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Rettungszwergin
31.07.2007, 21:55
Lieber R.Klein,

ich habe in einer Tankstelle im Bistro gejobt. Und es war nicht sehr angenehm als Nichtraucher allen möglichen Dünsten aller möglichen Marken ausgesetzt zu sein. Sicher, ich habe das Zeug auch verkauft, aber das ist ja in einer Tanke normal. Fakt ist, dass ich am nächsten tag jedesmal einen Schädel hatte, der sich so anfühlte, dals hätte ich die ganze Nacht durchgesoffen. Ich finde es prima, dass endlich das Personal geschützt wird. Der Nebeneffekt, dass Nichtraucher ebenfalls geschützt werden, ist ganz nett. Fakt ist, dass die EU gefordert hat, dass am Arbeitsplatz keine Körperverletzung in Form von Passivrauchen stattfinden darf. Und das mit Recht. Ich muss mich auch nicht zusammenschlagen lassen, wenn der besoffene Kollege ausrastet. Vielleicht hinkt der Vergleich, aber es kommt auf´s selbe raus.

Viele Firmen lassen ausstempeln für die Raucherpausen. Das ist auch fair so. Denn die Kollegen, die nicht rauchen, können nicht einfach eine Pause einlegen. Sie schaffen durch. Andere Firmen geben Binusurlaubstage für jeden, der nicht raucht. Bezahlter Urlaub. Auch eine nette Idee. Wirtschaftlich gesehen ist eine Raucherpause ein Defizit. da geht es nicht um Diskriminierung, sondern um Bilanzen.

Und ich schließe mich meinem Vorredner an: in Anwesenheit von Babys und Kindern sollte man gar nicht rauchen. Schließlich ist man als Erwachsener Vorbild. Und es tut ja nicht weh mal nicht zu rauchen. Schafft es jemand nicht, ein paar Stunden ohne Kippe auszukommen, bin ich auch der Meinung, dass eine Suchttherapie überlegenswert wäre.

Ganz kleine Frage so am Rande (kannst auch als PM antworten): wieviel rauchst denn am Tag so im Schnitt? Ist echt kein Vorwurf und kein Angriff, nur Neugier.

Ich meide übrigens bislang die Lokale, die eher als Räucherhöhlen zu bezeichnen sind. Schießlich lässt sich ein Bier unter Atemschutz schlecht trinken. Und man sieht schon ein wenig komisch aus, so mit Atemschutz in einer Kneipe..... ACHTUNG: das war ironisch, ich gehe nicht mit Atemschutzmasken in Kneipen.;)

RS-USER-emergency doc
31.07.2007, 22:08
Naja, das Problem ist eben, daß viele Raucher eine Art "Tunnelblick" haben. Sie fühlen sich diskriminiert, wenn jemand etwas gegen den Gestank sagt, den sie verbreiten.
Wenn ich unglaubich heftige Flatulenz habe, wüde ich ja auch nicht von Intoleranz gegen Furzer schwadronieren, wenn sich jemand über den gestank aufregt... Im Gegenteil, mir wäre es so peinlich, daß ich mich verziehen würde...

Raucher sind Suchtkranke... naja, dann richten wir halt Raucherstuben ein, da bekommen sie auch Rauchbestecke, vieleicht kann man das ja auch räumich mit Fixerstuben zusammenlegen...

Um es klar zu stellen: ich rauche ab und an gerne Wasserpfeife... das tu ich zu Hause und nirgendwo, wo es jemanden stört. Wenn jemand sich gestört fühlt, entschuldige ich mich sofort und höre auf. ich würde niemals rumdiskutieren darüber, schliesslich bin ich in dem Moment derjenige der Rauch und Gestank produziert, nicht der nicht rauchende sich gestört fühlende Gegenüber...

RS-USER-Bärentöter
31.07.2007, 22:50
Original geschrieben von emergency doc
Naja, das Problem ist eben, daß viele Raucher eine Art "Tunnelblick" haben. Sie fühlen sich diskriminiert, wenn jemand etwas gegen den Gestank sagt, den sie verbreiten.


Inzwischen kommen Raucher in der allgemeinen Wahrnehmung knapp hinter Kinderschändern und Islamisten.
Aber Typen wie Hoffi, die die Atomkraft gutheißen, gelten als politisch korrekt???
Irgendwo stimmt da was nicht!

