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RS-USER-Hypnos
10.08.2004, 16:57
Original geschrieben von Hoffi
Man müsste ja auch erst dann Investieren wenn die Züge, Busse und Bahnen voll ausgelastet sind, bzw die Gelder vom Strassenbau in den Nahverkehr umzuleiten.

Tatsache ist doch (und das sagt ja auch der Fahrgastverband Pro Bahn), daß selbst, wenn sich viele Menschen zum Umsteigen überwinden würden, die Bahn mit dem Ansturm gar nicht fertig werden würde. Da muss eben vorher investiert werden, um überhaupt erst mal einen wettbewerbsfähigen ÖNV zu etablieren. Nur dazu fehlt, wie so oft, eben das Geld.


Original geschrieben von Hoffi

Man kann ja dann auch umziehen ;) oder Fahrgemeinschaften bilden, dann wirds Autofahren auch billiger.

Ist Dir schon mal in den Sinn gekommen, daß man zum Beispiel mit schulpflichtigen Kindern nicht einfach so umziehen kann? Fahrgemeinschaften sind prinzipiell eine gute Sache, die ich auch befürworte, nur leider (bei immer schwankenderen Arbeitszeigen, zur durchgehenden Auslastung der Produktionsstätten [von Arbeitgeberseite gewünscht!!!]) lassen sich diese auch nicht immer realisieren... Bei mir ist es zum Beispiel so, daß insgesamt noch 4 weitere Kollegen in Münster wohnen und mit mir an der gleichen Arbeitsstelle arbeiten, allerdings in unterschiedlichen Abteilungen...das wiederum macht Fahrgemeinschaften fast unmöglich. Da wo sie möglich sind, befürworte ich sie...keine Frage..


Original geschrieben von Hoffi

Meinungsäußerungen ja, Erpressungsversuche seitens der Gewerkschaften sollte allerdings nicht hingenommen werden.

Hier scheint es doch so zu sein, daß das alte Sprichwort zutrifft:Wie man in den Wald hineinschreit, so hallt es zurück...


Original geschrieben von Hoffi

Nicht nieder mit den Rechten der Arbeitnehmen, die sind durch Gesetze genug vorhanden und geschützt. Ich finde es nur Schwachsinnig, das jede Überstunde, jede zusätzliche Schicht von einem Betriebsrat genehmigt werden muss und das der dafür auch noch von der Firma für nichts tun bezahlt wird. Die Gewerkschaften haben zuviele Rechte. Als Unternehmer sollte man selbst über Löhne und Arbeitszeiten, soweit sie mit dem Gesetz vereinbar sind, entscheiden dürfen.
Nur hat der durchschnittliche Arbeitgeber weder das Wissen um die Gesetze, noch die (finanziellen) Möglichkeiten, seine wie auch immer bestehenden Forderungen umzusetzen... Erfahrungsgemäß werden dann notorische Quängler "betriebsbedingt" gekündigt... Ein weiterer guter Grund für den Fortbestand von Gewerkschaften und Betriebsräten...

DieVerwaltung
11.08.2004, 09:53
Na, ich werde dann auch mal meine Meinung dazu geben

Allererst zurück zum Thema, ob es sich mit €365 p/M leben lässt. Ist möglich, wie DDM schon sagt, mann soll eben zweimal überlegen vor man den Euro ausgibt. Nur, wie Claudi fragt, was wäre wenn Kühlschrank oder Waschmachine kaput geht?

Der Arbeitslose soll jeden Anspurn bekommen um sich freiwillig auf der Suche nach ein neuen Platz zu machen. Flexibler auf den Arbeitsmarkt reagieren ist ja schön und gut, aber Umzüge sind teuer und deshalb für ein Arbeitslose wohl eher nicht möglich. Wer glaubt ein Chef würde diese Kosten freiwillig übernehmen, träume ruhig weiter. Er würde eher den einstellen der aus ein Arbeitsverhältnis kommt, weil er ja sein Umzug selbst bekostigen kanhn, als der Arbeitslose.

