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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Doku "Konflikt Organspende"



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ehemaliger User_25062015
03.07.2013, 17:20
"Ich brauch die Organe nach meinem Tod zwar nicht mehr, aber wenn ich nicht weiß, ob sie auch dem "richtigen" gegeben werden, dann bekommt sie halt keiner. Ätsch."
So ungefähr könnte man das auch sagen.

Relaxometrie
03.07.2013, 17:23
Je weniger Leute spenden, desto größer ist der Mangel
Das ist logisch.


desto eher werden die (nach Deiner Argumentation) "falschen" Patienten ein Organ bekommen
Aber diese Erklärung verstehe ich nicht. Je größer der Mangel an Organen ist, desto strenger werden (im Idealfall) doch die Vergabekriterien. Und desto eher müsste also ein "falscher" Organempfänger (Drogen-, Alkoholabhängig) doch rausfliegen.

McDübel
03.07.2013, 17:27
- Schade ist es um die Leute, die wirklich darauf angewiesen sind, aber da man sich nicht sicher seien kann, wohin die Reise des Organs geht, geht das nunmal nicht.

Dieser Satz ist wirklich herzallerliebst! Ich hoffe doch für Dich oder Dein Dir nahestehendes Umfeld, dass Ihr niemals ein Ersatzorgan benötigt! Wäre ja fatal, wenn dann keine Organe zur Verfügung stehen würden, da leider eben auch viele andere so denken, wie Du. Seine Organe mit in die Kiste zu nehmen, macht angesichts der Lage, nämlich "Mangelware Organ", schon viel mehr Sinn. Hast Recht!

Evil
03.07.2013, 19:29
Je größer der Mangel an Organen ist, desto strenger werden (im Idealfall) doch die Vergabekriterien. Und desto eher müsste also ein "falscher" Organempfänger (Drogen-, Alkoholabhängig) doch rausfliegen.
Eben nicht.
Die Minderheit derjenigen, die sich "unrechtmäßig" ein Organ "ergaunern" (wohlgemerkt handelt es sich ja hier nur um wenige, das sollte man bei allen Stammtischparolen nicht vergessen!), sind ja offensichtlich besser in der Lage, die Schwachstellen des Systems auszunutzen und sich durchzusetzen. Wenn jetzt durch strengere Regeln der "Selektionsdruck" erhöht wird, profitieren da logischerweise diejenigen, die das System am besten zu nutzen verstehen.
Und das sind wahrscheinlich nicht diejenigen, die sich brav an die Spielregeln halten.

Dagegen hilft nur mehr Spendenbereitschaft. Angesichts der geringen Mißbrauchszahlen halte ich das für die beste Lösung, auch vom ethischen Standpunkt her.

Relaxometrie
03.07.2013, 21:21
Die Minderheit derjenigen, die sich "unrechtmäßig" ein Organ "ergaunern" (wohlgemerkt handelt es sich ja hier nur um wenige, das sollte man bei allen Stammtischparolen nicht vergessen!), sind ja offensichtlich besser in der Lage, die Schwachstellen des Systems auszunutzen und sich durchzusetzen. Wenn jetzt durch strengere Regeln der "Selektionsdruck" erhöht wird, profitieren da logischerweise diejenigen, die das System am besten zu nutzen verstehen.

Ganz unabhängig von Stammtischparolen, und einfach mal davon ausgehend, daß ein gesellschaftlicher Konsens über die Vergabekriterien bestünde (der ganz vereinfacht dargestellt wohl in die Richtung geht "erstmal mitten im Leben stehende Personen und Kinder.......wenn dann noch Organe vorhanden sind, können die auch an weniger geeignete Personen vergeben werden):
Wenn man vom Austricksen des Systems ausgeht, hast Du mit der Annahme Recht, daß eine Reduktion der Organzahlen dazu führt, daß diejenigen mit der besten Taktik ein Organ ergaunern würden.
Wenn man naiverweise von einer seriösen Vergabe ausgeht, würde die Verringerung der Organzahlen eher dazu führen, daß der Personenkreis der für ungeeignet gehaltenen Personen weniger Chancen auf ein Spenderorgan hätte.

daCosta
04.07.2013, 02:02
Ganz unabhängig von Stammtischparolen, und einfach mal davon ausgehend, daß ein gesellschaftlicher Konsens über die Vergabekriterien bestünde (der ganz vereinfacht dargestellt wohl in die Richtung geht "erstmal mitten im Leben stehende Personen und Kinder.......wenn dann noch Organe vorhanden sind, können die auch an weniger geeignete Personen vergeben werden):
Wenn man vom Austricksen des Systems ausgeht, hast Du mit der Annahme Recht, daß eine Reduktion der Organzahlen dazu führt, daß diejenigen mit der besten Taktik ein Organ ergaunern würden.
Wenn man naiverweise von einer seriösen Vergabe ausgeht, würde die Verringerung der Organzahlen eher dazu führen, daß der Personenkreis der für ungeeignet gehaltenen Personen weniger Chancen auf ein Spenderorgan hätte.