RS-USER-opus
31.07.2007, 23:10
@R.Klein:


Original geschrieben von R.Klein
Der Bericht bezüglich der Klage beim EGH kam vor einer ganzen weile bereits, ich bin derzeit auch nicht ganz sicher ob er in der FAZ oder der Süddeutschen stand.


Wie gesagt, ich habe von dieser Klage noch nichts gehört und ich muß sagen, dass ich deine Argumentation nicht ganz nachvollziehen kann. Nur, so hat diese Klage keine Chance durchzukommen...

Ich hätte es jetzt zwar nicht ganz so drastisch ausgedrückt, wie Hoffi, aber auch wenn man etwas nüchterner an die Fakten heran geht, bleibt nicht mehr viel übrig.


Original geschrieben von R.Klein
Die Grundlagen waren mehrere, zum einen ging es darum das die Bundesregierung sagt das Raucher Suchtkranke sind und mit diesem Gesetz somit Suchtkranke diskriminiert bzw. benachteiligt werden,[/B]
Ich halte Hoffis Vergleich mit den Mördern zwar auch für ein klein wenig überzogen, aber nimm statt Rauchen zum Beispiel mal Stalking oder sexuelle Belästigungen und du siehst sofort, dass die Argumentation völlig daneben geht.
Wenn von Suchtkranken Gefahr oder Belästigung ausgeht, muß man etwas gegen die Krankheit tun, oder die Betroffenen isolieren. Das ist bei allen anderen vergleichbaren Situationen so.

Sucht ist niemals eine Rechtfertigung oder Entschuldigung für ungebührliches Benehmen.


Original geschrieben von R.Klein zum anderen ging es eben darum das das Gesetzt ein eingriff in die Persönlichkeitsrechte von (einigen) Rauchern ist. Das trifft zum Beispiel auf Strafgefangene zu da die wenn die den ganzen Tag wegen eines Verfahrens im Gericht sind bzw. eben dort in Zellen verwahrt sind für diese Personen keine Möglichkeit mehr besteht "mal eben vor die Tür zu gehen und sich eine zu Rauchen" ( ;) ) gleiches gilt für Insassen von JVA's, zudem sind meiner Ansicht nach Klagen von Leitstellenpersonal möglich.
[/B]
siehe oben und siehe Hoffis Antwort...

Original geschrieben von R.Klein
Zum Thema an sich seie gesagt das ich kein Problem mit Nichtrauchern habe solange sie mich als Raucher akzeptieren! Das heißt ich Rauche nicht einfach irgendwo in fremden Wohnungen, ich frage entweder ob dort geraucht werden darf oder ob zum Beispiel auf einem Balkon oder der gleichen geraucht werden darf, aus diesem Grund habe ich zum Beispiel meistens einen Taschen Aschenbecher im Auto.
Wenn auf dem Tisch ein benutzter Aschenbecher steht sieht es jedoch wieder anders aus für mich dann Rauche ich dort eben auch. Zum Thema Schwanger bzw. kleiner Kinder seie gesagt das ich eine gute Freundin habe die jetzt eine 1,5 Jahre alte Tochter hat, wenn die beiden bei mir zu Besuch sind wird vorher gründlich gelüftet ( gelüftet wird auch sonst aber dann eben wirklich mit Durchzug ) und es wird dann während des Besuchs eben nur am offenen Badezimmerfenster geraucht.
[/B] Ich weiß nicht genau, was du damit sagen willst. Das was du beschreibst sind ja wohl absolute Selbstverständlichkeiten. Was ich bedenklich finde, ist, dass du die nächstliegende Lösung offenbar gar nicht erwägst, nämlich mal einen Nachmittag gar nicht zu rauchen, wenn du andere Leute triffst.


Original geschrieben von R.Klein
Zum Thema Nichtraucher seie gesagt warum nicht vieles so lassen wie bisher?[/B]
Weil es nicht funktioniert hat, deshalb. Ich kann dir einige Situationen nennen, wo ich Zigarettenqualm abbekommen habe. Und ich kann dem noch aus dem Weg gehen. Wer in einem Cafe bedient nicht.