Es gibt immer welchen die das Sozial System ausnutzen und solches soziales Netz kann nur überleben wenn Täter angemessen bestrafft werden. Ich glaube schon das der Haubtanteil der Arbeitslose lieber Arbeiten als Zuhause rumsitzen wollen. Aber vielleicht bin ich ja auch zu Naiv.

Hoffi, Dings, mal ehrlich, habt ihr da auch alles mit eingerechnet? Ich denke hier zB. an Supermarkt „Mama“, die Studentenrabaten (Kino, Bücherei), die freie Nutzung ÖPNV etc. Als Arbeitsloser hat man solche Vorteile nicht. Wenn ihr dafür den vollen Preis einsetzt, würdet euer Geld dann immer noch reichen für ein gutes Leben?

Am sonsten hätte ich folgendes an der Diskussion beizusteuern:
Auto vs Bahn-> In der heute Lage bezahlt schon jeder, auf Grund des Steueranteils, nach seinem Verbrauch. Ein Auto ist schon heut zu Tage Luxus wenn mann alle Kosten rechnet und wohl eher fürs Pendeln zur Arbeit gedacht. Solange wie Bahn/Bus keine Alternative zum eigenen Auto ist, werden die wenigsten umsteigen. Hier entscheidet wohl auch das Portmonee. Erst wenn es sich wirklich lohnt auf Bahn/Bus umzusteigen, wirdt man den extra Reisezeit im Kauf nehmen wollen und aufs Auto verzichten.
Den Steueranteil im Spritpreis weiter anzuheben im Vorteile von Bahn/Bus wurde ja nur die treffen die Arbeit haben oder Arbeit verschaffen. Die sind aber, mit deren Steuerzahlungen, die Finanzierer von das Soziale System und würden auf Grund der ansteigende Kosten/Billigländer wohl kaum überleben. Die ersten Unternehmen müßen schliessen, noch mehr Arbeitslosen. Spritpreise anheben, die nächsten schliessen. Ist halt eine Spirale mit Tendenz nach Unten. Jeder ökonomisches Buch sagt Steuern runtersetzen schafft Arbeitsplätse, erhöhen Arbeitslose.
Umsiedeln in die Großstadt wäre IMHU auch keine Lösung, weil dadurch die Wohnungspreise weiter ansteigen würden. Die Ersparnisse würden nur von Transport in Wohnung umgewandert und von diesen Mehrkosten würde der Staat viel weniger profitieren als von der heutigen Steueranteil im Spritpreis.

Bezüge Politiker und Manager-> Fragt euch mal folgendes, die Wirtschaft entlohnt gute Manager im Normalfall überdurchschnittlich. Wieso gibt es kaum gute Manager die in die Politiek wechseln? Weshalb würde er freiwillig auf Einnahme verzichten und nur für den Ehre und Vaterland arbeiten wollen? Und nebenbei andauernd öffentlich kritisiert werden. Es ist doch eher anzunehmen das viele Politiker in der Ausübungs ihres gelerntes Berufs in der Wirtschaft nicht den Verdienst erzielt hätten als jetzt als Politiker. Sollte man da nicht eher die Qualität des Politikers in Frage stellen?

Pfff, ist ein ganz langer Beitrag geworden... und jetzt freigegeben zur Diskussion :peace:

RS-USER-Hoffi
11.08.2004, 10:20
Original geschrieben von DieVerwaltung
Hoffi, Dings, mal ehrlich, habt ihr da auch alles mit eingerechnet? Ich denke hier zB. an Supermarkt „Mama“, die Studentenrabaten (Kino, Bücherei), die freie Nutzung ÖPNV etc. Als Arbeitsloser hat man solche Vorteile nicht. Wenn ihr dafür den vollen Preis einsetzt, würdet euer Geld dann immer noch reichen für ein gutes Leben?

