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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Burn-Out



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RS-USER-rettungshamster
03.11.2004, 10:24
Wer von euch (Pflegekräften/Rett.-Dienst-Personal etc.) hatte schon mal ein nettes Burn-Out Syndrom oder hat es bei Kollegen miterlebt und wie wurde damit umgegangen ?

Xaxis1
03.11.2004, 19:44
Hm -Burn Out - direkt nicht.
Eine schwere Depression.... die Folge: Mobbing. Damals sah ich es nicht so, heute schon...
und das von Leuten, die es besser wissen müßten !

Derzeit hab ich die Krankheit meist im Griff...

Wenn ich bei andren merk, daß sie über einen längeren Zeitraum nicht gut drauf sind bzw das Gefühl hab, die geben nur, die tanken net auf - sprech ich sie an. Bisher nur positive Resonanz.

Interessant wird der Umgang mit einem "Teammitglied", das jetzt insg über 6 Monate ausfiel - erst ein etwas dubioser Unfall, dann eine Therapie wg Bulimie (per Rund-SMS wurden wir davon informiert, daß sie in der neuen YOUNG - ne Zeitschrift - zu bewundern ist mit ihrer Geschichte...- die sie uns anders erzählt hatte...). Ich hoffe, wir kriegen das hin und bleiben so ein gutes Team...

RS-USER-rettungshamster
03.11.2004, 20:57
Original geschrieben von Xaxis1
Eine schwere Depression.... die Folge: Mobbing. Damals sah ich es nicht so, heute schon...

Du wurdest gemobbt weil du ne Depression hattest ? Wie kann ich mir das vorstellen ? In welcher Art und Weise wurdest du von wem gemobbt ?

RS-USER-Bärentöter
03.11.2004, 21:32
jemandem, der depressiv ist, geht die Arbeit nicht so leicht von der Hand, er nimmt nicht an gemeinsamen Aktivitäten teil, etc., also ein archetypisches Mobbingopfer

Xaxis1
04.11.2004, 14:00
Ich hatte Angstattacken, mußte trotzdem Spätdienste alleine machen (großes Gelände, BKH mit immer wieder entfleuchenden Forensischen...).

Bereich allein mit Schülerin, 14 Patienten, 2 "exa" 10 Pat...

MRSA Patienten als ich schwanger war.

"Besser so" als ich im 3. Monat das Kind verlor....

10 Stunden Dienste trotz der Bitte, max 8 h - konnte es net durchhalten.......

usw..

Xaxis1
04.11.2004, 14:01
Achso, von wem:

Kollegen, Assistenzarzt, (stellen sie sich nicht so an - da kommt ja unser Junkie - was haben SIE denn heute intus?), SL

RS-USER-rettungshamster
04.11.2004, 16:44
Hatten denn die Angstattacken ihren Ursprung aus der Arbeit oder eher aus dem privaten Bereich ?

Unvorstellbar das solche Reaktionen von "eigentlich" professionell Pflegenden kommen. Hast du denn für deine Integrität gekämpft oder hast du es über dich ergehen lassen (müssen) ?

RS-USER-Bärentöter
04.11.2004, 17:30
ich glaube mal gelesen zu haben, daß gerade im medizinischen Bereich besonders viel gemobbt wird. Ich war zum Glück immer an kleinen familiären Häusern, da hält es sich in Grenzen. Aber in der Uni hat man so einiges mitgekriegt, v.a. im ärztlichen Bereich. Da hat niemand seine Diss ohne Paßwort und Schreibschutz abgespeichert...

RS-USER-Hoffi
04.11.2004, 17:31
Original geschrieben von Bärentöter
Da hat niemand seine Diss ohne Paßwort und Schreibschutz abgespeichert...

so etwas würde ich auch in noch so harmonischen häusern nicht machen.

RS-USER-Bärentöter
04.11.2004, 17:34
Original geschrieben von Hoffi
so etwas würde ich auch in noch so harmonischen häusern nicht machen.

sicher richtig, wollte nur das Klima, das dort herrscht beschreiben. Ein Wolfsrudel ist dagegen eine Krabbelgruppe.