Original geschrieben von R.Klein Warum müssen jetzt alle Taxen zwingend rauchfrei seien?[/B]
Weil das die Betriebsgefahr erhöht. Gerade im Auto ist die Schadstoffkonzentration durch Zigarettenrauch besonders hoch und du kannst die CO-Anreicherung im Blut beobachten. Damit fährt es sich schlechter.


Original geschrieben von R.Klein
Warum nicht wie früher das die Unternehmen sagen können ob dort geraucht werden darf oder nicht? Und wenn ich dann ein Taxi haben möchte in dem ich eben Rauchen darf dann kann ich das Bereits bei der Bestellung sagen und bekomme auch ein solches Taxi das ganze geht übrigens auch umgekehrt!
[/B]
Weil es soooo viele Taxen nicht mehr gibt, dass man immer eine kleinere Flotte anbieten kann. Das rechnet sich schon wirtschaftlich nicht.
Ausserdem: Arbeitsschutzgesetz!

Original geschrieben von R.Klein
Warum nicht Kneipen und andere Gastronomie in 4 Gruppen einteilen und kennzeichnen?
Gruppe 1 Nichtraucher
Gruppe 2 Nichtraucher mit separater Raucherzone
Gruppe 3 Raucher mit separater Nichtraucherzone
Gruppe 4 Raucher

Somit kann sich jeder aussuchen was ihm am meisten liegt und wo er sich am wohlsten fühlt!
[/B]
Weil es nicht funktioniert hat.
Ich hätte hier, ehrlich gesagt, auch mehr Erfolg erwartet. Vorraussetzung wäre jedoch gewesen, dass überall die gängigen Benimmregeln zur Anwendung gekommen wären, etwa, dass in Gruppen wo auch Nichtraucher dabei sind eben nicht geraucht wird. Und das war der Fehler, das hat nie funktioniert. Andernfalls wäre die Nachfrage nach Nichtrauchertischen erheblich größer gewesen, da in jeder Gruppe vermutlich mindestens ein Quotennichtraucher sein wird.

Zum anderen musst du nach EU-Recht jedem Angestellten einen qualmfreien Arbeitsplatz garantieren können und das gilt jetzt auch für Bedienungspersonal. Und dagegen ist ja wohl schlecht etwas zu sagen.


Original geschrieben von R.Klein
Warum sollen auch in Behörden Raucherzimmer nicht mehr legitim seien? warum bzw. mit welchem Recht sollen die Raucher dann jedes Mal vor die Türe gehen und dabei dann zum Beispiel im Regen oder Schnee stehen und eine Erkältung riskieren ? Zudem geht so wesentlich mehr Zeit verloren als wie wenn man mal (!) ins Raucherzimmer auf der Etage geht.
[/B]
Hier unterliegst du offenbar einem Denkfehler. Rauchen ist reine Privatsache. Kein Arbeitgeber ist verpflichtet, dir für alle eventuellen Hobbies jederzeit Raum und Gelegenheit zu verschaffen.
Wenn du den Betrieb damit störst, kann er so ein Hobby selbstverständlich auch untersagen.

Wenn dadurch Arbeitszeit verloren geht, mußt du sehen, wie du das wieder ausgeglichen bekommst, deine Aufgaben werden sich sicher nicht reduzieren.

Und .... hab' ich das richtig gelesen? Du sorgst dich um deine Gesundheit, wenn du im Winter raus mußt? Hey, Rauchen ist ungesund!

Original geschrieben von R.Klein
Im Endeffekt geht es mir eigentlich vor allem darum als Raucher eben nicht am Pranger zu stehen und diskriminiert zu werden sondern um ein Ordentliches Miteinander. Und das Bedeutet für mich eben dass nicht nur eine Seite auf die andere Einprügelt sondern darum das beide Seiten einen Weg finden der für beide Seiten möglich ist. [/B]
Also ganz verstehe ich deinen Standpunkt nicht. Rauchen ist doch kein Grundrecht. Es ist allenfalls eine Gewohnheit wie Nasepopeln oder Nägelkauen. Das darfst du machen und das mißgönnt dir niemand, aber in dem Moment, wo du anfängst damit Menschen zu belästigen oder gar zu schädigen ist eben Schluß. Was ist daran nicht zu verstehen?
Da du kaum an irgendeinem Arbeitsplatz niemals Menschen begegnest, heißt das in letzter Konsequenz möglicherweise, dass du mal ein paar Stunden ohne Zigarette auskommen mußt. Siehst du eine andere Möglichkeit?