Das sehe ich auch so. Es wird ja möglich sein ein ähnliches System wie in Spanien oder Frankreich zu etablieren, wo die Spendenbereitschaft höher ist, es keinen solchen Mißbrauch gibt und es auch nicht Bonus-Zielleistungsverträge für Organe gibt (soweit ich informiert bin).
Diese Sicherheit möchte ich auch hier haben, ich denke dann wird die Spendenbereitschaft auch wieder steigen.
Allein bin ich offensichtlich nicht mit der Meinung.

Evil
04.07.2013, 06:09
Mir ist durchaus das "Dilemma" bewusst, aber wie sonst können die Verantwortlichen zur Ordnung gerufen werden?
Achso, Du meinst, durch Deinen Boykott werden Verantwortliche zur Ordnung gerufen und das System geändert. Dann ist ja alles klar.

Brutus
04.07.2013, 08:45
Genau das ist die Kehrseite der Medaille, die ich auch zutiefst bedaure.
Leider macht es für mich jedoch keinen Sinn Organe für Mißbrauch freizugeben. Gerade in den Fällen Herz und Leber hat man leider nicht die entsprechende Sicherheit. Ich bin doch kein kostenloser Gebrauchtwarenladen, der zur Lohnaufbesserung dient.
Und das Organ ist auch zu schade, um nach den falschen Kritierien vergeben zu werden.
Was ist das denn für eine Logik? Ein Organ ist zu schade, um nach falschen Kriterien vergeben zu werden? Stattdessen willst Du es lieber von Maden fressen lassen? Also wenn DAS keine Verschwendung ist, und nach falschen Kriterien ein Organ in den Müll gekippt wird, was denn dann???


Entschuldige es wurde nachgewiesener Maßen an Vergabekriterien manipuliert. Und ja ich bleibe dabei, wenn man (immer noch) abhängig ist von Alkohol oder Amphetaminen ist man nicht geeignet für eine Transplantation eines Herzens oder einer Leber. Die Organe sind dafür zu schade. Es gibt genug Leute auf der Warteliste.
Mir ist durchaus das "Dilemma" bewusst, aber wie sonst können die Verantwortlichen zur Ordnung gerufen werden?
Die gleiche verquere Logik! Es gibt genug Leute auf der Warteliste, aber weil ein evtl. Abhängiger ein Organ (in Deinen Augen zu Unrecht) kriegen könnte, nimmst Du die Organe lieber mit in die Kiste! Schade für die Leute, die wirklich ein Organ brauchen, auch in Deinen Augen zu Recht, aber aus Prinzip sollen die eben mit hängen... :-kotz


Das sehe ich auch so. Es wird ja möglich sein ein ähnliches System wie in Spanien oder Frankreich zu etablieren, wo die Spendenbereitschaft höher ist, es keinen solchen Mißbrauch gibt und es auch nicht Bonus-Zielleistungsverträge für Organe gibt (soweit ich informiert bin).
Diese Sicherheit möchte ich auch hier haben, ich denke dann wird die Spendenbereitschaft auch wieder steigen.
Allein bin ich offensichtlich nicht mit der Meinung.
Quellen?
Warum wird denn in Spanien so viel transplantiert? Liegt wohl am anderen System. Da musst Du nämlich AKTIV Widerspruch einlegen. Ansonsten bist Du freigegeben zum Ausnehmen. Ich möchte nicht wissen, wieviele Spanier sich schlichtweg NIE Gedanken darum gemacht haben, was im Falle eines Hirntodes mit ihnen passiert. Übrigens genauso wie in Deutschland! Auch hier macht sich doch niemand Gedanken über Tod, Organspende, Patientenverfügung oder Betreuungsvollmachten!
Nur dass in Spanien die Rechtslage eben so aussieht, dass man, so man keinen Widerspruch findet, die Organe zur Transplantation freigibt, in Deutschland aber eben nach einem Einverständnis suchen muss, oder über die Angehörigen erfragen muss!
Und die Aussage "Diese Sicherheit möchte ich auch hier haben, ich denke dann wird die Spendenbereitschaft auch wieder steigen" ist in diesem Zusammenhang dann natürlich ein Witz! Nur weil die "Beweißlast" einfach umgedreht wird, steigt nicht die Spendebereitschaft, sondern einfach die, dann gesetzeskonforme, Entnahme der Organe. Und zwar, weil DU eben nicht Widerspruch eingelegt hat... Weil, kann DIR ja in jungen Jahren nix passieren, warum sollte ich sowas machen?!?!
"Sicherheit" geht in meinen Augen anders!