Hörbird
04.11.2004, 19:01
Es ist interessant, aber gerade die Pflegenden haben keine Ahnung was psychische Krankheiten angeht....:(

Wenn ein Pat mit der Diagnose "Depressionen" kommt, schlagen sie schon die Hände übern Kopf zusammen, wenn aber einer von ihnene selber betroffen ist...Wehe dem !:( :(

Leider....:(

RS-USER-rettungshamster
04.11.2004, 21:53
Es wird, glaube ich, nirgendwo so professionell gemobbt wie im sozialen Bereich - und damit mein ich nicht nur die Pflegekräfte und das ärztliche Personal.

RS-USER-flatliner
04.11.2004, 23:35
Ich kenne das Mobbingproblem auch aus der Ausbildung. Gemobbt wurde da fast auf jeder Station. (SL zu mir: "Mich kotzt es schon an, wenn Sie morgens zum Dienst kommen"). Ich hab da echt Dinge gesehen, die glaubt man nicht... :confused:

RS-USER-rettungshamster
05.11.2004, 03:50
Original geschrieben von flatliner
SL zu mir: "Mich kotzt es schon an, wenn Sie morgens zum Dienst kommen"

Hattet ihr beide persönliche Diskrepanzen oder war es blanke Willkür ?

silver tabby
05.11.2004, 03:53
Ich denke, bei solchen Dingen wird meist kein Grund benötigt... Leíder gibt es gerade im Medizinischen Bereich viele Frauen ergo viel Stutenbissigkeit... Und in solchen Situationen hängen sich die lieben "Herren" Ärzte dann auch noch rein und geben unqualifizierte Bemerkungen ab... schliesslich ist leider immer noch die Hierarchie in den meisten Häusern nach oben Buckeln und nach unten treten...*seufz*

RS-USER-flatliner
05.11.2004, 13:49
Sie hat mir offen ins Gesicht gesagt, dass sie mich nicht leiden kann, meiner Meinung hab ich ihr aber nichts getan. Es kommt halt vor, dass man jemanden nicht leiden kann, aber ich halte es für höchst unprofessionell, dass in so einer Art und Weise zu äußern.
Ich denke auch, dass das viel mit Stutenbissigkeit zu tun hat.
Da haste ein Problem, wenn du zu viel weißt, wenn du keine Vorurteile gegen Ärzte hast, wenn du dich nicht am Mobbing gegen andere beteiligst...

Hörbird
05.11.2004, 19:47
Original geschrieben von rettungshamster
Es wird, glaube ich, nirgendwo so professionell gemobbt wie im sozialen Bereich - und damit mein ich nicht nur die Pflegekräfte und das ärztliche Personal.

Ja, das ist ein interessantes Phänomen.... Jeder will halt zeigen, das er toll "helfen " kann.

Ich bin erst Schüler, habe aber schon vieles miterleben dürfen - sogar als Zivi. Bin sogar damals von einer Schwester gemobbt worden. Zum Glück wußte die restliche Station Bescheid und satnd hinter mir.
Damals war der Grund Unzufriedenheit der Schwester. Eigentlich war sie gelernte Kinderkrankenschwester aus den Neufünfländern, aber weil sie keine Stellung fand, mußte sie auf eine Gefäß- und Thoraxchirurgie für Erwachsene....

Ich denke, das ist oft auch der Grund für Mobbing:
Unausgesprochene Unzufriedenheit

RS-USER-rettungshamster
06.11.2004, 10:44
Was ich bislang gelesen habe zeigt ja das Mobbingverhalten auf verbaler Ebene. Es wird entweder direkt jemand angesprochen (...wenn ich sie sehe könnt ich kotzen...uvm.) oder es wird hinter dem Rücken hinter dem/der KollegIn geredet.
Wurde denn schon mal etwas am Arbeitsplatz manipuliert damit es als Fehler euch in die Schuhe hat geschoben werden können ?

