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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Es hat gekracht auf der BAB



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RS-USER-Katja
26.08.2006, 14:16
... und sie wollen, daß Ihr auch helfen kommt :-p
Alarmmeldung: "Sie fahren BAB, Fahrtrichtung Nord, Höhe MFTG, dort VU mit Zweirad, wohl mehrere Fahrzeuge beteiligt. Noch keine weiteren Informationen, Polizei hat Unfallstelle gesperrt, Sie können gegen die Fahrtrichtung anfahren". Uuuups, wer hat vor 10 Minuten noch gemeckert, ihm sei langweilig?!

Beim Eintreffen liegt augenfällig ein Motorrad in der Planke, zwei Personen auf der Straße, eine zerdetschter Opel und ein eingebeulter Reisebus stehen da rum. Die zwei liegenden Personen tragen Motorradkombi, neben einer knien zwei Personen, die liegende Person ist helmlos, neben dem behelmten Motorradfahrer steht auch wer.
Ihr seid das erste Fahrzeug.... was nun?

RS-USER-DerDings
26.08.2006, 14:29
team = 2 sanis? -> trennen

patA - helmlos: BAK, stiffneck

patB - helmabnahme + BAK, der "ersthelfer" assistiert. +stiffneck

der unfallhergang interessiert auch - sind die beiden pat mit ihrem motorad gegen eines der anderen fahrzeuge gebumbst oder "nur" gestürzt, beim versuch einer vorausgegangenen kollision (opel + bus) auszuweichen

und - natürlich: gibt's sonst noch verletzte?

RS-USER-Katja
26.08.2006, 14:49
Original geschrieben von DerDings
team = 2 sanis? -> trennen

und - natürlich: gibt's sonst noch verletzte?
Wie willst Du das rauskriegen?

Die helmlose Dame hat, wie ein kurzer Blick zeigt, offenbar mehrere Probleme, aber Hilfe: Sie liegt in stabiler Seitenlage, hat einen Güdel zwischen den Zähnen und schnauft - mehr schlecht als recht, aber ja. Und sie hat eine grüne Braunüle. Der eine Herr an ihrer Seite stellt sich als Anästhesiepfleger vor, die Dame als Hausärztin; die waren hinter dem Unfall.
Was sie dir erzählen können: Das Motorrad ist von dem Opel getroffen worden, der dem Bus ausweichen wollte, der die Spur gewechselt hat. Opel ist auf Bus geprallt und gegen das Motorrad geflogen. Beide Kradfahrer flogen auch, die Frau hat dabei den Helm verloren, war nie bei Bewußtsein, der Mann ist wach und adäquat und schnauft.
Am Horizont erscheint ein Herr in Grün-Beige, der sagt, in seinem Auto säße der Opelfahrer, der sei schockig.
Vom Reisebus erzählt keiner was.

RS-USER-fwpbl
26.08.2006, 15:03
Primär erstmal ans Funkgerät hängen und der Leitstelle schonmal ne grobe Lage durchgeben und Nachfordern.
Der Zweite Mann geht dann erstmal zum Bus und verschafft sich dort ein Bild der Lage. Das wird dann auch an die LST weitergegeben sodas dort zumindest mal Grod bekannt ist wieviel Veretzte es gibt und wieviele Rettungsmittel (evtl. SEG, etc.) alarmiert werden müssen.

RS-USER-Katja
26.08.2006, 15:16
Original geschrieben von fwpbl
Primär erstmal ans Funkgerät hängen und der Leitstelle schonmal ne grobe Lage durchgeben und Nachfordern.
Der Zweite Mann geht dann erstmal zum Bus und verschafft sich dort ein Bild der Lage. Das wird dann auch an die LST weitergegeben sodas dort zumindest mal Grod bekannt ist wieviel Veretzte es gibt und wieviele Rettungsmittel (evtl. SEG, etc.) alarmiert werden müssen.
Sehr gut! Sonst steht man da nämlich irgendwie doch allein und die armen Nasen in der Leitstelle wissen nicht, was los ist...

