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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dann geh doch in die Wirtschaft..... oder andere gute Ratschläge......



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WackenDoc
20.11.2011, 12:14
Aber dafür braucht man doch eine gewisse Zeit an klinischer Weiterbildung (ich glaube Innere).

rogerM
20.11.2011, 21:35
solche gedanken hatte ich damals auch, mittlerweile kann ich sagen der verdienst als assi kannst du als anfänger in ner andren branche kaum toppen. und es ist zwar vieles nervig in dem eigentlichem arztberuf, aber es gibt auch vieles was man so nie erleben würde. man sollte es zumindest selbst erlebt haben um dann wirklich zu entscheiden ob was anderes nicht doch besser geeignet ist. ging mir jedenfalls so und ich hab entschieden auf jedenfall dabei zu bleiben.

lg

Kackbratze
20.11.2011, 21:41
Dito. In der Wirtschaft gibt es sicherlich interessante Möglichkeiten, aber es ist nicht nur schwer eine "gute Stelle" zu ergattern, wenn man sich erstmal an "Patientenkontakt" gewöhnt hat, ist es schwierig, sich in einer echten Bürokratiestelle gut zurecht zu finden.

GOMER
21.11.2011, 11:23
solche gedanken hatte ich damals auch, mittlerweile kann ich sagen der verdienst als assi kannst du als anfänger in ner andren branche kaum toppen.

Zumindest im Consulting trifft das nicht zu, rechne als Anfanger mal mit mind. 15k mehr/Jahr.

Kackbratze
21.11.2011, 11:54
Erstmal muss man überhaupt genommen werden und 2. muss einem das auch gefallen.
Als Arzt ist man nicht zwingend so mobil, wie im Consulting-Bereich und manche wollen nicht für Projekte Tage oder Wochen woanders verbringen.

Nika79
21.11.2011, 12:18
@seniorgonzalez: finde, du hast vollkommen recht, im endeffekt sind diese ratschläge von wegen: "geh doch in die wirtschaft oder in die pharmafirma" einfach nur sprüche von leuten, die keine ahnung haben.
leider ist es immer noch so, dass man im medizinstudium über die alternativen, die sich einem arzt zum klinikberuf bieten, ÜBERHAUPT NICHT informiert wird, was ich persönlich sehr schade finde.
gerade deshalb, weil das interesse an alternativen berufsfeldern ja immer mehr steigt.
im endeffekt meckern die meisten mediziner nur über die schlimmen arbeitsbedingungen, aber wirklich raus aus dem ganzen schaffen es die wenigsten, weil keiner so richtig weiss, wohin. merkt man ja auch an den antworten hier ;-)

GOMER
21.11.2011, 13:17
Erstmal muss man überhaupt genommen werden und 2. muss einem das auch gefallen.
Als Arzt ist man nicht zwingend so mobil, wie im Consulting-Bereich und manche wollen nicht für Projekte Tage oder Wochen woanders verbringen.

Du hast zwar recht, aber "es muss einem auch gefallen" ist ein Argument, dass man auf alles anwenden kann, auch auf Arbeitslosigkeit, und das daher beim Aufzeigen von Alternativen keine Wert hat.

Mit ordentlicher Note und vernünftigem CV schätze ich die Chancen als Arzt bei einer Consultingfirma unterzukommen, als ziemlich gut ein.

Kackbratze
21.11.2011, 16:08
Nein, leider nicht. Plötzlich kommen SoftSkills dazu, die man sich schon vorher erarbeitet haben muss.
Ehrenamtliche Arbeit, spezielle gewünschte Hobbies, Zweitstudiengänge, etc.
Es ist nicht bloss "die Note und das Gesicht dazu".

GOMER
21.11.2011, 17:00
Klar, Du musst durch das mehrstufige Auswahlverfahren, daß, wenn sie Dich kennen, (Stichwort Praktikum), deutlich abgekürzt wird. Aber die Leute, die ich kenne, die bei den Großen sind, hatten alle nicht sooo beeindruckende CVs. Man darf nicht vergessen, daß die meisten Consultingfirmen nen ziemlichen Personalverschleiß haben und wenige Leute länger als 5 Jahre dabei bleiben, daher muß immer Nachschub ran.

LasseReinböng
21.11.2011, 17:17
Man darf nicht vergessen, daß die meisten Consultingfirmen nen ziemlichen Personalverschleiß haben und wenige Leute länger als 5 Jahre dabei bleiben, daher muß immer Nachschub ran.

Ich habe den Eindruck, 5 Jahre sind in dem Business schon sehr viel. Was macht man danach ?

Kackbratze
21.11.2011, 17:31
Zur nächsten Firma gehen?
Burnout?

Relaxometrie
21.11.2011, 19:37
@seniorgonzalez: finde, du hast vollkommen recht, im endeffekt sind diese ratschläge von wegen: "geh doch in die wirtschaft oder in die pharmafirma" einfach nur sprüche von leuten, die keine ahnung haben.
Das sehe ich auch so. Man hört/liest hier immer wieder mal, daß man als Arzt ja sooo viel anderes machen kann, als Krankenhaus/Praxis. Fragt man dann nach, heißt es dann ziemlich undifferenziert: "Naja, Wirtschaft, Pharmafirmen, Journalismus halt".
Hatte ich auch schonmal irgendwo hier im Forum geschrieben, denn die Frage nach alternativen Berufsfeldern wird hier ja öfter mal gestellt.


leider ist es immer noch so, dass man im medizinstudium über die alternativen, die sich einem arzt zum klinikberuf bieten, ÜBERHAUPT NICHT informiert wird, was ich persönlich sehr schade finde.
gerade deshalb, weil das interesse an alternativen berufsfeldern ja immer mehr steigt.
Das Interesse an alternativen Berufsfelder steigt ja deswegen, weil einem während oder nach dem Studium auffällt, daß man die Krankenhaus-Leier nicht mitmachen möchte. Dann wird es halt für viele schwer, ohne weitere Berufsausbildung ein sogenanntes tolles "alterntives Berufsfeld" zu finden. Für "alternative Berufsfelder" gibt es halt schlicht und ergreifend auch andere Ausbildungen, als ein Medizinstudium.
Selbstverständlich ist es möglich, mit einem Medizinstudium in einem alternativen Berufsfeld unterzukommen. Aber man konkurriert mit allen anderen Bewerbern, die ebenfalls fachfremde Ausbildungen gemacht haben.

Nika79
22.11.2011, 08:16
das ist nicht ganz richtig, ein medizinstudium reicht für vieles schon aus. man muss sich halt eventuell erstmal mit einer traineestelle begnügen, wo man vielleicht nicht so viel verdient. habe zum beispiel eine bekannte, die in der kosmetikindustrie untergekommen ist.
das problem sehe ich eher darin, dass diese sogenannten "alternativen berufsfelder" auf den ersten blick auch wenig attraktiv erscheinen. studienbetreuungen oder controlling, etc sind irgendwie genau die sachen, auf die man früher nie bock hatte und ausserdem können sich die meisten auch nichts konkretes darunter vorstellen :-)
dieses problem liegt meiner meinung nach ganz klar auch an der struktur des studiums...medizin ist einfach zu sehr fokussiert auf eine klinische arbeit. leider :-) ein kleiner bwl-kurs könnte da keinem schaden, zumal viele ja auch mal selbständig sein werden...

Kackbratze
22.11.2011, 08:39
Auch wenn es sicherlich interessant klingt, noch ein bischen BWL hier, danach noch mehr Ethik da.
Die medizinischen Inhalte sind jetzt schon so vielfältig und müssen auch im Studium untergebracht werden, da sollte man von "Fachfremden" Inhalten ein wenig Abstand halten und sich bei Bedarf besser selber weiterbilden.

Feuerblick
22.11.2011, 09:18
Das Problem ist auch, dass man als Arzt (auch wenn ständig gejammert wird) eigentlich recht gut verdient. Für den Einstieg in alternative Berufsfelder muss man aber unter Umständen auch mal einen finanziellen Rückschritt einstecken, umziehen und ggf. eine Zeitlang wieder den Lehrling geben. Da viele Berufsfelder zumindest mal einen Facharzt vorgelegt bekommen wollen, ist das für viele trotz aller Ambitionen ein Schritt, den sie nicht gehen wollen. Klar... direkt nach der Uni wäre man noch bereit, weniger zu verdienen. Aber nach fünf Jahren? Es kommen nun mal nicht alle dort unter, wo das Geld an den Bäumen wächst.

Nika79
22.11.2011, 10:46
ach naja...wenn man sich hier manche beiträge so anguckt...der frustrationspegel ist dermassen hoch, das wird doch durch die paar hundert euro, die man mehr verdient nicht aufgewogen...das ist doch eine grundsätzliche entscheidung, die man da treffen muss.

Feuerblick
22.11.2011, 10:53
So isses, aber viele scheuen genau diese Entscheidung. Man weiss ja nicht, ob das Gras auf der anderen Seite wirklich grüner ist, muss aber unter Umständen deshalb sein gesamtes Leben in eine andere Stadt verlegen. Die Entscheidung IST nicht einfach... aber manchmal muss man sich eben zwischen Frustration und ggf. einem vergeblichen Versuch der Verbesserung entscheiden. Auch wenn man einiges an Gehalt einbüßt (sind schon wirklich ein PAAR hundert Euronen, die draufgehen bei so manch einem Job).

PsychoFan
22.11.2011, 20:30
Meiner Meinung nach macht es keinen Sinn aktuell vor dem FA in einen anderen Bereich zu wechseln. Die WB-Möglichkeiten sind in Deutschland optimal, wie nirgends auf der Welt.

Die sollte man nutzen. FA machen und ab ins Ausland. Wer Wert auf Lebensqualität legt sollte dabei durchaus nichteuropäisches Ausland in Erwägung ziehen.

Kackbratze
22.11.2011, 20:50
Die sollte man nutzen. FA machen und ab ins Ausland. Wer Wert auf Lebensqualität legt sollte dabei durchaus nichteuropäisches Ausland in Erwägung ziehen.

Oha, provokative These. Es gibt hier div. User, die auch das innereuropäische Ausland auf Grund der Lebensqualität empfehlen.

god0t
23.11.2011, 06:26
Ich finde, dass das hier ein sehr wichtiges und immens interessantes Thema ist und appeliere daher an alle auf einer freundschaftlichen Basis zu diskutieren und die Diskussion nicht mit Kommentaren wie "informiere Dich doch selber" zu ersticken. Auch ich fand die Wirtschaft Zeit meines Lebens wirklich attraktiv, allerdings hat sich für mich nie die Möglichkeit ergeben irgendwo reinzuschnuppern. Es ist daher wohl erforderlich sich selber zu bewerben, mit BWLern zu konkurrieren und sich seinen Weg zu suchen. In Zeiten von Ärztemangel und der Tatsache, dass man als Arzt fast sowieso jede Stelle bekommt, fehlt dem ein oder anderen sicherlich die Motivation.

Ich würde aber gerne mal bei sowas mitmachen. Welche Consoultingfirmen fallen Euch denn ein? Dann bewerbe ich mich da einfach mal und lasse Euch meine Erfahrungen wissen.