Der Supermarkt Mama ist bei mir ein bißchen weit weg, da wird die Ersparnis noch einem euro fuffzig von etwa 90€ aufgefressen, die die Deutsche Bahn haben will. Im Kino gibt es entweder keine Studentenrabatte, oder wenn doch auch welche für Zivis Schwerbehinderte, Rentner und Arbeitslose. In der Stadtbücherei kosten Studenten und Inhaber des Karlsruher Passes (Berechtigtenausweis für Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger etc.) das selbe, nur die Unibücherei ist für Studenten kostenlos. Beim ÖPNV haben die Studenten klar die Nase vorn, hier in Karlsruhe bin ich aber mit dem Fahrrad in 15 Minuten von einem Stadtende zum anderen gefahren. Ich kann für mich sprechen, dass ich auch ohne Studentenvergünstigungen mit dem Geld leben könnte. Die höhere Miete würde ja durch das Wohngeld ausgeglichen werden, Zuschüsse für Kühlschränke etc. kann man beim Arbeitslosengeld II genauso wie bei der Sozialhilfe beantragen (stand zumindest heute in der Zeitung)

RS-USER-Hoffi
11.08.2004, 10:23
Original geschrieben von DieVerwaltung
Sollte man da nicht eher die Qualität des Politikers in Frage stellen?

Wenn man sich den Bundestag mal anguckt sind dort glaube ich überdurchschnittlich viele gescheiterte (?) Lehrer, was imho die Frage beantwortet :rolleyes:

Xaxis1
11.08.2004, 11:29
Original geschrieben von Hoffi
Im Kino gibt es entweder keine Studentenrabatte, oder wenn doch auch welche für Zivis Schwerbehinderte, Rentner und Arbeitslose.

Hier, in München und auch in Nürnberg wüßte ich KEIN Kino, das Rabatte/Vergünstigungen an ARBEITSLOSE vergibt ?!?!

Schüler/Studenten ja, aber sonst ?!?!?!!?

Xaxis1
11.08.2004, 11:35
Was SEHR OFT vergessen wir meiner Meinung nach:

die 345 gibt es für EINEN Menschen (wie is das mit Kids ? usw), und das nach 12 Monaten !!!!!! "normalem" Arbeitslosengeld.

In der Zeit kann man sich darauf einstellen, falls wirklich nichts gefunden werden kann...

Xax, durchaus von Hartz IV/Arbeitslosigkeit mit betroffen


Ich würde allerdings noch ganz wo anders sparen:

Spätaussiedler, die keine Rente, sondern max das Monatsgeld von Hartz IV verdient haben in D; deren Nachkommen, die mir erklären, daß sie ja dafür arbeiten (3 "junge" für 2 Rentner und einen Alkoholiker im Knast!); nicht anerkannte Asylsuchende (sorry, die müssen sich hier net ihr Gebiß richten lassen oder Jahre alte Knochenbrüche...); jeder, der sein Gebiß "weils billiger ist" in seinem Haimatland (v.a. Polen, Russland) richten läßt soll dort auch seine Kinder zur Welt bringen etc....

Mich wunderts, wo der Rechtsruck bleibt von wegen sozialer Gerechtigkeit...

RS-USER-Bärentöter
11.08.2004, 11:38
ist die absolute Mehrheit der CSU kein Rechtsruck?

