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RS-USER-Bärentöter
02.10.2005, 16:41
Pupillen?

RS-USER-Sani
02.10.2005, 16:42
ah ... darauf habe ich gewartet ...

Pupillen: isokor, eng, schwache Lichtreaktion

RS-USER-Bärentöter
02.10.2005, 16:43
naja den grobneurologischen Check

RS-USER-Bärentöter
02.10.2005, 16:46
jetzt kann man sich schon auf eine weitere Verschlechterung einstellen, könnte Richtung REA gehen

RS-USER-Sani
02.10.2005, 16:49
Sei mir nicht böse Töter, aber lassen wir die anderen doch auch noch ein wenig grübeln ...

Während ihr auf den NA wartet, legt ihr schonmal nen Zugang.

EKG: Sinusbradykardie, HF 45/min, SpO2 97% (mit 4l/min/Nasensonde), RR: 210/100mmHg

RS-USER-Bärentöter
02.10.2005, 17:05
aber seit 1 1/2 Stunden bestreiten wir das Fallbeispiel in trauter Zweisamkeit...

RS-USER-Sani
02.10.2005, 17:07
ja.. überredet... :D

Macht ja wahrscheinlich eh kein anderer mehr mit.

Ok, Werte siehe oben.

Der NA ist inzwischen eingetroffen, der Sohn steht auf dem Trittbrett und schaut euch zu.

RS-USER-Bärentöter
02.10.2005, 17:09
dann erstmal den Sohn wegschicken

RS-USER-Sani
02.10.2005, 17:17
ok, Sohnemann ist weggeschickt worden und wartet nun beim NEF-Fahrer. Die Tochter ist schonmal vorne im RTW eingestiegen.

soll ich lösen ? Viel würde eh nicht mehr passieren.

RS-USER-Bärentöter
02.10.2005, 17:19
ja jetzt geht es eh nur mehr um Stabilisierung und Reaktion auf Veränderungen

RS-USER-Sani
02.10.2005, 17:26
Der NA beschliesst, eine Narkose mit Eto, Fenta und Lysthenon einzuleiten und die Dame mit einem 7,5er Tubus zu intubieren.

Pupillen: isokor, eng, schwache Lichtreaktion
RR: 210/110 mmHg
HF: 43 / min

Aufgrund der Bradykardie gibt er auch noch eine Ampulle Atropin (titriert). Der Fahrer lässt über die Leitstelle schonmal in der NeuroChirurgie voranmelden.

Die Fahrt geht mit Sondersignal in die Klinik, nach ca. 13 Minuten Fahrt trefft ihr dort ein.

Während des Transports erhebt ihr folgende Werte:
HF: 49 / min
RR: 210/100 mmHg
SpO2: 98%
Pupillen: anisokor (rechts > links), geringe Lichtreaktion auf beiden Pupillen


An der Aufnahme müsst ihr erstmal auf den zuständigen Arzt warten. Da euch der Sauerstoff der kleinen Flasche ausgeht, wandert ihr schonmal ins CT und schliesst euern Oxylogen da an.

Endlich taucht jemand vom Radio-Personal auf und ihr lagert auf den CT Tisch um. Da sich niemand mit dem Beatmungsgerät dort auskennt, lasst ihr die Patientin erstmal am Oxylogen.
Euer NA übergibt schonmal an den Neurologen, der inzwischen aufgetaucht ist. Die MTrA stellt schonmal die Schnitte im Computer ein. Da es euch auch interessiert, bleibt ihr im Kontrollraum. Auf den Bildern sieht man fast nur hellgraue Masse.
Der Neurologe ruft noch den diensthabenden NeuroChirurgen an und bespricht mit ihm kurz die Lage.
Es ist nicht mehr operabel und sie dikutieren nun, auf wessen Intensiv sie zum Sterben käme. (Neurologe: "Das ist was Neurochirugisches!", NCh: "Aber unsere Intensiv ist schon voll! Was sollen wir denn mit ihr noch machen?"

Naja, ihr haltet euch aus der Diskussion raus und packt eure Siebensachen. Inzwischen ist auch ein Team der Intensivstation mit Bett und Beatmungsgerät aufgetaucht und ihr habt denen noch beim Umlagern geholfen.