Was hattest Du denn gern an Fahrzeugen (Info der Leitstelle: Unterwegs sind noch zwei RTWs und NEF und Hubi).


Selbst zum Bus gehen oder wen schicken?

RS-USER-fwpbl
26.08.2006, 15:21
Original geschrieben von Katja
Was hattest Du denn gern an Fahrzeugen (Info der Leitstelle: Unterwegs sind noch zwei RTWs und NEF und Hubi).

Dann hätte ich also zusammen 3 RTW, 1 NEF und 1 RTH
Ich hab schonmal ohne Bus mindestens 3 Verl. davon min. 1x Schwer.

Was ich also nachfordere hängt von der Lage im Buss ab.



Original geschrieben von Katja
Selbst zum Bus gehen oder wen schicken?

Wir sind zu zweit auf dem Auto, also is einer grad am Funk und der zweite geht zum Buss erkunden.

RS-USER-DerDings
26.08.2006, 15:27
1. die FRAU bekommt: monitoring + 02 über maske mit reservoir (12l), intubationsbereitschaft, chir. notfallcheck

2. parallel dazu nachforderung: NA + RTW + Flying Doctor

3. der MANN: chir notfallcheck

4. ein sani zum opelfahrer, der herr in grün-weiß soll so gut sein und im bus nach dem rechten sehen...

RS-USER-Katja
26.08.2006, 15:37
Hubi am Horizont, ein zweiter RTW trudelt ein und fragt, was er machen soll.

Frau: SaO2 initial 92, unter O" auf 98%. Wie sieht sie so aus... Blut aus dem Mund, Blut aus dem Ohr. GCS so 7 mit etwas Optimismus. Liegt auf der Seite, Bodycheck mit der dicken Protektorenkleidung nicht vielversprechend, aber es ist sonst nichts aufgerissen und nirgendwo laufen große Blutmengen raus.

Zu Dings Nr. 2: Noch ein Hubi und NA und RTW oder bist Du mit 3 auf Fahrt und NEF nnd Hubi zufrieden?

Der Mann: Ist wie gesagt wach, keine Amnesie, nie Bewußtseinsverlust. Im tut die re Schulter (die ist raus aus dem Gelenk, das sieht man) und der re US weh (der ist auch hart und nicht ganz grade), sonst ist er auch ganz in Protektoren, was die Untersuchung schwer macht.

Sani zum Opelfahrer. Der klagt über Schmerzen im Brustbereich, hat das ganze GEsicht voller kleiner Schnittverletzungen, schimpft wie ein Rohrspatz.

Der Herr in Grün sagt, in dem Bus war nur der Fahrer, der ist etwas verwirrt, läuft irgendwo in der Unfallstelle herum.

RS-USER-fwpbl
26.08.2006, 15:43
Original geschrieben von Katja
Hubi am Horizont, ein zweiter RTW trudelt ein und fragt, was er machen soll.

RTH kümmert sich primär um die Frau;
2. RTW um den Kradfahrer
und wir schauen mal das wir den opelfahrer versorgen und evtl mit hilfe der Pol. den Busfahrer einfangen.

RS-USER-Katja
26.08.2006, 16:01
Der RTH-Doktor sieht das gerade ein bißchen anders und sagt, er müsse bis zum Eintreffen des LNA (den er nun nachfordert) erstmal selbigen geben und selbst einmal über die Patienten gucken und sie mit Dringlichkeitskärtchen versehen und schriftlich fixieren.
Der hat nämlich auch noch was gesehen, was Euch unverschuldet entgangen ist (der guckt ja auch von oben...): Es hat weiter hinten nochmal gekracht, da sind zwei Fahrzeuge aneinandergedatzt und eins hat sich überschlagen... Wenn's kommt, kommt's immer dicke :o

Der geht also Patienten gucken, läßt die junge Frau in Obhut von HÄ und Anä-Pfleger und schickt einen von Euch mit der Polizei den Busfahrer einfangen.
Der Busfahrer ist tatsächlich durcheinander, ein Bodycheck bringt aber außer einer Beule links frontal nichts primär Bedrohliches.