RS-USER-DerDings
11.08.2004, 11:45
Original geschrieben von DieVerwaltung
Hoffi, Dings, mal ehrlich, habt ihr da auch alles mit eingerechnet? Ich denke hier zB. an Supermarkt „Mama“, die Studentenrabaten (Kino, Bücherei), die freie Nutzung ÖPNV etc. Als Arbeitsloser hat man solche Vorteile nicht. Wenn ihr dafür den vollen Preis einsetzt, würdet euer Geld dann immer noch reichen für ein gutes Leben?


also "supermakrt mama" ist bei mir auch ziemlich weit weg, am anderen ende von österreich...
für bus/sbahn usw muß ich 80€ pro semester berappen udn ein arbeitsloser muß auch sicherlich nicht soviel bücher ausleihen wie ein student, nicht ?

außerdem: "Gutes" leben ? leben muß reichen, sorry, wieso soll ich anderen leuten ihren fernseher berappen ? klar darf niemand verhungern, aber luxusgüter bekomme ich auch nicht vom staat geschenkt...

bitte - nicht vergessen ich rede von gesunden menschen, wenn jemand aufgrund einer behinderung/erkrankrung nicht arbeiten kann halte ich es für moralisch unabdingbar das die gesellschaft einem "schwächeren" mitglied stärker unter die arme greift.
aber dem 20jährigen dr faul auf seinem sofa sitzt bier trinkt und fußball sieht (kenne ich persönlich!) braucht wirklich nicht seine cd sammlung, hifi anlage und fernseher finanziert zu bekommen...

RS-USER-DocMezzoMix
11.08.2004, 12:12
So, ich Senf mal wieder;)

Ist es nicht wirklich völlig egal, ob es im Kino Arbeitslosenrabatte gibt oder nicht? Bei uns i.d. Region gibt es keine Studentenrabatte oder ähnliches sondern nur Spartage oder 5er Tickets. Dennoch kostet an diesen Tagen der Besuch ~ 5,50€.
Auf deutsch: Kino ist Luxus, man braucht es nicht zum Leben.
Wer es sich nicht leisten kann, hat halt Pech gehabt. Ich verdien nicht schlecht für nen halben Studenten, wüsste aber auch nicht, wo ich mit dem Wort Student viel sparen würde...ausser im Schwimmbad. Dinge des täglichen lebens kosten mich soviel wie Peter Müller (vielleicht bin ich auch zu doof zum sparen).

Ich habe lange über einen ähnlichen Post wie Xax nachgedacht, doch dann war ich zu feige, denn Ratz fatz, wenn das Wort Ausländer in einer Aussage fehlt ist man ein Nazi. Wird einem ja auch von klein auf engetrichtert, das man sich nicht kritisch über sowas äussern darf. (Damit meine ich NICHT plumpe Glatzen Sprüche!)

Ich sehe es ähnlich wie Xax, aufgrund unserer nun mal sehr traurigen Geschichte haben wir uns in leider nie getraut etwas restriktiver mit der Problematik umzugehen.
Natürlich geht es uns Verhältnismässig gut, aber müssen wir die Welt retten?

Es kann nicht sein, dass sich "Spätaussiedler" welche nicht einmal einen Grundwortschatz deutsch (oder auch deidsch) sprechen, hier mit so offenen Armen empfangen werden.
Wirtschaftsflüchtlinge hier den "Luxus" bekommen, den sie zuhause suchten.
Ich rede nicht von Menschen ausländischer Herkunft, die hier schon seit 40Jahren arbeiten und leben.
Was ich nicht verstehe, ist wenn ich in die Kriminalstatistik schaue, wie es sein kann, dass unsere Gefängnisse (die pro Tag und "Gast" einen haufen Geld kosten (Ich meine mal was von 180€ gehört zu haben) sehr hochprozentig ausländisch bestzt sind.

Eine strengere Regelung wird bestimmt nicht das soziale System retten, aber auch kleine Tropfen kühlen den heißen Stein.

Gruß dMM

RS-USER-Hoffi
11.08.2004, 12:47
Original geschrieben von Xaxis1
die 345 gibt es für EINEN Menschen (wie is das mit Kids ? usw), und das nach 12 Monaten !!!!!! "normalem" Arbeitslosengeld.

In der Zeit kann man sich darauf einstellen, falls wirklich nichts gefunden werden kann...


für jedes Kind gibt es extra Geld, für Ehepartner glaube ich auch.