Du sprichst ausserdem von einem ordentlichem Miteinander... wenn das funktioniert hätte, hätte es dieses Gesetzes nicht bedurft. Andersrum ausgedrückt, würdest du dich deinen Mitmenschen gegenüber fair, rücksichtsvoll und kultiviert benehmen, würdest du das neue Gesetz überhaupt nicht wahrnehmen, denn es fordert nichts von dir, was nicht schon längst allgemeine Benimmregel gewesen wäre.
Da wir aber hier nicht von frei gesteuertem Verhalten reden, sondern von Sucht, hat das eben nicht geklappt. Da hilft dann nur Druck, um die Einsicht zu unterstützen, das ist leider so.

Ich möchte allerdings auch anerkennen, dass in den letzten Jahren sich bereits sehr viel zum Besseren gewandelt hat. Als ich vor 21 Jahre mit dem Arbeiten angefangen habe, konnte man durchaus Kollegen sehen, die im Großraumbüro lustig vor sich hin gequalmt haben... Vor dreißig Jahren gab es das bei Katschutzdienstabenden während der Ausbildung noch... heute alles unvorstellbar. Wenn ich heute essen gehe, ist es selbstverständlich, dass am Tisch nicht geraucht wird ( die absolut einzigen Ausnahmen der letzten Jahre waren übrigens merkwürdigerweise die OLTs. Frag' mich einer, warum...:rolleyes: ).

Und zum Abschluß noch mal ganz deutlich: Wenn es wirklich nicht möglich sein soll, dass du ohne Einschränkung deines allgemeinen Wohlbefindens mal für ein paar Stunden auf die Fluppe verzichtest, meinst du nicht auch, dass du mal ernsthaft über einen Entzug nachdenken solltest? Es geht schließlich um deine Gesundheit und deine soziale Ächtung in die DU dich begeben hast....

RS-USER-opus
31.07.2007, 23:24
Original geschrieben von Bärentöter
Inzwischen kommen Raucher in der allgemeinen Wahrnehmung knapp hinter Kinderschändern und Islamisten.
Aber Typen wie Hoffi, die die Atomkraft gutheißen, gelten als politisch korrekt???
Irgendwo stimmt da was nicht! Das ist aber ein etwas schwacher Vergleich. Dass Hoffi eine vernünftige Nutzen/Risiko-Analyse der Kernkraft nicht hinbekommt, bedeutet ja nicht, dass er dich jetzt radioaktiv aus der Hosentasche bestrahlt.
Und, er lernt ja noch....;)

RS-USER-Hoffi
01.08.2007, 06:54
Original geschrieben von Bärentöter
Inzwischen kommen Raucher in der allgemeinen Wahrnehmung knapp hinter Kinderschändern und Islamisten.
Aber Typen wie Hoffi, die die Atomkraft gutheißen, gelten als politisch korrekt???
Irgendwo stimmt da was nicht!

Wenn du immer auf der Atomkraft rumreiten möchtest, dann würde ich von dir jetzt gerne wissen, wie viele Menschen

1) vom Rauchen profitieren
2) von der Atomkraft profitieren
3) vom Rauchen, auch passiv, Krebs bekommen haben
4) von der Atomkraft Krebs bekommen haben

Ich wette mit dir, dass 1 < 2 und 3 > 4 gilt. Soviel zum Vergleich von Äpfeln und Birnen...

RS-USER-Cookie
01.08.2007, 08:11
Besonders traurig finde ich, daß gerade vom medizinischen Personal so viele rauchen. Zum einen sollten die es wirklich besser wissen. Und zum anderen macht das auch keinen guten Eindruck, wenn man mit ner Ladung Qualmduft in den Klamotten beim Patienten erscheint. Zumal es dem ja ohnehin wohl schon nicht gut geht, da ist dann der Mief noch das Tüpfelchen auf dem i.