Der Kradfahrer ist jetzt enthelmt mit Stiffneck, feinerer Bodycheck durch die Klamotten nicht möglich - so draußen lassen, oder einpacken in den anderen RTW? Stabile Parameter (Hf 80, RR 140/80, SaO2 98% ohne O2, schmerzen in Bein und Schulter).

Der Opelfahrer hat nach grobem Bodycheck einen Druckschmerz auf dem Sternum (Airbags sind alle aufgegangen in der Karre, der Wagen ist vorn auch ziemlich detsch), die Schnittwunden im Gesicht und einen schmerzenden Fuß rechts.

Der nicht wirklich glückliche RTH-Doktor schickt seinen Hubi einen weiteren NA aus der Klinik holen und freut sich über das Eintreffen des ersten weiteren NA und eines RTW, der zufällig weiter hinten im Stau stand und einen Patienten von Nordsee nach Bayern verlegen sollte und fordert nach Betrachten der 4 anderen Patienten aus dem zweiten Unfall (alle GCS 15 mit erstmal leichten Verletzungen) noch 2 weitere RTWs an.

Es wird langsam voll :D

RS-USER-DerDings
26.08.2006, 16:01
ich bin mit dem angebot der leitstelle zufrieden, wir wollen aus der bab ja keinen flughafen machen ;)

vorgehen wie peter, nur:

mein team bleibt getrennt, ein sani zum opelfahrer, einer mit pol zum busfahrer.

Opel-FAHRER: orientiert scheint er ja zu sein, oder schimpft er weil er sich an nichts mehr erinnern kann? :-p
auskultation der lunge, chir notfallcheck +für die wunden im gesicht kriegt er kompressen in die hand gedrückt
weiter geplant ist den herrn auf die trage zu bringen, oberkörper hoch, RR, HF, Pulsoxy +5l o2 /wenn er die maske toleriert, diskutieren werd ich deswegen nicht)





kommando zurück und NAH Dr. EDIT gehorchen...

RS-USER-Katja
26.08.2006, 17:16
Wir haben aus der BAB einen Flughafen gemacht (ich weiß bis heute nicht, wo auf einmal noch Christoph 7 herkam...) :o , aber das nur am Rand ;)

Inzwischen trudeln die Rettungskräfte weiter ein. Erster ZusatzNA kümmert sich um Motorradfahrerin (drehen achsengerecht mit System auf Trage, ab in den RTW, raus aus den Klamotten, Bodycheck: Schulter kaputt, Clavicula auch, Rippen wohl nicht, Thorax und Becken stabil, beide Knie angeschlagen, Hauptproblem bleibt erstmal der Kopf, im Sono Abdomen aber V.a.frei Flüssigkeit :eek: ). Intubation ist fertig vorbereitet und wird begonnen, ein Fehlversuch bei schwierigen Verhältnissen (Stiffneck), mit Kragen auf unter Extension Intubation möglich. CO2 kommt zurück, seitengleiche AGs.

FRAGE ZielRR bei Schädel-Hirn-Trauma und Verdacht einer intraabdominellen Blutung?

Zwei RTWs kümmern sich um die Verletzten des Unfalls am anderen Stauteil, LNA trudelt ein und bekommt den Orga-Kram auf's Auge gedrückt, alles nimmt so seinen Gang, Patienten werden auf RTWs und Klinken verteilt.

RS-USER-fwpbl
26.08.2006, 17:35
Original geschrieben von Katja
LNA trudelt ein und bekommt den Orga-Kram auf's Auge gedrückt, alles nimmt so seinen Gang, Patienten werden auf RTWs und Klinken verteilt.

Zwar OT, aber ne Frage:

Wiso übernimmt der LNA die Organisatorische Leitung?? Dafür is er doch eigentlich nicht da und auch nicht ausgebildet, dafür gibts doch nen OrgL.

