch nicht! ;)

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07.03.2004, 10:45
Original geschrieben von Hoffi
aber in zeiten knapper kassen müssen halt einschnitte gemacht werden und weit geplant werden, leider sind bei solchen sachen die politiker nicht mutig genug...
Es ist ja ein altbekanntes Problem, daß in Deutschland viel zu oft gewählt wird. Die Parteien befinden sich also ständig irgendwo im Wahlkampf, so daß nötige Reformen - weil eben oft unpopulär - ständig wieder auf die lange Bank geschoben werden. Die jetzige Bundesregierung hat ja so einiges in Angriff genommen (längst nicht genug) - und bekommt nun die Quittung, weil die meisten Leute nicht über den eigenen Tellerrand hinausschauen.

Doktor Dormicum
07.03.2004, 10:59
Das hat mich doch schon geschockt wie ich in "Kontraste" gesehen habe, das die Mitglieder des Bundestages 30 € bezahlen müssen, als Praxisgebühr für das ganze Jahr und müssen keine Zuzahlung mehr leisten. Das finde ich gegenüber dem kleinen Bürger ungerecht!

DerBlinde
07.03.2004, 11:51
Original geschrieben von Doktor Dormicum
Das hat mich doch schon geschockt wie ich in "Kontraste" gesehen habe, das die Mitglieder des Bundestages 30 € bezahlen müssen, als Praxisgebühr für das ganze Jahr und müssen keine Zuzahlung mehr leisten. Das finde ich gegenüber dem kleinen Bürger ungerecht!

Das ist so auch nicht ganz richtig. Beamte haben ihre Zusatzversicherung über die Beihilfe. Und die trägt den Großteil der Gebühr (wie bei anderen privatversicherten Personen auch). Die Differenz ist dann der Betrag von 30€, der geleistet werden muß. Eine Ungerechtigkeit kann ich nicht erkennen...