Euer Kollege motzt euch an, warum ihr so lange noch beim Pat. wart. Er hätte inzwischen alles aufgefüllt und eingeräumt. (Ihr habt ihm aber zuvor gesagt, dass ihr euch das CT mit anschauen wolltet und dann auch euern Teil beitragt.)

Hoffentlich hat er auch was daraus gelernt und lässt nun nicht mehr jeden Patienten mit Kopfschmerzen und Übelkeit zu Hause.

Ct-Bild (http://www.aeksh.de/shae/200406/p61-01.jpg) (das ist nicht das von der Dame)

RS-USER-Bärentöter
02.10.2005, 17:31
der stotternde Verlauf und die Kreislaureaktion war ein Hinweis auf eine primär intrazerebrale Sache

RS-USER-Schädelspalter
02.10.2005, 17:55
Hallo, Sani,
da komme ich gerade vom Dienst und finde ein schönes Fallbeispiel im Forum.
Leider kann ich nicht so viel auf dem kleinen Bild erkennen. Ich sehe:
Verstrichene Furchen als Zeichen erhöhten Hirndrucks
Keine bzw. komprimierte Ventrikel (auch Hirndruck)
Keine subduralen oder epiduralen Hämatome
Drei wohl raumfordernd wirkende Dichteveränderungen rechts parietal und frontal (links und oben im Bild), könnten Hirnmassenblutungen sein. Eine Subarachnoidalblutung (z.B. bei Aneurysmen) ist das ja nicht, oder?

Also wäre die Todesursache eine Massenblutung, wenn das CT der alten Dame genauso aussah, oder? Hat denn der Radiologe oder Neurologe was gesagt?
Das Blutdruck- und Frequenzverhalten findet man ja bei häufig bei plötzlichen hohen intrakraniellen Druckanstiegen.

RS-USER-Bärentöter
02.10.2005, 17:57
ja Spalter, so sehe ich das auch. Aber auch Massenblutungen "stottern" manchmal.

RS-USER-Sani
02.10.2005, 17:58
Sorry Spalter, ich habe einfach mal bei Goggle gesucht. Leider sind meine Radio-Kenntnisse nicht wirklich gut, wenn du ein besseres CT-Bild findest, dass eine SAB zeigt, wäre ich dir dankbar. Dann lösche ich das da oben auch wieder.

RS-USER-Bärentöter
02.10.2005, 18:06
hab auch grad gegooglet und bei Fireball geschaut, keine überzeugenden Bilder

RS-USER-Katja
02.10.2005, 18:10
Kaum ist man mal ein bisserl offline, da löst ihr einfach schon das Fallbeispiel :o ;)

@ Sani: 'Tschuldiigung, hatte nicht an die Zusammensetzung der "Truppe" gedacht. Und ich kann mir nie merken, wer wann wie wo was darf *seufz*

RS-USER-Bärentöter
02.10.2005, 18:12
http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:SabCT.JPG

das ist so leidlich

RS-USER-Influenza
05.10.2005, 08:56
ich fände es schön, wenn sich die Akademiker hier raushalten würden. Dass die das können, wundert mich nicht. Das ist doch eher als Training für Rettungsdienstler gedacht. Da muss man sich doch nicht profilieren!! :-meinung

RS-USER-Bärentöter
05.10.2005, 09:17
Original geschrieben von Influenza
Da muss man sich doch nicht profilieren!! :-meinung

Das ist eine Unterstellung, die ich so nicht stehen lassen kann! Ich habe es nicht nötig, mich hier im Forum zu profilieren, sondern ich mache mit, weil es mir Spaß macht und ich auch noch was lernen kann. Und ich gehöre auch zu denen, die versuchen, bei konkreten Fragen im Forum medizinische Sachverhalte verständlich darzustellen, nicht um mich zu profilieren, sondern weil ich hilfsbereit bin.
Den Einwand, die Fallbeispiele sollen als Übung für Rettungsdienstler dienen, verstehe ich, aber Fallbeispiele mit Notarzt waren schon lang keine mehr.
Wenn es die allgemeine Meinung ist, daß wir Druiden an den Fallbeispielen nicht mehr teilnehmen dürfen, dann halte ich mich in Zukunft raus. Vielleicht sollte man dazu eine Umfrage machen, aber ich werde die bestimmt nicht starten.