RS-USER-Katja
26.08.2006, 18:54
Original geschrieben von fwpbl
Zwar OT, aber ne Frage:

Wiso übernimmt der LNA die Organisatorische Leitung?? Dafür is er doch eigentlich nicht da und auch nicht ausgebildet, dafür gibts doch nen OrgL.
Für's MEDIZINISCHE ist das sein Job und dafür ist er ausgebildet (im Gegensatz zum OrgL) und das war das, was ich meinte; da habe ich mich unklar ausgedrückt, sorry. Und wer was hat, in welches KH er kommt und mit oder ohne NA usw. ist elementare Aufgabe des LNA. :)

e.kageh
27.08.2006, 01:07
FRAGE ZielRR bei Schädel-Hirn-Trauma und Verdacht einer intraabdominellen Blutung?

hm kommt jetzt die geschichte mit der zwickmühle flachlagerung vs. ohk lagerung?

tippe mal auf goldene 110-120 sys, alles unter 80-90 ärgert den zerebralen perfusionsdruck

RS-USER-Katja
27.08.2006, 07:38
Original geschrieben von e.kageh

hm kommt jetzt die geschichte mit der zwickmühle flachlagerung vs. ohk lagerung?
Eher nicht, da die Pat. sowieso auf einer Vakuummatratze liegt, die ich bei nicht auszuschließendem Wirbelsäulentrauma nicht knicken will ;)


tippe mal auf goldene 110-120 sys, alles unter 80-90 ärgert den zerebralen perfusionsdruck
Wer bietet mehr, wer bietet weniger? D:-)

Gasmann1
27.08.2006, 11:01
Das ist aber mal ne knifflige Frage, aber ich glaube man kann nur den RR für intraabdominelle Blutungen beachten, da ich die Patientin bei zu agressiver Volumentherapie u.U. noch auf dem Tarnsport verliere. In den klinischen Abläufen wird die intraabdominelle Verletzung auch vor dem SHT versorgt.
Ich fürchte man kann in der Situation nur verlieren, oder? Entscheidend ist hier vielmehr der schnelle Transport, dafür zügig intubieren,ggf. Thoraxdrainagen bds (am besten gelichzeitig, sind ja mittlerweile genügend Helfer vor Ort) und ab in den Heli und ins nächste KH bzw Traumazentrum, wenn nah gelegen.

Gm1

RS-USER-Katja
27.08.2006, 12:54
Genau, da stehen wir da und müssen uns zwischen der permissiven Hypotension zur Vermeidung von noch größeren inneren Blutverlusten und dem Wunsch der Neurochirurgen nach einem anständigen intracraniellen Perfusionsdruck bzw. einem mittleren arteriellen Druck von 70mmHg bewegen.

Ein Patentrezept kann ich auch nicht anbieten und die einschlägigen Buchautoren lügen sich um das Problem auch herum. Die Praxisempfehlung wäre in etwa: Wenn sich ein anständiger Mitteldruck (so 60-70mmHg in Rücksichtnahme auf das Hirn) nicht unproblematisch halten läßt - heißt mit einstelligen Katecholamindosen und Volumen) wird der Hypotension der Vorzug gegeben. Es hat ja keinen Sinn, die wenigen noch zirkulierenden Sauerstoffträger mit Gewalt aus der Blutbahn zu drängen, da gewinnen Patient und Hirn auch nichts bei.
In der Klinik sieht das mit Blutbank und Level 1 im Rücken etwas entspannter aus, aber auch da muß den Maßgaben der Chirurgen der inneren Organe Rechnung getragen werden.

Die innere Blutung, wenn sie denn groß genug ist, ist natürlich erstmal der überlebenslimitierende Faktor; die Langzeitprognose (hier: die optimale Hirnversorgung) muß man dann leider erstmal als sekundär abbuchen. Richtig und wichtig ist wie Du sagst der schnelle Transport.

In einem Fall wie diesen - die Patientin ist kreislaufstabil unter Narkose, macht unter Volumen (2 Haes, 4 Iono) guten Druck wurde sie im RTW (RTW weil in Hubi umladen, fliegen, ausladen länger gebraucht hätte als bodengebundene Anfahrt, denn im RTW war sie eh) in die Uniklinik gebracht, wo die Freie Flüssigkeit im Douglasraum sich als anatomisch nicht normale Harnblase darstellte :-blush und das SHT als eigentliches Problem bestehen bleibt.
Weitere Begleitverletzungen waren eine Tibiakopffraktur und Calcaneusfraktur; kein Pneu, keine Beckenfraktur.

Anmerkung am Rande: Ich habe inzwischen zweimal gesehen, daß Bauch und Kopf gleichzeitig angegangen wurden. Kein Spaß bei der Narkose...


Ich schreib noch was, aber erstmal muß der Vierbeiner raus :)

RS-USER-Katja
27.08.2006, 14:40
So, wieder da.

Ganz so schön übersichtlich wie hier war der Einsatz übrigens nicht, was aber mit 8 verletzten Personen (7 Leicht- bis Mäßigverletzte und 1 Polytrauma) und einer auf einen knappen 3/4km ausgezogenen Unfallstelle auch nicht zu erwarten war. Und die Hubschrauberdoktorin hat sich dazu entschlossen, nicht nach dem Unfall unten im Tal zu gucken, sondern dort den RTW und das erste NEF hinzuschicken, weil ich (noch?) nicht cool genug bin, von einem Polytrauma mit dem MANV-Rucksack wegzuwandern; schon gar nicht, wenn wir mit dem Hubi als erste vor Ort sind und den Oxylog im Schrauber, der schon wieder weg ist, vergessen haben :-keule Passiert mir auch nicht wieder...

Der Opelfahrer hat außer einer Sternumprellung und einer Beule und einem erhöhten Blutdruck wirklich nur kleine Schnitte gehabt, der Busfahrer eine Gehirnerschütterung und der Motorradfahrer Tibiafraktur und Schulterfraktur und ein Schweineglück.
Die junge Dame vom Motorrad hat zusätzklich zu den beschriebenen Verletzungen leider einige Kontusionsblutungen im Hirn, mal sehen, wie das neurologische Outcome wird... sieht aber gar nicht so schlecht aus.
EDIT: Vergessen: Mittelgesichtsfrakturen und Felsenbeinfraktur (daher Blut aus Mund und Ohr...)

Am Anfang ist glaube ich den Überblick über sowas bekommen das Schwierigste überhaupt, daß einem da kein Patient durch die Lappen geht und dabei Schaden nimmt (der Busfahrer wäre für sowas ein Kandidat gewesen - weggewandert und irgendwo tot umgefallen). Und die Tatsache, daß man 30 Dinge auf einmal tun will, aber nur 2 Leute da hat mit insgesamt 4 Armen ;)

Noch Fragen?

Gasmann1
27.08.2006, 14:53
Original geschrieben von Katja

Und die Hubschrauberdoktorin hat sich dazu entschlossen, nicht nach dem Unfall unten im Tal zu gucken, sondern dort den RTW und das erste NEF hinzuschicken, weil ich (noch?) nicht cool genug bin, von einem Polytrauma mit dem MANV-Rucksack wegzuwandern;


Verständlich, aber laut der ersten Schilderung war da wohl noch ne Ärztin vor Ort, die Polytraumatisierte lag spontanatmend in stabiler Seitenlage - da muss man sich überwinden und weiter erkunden. An der 2ten Unfallstelle sind nämlich u.U. noch nicht mal LSM angelaufen - Laien bekommen bei Eintreffen professioneller Helfer (insb. RTH) sehr schnell akut reversible Radialis-Parese bds...
Mir ist es bei meinem ersten MANV ähnlich gegangen - danach habe ich mich mehr mit dem Thema beschäftigt, meine Empfehlung: der Kurs Katastrophenmedizin im AKNZ (des BBK) in Bad Neuenahr - kostenlos, bei Anmeldung über eine HiOrg oder den Kreis gibt es sogar Fahrkostenerstattung, die Unterbringung ist überraschend gut und man lernt wirklich viel. Weiteres für Interessierte gern via pm.

Gm1