Leider scheint zumindest bei uns in den Wachen irgendwie Gruppenzwang zu herrschen. Jedenfalls rauchen mittlerweile fast alle, auch die, die früher Nichtraucher waren. :(

Hörbird
01.08.2007, 09:16
Original geschrieben von Cookie
Besonders traurig finde ich, daß gerade vom medizinischen Personal so viele rauchen. Zum einen sollten die es wirklich besser wissen. Und zum anderen macht das auch keinen guten Eindruck, wenn man mit ner Ladung Qualmduft in den Klamotten beim Patienten erscheint. Zumal es dem ja ohnehin wohl schon nicht gut geht, da ist dann der Mief noch das Tüpfelchen auf dem i.

Leider scheint zumindest bei uns in den Wachen irgendwie Gruppenzwang zu herrschen. Jedenfalls rauchen mittlerweile fast alle, auch die, die früher Nichtraucher waren. :(

Das macht auch der Stress - das bringt es automatisch mit sich.
Und das ist auch der Grund, warum gerade in den medizinischen Berufen das Rauchen so "angesagt" ist.
Ich kenne bei der Arbeit nur einen Kollegen, der auf die übliche halbe Stunde Pause verzichtet, weil er außerhalb davon immer rauchen geht.

Immerhin einen positiven Aspekt finde ich beim Rauchen: Raucher sind postoperativ schneller zu mobilisieren - weil sie unbedingt rauchen gehen wollen! ;)
Traurigerweise ist bei einigen so schlimm, das sie auf eigene Verantwortung direkt nach einer Spinale aufstehen oder uns dafür dumm anmachen!:mad:

RS-USER-DocMezzoMix
01.08.2007, 10:51
Ich bin Nichtraucher, ich denke es macht Sinn dies vorher zu erklären ;)

Allerdings stehe ich dem Nichtraucherschutz ein wenig gespalten entgegen.
Ich habe, wenn ich abends ausgehe, die freie Wahl wo ich hingehen möchte. Wenn ich mit Freunden weggehe, sind wir oft (überraschend) nur Nichtraucher und wenn wir essen gehen, fallen "Verrauchte Spelunken" sowieso aus dem Raster.

Warum hat ein Gastronom nicht die freie Wahl, zu entscheiden, ob in seinem Laden Tabak konsumiert wird oder nicht.

Ich muss mich entscheiden, ob ich Schnitzel oder Thai essen möchte. Ebenso habe ich auch die Wahl "Verauchte Kneipe" oder "eben nicht" und auch hier regelt das Angebot die Nachfrage. Wenn keiner Schnitzel will, macht auch keiner ne Schnitzelstube auf... Ähnlich war es wohl mit den Nichtraucherkneipen?

Scheinbar gab es aber die ganze Zeit nicht genug nachfrage oder warum gab es so wenig ausgewiesene Nichtraucherrestaurants?

Soll doch jeder Wirt entscheiden was aus seiner Kneipe wird, und die Nichtraucher entscheiden dies über banale Marktwirtschaft.

Opus, komm doch mal nach Wiesbaden, z.B. an den Hauptbahnhof, hier blockieren die Taxis einen großen Teil der Kundenparkplätze... das es "nicht mehr so viele gibt" kann ich mir nicht vorstellen. Und warum soll ich mir nicht neben "Mit Kindersitzen" "Fahrer weiß wo die Hauptstraße ist" auch ein "Rauchertaxi" bestellen können.

Wenn ich weiß, das ich von erbrochenem selbst erbrechen muss, werde ich mir keinen Job im RD oder Krh. suchen. Wenn ich mich nicht der Gefahr des Passivrauchens aussetzen möchte, darf ich halt nur in einer Nichtrauchergastronomie anfangen... so etwas weiß ich vorher, bevor ich einen Job annehme .

RS-USER-Cookie
01.08.2007, 11:29
Auch wenn ich mich wiederhole - es wohnen nunmal nicht alle Leute in Großstädten, wo wahrscheinlich eine Wahl möglich wäre. Hier ist man als Nichtraucher halt gezwungen mitzugehen - oder zu Hause zu bleiben.


