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RS-USER-Defi Brillator
29.10.2004, 13:59
Original geschrieben von Reanimator
Aber es wäre schon sehr schön, wenn mir jemand mit "Reanimationsmedikamente über eine Krampfader"
Gehört habe ich über dergleichen noch nie etwas, kenn mich damit also auch nicht aus. Rein logisch betrachtet wäre es aber nicht ratsam, Medikamente, die letzendlich zum Herzen bzw. ins arteriellen System kommen sollen, in ein Varize zu injizieren.
Eine Varize zeichnet sich ja gerade dadurch aus, daß in ihr kein normaler Blutfluß mehr stattfindet, da die Venenklappen ihre Funktion verloren haben. Gerade in der Notfallsituation, in der Patienten häufig zentralisiert sind bzw. bei der Rea, wo von einem suffizienten Kreislauf keine Rede sein kann ;) ,kann ich mir schwerlich vorstellen, daß ein vernüftiger "Weitertransport" der Medikamente gewährleistet ist. Auch "Einschwemmen" mittels Infusionslösung wird da kaum helfen.

Wie schon erwähnt, ist dies mal wieder eine rein theoretische Überlegung meinerseits, die wahrscheinlich für die Praxis eh keine Bedeutung hat ;), s. Hypnos' Posting...

RS-USER-Bärentöter
29.10.2004, 14:10
Original geschrieben von Defi Brillator
Rein logisch betrachtet wäre es aber nicht ratsam, Medikamente, die letzendlich zum Herzen bzw. ins arteriellen System kommen sollen, in ein Varize zu injizieren.
Eine Varize zeichnet sich ja gerade dadurch aus, daß in ihr kein normaler Blutfluß mehr stattfindet, da die Venenklappen ihre Funktion verloren haben.

außerdem würdest Du mit Vasokonstringentien wie Adrenalin die Varize evtl. veröden. Ich könnte mir theoretisch vorstellen, indifferente Lösungen über eine Varize laufen zu lassen, wenn ich gar nichts anderes fände, trotz der Hämodynamik, aber in sieben Jahren Berufspraxis und vier Jahren Notarzt ist mir diese Situation noch nicht untergekommen.
:D Beitrag 1200 :D

RS-USER-Defi Brillator
29.10.2004, 14:29
:jump: :jump:
Glückwunsch zum zwölfhundertsten ! ;)
:jump: :jump:

Dr.Benni-Baer
29.10.2004, 14:31
:knuddel: :jump: :prost:

Darauf geb ich ne Runde! 1200 und Du hast mir immernoch nicht mein Fell über die Ohren gezogen!:)

RS-USER-Bärentöter
29.10.2004, 15:07
Original geschrieben von Dr.Benni-Baer
:knuddel: :jump: :prost:

Darauf geb ich ne Runde! 1200 und Du hast mir immernoch nicht mein Fell über die Ohren gezogen!:)

werde unerwartet zuschlagen...

evil*little*devil
21.11.2004, 14:08
Original geschrieben von Hörbird
Tach,

A) Ja, es gibt subcutane Infusionen !
B) Sie finden vorllame häufig in Altersheimen stat, wo es keinen Arzt gibt, der nen Zugang legen könnte.

Als Infusionslösungen können hauptsächlich NaCl und, so glaube ich, auch RL genommen werden.
Mit Hylase kurz vorher gespritzt, wird die Resorption verbessert.

Auch im KH kommt sowas gelenegtlich vor, hab selber schon zwei mal eine machen müssen, schließlich ist sie auch im Lernstoff der Krankenpflegeausbildung enthalten !

Ich hoffe ich konnte Euch weiterhelfen

Gruß
Hörbird
Krankenpflegeschüler 2. Lehrjahr

Habe mich strikt geweigert, einer kleinen alten Omi eine Subcutan.Infusion ins Bein zu jagen.. Da hol ich mir lieber ne Braunüle, die ich notfalls lege..
Ich denk immer erst über den Sinn, Zweck, wie es mir selbst dabei ergehen würde und dann über Alternativen nach. Und mal ehrlich? Bock auf ne weiße Braunüle oder n Butterfly in meinem Oberschenkel, in den dann noch innerhalb von 30 Minuten 1000ml NaCl gepumpt wird (wenn ich Glück hab am anderen Bein dasgleiche) hab ich net..
Da fällt mir das RR-messen ein. Manche klemmen die Membran des Stethoskops unter die Manschette und pumpen dann auf 220 mmHg.. Vielen Dank, das tut pervers weh und gibt u. U. Hämatome oder wenigstens ne Druckstelle. Nur weil man sich einen Handgriff sparen will..

Ist jetzt nichts persönlich gegen Dich, Hörbird. Das wollte nur mal raus, weil es mich die ganze Ausbildung gestört hat.

LG Lory (frisch examiniert)

Hörbird
23.11.2004, 11:07
Original geschrieben von evil*little*devil
Habe mich strikt geweigert, einer kleinen alten Omi eine Subcutan.Infusion ins Bein zu jagen.. Da hol ich mir lieber ne Braunüle, die ich notfalls lege..
Ich denk immer erst über den Sinn, Zweck, wie es mir selbst dabei ergehen würde und dann über Alternativen nach. Und mal ehrlich? Bock auf ne weiße Braunüle oder n Butterfly in meinem Oberschenkel, in den dann noch innerhalb von 30 Minuten 1000ml NaCl gepumpt wird (wenn ich Glück hab am anderen Bein dasgleiche) hab ich net..
Da fällt mir das RR-messen ein. Manche klemmen die Membran des Stethoskops unter die Manschette und pumpen dann auf 220 mmHg.. Vielen Dank, das tut pervers weh und gibt u. U. Hämatome oder wenigstens ne Druckstelle. Nur weil man sich einen Handgriff sparen will..

Ist jetzt nichts persönlich gegen Dich, Hörbird. Das wollte nur mal raus, weil es mich die ganze Ausbildung gestört hat.

LG Lory (frisch examiniert)

Kein Problem, Lory: hab vor kurzem im Nachtdienst wieder zweimal eine s.c. -Infusion gelegt: allerdings weit aus humaner, der Butterfly lag im Bauchfettgewebe, und die Infusion lief über Nacht hinein, über mehrere Stunden hinweg, während die Pat. ruhig schlief.

Ob sinnvoll oder nicht ist einen Frage, denn ein i.v.-Zugang hat auch ihre Nachteile, und wenn diese nicht ordentlich gepflegt wird, gibt es schön schmerzhafte Venenentzündungen....
Es kommt immer auf die Situation an, und man sollte erst alle anderen Möglichkeiten berücksichtigen.

Gruß
Hörbird