Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ich muss mich jetzt mal einfach outen!
Schwester Rabiata
13.08.2008, 05:53
Ist doch klar :-)
Für einen Rentner müssen die nix mehr zahlen.
Aber die Rentenversicherung berentet nicht automatisch jeden, den die ARGE gerne los wäre....
:rolleyes:
Ich wünsch die viel Erfolg!
Rabiata
RS-USER-Claudi
13.08.2008, 11:56
naja, die Ausgabe diverser Anträge und Unterlagen ist so ziemlich in jeder Behörde Standard.
Allerdings sollte man wissen, dass die netten Menschen, die immer so freundlich Auskunft geben und Unterlagen verschicken nicht die gleichen Menschen sind, die die Anträge dann bewilligen...
Das sind schon zwei verschiedene Paar Schuhe. EU-Rente kriegst du, wenn du weniger als 15 Std. / Woche arbeiten kannst, wobei es unerheblich ist, was für eine Arbeit und ob du so eine Arbeit bekommen kannst.
Meistens geht dann die Meinung des Betroffenen, der glaubt nicht arbeiten zu können (3 Std. / tgl.) und die Meinung des Gutachters, der das Gegenteil behauptet, doch sehr auseinander.
Davon abgesehen: In meinem Fall würde ich nach 25 Jahren Arbeit gerade mal monatlich 633,00 Euro EU-Rente bekommen... Ob das so erstrebenswert ist...
Natürlich wollen wir nicht schwarz sehen!! Ich, und ich vermute auch Rabiata, haben einfach einschlägige Erfahrungen gemacht. ;)
... zum Thema Umschulung könnte ich mittlerweile ein Buch schreiben....
Ausgegangen ist es so: Ich arbeite 4 Std. / tgl. - mehr ist beim besten Willen nicht drin ist und gut is.
Vielleicht bist du ja mal ein Glückspilz und es klappt alles reibungslos!
Wo wird denn die Umschulung statt finden? Weißt du schon einen Anfangstermin?
RS-USER-pille
13.08.2008, 13:46
Original geschrieben von Claudi
In meinem Fall würde ich nach 25 Jahren Arbeit gerade mal monatlich 633,00 Euro EU-Rente bekommen... Ob das so erstrebenswert ist
Moin,
dann mal was von mir aus dem "feindlichen" (Arbeitgeber) Lager dazu:
Bei allem Verständnis für den Finanzbedarf voll im Leben stehender Mitmenschen ist es zumindest aus Arbeitgebersicht manchmal auch fragwürdig, wenn auf "Teufel komm 'raus" gearbeitet wird, um eben den Einschnitten aus chronischer Erkrankung heraus so lange wie möglich aus dem Weg zu gehen.
In meinem konkreten Fall sieht es so aus, daß ich 2(!) MitarbeiterInnen (beide Jahrgang 1981) mit MS beschäftige (in einem Kleinbetrieb), wovon die eine derzeit in Erziehungsurlaub, die andere allerdings nun langsam anfängt, aus dieser unglücklichen Kombination aus sich überstrapazierenden "Arbeiten-Müssen" und in der Folge leider auch zunehmende Fehlzeiten beginnt, an den Tag zu legen.
Bisher (und Dank Interferon) lief's 4 Jahre noch ganz gut, seit letztem Jahr zeigen sich allerdings erste "burn-out" Symptome, die dieses Jahr in den Fehlzeiten dann doch die 6 Wochen Marke kumulierend überschreitend anvisieren ließen. Mit dem Ergebnis, daß ich letzte Woche ein Schreiben der "Dt.Rentenversicherung Bund" erhielt, in dem mir die dort genehmigte "Reha-Maßnahme" über voraussichtlich 4 Wochen als "Dreingabe" um die Ohren gehauen wird.
Hier stellt sich natürlich die eher gegenteilige Frage, auch im Interesse ihrer KollegInnen, zukünftig einen wirksamen Kompromiß aus gesundheitlich weniger belastender Wochenarbeitszeit und noch tragbaren finanziellen Einschnitten hinzubekommen.
Erste Gesprächsversuche der Betroffenen untereinander verliefen nicht sehr zuftreiedenstellend (die harte Währungshaltung überwog).
Meine Frage als AG wäre da schon konkret, ob es vor dem Hintergrund nicht auch eine Stundenreduktion, quasi "verordnet" durch den medizynischen Dienst o.ä. geben kann?
wobei meine Ideen schon in Richtung 20-25/h Woche gehen, aber der Ursprung ist eben 36/h Woche.
dauerhaft hat die Kasse ja auch nix davon, aufgrund zunehmender Fehlzeiten (>6 Wochen) für's volle Krankengeld im Laufe eines Jahres tiefer in die Tasche greifen zu müssen...
Was meinen denn die Experten hier?
Morbus X
14.08.2008, 10:02
Jaja, die lieben Fehlzeiten...
Ich kann nur sagen seit ich das neue (und sündhaft teure) Medikament bekomme, hatte ich keinen Schub mehr und somit wohl auch keine Fehlzeiten auf meinem Arbeitskonto zu verbuchen. Krank werden tut jeder mal... :rolleyes:
Was hatte ich im letzten Jahr?
Eine Sinusitis - 4 Tage
Eine Thrombophlebitis im linken US - gar nicht, soll ich ja bewegen. :D
RS-USER-emergency doc
14.08.2008, 10:12
Mein Vater war vor ein paar Jahren mal wegen einer Wirbelsäulengeschichte für 3-4 Monate krank. Prompt wurde er durch die Krankenkasse per Schreibtisch-Ferngutachten frühberentet... Hat etwa zwei Jahre und zahlreiche Gerichte und Gegengutachten gebraucht, bis das rückgängig gemacht war. Wenn mein Vater nicht selbständig gewesen wäre, hätte er darüber bestimmt seinen Job verloren...:rolleyes:
RS-USER-Claudi
14.08.2008, 11:29
Original geschrieben von pille
Was meinen denn die Experten hier?
Ich meine, dass du bedingt Recht hast - ich würde das allerdings nicht pauschalisieren.
Ich habe z. B. eine Reihe Kolleginnen und Kollegen, die erheblich mehr Fehlstunden, Kuren etc. pp aufweisen können als ich und insgesamt auch weniger arbeiten. Ich zumindest ziehe 4 Stunden stramm durch - nix plauschen und Käffchen und so....
Meine letzte au-Zeit... ähm ... grübel... da muss ich in Kalender gucken... ah ja - Februar 2006 - 2 Arbeitstage wg. verrenkter Kniescheibe. Davor: Januar 2002 (!) wg. Bauchop - waren 16 Kalendertage... Das war's schon. Nicht, weil ich krank zur Arbeit gehe, sondern weil ich tatsächlich fit genug bin - fitter als mancher "Gesunder" :grins: offensichtlich.
Das ganze hat auch viel mit Motivation zu tun, wobei ich grundsätzlich auch dafür bin, dass Jemand, der nicht mehr Vollzeit arbeiten kann, es mal mit Teilzeit versuchen sollte oder mit anderer Arbeit. Wobei können und wollen bei manchen schwer zu unterscheiden ist.
Ich persönlich bin stinkesauer auf bestimmte Behörden, weil ich gesundheitlich durchaus in der Lage wäre Vollzeit zu arbeiten - aber eben nicht in diesem Job. Umschulung: Fehlanzeige. Nö. Ich kann doch schön Teilzeit arbeiten - als Frau....
Nach jahrelanger Tretmühle hab ich mich mit der Situation arrangiert, aber schön ist es nicht, weil eben leistungsmäßig wesentlich mehr drin wäre - unter anderen Bedingungen.
RS-USER-Claudi
14.08.2008, 11:56
Original geschrieben von pille
Bei allem Verständnis für den Finanzbedarf voll im Leben stehender Mitmenschen ist es zumindest aus Arbeitgebersicht manchmal auch fragwürdig, wenn auf "Teufel komm 'raus" gearbeitet wird, um eben den Einschnitten aus chronischer Erkrankung heraus so lange wie möglich aus dem Weg zu gehen.
ich denke, da spielen Existenzängste eine sehr große Rolle.
Du bist heute Ratz Fatz raus aus dem sozialen/gesellschaftlichen Leben, denn hier in unserem Lande zählt eben nun mal Geld, Geld, Geld.
Mir persönlich ist da die Gesundheit schon wichtiger, aber leicht ist es nicht.
Ich bin selber seit meinem VU (3x HWS#, 1x LWS#, divs. Begleitverletzungen) ja etwas eingeschränkt, sprich ich könnte und dürfte nicht mehr HA im RD arbeiten, da die BG logischer Weise nicht für ggf. auftretende weiter Folgeschäden haften will.
Ironischer Weise führt das dazu, dass ich zwar nebenamtlich auf Steuerklasse 1 arbeiten darf wie ich will, jedoch keinen hauptamtlichen Vertrag abschließen darf, da die BG sosnt den Arbeitgeber verklagt... Das führt zum Paradoxum das die von mir eigentlich angestrebte Teilzeitstelle (weil HA) nicht zu machen ist, ich ergo mehr arbeite als angestrebt, da das Nebenamt schlechter bezahlt wird.
Die damals für den Unfall zahlende BG (UK Bund) wiederrum zahlt brav "ein Viertel das damligen Gehaltes" für die im Dienst erworbene Berufsunfähigkeit bzw. für die von mir durchgeführte "Weiterbildung" (zweiter Bildungsweg. Wollten nur einen Schrieb der ARGE das ich definitiv sowas von nicht vermittelbar bin mit derzeitigem Kenntnisstand).
Da es sich damals aber um eine RAiP Anstellung handelt krieg ich aber auch nur 145€....
Soll angeblich zum Überleben während der "Weiterbildung" reichen...
:rolleyes:
RS-USER-pille
17.08.2008, 23:48
Original geschrieben von Morbus X
Ich kann nur sagen seit ich das neue (und sündhaft teure) Medikament bekomme, hatte ich keinen Schub mehr
Moin,
das Zeug (Tysabri (®) INN: Natalizumab) bekommt die "andere" auch seit neuestem, aber derzeit nur in der Klinik.
Original geschrieben von Claudi
Ich zumindest ziehe 4 Stunden stramm durch - nix plauschen und Käffchen und so....
...
weil ich gesundheitlich durchaus in der Lage wäre Vollzeit zu arbeiten - aber eben nicht in diesem Job. Umschulung: Fehlanzeige.
Tja...
und bei der aktuell noch "Mitarbeitenden" ist's eben dergestalt, daß sie seit März darauf "wartet", daß sich ihr linker Arm nach einem rel. kleinen Schub wieder vollständig in der Muskelarbeit wiederfindet.
Sprich keine Lähmungserscheinungen, aber eine deutliche Kraftdifferenz L/R.
Und leider ist das Arbeitsfeld Apotheke nicht so gestaltbar, daß frau ohne linken Arm auskommen kann.
Da klappen gerade mal 4h.... "stramm", aber bestimmt keine 8h, die gelingen nur mit "gebremstem" Schaum, was zu Mehrbelastung der KollegInnen führt.
Das "burn out" ist hier also nicht im klassischen Sinne zu verstehen, sondern hier haben eben auch körperliche Folgen der Erkrankung stattgefunden, die aufgrund einer selbstgewählten zu hohen Arbeitsbelastung ihren Ursprung nahmen.
Im Grunde ist's umgekehrt zu Deinem Fall:
sie KANN definitiv derzeit körperlich bei mir nur 4h/d (in diesem job), sie hält eben aus monetären Gründen an 8h/d fest.
Und wenn in 4 Monaten sich nichts entscheidendes (trotz Rebif Höchstdosis) tat, dann habe ich Zweifel, daß die 4 (oder 6) Wochen Kur etwas Grundlegendes bewirken, wenn sich die Ursache nicht abändert.
Darum ja meine Eingangsfrage, ob Teilzeit quasi "verodnungsfähig" ist...
RS-USER-Claudi
18.08.2008, 12:49
Original geschrieben von pille
Darum ja meine Eingangsfrage, ob Teilzeit quasi "verodnungsfähig" ist...
Das wäre mir neu, ich versuche es aber herauszufinden.
Das SGB IX gibt da nur die Rechte der SBler wieder:
"Die Arbeitgeber fördern die Einrichtung von Teilzeitarbeitsplätzen. Schwerbehinderte Menschen haben einen Anspruch auf TZ-Beschäftigung, wenn die kürzere Arbeitszeit wegen Art und Schwere der Behinderung notwendig ist."
Oft ist es ja eher so, dass die Leute gerne reduzieren möchten, dies aber aus diversen Gründen nicht können.
Wenn die Mitarbeiterinnen SB sind, würde ich mich an deiner Stelle mal mit dem Integrationsamt in Verbindung setzen.
Als allerletzte Möglichkeit kann man die Mädels nur vor die Wahl stellen: Teilzeit oder Kündigung, weil so nicht mehr tragbar für einen kleinen Betrieb. Als allerletzte Möglichkeit natürlich.
Morbus X
18.08.2008, 18:18
Original geschrieben von pille
Und wenn in 4 Monaten sich nichts entscheidendes (trotz Rebif Höchstdosis) tat, dann habe ich Zweifel, daß die 4 (oder 6) Wochen Kur etwas Grundlegendes bewirken, wenn sich die Ursache nicht abändert.
Darum ja meine Eingangsfrage, ob Teilzeit quasi "verodnungsfähig" ist...
Rebif ist lediglich die Basismedikation um neue Schübe zu verhindern bzw. hinauszuschieben!!! Bessern kann das Medikament gar nichts!
Wohl aber eine Reha, wie auch bei mir. Wenn du auf einem wackeligen Untergrund gar nicht mehr stehen kannst, bringt ein Ergotherapeut, Krankengymnastik usw. sehr sehr viel! Stichwort "akzesorische Leitungsbündel". Sie hat ja ein Problem mit den Neuronen, nicht mit der Muskulatur ihres Armes!!!
Die einzige Einschränkung die bei mir zurückblieb und ich somit nicht mehr im Rettungsdienst arbeiten kann ist eben daß ich in sich bewegenden Fahrzeugen nicht mehr stehen kann, mehr nicht!!!
RS-USER-pille
18.08.2008, 23:11
Original geschrieben von Morbus X
Bessern kann das Medikament gar nichts......
Krankengymnastik usw. sehr sehr viel!
Klar,
soweit weiß ich (& die Betroffene) das auch.....
Das KG Programm hat sie zur Gänze hnter sich...
insofern (erneut) die Frage, was die Kur bringen soll...
Nun,
@Claudis Alternative, so hart sie auch ist, scheint der letzte Ausweg...
Ich hab in 20 Jahren noch nicht zu derartigen Maßnahmen greifen müssen...Wohl ist mir dabei nicht...
RS-USER-Claudi
19.08.2008, 06:48
Original geschrieben von pille
insofern (erneut) die Frage, was die Kur bringen soll...
So. Hab mich schlau gemacht und Menschen gefragt, die sich damit auskennen.
Man wartet, bis die chronisch kranken keine Lohnfortzahlung mehr bekommen und durch die Krankenkasse ausgesteuert sind. Dann wird der Kranke automatisch aufgefordert eine Kur zu beantragen oder alternativ Rente.
In dieser Kur (soviel dazu, was die bringen soll) wird u. a. festgestellt, ob und in wie weit der Kranke arbeitsfähig ist. Wenn in diesem Bericht, den die Person nach Ende der Kur bekommt was von 15-30 Stunden steht, heißt das: Teilzeit! In diesem Fall würdest auch du Post vom RV-Träger bzw. der KK bekommen. Man würde höflich bei dir anfragen, ob du der Person eine entsprechende Teilzeitstelle anbieten kannst. Bei bescheinigter Arbeitsfähigkeit von unter 15 Stunden muss Rente beantragt werden.
Wie es allerdings aussieht, wenn die Mitarbeiterin noch nicht ausgesteuert ist, konnte man mir nicht sagen.
Auf jeden Fall wird die Kur zumindest ans Tageslicht bringen, ob noch Vollzeit möglich ist oder definitiv nicht.
Schaun wir mal.
RS-USER-Claudi
19.08.2008, 06:53
Original geschrieben von Morbus X
Wohl aber eine Reha, wie auch bei mir. Wenn du auf einem wackeligen Untergrund gar nicht mehr stehen kannst, bringt ein Ergotherapeut, Krankengymnastik usw. sehr sehr viel!
Wobei ich schon davon ausgehe, dass bei MS Leuten bzw. ähnlich chronisch Kranken Standard ist permanent KG etc. pp zu machen. Eben weil es sehr viel bringt. Da warte ich nicht auf eine Kur - 3-4 Wochen - und dann?
Wenn ich auch nur 1 Woche mit Therapie aussetzen würde, könnt ich auch bald Rente beantragen. :o
Falls jetzt wieder kommt, aber der Doc schreibt kein Rezept... Ein guter Doc macht das und das Meiste ist eh Eigeninitiative.
@MorbusX: Wo machst du denn nu die Umschulung, bzw. wo ist sie geplant?
Ach ja: Was ist denn das für ein sündhaft teures Medikament? Du sagtest mal was davon, dass du seit Jahren keinen Schub mehr hattest.
Schwester Rabiata
19.08.2008, 08:12
Kann mich nur anschließen, permanente KG ist das A und O!
Und die muss nicht unbedingt unter Anleitung (auf rezept) sein... Ich bin so gut geschult worden, hab mein entsprechendes Equipement zuhause, dass ich KG mit Physio nur noch ab und zu "brauche" zum auffrischen
Rabiata
RS-USER-pille
19.08.2008, 09:11
Original geschrieben von Claudi
Wobei ich schon davon ausgehe, dass bei MS Leuten bzw. ähnlich chronisch Kranken Standard ist permanent KG etc. pp zu machen. Eben weil es sehr viel bringt. Da warte ich nicht auf eine Kur - 3-4 Wochen - und dann?
......
Ach ja: Was ist denn das für ein sündhaft teures Medikament? Du sagtest mal was davon, dass du seit Jahren keinen Schub mehr hattest.
Moin,
so sieht's bei ihr auch aus: Dauergast in der KG-Praxis nebenan.
Soweit erst einmal Danke für die Aufklärung darüber, was kommen kann:
gewissermaßen ja doch Teilzeit auf Veranlassung des Trägers (nur anbieten, bzw. einrichten muß ich sie können).
Im Nachgang habe ich dann noch erfahren, daß ihr Neurologe die Unterlagen erst mit 8-wöchiger Verspätung losgeschickt hat, das hat wohl ursächlich zur Genehmigung, bzw. dessen Eintrudeln, bei mir mitten in der Urlaubszeit beigetragen...
Das teure Medikament:
(Tysabri (®) INN: Natalizumab)
Morbus X
19.08.2008, 11:10
Original geschrieben von Claudi
@MorbusX: Wo machst du denn nu die Umschulung, bzw. wo ist sie geplant?
Ach ja: Was ist denn das für ein sündhaft teures Medikament? Du sagtest mal was davon, dass du seit Jahren keinen Schub mehr hattest.
Pille hat recht, mein Medi ist Natalizumab (~2.300€/mon), das macht die T-Lymphzyten platt/arbeitsunfähig. Alle 4 Wochen eine Infusion ist außerdem viel besser als täglich eine Spritze. :D
Geplant ist die Umschulung hier in München bei der LMU, hab aber noch keinen Bescheid von der RV. Also muss ich noch ein Jahr warten. :(
RS-USER-pille
19.08.2008, 13:11
Original geschrieben von Morbus X
Pille hat recht, mein Medi ist Natalizumab (~2.300€/mon),
Moin,
auch nicht grade ein Sonderangebot...
Aber im Vergleich zu Humira oder Revlimid noch fast preisgünstig. ;)
Mittlererweile ist der Termin für die Kur auch 'raus:
natürlich dann, wenn ohnehin 2 MA gleichzeitig in Urlaub sind... :mad:
wieso bekommt man nur 1 Termin vorgesetzt als AG?
Gibt's da nicht auch so etwas wie die Berücksichtigung betrieblicher Belange... ??? :-keule
Morbus X
19.08.2008, 13:31
Berücksichtigung betrieblicher Belange? Wovon träumst du nachts? :grins:
Das war vielleicht mal, aber nach der Gesundheitsreform gibt es doch gar nichts mehr! Ich wollte daß sich die RV bei meinem Antrag auf Umschulung ein wenig beeilt, weil die Ausbildung ja am 1.9. beginnt. Die haben wahrscheinlich nur müde gegrinst...:(
Morbus X
19.08.2008, 13:50
Nochmal zur Gesundheitsreform: Früher, als ich als Basismedikation noch Copaxone hatte, bekam ich jedes Mal die halbe Apotheke geschenkt, "nur so zum Mitnehmen". Tysabri ist noch weitaus teurer, aber da wollen sie mittlerweile eigentlich gar nicht mehr mitmachen, weil sie jetzt "zuwenig daran verdienen". Ich bekomme einen Reimport aufgeschrieben, weil der Neuro auf sein Budget achten muss. Den Reimport gibt es natürlich nicht, weil Norwegen nur soviel bestellt wie es für seine eigenen Kranken braucht. Also muss das Originalpräparat her, und sie verdienen zuwenig. Es ist fast so als hätte man mir schon gesagt "bitte suchen sie sich eine andere Apotheke!"
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