WackenDoc
04.07.2013, 09:03
Ein bischen hört sich das ja an, als ob in Deutschland wild Organe an die verschachert werden, die am meisten dafür löhnen.
Da hat die Berichterstattung im Zusammenhang mit dem vergangenen Skandal ja ganze Arbeit geleistet.

daCosta
04.07.2013, 11:21
Achso, Du meinst, durch Deinen Boykott werden Verantwortliche zur Ordnung gerufen und das System geändert. Dann ist ja alles klar.

Tja was bleibt einem denn übrig als kleines Rädchen im System, das brav die Beiträge und die Transplantationen mitbezahlt. Das ist die einzige Möglichkeit seine Ablehnung zu zeigen.


Was ist das denn für eine Logik? Ein Organ ist zu schade, um nach falschen Kriterien vergeben zu werden? Stattdessen willst Du es lieber von Maden fressen lassen? Also wenn DAS keine Verschwendung ist, und nach falschen Kriterien ein Organ in den Müll gekippt wird, was denn dann???


Die gleiche verquere Logik! Es gibt genug Leute auf der Warteliste, aber weil ein evtl. Abhängiger ein Organ (in Deinen Augen zu Unrecht) kriegen könnte, nimmst Du die Organe lieber mit in die Kiste! Schade für die Leute, die wirklich ein Organ brauchen, auch in Deinen Augen zu Recht, aber aus Prinzip sollen die eben mit hängen... :-kotz

Quellen?
Warum wird denn in Spanien so viel transplantiert?(...) Und zwar, weil DU eben nicht Widerspruch eingelegt hat... Weil, kann DIR ja in jungen Jahren nix passieren, warum sollte ich sowas machen?!?!
"Sicherheit" geht in meinen Augen anders!



Ja das Organ ist echt zu schade dafür. Es ist doch unmöglich, dass jemand sein Gehalt durch möglichst viele Transplantationen aufbessern kann.
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/praemien-fuer-transplantationen-morbus-oeconomicus-1.1430357
So eine Transplantation sollte nach medizinischer Indikation erfolgen und nicht aus ökonomischen Gründen.
Das geht einfach so nicht.

Mir war die Widerspruchsregelung in Spanien durchaus bekannt. Aber das ist nicht der einzige Grund für die hohe Spendenbereitschaft dort. Mir gehts vor allem darum, dass dort anscheinend Organe beim richtigen Patienten landen und es keine finanziellen Anreize gibt möglichst viel zu transplantieren.
Auch hier kann man die Angehörigen bzw. gesetzlichen Betreuer fragen, ob der Patient für eine Organspende zur Verfügung steht. Die Organisation von Organspende ist jetzt nochmal ein anderes Thema.
Mir geht es um die falsche Vergabe von Organen sowie die Manipulation von Spenderdaten aus ökonomischen Anreizen. Solang das so bleibt und es keine 100% Sicherheit gibt, was ja die sehr zahlreichen Unregelmäßigkeiten gezeigt haben, werden viele Bürger nicht zur Organspende bereit sein.
Nebenbei: Hier wurde beispielsweise 2010 die LTX wiederaufgenommen und zwar in großer Stückzahl, gerüchteweise soll ein Großteil des Pflegepersonal der operativen Intensivmedizin seine Leber aus dem Spenderausweis inzwischen gestrichen haben.


Ein bischen hört sich das ja an, als ob in Deutschland wild Organe an die verschachert werden, die am meisten dafür löhnen.
Da hat die Berichterstattung im Zusammenhang mit dem vergangenen Skandal ja ganze Arbeit geleistet.

Naja schon allein die Tatsache, dass es eine Bonus-Zielleistungsvergütung gibt, zeigt ja, dass es falsche Anreize gibt und somit so manches schwarze Schaf in Versuchung geführt wird.
Sofern Verträge nicht offen gelegt werden, Bonus-Zielleistungs-verträge abgeschafft werden und keine 100% Transparenz herrscht, wird die Bereitschaft Organe zu spenden nicht zunehmen. Und das kann ich auch verstehen.


Und besonders vertrauenserweckend sind solche Berichte über Unregelmäßigkeiten, die ja oft nicht grundlos sind, auch nicht: http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/aktuelle_stunde/videoauffaelligkeitenbeilebertransplantationen100. html#banner

Brutus
04.07.2013, 11:59
Tja was bleibt einem denn übrig als kleines Rädchen im System, das brav die Beiträge und die Transplantationen mitbezahlt. Das ist die einzige Möglichkeit seine Ablehnung zu zeigen.