RS-USER-Hoffi
11.08.2004, 12:50
Original geschrieben von Xaxis1
Spätaussiedler, die keine Rente, sondern max das Monatsgeld von Hartz IV verdient haben in D; deren Nachkommen, die mir erklären, daß sie ja dafür arbeiten (3 "junge" für 2 Rentner und einen Alkoholiker im Knast!); nicht anerkannte Asylsuchende (sorry, die müssen sich hier net ihr Gebiß richten lassen oder Jahre alte Knochenbrüche...); jeder, der sein Gebiß "weils billiger ist" in seinem Haimatland (v.a. Polen, Russland) richten läßt soll dort auch seine Kinder zur Welt bringen etc....

stimme ich dir voll und ganz zu. Ich denke man könnte auch dazu übergehen statt Geldleistungen auch Gutscheine und Sachleistungen zu verteilen, also zB Einkaufgutscheine für Aldi, die nicht für Alkohol, Zigaretten etc. eingesetzt werden können.

RS-USER-Claudi
11.08.2004, 12:51
Original geschrieben von DerDings

bitte - nicht vergessen ich rede von gesunden menschen, wenn jemand aufgrund einer behinderung/erkrankrung nicht arbeiten kann halte ich es für moralisch unabdingbar das die gesellschaft einem "schwächeren" mitglied stärker unter die arme greift.
aber dem 20jährigen dr faul auf seinem sofa sitzt bier trinkt und fußball sieht (kenne ich persönlich!) braucht wirklich nicht seine cd sammlung, hifi anlage und fernseher finanziert zu bekommen...
nun es ist genau das, was ich kritisiere: Das eben alle in einen Topf geworfen werden. Völlig egal ob arbeitswillig oder nicht, ob krank oder gesund, ob noch nie irgendwas zustande gebracht oder 30 Jahre "malocht". Es ist unter dem Strich ungerecht.

Hallo? Liest jemand meine Beiträge?
Ich sag es noch einmal: Wenn nach Abzug aller Kosten unter dem Strich 345,- Euro "zum Leben" übrig blieben, wäre das wirklich genug. Aber so ist es ja nicht. Ich selbst lebe jetzt seit über 1 Jahr von knapp 300,- Euro (NACH Abzug der laufenden Kosten) und ich lebe wahrlich nicht schlecht davon. Es reicht sogar um 2 oder 3 mal jährlich eine Bahnfahrkarte zu bezahlen um alte Freunde zu besuchen (die aufgrund meiner x Umzüge quer in Deutschland verteilt sind)
@Dings, @Hoffi: Müsst ihr von eurem Geld auch Strom bezahlen, Haftpflicht, Internet (o. k. da kann man drauf verzichten. Fragt Küken.... ;) ), Kontogebühren, TV-Gebühren, kleine Reparaturen, Telefon?

Zum Thema Umzug: Das kann ich ehrlich nicht mehr hören. Ich bin in den letzten Jahren ganze 9 (neun) mal umgezogen, weil ich so schrecklich flexibel bin, was den Arbeitsplatz angeht. Und obwohl ich oft in Wohnheime gezogen bin, ist so ein Umzug wirklich fast wie einmal abbrennen. Aber das Hauptproblem ist, dass das soziale Umfeld zerstört wird. Macht nix, Hauptsache Arbeit, oder? Aber wenn man immer dann, wenn man sich endlich irgendwo eingewöhnt hat, endlich neue Freunde gefunden hat, alles wieder abreißen und weiterziehen muss, ist das auf Dauer nicht zu ertragen. Dabei haben Leutchen wie ich sicher weniger Probleme, als solche, die kontaktarm sind. Soll das wirklich alles sein? Funktionieren und ein nützliches Glied in der Gemeinde? Freunde - brauch ich nicht. Familie in der Nähe - wozu?
Für mich stellt sich auch die Frage, ob ich zum Jahreswechsel mal wieder umziehe und dabei sträuben sich mir die Haare. Ganz alte erhaltene Freunde unken schon - "was - du wohnst schon seit 3 Jahren in Aachen???"