Aber seit heute hat sich das ja GOTTSEIDANK ENDLICH geändert! :) Meine Lieblingskneipe ist von nun an rauchfrei! :)

RS-USER-DocMezzoMix
01.08.2007, 12:50
Original geschrieben von Cookie
Auch wenn ich mich wiederhole - es wohnen nunmal nicht alle Leute in Großstädten, wo wahrscheinlich eine Wahl möglich wäre. Hier ist man als Nichtraucher halt gezwungen mitzugehen - oder zu Hause zu bleiben.


Aber seit heute hat sich das ja GOTTSEIDANK ENDLICH geändert! :) Meine Lieblingskneipe ist von nun an rauchfrei! :)

Auch auf dem Land muss ein Gastronom sein Geschäftsmodell verändern, wenn keiner mehr kommt..z.B. weil die Bude so verqualmt ist. Oder es lohnt sich, eine "Nichtraucherkneipe" zu eröffnen. Aber jemanden vorzuschreiben, wie er seinen LAden zu führen hat, nur weil es einem Teil seiner Kunden nicht gefällt, halte ich für falsch und einen unzulässigen eingriff in das Unternehmertum. Und es zwingt definitiv niemand jemanden dazu, ein bestimmtes Lokal zu besuchen..auch wenn auf dem Land die Auswahl nicht so groß ist.. auch der muss sich was überlegen wenn mal 3-4 Wochen nur noch die Hälfte Leute kommt.

RS-USER-Brummel
01.08.2007, 13:25
Naja, als Nichtraucher sehe ich hier leider wieder die übliche Raucherdiskussion/argumentation: Ich will mich nicht einschränken, kann der andere ja woanders hingehen.
Das Problem ist hier nur dass viele nichtraucher, bevor sie nirgends hingehen dann doch in die Verrauchten Einrichtungen gehen.

Und um die Einsicht von Rauchern mal zu demonstrieren: Ich arbeite seit mehreren Jahren an einer Tankstelle und ich sehe in praktisch jeder Schicht mindestens einen Raucher, der beim Tanken die Kippe noch glimmend im Mund hat. Und wenn man dann auf das geltende Rauchverbot verweist wird man noch blöd von der Seite angemacht: Es passiert doch eh nix.
So viel dann zur Einsicht von Rauchern

RS-USER-Cookie
01.08.2007, 14:11
Da fällt mir ein, daß wir mal einen Einsatz an ner Tankstelle hatten. Da hat sich einer sein Gesicht verbrannt, weil er die Fluppe nicht ausgemacht hat...

Rettungszwergin
01.08.2007, 15:46
@dmm:

es geht der EU auch nicht um die Kunden, sondern um die Angestellten, die es sich eben nicht aussuchen können. Heute ist jeder froh um jeden Job.

RS-USER-emergency doc
01.08.2007, 17:39
Original geschrieben von Bärentöter
Inzwischen kommen Raucher in der allgemeinen Wahrnehmung knapp hinter Kinderschändern und Islamisten.
Aber Typen wie Hoffi, die die Atomkraft gutheißen, gelten als politisch korrekt???
Irgendwo stimmt da was nicht!

Sorry, aber IMHO ist diese Äusserung mindestens so peinlich, wie die Hundebesitzer, die mit stilisierten Davidsternen gegen den Maulkorbzwang ihrer Hunde demonstrierten... Nur weil wir hier zugegebenermaßen hitzig über Nichtraucherschutz diskutieren heisst es nicht, daß ich Raucher mit Terroristen oder Mördern gleich setze... Bleib auf dem Teppich und rauch Dir erst mal eine :D
:peace:

RS-USER-opus
02.08.2007, 06:34
Original geschrieben von DocMezzoMix
[...]
Soll doch jeder Wirt entscheiden was aus seiner Kneipe wird, und die Nichtraucher entscheiden dies über banale Marktwirtschaft.