Hörbird
06.11.2004, 11:00
Original geschrieben von rettungshamster
Was ich bislang gelesen habe zeigt ja das Mobbingverhalten auf verbaler Ebene. Es wird entweder direkt jemand angesprochen (...wenn ich sie sehe könnt ich kotzen...uvm.) oder es wird hinter dem Rücken hinter dem/der KollegIn geredet.
Wurde denn schon mal etwas am Arbeitsplatz manipuliert damit es als Fehler euch in die Schuhe hat geschoben werden können ?

Ja, bei mir als Zivi und auch ein paar mal als Schüler...

Der Grund war meistens die Medigabe oder Essensausgabe... Angeblich hätte ich die falschen Medis auf das Tablett gestellt, was im Nahhinein nie meinen Schuld war. Das andere mal hätte ich angeblich vergessen etwas für ein Zimmer zu richten,weil das angeblich meine Aufgabe gewesen wäre, nur das ich zu dem fraglichen Zeitpunkt überhaupt keinen Dienst hatte.

Bei uns wird auch schon mal über Schüler gelästert, wohlgemerkt, wenn andere Schüler anwesend sind....Hier war ich auch schon mal betroffen.

Ich bin richtig froh, wenn ich Examiniert bin, aber dann geht der ganze Spaß erst recht los !

Gruß
Hörbird

RS-USER-flatliner
06.11.2004, 12:39
Naja, wir hattne auf einer Station mal ne Patientin, sie nach s.c. Injektionen fürchterlich geblutet hat. In der Kurve hab ich gesehen, dass die letzte Gerinnungskontrolle fast 3 Wochen her war und hab gesagt, dass ich mal dem Doc bescheid sagen will, damit er eine abnimmt. Eine der Schwestern sagte zu mir "Da muss der selber dran denken, das sagst du ihm nicht!"
Ein ähnliches Problem auf einer anderen Station mit einer anderen Patientin: "Geh mal rum und mess Vitalzeichen und verteil Medis." Also ich rumgegangen bin, hab ich gemerkt, dass eine Patientin nen Puls von 40 hatte und Klainor bekommen sollte. Der letzte Kaliumspiegel war ne Woche alt und ich hab es ihr erstmal nicht gegeben. Draufhin, hatte ich ne Diskussion, wieso ich Medis, die vom Arzt verordnet wären nicht verteilt hätte, und dass der Doc selber überlegen sollte, wann er welkche Laborwete kontrolliert und wie er seine Anordnungen daruf abstimmt.
Ich hab in beiden Fällen natürlich trotzdem den Arzt informiert.
Krankenbeobachtung gehört mit zu den Aufgaben der Pflegenden, und wenn sich irgendne Schwester nicht mit irgendwas auskennt, aber trotzdem etwas ungewöhnliches am Patienten beobachtet, dann ist es ihre Pflicht, den Doc zu informieren. Vielleicht kennt sich auch nicht jeder in der Pflege mit den Auswirkungen von Kalium auf den Herzrhytmus aus, aber wenn man sich damit auskennt (warum auch immer), dann finde ich, ist man auch verpflichtet, danach zu handeln.
Ich hatte bei so Geschichten häufig Aärger mit den Pflegenden, das ich als Schülerin meine Kompetenzen überschreiten würde - aber was ist verkehrt daran? Ich ab den Doc sofort informiert und hätte er gesagt "Kalium trotzdem geben", hätte ich das so in der Kurve dokumentiert und gut is.
Ich komm vom Thema ab - was ich eigentlich sagen wollte, ist, dass ich desöfteren boebachtet hab, dass eben Pflegende versuchen, gegen die Ärzte zu arbeiten und versuchen, jeden aus dem Team dazu zu zwingen, das Spiel mitzuspielen. ("Es ist sein Problem, wenn er kein Labor abnimmt! Lass sie doch bluten")
In vielen Teams wird gegeneinander statt miteinander gearbeitet und ich finde es wirklich verantwortungslos den Patienten gegenüber! Die oben genannten Fälle waren meiner Meinung nach Patientengefährdend!