Im Zweifelsfall umziehen finde ich in Ordnung, aber irgendwo muss auch eine Grenze sein. Im Namen der Menschlichkeit.

@Hoffi: In der Zeitung steht so manches. Sozialhilfe und Alohilfe wird mit Alg2 zusammengelegt. Das heißt eben keine einmaligen Zahlungen mehr. Genau deshalb gibt es ja 53,- Euro mehr als Sozi. Weil du davon Rücklagen für den kaputten Kühlschrank, deine Wohnungsrenovierung oder deine Altersvorsorge bilden sollst.

RS-USER-Claudi
11.08.2004, 12:57
Original geschrieben von Hoffi
Ich denke man könnte auch dazu übergehen statt Geldleistungen auch Gutscheine und Sachleistungen zu verteilen, also zB Einkaufgutscheine für Aldi, die nicht für Alkohol, Zigaretten etc. eingesetzt werden können.
Grundsätzlich ist die Idee ja nicht schlecht, aber ich finde, dass dabei ein gehöriges Stück Menschenwürde verloren geht. Ich zumindest hätte ein Problem mit Gutschein irgendwo einkaufen zu gehen - und mit einem großen Schild "seht her - ich lebe von der Sozi!"

RS-USER-Hoffi
11.08.2004, 12:59
Original geschrieben von Claudi
@Dings, @Hoffi: Müsst ihr von eurem Geld auch Strom bezahlen, Haftpflicht, Internet (o. k. da kann man drauf verzichten. Fragt Küken.... ;) ), Kontogebühren, TV-Gebühren, kleine Reparaturen, Telefon?

Ich zahle Warmmiete, dh Strom und Wasser ist mit drin, so wie es in Wohnheimen halt so ist. Internet (gut ist hier nen Witz) und Telefon muss ich extra zahlen, sind aber aufgrund des Wohnheimes vergünstigt (3€ Inet, 10€ Telefon Grundgebühr), Kontogebühren muss man nicht zahlen, wenn man bei der richtigen Bank ist, fürs Fernsehen zahle ich nichts, da ich keinen habe, Radio kommt übers Inet, also fallen auch Gemagebühren flach, Kabelanschluss wäre allerdings in der Miete inbegriffen. Reparieren müsste man hier vieles, das Wohnheim hat aber kaum Geld, insofern wird lieber zum Fenster rausgeheizt. Bei Versicherungen bin ich meist noch mit meinen Eltern mitversichert. Ich komme allerdings im Moment so gut mit meinem Geld hin das ich trotzdem noch etwa 100€ über habe, ich also Telefon und Inet auch so übernehmen könnte, man muss ja nicht unbedingt zur Telekom.

RS-USER-Hoffi
11.08.2004, 13:00
Original geschrieben von Claudi
Grundsätzlich ist die Idee ja nicht schlecht, aber ich finde, dass dabei ein gehöriges Stück Menschenwürde verloren geht. Ich zumindest hätte ein Problem mit Gutschein irgendwo einkaufen zu gehen - und mit einem großen Schild "seht her - ich lebe von der Sozi!"

Es muss ja kein Gutschein sein, man kaönnte ja auch eine Karte nehmen die EC-Karten ähnlich aussieht, dann wäre keine diskriminierung vorhanden.

RS-USER-Hoffi
11.08.2004, 13:05
Original geschrieben von Claudi
@Hoffi: In der Zeitung steht so manches. Sozialhilfe und Alohilfe wird mit Alg2 zusammengelegt. Das heißt eben keine einmaligen Zahlungen mehr. Genau deshalb gibt es ja 53,- Euro mehr als Sozi. Weil du davon Rücklagen für den kaputten Kühlschrank, deine Wohnungsrenovierung oder deine Altersvorsorge bilden sollst.

das stimmt es stand auch nur in der BNN. Aber ich habe mich auch nicht so tiefgehend damit beschäftigt, da es mich nicht so betrifft. Mich regen nur die Demonstrationen und Proteste gegen diese nötigen Reformen auf.

