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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rea-Teams im KH?



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Gasmann1
18.07.2005, 06:17
Der Notfallwagen ist von oben gewünscht - von Personen die ihn weder rollen müssen, noch im tgl Klinikbetrieb reanimieren. Hätte man mich gefragt, hätten wir einen Rucksack...

Gasmann1

Turnusknecht
18.07.2005, 08:55
Also bei uns ist fürs gesamte Haus dzt. noch Interne zuständig.

Auf jeder Station gibts einen Notfallrucksack (und irgendwann vielleicht auch Halbautomaten). In jedem Zimmer gibt es einen Alarmknopf, jeder der diensthabenden Ärzte (interner Oberarzt bzw. interner Assistent zusammen mit diensthabenden Anästhesisten, sowie interner TA (die alle ein Megacodetraining absolviren müssen) wie auch das zuständige Pflegeteam der ICU trägt einen Pager.

Aufgrund der "Größe" des Hauses erreicht somit der erste "professionelle" Helfer jedes Platzerl in Bruchteilen von Minuten (wenn man günstig positioniert ist, sogar in Sekunden).

Stephan2204
27.07.2005, 18:21
Wir haben bei uns im Haus kein Notfallteam... ich muss dazu sagen, das wir mit knapp 100 Betten eher zu den "kleinen" Häusern gehören.

Jede Station ist mit einer Notfalltasche ausgerüstet, im Notfall wird der Doktor und die Funktionsabteilung dazugeholt.

RS-USER-Paracelsus
16.08.2005, 23:54
Guten abend,

also ganz erstaunlich finde ich ja, dass man(n) /Frau den Kollegen in der Peripherie so wenig zutraut. Zumindest spricht hier keiner von deren Leistungen. Unsere Brüder und Schwestern werden jährlich einmal CPR fortgebildet. Das ganze Haus ist in zwei Bereiche aufgeteilt, so dass die Küche oder das Wäschelager u.s.w mit versorgt sind. In diesen Bereicher hängen die Notfallrufnummern der zuständigen Intensivstation. Diese unterstützen dann die jeweilige Station, oder arbeiten in Bereichen wie Kapelle oder Bibliothek dann auch mal alleine.
Sinnvoll ist eine Notfallnummer über die die Koll. der peripherie Unterstützung erhalten aber sicherlich.
Außerdem sollte die Versorgung der sog. weißen Flecken eines Krankenhauses ( Cafeteria / Parkplatz etc. ) von vorne herein verbindlich geklärt sein.
In diesem Sinne, frohes reanimieren
Viele Grüße

RS-USER-Katja
17.08.2005, 09:02
Original geschrieben von Paracelsus
also ganz erstaunlich finde ich ja, dass man(n) /Frau den Kollegen in der Peripherie so wenig zutraut. Zumindest spricht hier keiner von deren Leistungen.
Nee, das ist einfach schlechte Erfahrung. Ich bin nun schon zur einen oder anderen innerklinischen REA ausgerückt, und normalerweise stehen da hilflose Personen des ärztlichen und pflegerischen Personals um einen Patienten :( Suffiziente Reanimationsbemühungen habe ich bisher nur auf den THG-Stationen (da sind sie häufiger... und Übung macht den Meister...) und auf der Intermediate Care (da sind teils sehr erfahrene ehemalige Intensivkräfte) angetroffen. Und erfreulicherweise einmal im CT :)
Was ich sonst so gesehen habe, bringt mich zum zweiten Teil der Antwort:


Unsere Brüder und Schwestern werden jährlich einmal CPR fortgebildet.
Bei uns nicht. Da gibt es zwar einen Mitarbeiterfortbildungskurs, aber der ist freiwillig. Und wenn ich mir das Elend so betrachte (als Patient würde ich ja primär davon ausgehen, daß ich wenigstens im KH gleich suffizient versorgt werden könnte...), wäre ich ganz stark dafür, daß man das verpflichtend für alle Mitarbeiter macht. Kann mir aber auf der anderen Seite selbst nicht vorstellen, wie man binnen eines Jahres alle Mitarbeiter einmal durchgehühnert bekommt, so daß was hängen bleibt :(