Ja das Organ ist echt zu schade dafür. Es ist doch unmöglich, dass jemand sein Gehalt durch möglichst viele Transplantationen aufbessern kann.
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/praemien-fuer-transplantationen-morbus-oeconomicus-1.1430357
So eine Transplantation sollte nach medizinischer Indikation erfolgen und nicht aus ökonomischen Gründen.
Das geht einfach so nicht.
Und? Hast Du auch so einen Vertrag? Da ja die Hälfte aller neuen Arztverträge mittlerweile Bonuszahlungen vorsieht! Selten so einen Quatsch gelesen. Und ein Kommentar von Nina Hardenberg ist jetzt auch nicht die fundierte Meinung, über Organspende zu diskutieren. Davon ab: 1500€ Bonus für eine Leber? OK. Dafür muss er die aber auch erstmal bekommen. Und da die Organe zumindest in Deutschland von Eurotransplant verteilt werden, muss er da entweder gute Gründe angeben, oder Akten frisieren. :-nix
Und dass die Klinikleitungen diese Bonuszahlungen an die Chefs geben ist doch klar. Solange die Politik sowas fördert (Mindestzahlen für Zentren, sonst eben kein Transplantzentrum mehr) wird eben von jedem Transplantationszentrum versucht, Patienten zu aquirieren... Und wer sonst, wenn nicht die CÄ kann man denn als glorreiche Koniferen dahin stellen? Die Verwaltungsmenschen? Die kennt doch keiner!


Mir war die Widerspruchsregelung in Spanien durchaus bekannt. Aber das ist nicht der einzige Grund für die hohe Spendenbereitschaft dort. Mir gehts vor allem darum, dass dort anscheinend Organe beim richtigen Patienten landen und es keine finanziellen Anreize gibt möglichst viel zu transplantieren.
Hast Du dazu Quellen? Woher kommt diese hohe Meinung vom spanischen Gesundheitssystem? Ich habe anderes gehört (persönlich betroffen). Natürlich haben die auch ein hohes finanzielles Interesse, zu behandeln, zu operieren und zu transplantieren. Und ob da wirklich nur die in Deinen Augen "guten" Patienten ein Organ bekommen, wage ich zu bezweifeln. Es sei denn, Du meinst mit "richtigen Patienten" diejenigen, die sich die OP leisten können... :-nix


Auch hier kann man die Angehörigen bzw. gesetzlichen Betreuer fragen, ob der Patient für eine Organspende zur Verfügung steht. Die Organisation von Organspende ist jetzt nochmal ein anderes Thema.
Ja, aber in Spanien musst Du eben nicht die Angehörigen fragen. Der Patient hat der Organentnahme nicht widersprochen - ZACK liegt er im OP. Und versuch doch mal in Deutschland mit den Angehörigen zu diskutieren, was der mutmaßliche Wille des Patienten ist / war. Da muss noch Oma Hilde, Onkel Franz, Schwippschwager Gerd und Neffe Kevin gefragt werden. Und wer ist eigentlich der Betreuer?


Mir geht es um die falsche Vergabe von Organen sowie die Manipulation von Spenderdaten aus ökonomischen Anreizen. Solang das so bleibt und es keine 100% Sicherheit gibt, was ja die sehr zahlreichen Unregelmäßigkeiten gezeigt haben, werden viele Bürger nicht zur Organspende bereit sein.
Was ist denn eine "falsche" Vergabe von Organen? Auch der in Deinen Augen "falsche" Patient hat doch das Organ gebraucht! Ist ja nicht so, dass mir eine Zweitleber eingebaut wird, damit ich Samstag Abend die doppelte Menge Veltins + zu späterer Stunde 25j. alten Lagavulin trinken kann. Und willst DU wirklich entscheiden, dass Schantall das Herz nicht verdient hat, Oma Edeltraud aber schon? Willst Du Kevin für Jugendsünden bestrafen und ihm deshalb das dringend benötigte Organ vorenthalten? Die zahlreichen Unregelmäßigkeiten betreffen ja vor allem die Vergabe an die Zentren. Dass die Patienten die Organe benötigt haben, stellt doch bitte hoffentlich niemand in Frage...


Nebenbei: Hier wurde beispielsweise 2010 die LTX wiederaufgenommen und zwar in großer Stückzahl, gerüchteweise soll ein Großteil des Pflegepersonal der operativen Intensivmedizin seine Leber aus dem Spenderausweis inzwischen gestrichen haben.
Was für ein Schwachsinn! Wenn ich tot bin, dürft ihr mein Herz, meine Lunge, meine Augen meine Bauchspeicheldrüse und alles andere Geschlonz haben, aber meine Leber, die sollen die Regenwürmer kriegen. Weil ich mag die Säufer nicht. Und deshalb sollen die doch krepieren?! :-nix


Naja schon allein die Tatsache, dass es eine Bonus-Zielleistungsvergütung gibt, zeigt ja, dass es falsche Anreize gibt und somit so manches schwarze Schaf in Versuchung geführt wird.
Sofern Verträge nicht offen gelegt werden, Bonus-Zielleistungs-verträge abgeschafft werden und keine 100% Transparenz herrscht, wird die Bereitschaft Organe zu spenden nicht zunehmen. Und das kann ich auch verstehen.
Die Bereitschaft Organe zu spenden liegt nicht an der fehlenden Transparenz. DAS ist nur ein Vorwand, sich nicht weiter damit beschäftigen zu müssen!
Die Bonus-Zielleistungsverträge resultieren aus dem deutschen System, wie oben schon geschrieben.
Und zu den Transplantationen: da die Organe ja von Eurotransplant dezentral nach Prüfung und Datenlage vergeben werden, ist eine Transparenz doch gegeben. Klar, wenn die Akten frisiert werden und Laborwerte gefälscht, dann ist das ein Vertrauensmissbrauch. Aber die Vergabe an sich durch Eurotransplant ist doch schon nachvollziehbar und transparent!