RS-USER-Claudi
11.08.2004, 13:05
Original geschrieben von Hoffi
Telefon muss ich extra zahlen, sind aber aufgrund des Wohnheimes vergünstigt (3€ Inet, 10€ Telefon Grundgebühr), Kontogebühren muss man nicht zahlen, wenn man bei der richtigen Bank ist,
na gut. also als Super-Alo hättest du diese Vergünstigung nicht. Aber wo bitte muss man keine Kontogebühren zahlen :confused: Wechsel sofort meine Bank...

RS-USER-Hoffi
11.08.2004, 13:07
Original geschrieben von Claudi
na gut. also als Super-Alo hättest du diese Vergünstigung nicht. Aber wo bitte muss man keine Kontogebühren zahlen :confused: Wechsel sofort meine Bank...

Ich bin bei der Postbank, dort ist es allerdings nur bis 26 Jahre oder ab 1000€ Geldeingang, aber bei der Spardabank zahlst du keine Kontogebühren egal was du monatlich verdienst.

RS-USER-DerDings
11.08.2004, 13:15
von dem geld hab ich internet und tv kabel gebühren bereits abgezogen.
- wobei ich mir eben denke dass ein arbeitloser keinen anspruch auf kabel und internet hat. wenn er mit dem geld auskomt klar, aber das ist kein grund ihm mehr zu geben...

und strom, heizkosten, studiengebühren, öffis zahle ich auch von dem geld, genauso medikamente...
gut, die versicherung muß ich nicht zahlen, stimmt schon. aber dann streiche ich halt das kabel/internet und 20€ krieg ich ja monatlich auch noch auf die seite, dann ist auch das drinnen...

egal was dir noch einfällt: 365€ im monat sind wirklich genug um leben zu können - kannst gerne meinen puls fühlen ! ;) :-p

klar ists nicht unglaublich lustig. ich habe nach der matura 2 jahre gearbeitet (zivildienst mitgerechnet) aber noch zuhause gewohnt - was meinst du wie ich am anfang zu kämpfen hatte weil ich das geld jetzt halt nicht mehr zum weggehen hatte, sondern zum leben ? aber es ist machbar...

RS-USER-DocMezzoMix
11.08.2004, 13:44
Also vielleicht sehe ich das falsch, aber bei den Dingen die hier aufgezählt werden, fallen mir immer wieder "Luxusgüter" auf.

Wenn ich I-Net habe, brauch ich auch einen PC, Fernseher und Altersvorsorge, KINO, alles meiner Meinung nach Dinge, die man nicht zum leben braucht, die man sich zusätzlich leisten kann, wenn man es sich leisten kann. Für Jobsuche oder ähnliches kann man auch Terminals im I-Net-Cafe nutzen.

Das es bestimmt kein Spaß ist von 385€ zu leben, sehe ich auch ein, es geht aber darum, dass man überlebt.

Studenten sollte man übrigens keine Vorwürfe machen, nur weil sie studieren, ich verstehe das ganze irgendwie nicht, Hotel Mama etc.
Wenn ein Arbeitsloser will, darf er doch auch bei seiner Mutter zum "Shoppen" gehen?!

Ich persönlich studiere Medizin, habe aber eine halbe Stelle und verdiene genug, um mir auch ein wenig Luxus, wie I-Net, große Whg., Auto, Party leisten zu können. Dafür zahl ich irgendwann genug (Straf)Studiengebühren, weil ich zu lange brauch, is aber ne andere Geschichte. Von meinen Eltern oder Bafög möchte ich nicht, ich bin mitte 20 und alt genug auf mich selber aufzupassen.