RS-USER-Katja
17.08.2005, 09:06
Original geschrieben von Gasmann1
Hat eigentlich irgend jemand einen gut lenkbaren Notfallwagen???
Falls ja, bitte Fabrikat veröffentlichen... unserer ist nämlich eine ähnliche Katastophe wie die beschriebenen - außer wenn er elegant in der Ecke steht.

Nein. Der Wagen fährt sich wie ein altmodisches Ultraschall und ist ähnlich gelenkig wie ein Leopardpanzer im Treppenhaus. Ist eine Eigenbaumodell des UKG.
Wir wollen auf Rucksack umrüsten, aber das scheint ein langer Prozeß zu sein *seufz* Da könnte man ja ganz nicht 200 Absauger und 10 Tuben der Größe 9 zusätzlich zum sonstigen Kram unterbringen (es ist faszinierend, was sich trotz - wegen? - täglicher Kontrolle dieses Gefährts alles darauf ansammelt :rolleyes: )

Intensivling
17.08.2005, 10:18
Da kann ich mich Katja nur anschliessen.
Unser großer fahrbarer Notfallwagen lässt sich fahren wie ein LKW mit platten Reifen und das auch nur wenn auf dem Boden keine Schienen oder sonstiges vorhanden ist.
Ausserdem ist man schier unglaublich langsam unterwegs was bei Reanimationen auf der Peripherie schon mal zu lange sein kann.

BTW : Wie bei euch sind nur 10 Tuben zusätzlich drauf ??? ( Okay dann weiß ich jetzt das unsere Leitung einen an der Waffel hat :D:D:D )


also ganz erstaunlich finde ich ja, dass man(n) /Frau den Kollegen in der Peripherie so wenig zutraut. Zumindest spricht hier keiner von deren Leistungen.

In unserem Haus wird auch jährlich Megacode Training für ALLE Pflegekräfte angeboten ( Pflichtfortbildung ), nur leider nehmen meist nur Pflegekräfte der Anästhesie und der Intensivstationnen teil, die ohnehin schon geübt sind und das eigentlich nicht zwingend bräuchten.

Ich sage nicht das es den Pflegekräften auf Normalstation an Kompetenz fehlt, nur leider sehe ich allzu oft das sie mit solchen Situationen masslos überfordert sind. Das fängt mit dem Standort des notfallkoffers an und hört mit der Bestückung des Koffers auf.

Die Intensivstationen stellen kein Reanimationsteam mehr, das hat seit kurzem komplett die Anästesiologische Abteilung übernommen, was zusätzlich Zeit in Anspruch nimmt.

Leider kommt es regelmässig zu falschen oder nicht ausgeführten Reanimationen in den peripheren Bereichen ( OK mich solls nicht stören - sichert es doch meine Stelle auf der INT. :D ) aber wohin mit den vielen hypoxischen Hirnschäden durch falsche Reanimation.

Da reicht es nicht in den oberen Etagen Debatte um Debatte zu führen, wo grad diese Leute niemals in der Lage wären eine Reanimation durchzuführen, sondern das Personal muss eingehend geschult werden, auch das ärztliche !!

Greetings
Der Intensivling

Hörbird
17.08.2005, 19:14
Hallo,

So, nachdem ich ja vor etwa mehr als einem Jahr den Thread " Wie war Eure erste REA" startete, wollte ich Euch berichten, was sich nun bei uns getan hat. Mancher kann sich vielleicht noch erinnern, das ich damals einen REA-Kurs initieren wollte.

Jetzt möchte ich euch mal berichten, was daraus wurde.

Tatsächlich schrieb ich einen Verbesserungsvorschlag, bei dem ich das hauseigene Formular zur Betriebsverbesserung benutzte. Ich schrieb auch meine konkreten Wünsche hin, mithin als Vorschlag, wie es aussehen könnte.
Ne Antwort bekam ich leider - keine!:(
Dafür rückte das KTQ in bedrohlicher Nähe, und das schrieb nunmal auch ein REA-Kurs vor.
Und so wurde es dann im November letzten Jahres durchgeführt:
Für alle Mitarbeiter ( wobei wir Schüler irgendwie vergessen wurden:rolleyes: ) fand als allererstes eine Theotiestunde statt. Leider verpaßte ich die, es gab kaum Ausweichtermine ( Eigentlich nur einen:rolleyes: ), Inhalt war wohl das System des Herzalarms im Haus und Wiederholung einiger Grundkenntnisse. Durchgeführt wurde das von unserer Oberärztin der Anästhsie.

Der praktische Teil wurde von den Lehrrettungsassis in der direkt neben dem KKH gelegnen Rettungswache durchgeführt. Hier gabs zum Glück genügend Termine zur Auswahl.
Dieser Teil sah so aus: in einem Raum waren mehrere Übungstorsos verteilt, bei jedem lag ein Beatmungsbeutel dabei. Und zu zweit durfte man nun drücken und beatmen. Dazu passend ne "Blaulichtmusik" die den Takt vorgab und das Ende mit einem herannahenden Martinshorns. Hatte man den teil erledigt, durfte man noch einen zettel unterschreiben, und das wars. 10 min nur für das alles.

Sorry, aber jeder EH-Kurs vermittelt die CRP besser, als wir sie da geübt haben. Sogar in der DLRG üben unter 18jährige die CRP besser, als das was da ich sehen und üben durfte!
Und wann die nächste "ortbildung" ist, steht in den Sternen. Womöglich in 3 Jahren zur nächsten Zertifizierung.:mad:

Traurig war, das ich tatsäclich der einzigste Schüler war, der bei dieser "Fortbildung" war - traurig, traurig.

Gruß
HörBird

Back to life machine
18.08.2005, 08:37
Original geschrieben von Katja
Wir wollen auf Rucksack umrüsten, ...

Den bekommt man auch besser auf`s Dach;)

RS-USER-Katja
18.08.2005, 12:21
Original geschrieben von Back to life machine
Den bekommt man auch besser auf`s Dach;)
Warte, das nächste Mal komme ich auch bequem von oben :-p

RS-USER-DocMezzoMix
18.08.2005, 12:39
Bei uns kommen die Rea Teams immer vors Dach, weil die Patienten bequem vom Dachgarten kommen ...

Back to life machine
19.08.2005, 08:28
Original geschrieben von Katja
Warte, das nächste Mal komme ich auch bequem von oben :-p

Wir aus dem Süden sind einfach die geborenen Höhenretter:D

RS-USER-Paracelsus
19.08.2005, 18:35
Original geschrieben von Katja

Bei uns nicht. Da gibt es zwar einen Mitarbeiterfortbildungskurs, aber der ist freiwillig.
...wäre ich ganz stark dafür, daß man das verpflichtend für alle Mitarbeiter macht.

Gut, dass unsere Geschäftsführung die CPR Fortbildung für alle Mitarbeiter des Pflegedienstes einmal pro Jahr vorschreibt!!!

Kann mir aber auf der anderen Seite selbst nicht vorstellen, wie man binnen eines Jahres alle Mitarbeiter einmal durchgehühnert bekommt...
Doch, dass kommt allerding stark auf den Hahn an! ;-)))
Aber mal im Ernst, häufige Termine anbieten, während der Dienstzeit schulen, kleine Gruppen und die Kollegen ernst nehmen sind das Geheimnis. Bei uns klappt das ziemlich gut.
Viele Grüße