Davon ab: wenn Du Deine Organe nicht spenden willst, sondern lieber mit in die Kiste / Urne nehmen willst, warum sagst Du das nicht einfach? Da braucht man doch keine hervorgeholten Argumente über Organhandel, fehlender Transparenz oder sonstwas. Nur bitte nicht die Verstöße einzelner als Argument für die fehlende Bereitschaft in der Bevölkerung heranziehen...
:-meinung

daCosta
04.07.2013, 14:02
1500€ für eine Leber? Das geht mal garnicht: Lieber ein vernünftiges festes Gehalt und dafür die richtige Indikation zur Transplantation stellen.
Zur Widerspruchsregelung: Waren es früher noch 20%, die der Organentnahme widersprochen haben, sind es heute 40% zumindest an diesem Haus. Deutschlandweit habe ich keine Zahlen.

Also du würdest ernsthaft deine Leber einem Alkoholiker, der wohlgemerkt kurz nach der Transplantation in dunklen Ecken sich mit Flaschen beschäftigt, deine Leber spenden? Macht die ganze Arbeit da eigentlich noch Sinn? Was ist mit den anderen Leuten, die aufgrund einer Autoimmunhepatitis ein Organ brauchen?

Yep die Vergabe von Eurotransplant ist transparent, aber selbst da wird seitens einer sehr renommierten, altehrwürdigen UNIKLINIK (nicht irgendeine Klitsche nahe Kloster Kalthental) gemauschelt mittels gefälschter Laborwerte und die Leber geht ab nach Jordanien. Auch fragwürdig warum die Jordanier ihren Wohnsitz in einer deutschen Uniklinik haben?
Und für die Transplantation kriegt besagter Arzt auch nochmal 5000$ getarnt unter dem Deckmantel "Entwicklungshilfe" und alles abgesegnet durch eine Uniklinik. Und dann gibt es ja auch noch das Schnellverfahren, was weniger transparent ist oder?
Die Vergabe muss von staatlicher Seite geregelt werden.

Ich habe gut begründet, warum ich der Organspende bei bestimmten Organen eher ablehnend gegenüber stehe (Bonus-Zielleistungsverträge, Unregelmäßigkeiten bei der Indikationsstellung, persönliche Erfahrungen) . Grundsätzlich bin ich bereit meine Organe zu spenden und war es ja auch jahrelang.
Meinst du denn die sinkende Bereitschaft zur Organspende kommt einfach so?
Dann muss das deutsche System halt reformiert werden, es muss einfach weniger Zentren geben wie die DGCH auch fordert und solche Zielleistungs-Bonus-Verträge sollen damit verschwinden. Die Vergabe muss von einer staatlichen Institution verwaltet werden wie es in anderen Ländern auch Gang und Gebe ist: http://www.zeit.de/2013/03/Organtransplantation-Kontrolle-Vergabe-Leipzig/seite-2
Dann würde die Bereitschaft auch wieder zunehmen Organe zu spenden. Ungereimheiten gab es ja nicht nur in Göttingen und Regensburg (das sind schon 2 Unikliniken), sondern auch in Leipzig und München. Bei 44 Zentren sind 4 schon in Unregelmäßigkeiten verwickelt, ich würde bei einer Quote von ca. 9% nicht gerade von einem Einzelfall ausgehen.

Strodti
04.07.2013, 14:23
Ehrlich gesagt, hab ich da gar kein schlechtes Gefühl bei, wenn ein Alkoholiker mit meiner Leber noch ein paar Jahre weitertrinken kann... der kann da mehr mit anfangen als ich in der Kiste. Dabei sind die Spenderegularien doch eigentlich ganz gut.
Mein einziger Grund einer Spende zu wiedersprechen wäre, wenn meine Partnerin Angst vor äußeren Entstellungsmerkmalen hat. Bei der Korneaspende zum Beispiel. Sie muss meinem Anblick noch ne eine Weile im Kopf mit sich tragen. Mir wird es ziemlich egal sein. Alles was noch gut ist kann gespendet werden.

Ein Bonus für einen skrupellosen Oberarzt ist natürlich ethisch höchst skandalös. Aber solange eine Chance besteht, dass mein Organ einem Patienten hilft ist es mir das wert.

Evil
04.07.2013, 14:52
Meinst du denn die sinkende Bereitschaft zur Organspende kommt einfach so?
Wahrscheinlich haben die meisten genausowenig Ahnung wie Du und etwas verquere ethische Ansichten à la "der Alkoholiker verdient meine Leber nicht, der sollgefälligst krepieren, aber weil er sie bekommen könnte, enthalte ich sie auch dem Autoimmun-Szirrotiker vor".


Ich habe gut begründet, warum ich der Organspende bei bestimmten Organen eher ablehnend gegenüber stehe:-))

daCosta
04.07.2013, 15:37
Doch der Alkoholiker mit HCC darf gern meine Leber haben, aber er soll auch trocken sein und bleiben. Das ist etwas halbherzig sonst. Und unverschämt finde ich es sich vor und danach sich mit seinen Getränken mehr oder weniger zu präsentieren.


Warum zitierst du nicht die Begründung mit: Bonus-Zielleistungsverträge, Unregelmäßigkeiten bei der Indikationsstellung, persönliche Erfahrungen....und ich vergaß: fehlende staatliche Kontrolle.

Und da ich ja so dumm bin, dann erklär mir doch mal warum es in Ordnung ist, wenn 1500€ für ne Leber rüberwachsen zu lassen oder warum 5000$ als Zusatzverdienst in Jordanien anfallen für ne Eurotransplantleber.
Genauso wie das Fälschen von Laborwerten und Dialyseprotokollen. Einfach weiter machen?
Muss jeder für sich wissen, ich find das geht nicht.

par
04.07.2013, 15:51
Ich finde das eigentlich ganz schön geschrieben:

Aber solange eine Chance besteht, dass mein Organ einem Patienten hilft ist es mir das wert.


Einfach weiter machen?Muss jeder für sich wissen, ich find das geht nicht.Natürlich nicht!! Aber das Verweigern der Organspende verhindert das leider nicht.

Brutus
04.07.2013, 16:27
1500€ für eine Leber? Das geht mal garnicht: Lieber ein vernünftiges festes Gehalt und dafür die richtige Indikation zur Transplantation stellen.
Zur Widerspruchsregelung: Waren es früher noch 20%, die der Organentnahme widersprochen haben, sind es heute 40% zumindest an diesem Haus. Deutschlandweit habe ich keine Zahlen.
Meine Güte. Wo arbeitest Du nochmal? Wenn die Verwaltungen mittlerweile dazu übergehen, den leitenden Ärzten eben die Privatliquidation abzunehmen, dazu ein Gehalt nach TVÄ Stufe 4 zu geben und darauf eben ein variables Gehalt, gemessen am "Erfolg" der Klinik, dann ist das exakt das gleiche, was in der freien Wirtschaft passiert. Das mag ethisch nicht in Ordnung sein. Allerdings musst Du eben auch die Fakten sehen: die Zeiten, in denen Du als CA von und durch die Privatpatienten auf Dein Endgehalt gekommen bist, die sind dank der ganzen BWL-Geschäftsführer in den Kliniken vorbei. Die Klinik muss Gewinn machen, koste es was es wolle! Und dafür müssen eben die CÄ auf die Liquidation verzichten. Damit sie trotzdem noch "gerne" CÄ bleiben, bietet man ihnen halt "Anreize". Dass jetzt als Statement gegen die Organspende zu nehmen, ist irgendwie auch ziemlich beschränkt...
Und nochmal: 1500€ für eine Leber hat schon irgendwie ein Geschmäckle... Allerdings gibt es da ja auch keine "Garantie" drauf. Wenn Leber aus ist, dann gibt es auch keine Boni. Und wenn diese 1500€ eben in Dein Gehalt eingerechnet sind, dann merkst Du am Ende des Monats schon einen ordentlichen Einbruch in der persönlichen Finanzwelt.
Wenn Du das ändern willst, dann sieh zu, dass die Aktienschubser aus den Verwaltungen gedrückt werden...
Aber noch einmal: deswegen zu sagen, ich behalte lieber meine Organe ist schon merkwürdig.


Also du würdest ernsthaft deine Leber einem Alkoholiker, der wohlgemerkt kurz nach der Transplantation in dunklen Ecken sich mit Flaschen beschäftigt, deine Leber spenden? Macht die ganze Arbeit da eigentlich noch Sinn? Was ist mit den anderen Leuten, die aufgrund einer Autoimmunhepatitis ein Organ brauchen?
JA! Es ist doch ganz einfach: ich brauche sie nicht mehr. Und ich überlasse meine Organe lieber Menschen, die sie noch gebrauchen können, als den Regenwürmer und Maden im Torfboden.
Und zu Deinen Argumenten: warum sollte der Alloholiker die Leber nicht bekommen, wenn sie ihm doch passt? Was bringt dem Patienten mit der HCC eine Leber, die nicht kompatibel ist? Ich denke schon, dass die Prioritäten bei Eurotransplant schon so verteilt sind, dass die Lebenserwartung der einzelnen Empfänger als Kriterium irgendwie mit einfließt. Und da dürfte der junge Patient mit kaputter Leber ohne sonstigen Laster wohl schon etwas höher im Kurs stehen, als der alte Säufer von nebenan aus der Trinkhalle in Bottrop-Rauxel...


Yep die Vergabe von Eurotransplant ist transparent, aber selbst da wird seitens einer sehr renommierten, altehrwürdigen UNIKLINIK (nicht irgendeine Klitsche nahe Kloster Kalthental) gemauschelt mittels gefälschter Laborwerte und die Leber geht ab nach Jordanien. Auch fragwürdig warum die Jordanier ihren Wohnsitz in einer deutschen Uniklinik haben?
Und für die Transplantation kriegt besagter Arzt auch nochmal 5000$ getarnt unter dem Deckmantel "Entwicklungshilfe" und alles abgesegnet durch eine Uniklinik. Und dann gibt es ja auch noch das Schnellverfahren, was weniger transparent ist oder?
Die Vergabe muss von staatlicher Seite geregelt werden.
Wie weiter oben schon gesagt: die Täuschung ist sicherlich ein Vertrauensbruch und muss aufgeklärt werden. Allerdings sehe ich nicht, dass die staatliche Seite irgendwas anders gemacht hätte. Denn ob jetzt Eurotransplant angelogen wird, oder eben eine staatliche Stelle... ändern wird das nix. Sowas kommt irgendwann viel später ans Tageslicht. Und dann? Willst Du dann die staatlichen Stellen gegen irgendeine andere, dann wieder private, Institution austauschen?
Ich sehe eher ein Problem damit, dass die Vergabe durch eine staatliche Stelle vielmehr Probleme machen würde. Staatliche Stelle -> Beamte -> 24h erreichbar? - Totschlagen zur Formulare... etc. etc...


Ich habe gut begründet, warum ich der Organspende bei bestimmten Organen eher ablehnend gegenüber stehe (Bonus-Zielleistungsverträge, Unregelmäßigkeiten bei der Indikationsstellung, persönliche Erfahrungen) . Grundsätzlich bin ich bereit meine Organe zu spenden und war es ja auch jahrelang.
Und ich glaube, dass wir Dir mittlerweile aufgezeigt haben, dass Du mit der Einstellung nur den Patienten schadest. Nicht dem System. :-nix


Meinst du denn die sinkende Bereitschaft zur Organspende kommt einfach so?
Dann muss das deutsche System halt reformiert werden, es muss einfach weniger Zentren geben wie die DGCH auch fordert und solche Zielleistungs-Bonus-Verträge sollen damit verschwinden.
Es ist aber schon eine gewagte Annahme, dass mit weniger Zentren die Boniverträge verschwinden würden! Glaubst Du ernsthaft, dass damit die Denkweise einer Verwaltung verändert wird? Die sind doch froh und zufrieden, wenn man einen CA mit einem möglichst geringen Grundgehalt und einem variablen Anteil am Gewinn abspeisen kann. Und da ändert es auch nix, wenn ein paar Zentren geschlossen werden. Und dann denk mal drüber nach, wer in der DGCH drin sitzt / wer sie bildet. Natürlich wird da versucht, zuerst mal das eigene "große" Haus noch weiter auszubauen. Dieses Prinzip geht doch bis in die kleinsten Wald- und Wiesenklitschen runter. Wenn ich dem Gegner das Transplantzentrum abnehmen kann, dann kann ich noch mehr operieren (und Boni abgreifen)...

Die Vergabe muss von einer staatlichen Institution verwaltet werden wie es in anderen Ländern auch Gang und Gebe ist: http://www.zeit.de/2013/03/Organtransplantation-Kontrolle-Vergabe-Leipzig/seite-2
Und zu der staatlichen Verwaltung: bis die sich entschlossen haben, ein Organ freizugeben, ist das in der Tiefkühltruhe schon angefangen zu gammeln...


Dann würde die Bereitschaft auch wieder zunehmen Organe zu spenden. Ungereimheiten gab es ja nicht nur in Göttingen und Regensburg (das sind schon 2 Unikliniken), sondern auch in Leipzig und München. Bei 44 Zentren sind 4 schon in Unregelmäßigkeiten verwickelt, ich würde bei einer Quote von ca. 9% nicht gerade von einem Einzelfall ausgehen.
Nochmal: Du gehst davon aus, dass da evtl. Menschen sind, die mal einen Organspendeausweis hatten und ihn aufgrund der Vorkommnisse in ein paar Zentren weggeschmissen hätten. DAS glaube ich nicht! Diese Menschen hatten auch vorher noch nie einen Organspendeausweis und nehmen jetzt die Skandale zum Anlass, sich auch in der Zukunft nicht damit näher befassen zu müssen. Denn es ist ja auch viel einfacher, sich nicht mit dem eigenen Tod auseinander setzen zu müssen...


Ein Bonus für einen skrupellosen Oberarzt ist natürlich ethisch höchst skandalös. Aber solange eine Chance besteht, dass mein Organ einem Patienten hilft ist es mir das wert.
Danke!

daCosta
04.07.2013, 18:27
Also für mich gehen diese Boniverträge garnicht. Man kann auch nicht die Gesetze der Marktwirtschaft 1:1 auf die Medizin übertragen. Es sollte ja nicht so kommen, dass die Indikation zur OP möglichst großzügig gestellt wird, nur um zu Verdienen. Ich hab nix gegen ein angemessenes Gehalt, aber das sind falsche Anreize.
Da man nicht das Grundgehalt kennt, bleibt es Spekulation, ob der CA in Göttingen es wirklich nötig gehabt hat die 1500€ pro Leber zu bekommen. Vielleicht hätte er auch einen Vertrag mit etwas höheren Grundgehalt genommen. Stellen für Lebertransplanteure gibts ja nicht gerade en masse. Aber es bliebt Spekulation.

Nebenbei wurden diese Verträge ja in Unikliniken ausgehandelt, die ja eh immer noch Topf XY aus Landesmitteln haben und immer wieder betonen wie wichtig ihre Funktion und eben auch die damit verbundenen Kosten seien.
Das muss erst geändert werden.

Es ist ja bekannt, dass man hohe Fallzahlen brauch als Zentrum (macht auch Sinn wegen der Erfahrung). Nur blöd ist es, wenn es soviele Zentren gibt und die alle hohe Fallzahlen brauchen.
Und zu der staatlichen Stelle für die schnelle Vergabe: Das wird ja auch so in Frankreich und Spanien so gehabt, die Zahlen und Skandalfreiheit dort (siehe Zeitartikel vom letzten Post) zeigen, dass das geht. Da werden wohl kaum Beamte sitzen, die um 16 Uhr das Licht ausmachen.

Es ist jetzt viel Vertrauen verloren gegangen und die Entwicklung wird zeigen, ob man der Transplantationsmedizin demnächst wieder vertrauen kann.

Brutus
04.07.2013, 19:04
Sag mal daCosta, wie lange arbeitest Du schon als Assistenzarzt? 2 Jahre? 3 Jahre? Wieviel Kontakt hattest Du in der Zeit zu der Verwaltung? Vor allem in Vertrags- / Tariffragen? Rein interessehalber... Nur um Deine Aussagen so halbwegs einordnen zu können.
Natürlich kann man die Gesetze der Marktwirtschaft nicht auf ein KH übertragen. Aber ich verrate Dir ein Geheimnis: die Verwaltungsmenschen versuchen es trotzdem!
Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass ein CA einer Abteilung es nicht nötig hat, einen Bonus zu kassieren. Er wird auch ohne Überleben... Aaaaber: Wenn Du Dir mal die Tarifverträge ansiehst, dann findest Du dort eine Gruppe "leitende Ärzte". Diese Gruppe wird auch gerne mal für CÄ verwendet... mit der Zusage besagter Boni. Und nun rechne mal: Grob 8200€/Monat als Anfangsgehalt, Steigerung bis auf 9250€/Monat nach mehreren Jahren. Macht 110.000€ im Jahr... BRUTTO.
Und nun vergleich das mal mit den "alten" CA-Verträgen. Dass da manchen CÄ die Tränen kommen, kann ich wohl nachvollziehen!
Und wie schon weiter oben gesagt: wenn Du was ändern willst, dann musst Du die BWLer aus den Geschäftsführersesseln vertreiben. Denn solange DIE in KH das Sagen haben, solange wirst Du in denselben wirtschaftsähnliche Verhältnisse haben.

Zu der unheimlich wichtigen Verstaatlichung der Organvergabe hast Du immer Frankreich und Spanien eingebracht. Zwei Länder mit einem Gesundheitssystem, wo ICH deutlich weniger Vertrauen zu habe, als zu dem in Deutschland. Als Gegenbeispiel sei mal Norwegen genannt. Die haben ein System wie Eurotransplant. Und laut eigener Aussage ebenfalls ohne Skandale. Wie gesagt, wenn ich beschei$$en will, dann tue ich das. Egal ob da ein staatliches Organ hinter steht, oder ob da eine private Stiftung / Firma / wasauchimmer ist...

Hypnos
04.07.2013, 20:33
Boni - Chefärzte - Zielvorgaben... Die Rechnung ist doch ganz einfach:

Was ist der Unterschied zwischen einem Mann mit sieben Millionen (€) und einem Mann mit sieben Kindern?

Richtig. Der mit 7 Millionen will mehr...^^

Hypnos, der gottlob nie was mit den "dubiosen" Strukturen im Transplantationswesen zu tun hatte...