Opus, komm doch mal nach Wiesbaden, z.B. an den Hauptbahnhof, hier blockieren die Taxis einen großen Teil der Kundenparkplätze... das es "nicht mehr so viele gibt" kann ich mir nicht vorstellen. Und warum soll ich mir nicht neben "Mit Kindersitzen" "Fahrer weiß wo die Hauptstraße ist" auch ein "Rauchertaxi" bestellen können.
[...] Auch wenn es schon anklang...
Hier geht es im Wesentlichen um die Neufassung des Arbeitsschutzgesetzes. Jeder Arbeitgeber muß grundsätzlich unnötige Gesundheitsgefahren am Arbeitsplatz verhindern.
Deshalb hast du nicht die Wahl, ob du zum RD-Fahren Sicherheitsschuhe oder Badelatschen trägst, deshalb muß ein Arbeitsplatz entweder wettergeschützt sein, oder du mußt entsprechende Schutzkleidung bekommen, deshalb gibt es Absauganlagen in Labors und und und...

Und Zigarettenqualm ist so eine Gesundheitsgefahr, auch für Bedienungen und Taxifahrer und deshalb sorgt man dafür, dass diese Gefahr beseitigt wird.
Wenn du das alles in die unternehmerische Selbstentscheidung geben würdest, dann rate mal, mit welcher Ausrüstung demnächst private RD-Anbieter an den Start gehen würden...

Und was auch gerne übersehen wird: Zigarettenqualm ist auch für Raucher gefährlich, daher werden auch die genauso geschützt, auch wenn sie nicht wollen. Es sieht ja auch nicht jeder ein, wozu ständig persönliche Schutzausrüstungen getragen werden sollen.

Was ich immer noch nicht verstehe ist aber... wenn das Rauchen am Arbeitsplatz nicht möglich ist, dann lasse ich das eben bis zum Feierabend. Und wem das Probleme macht, von wegen Sucht, der sollte dann doch als erstes massives Interesse haben, daran was zu ändern und zwar an den Ursachen und nicht an den Auswirkungen.

RS-USER-fruehgriller
02.08.2007, 10:54
Mal ein wenig fastspam zum Thema.

Wir waren gestern in einem schwedischen Möbelhaus, und hier hing im Restaurant eben auch die Info, das ab 01.08. das Rauchen auch im Restaurant verboten ist. Nachsatz:

Wir arbeiten an einer Lösung für Sie:

Spontaner Gedanke: Raucherecke bei Ikea, Name: QUALMA

:D :D

Zurück zum Thema:

Bei uns herrscht seit ein paar wochen komplettes Rauchverbot in allen Räumen des Kreisverbandes. Raucher müssen eben rausgehen, vor die Türe.

Was mich bloß nervt:

Wir haben einige Kollegen die sich das Rauchen abgewöhnt haben, früher aber starke Raucher waren.
Kam man früher im Winter in den Aufenthaltsraum, brauchte man auch wegen Ihnen Nebellampen, um einen Platz zu finden. Denn alle Fenster waren ja zu, weil Kalt.

Jetzt sind es die absolut militanten untoleranten Nichtraucher.

Respekt vor dem Rauchenabgewöhnen, aer dann doch bitte die Toleranz zeigen, die Sie früher einforderten!

Griller

Nichtraucher seit 41 Jahren;)

RS-USER-Cookie
02.08.2007, 11:12
Bei uns im Büro ist jetzt auch Rauchen verboten.

Ich hab mich gestern schon gewundert, warum unser Chef nervös wie Pik7 durch die Gegend rennt. Bis er dann schließlich irgendwann beim Rumrennen meinte: "Nee, ich halt das nicht aus, ich bin mal draußen eine rauchen."

:-p

Rettungszwergin
02.08.2007, 21:24
Ich komme gerade aus der Musikprobe. Diese findet in einer Halle statt, okay im Nebenraum der orstansässigen Halle. Eigentlich gilt ja auch dort das Rauchverbot. Nur haben die Herrschaften keine Lust nicht zu Rauchen. Soviel zu der Toleranz der Raucher gegenüber den Nichtrauchern. Das tolste Argument war:es sollen dann auch keine Kohlekraftwerke gebaut werden, damit das Kyoto-Protokoll eingehalten werden kann. :-keule Wir versuchen seit Jahren, dass es eine feste Raucherpause gibt und sonst nicht geraucht werden soll, hat noch nie funktioniert. Nun bin ich echt schlechter Laune, da meine Klamotten wie jede Woche in die Wäsche fliegen, weil sie nach Rauch stinken. Ich selbst muss duschen, weil ich stinke wie nach einem Kneipenbesuch und das von zwei Stunden Musikprobe:mad: