Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : MÜSSEN Ohren im OP bedeckt sein?!
Teilweise hat man die Uhr durch die Handschuhe hindurchschimmern sehen; und einer der urologischen Oberärzte hatte immer eine dicke Goldkette um.
Manche hatten sogar auch noch ihre Privatsocken bei den OPs an.
Flauscheding
06.02.2012, 01:16
... jaja, die gemeine Privatsocke ...
Mir ist es ehrlich gesagt gänzlich neu, dass private Socken im OP verboten seien, ob nun am Tisch oder drum herum ...
...oder wie oft werden bei euch die OP Leuchten geputzt? Oder die herumstehenden Wägen?...
Nach jeder OP.
StellaMaris
06.02.2012, 11:25
[...]
Wie ist das eigentlich mit Kontaktlinsen? Nur so interessehalber, tragen tu ich keine.
Kann mir nicht vorstellen, dass gegen Linsen was einzuwenden ist. Fände ich sogar besser, mir ist es bei Famulaturen teilweise passiert, dass je nach Kopfhaltung und Sitz des Mundschutzes plötzlich die Brille anfing zu beschlagen, das ist schon eher unangenehm.
Bei Linsen ist es mir auch noch nie passiert, dass spontan eine rausgefallen wäre - ich trage weiche, weiß nicht, ob das bei harten vielleicht vorkommt.
Markus-HEX
06.02.2012, 12:19
Ich hab mir wirklich schonmal Gedanken gemacht, ob man den Patienten während einer OP nicht in so einen "brutkastenartigen" Kasten legen könnte, nur mit Löchern, über die Hände und Instrumente eingeführt werden können. Bei offenen OPs wäre das wohl nichts, aber bei allem Laparoskopischem dürfte das doch theoretisch irgendwann machbar sein, oder? Man könnte Keimfilter einbauen, und somit zwei getrennte Systeme schaffen, so dass es auch egal wäre wie steril der Saal drumherum ist.
so hat man die ersten (narkotisierten) ops in preussen/kaiserlich österreich in der tat durchgeführt (zum zwecke der beatmung).
Die ersten Narkosen hat man mit Schimmelbuschmasken durchgeführt - und die Medikamente so dosiert, dass die Spontanatmung noch da war (bzw. wenn der Patient blau wurde die Tropfrate vom Äther verringert).
Vmtl. meinst du damit die Unterdruckkammer, mit der Sauerbruch die ersten Thorakotomien durchgeführt hat - hierzu lag der Körper des Patienten innerhalb, der Kopf außerhalb einer Kammer, die Experimentalkammer war tatsächlich nur mit Eingriffen für die Operateure, allerdings wurden Menschen in einer großen Unterdruckkammer operiert, in der die Operateure mit Platz fanden.
Eine Überdruckkammer (nur Kopf + Anästhesist in Überdruckkammer) scheiterte daran, dass der Anästhesist ständig zum Kotzen raus musste ...
Allerdings hielt diese Phase nur kurz an, mit zunehmender Narkosetechnik wurde Unterdruckkammer/Überdruckkammer einfach durch eine Überdruckbeatmung ersetzt - und so geht es ja auch eleganter...
Moorhühnchen
06.02.2012, 18:35
Manche hatten sogar auch noch ihre Privatsocken bei den OPs an.Was hast Du denn für Socken im OP getragen? Hat Dir Deine Klinik welche gestellt?!??
bei uns in der augenklinik werden tatsächlich gestellte op-socken getragen ^^
in den anderen ops der uni aber nicht ^^
Sunflower
06.02.2012, 19:07
Bei uns in der Klinik sind auch OP-Socken angesagt. Ich war anfänglich auch sehr überrascht darüber.
netfinder
06.02.2012, 19:09
Total praktisch, man nimmt die mit und muss nicht mehr waschen^^
Traumjaegerin
06.02.2012, 19:18
Spätestens, wenn einem im OP mal ne fiese Sülze in die Schuhe gelaufen ist, ist man dankbar, wenn es nicht die eigenen Socken waren. :)
WackenDoc
06.02.2012, 19:23
Das glaub ich, hab OP-Socken aber auch noch nicht gesehen. Bei den Ketten seh ich weniger ein Hygieneproblem als ein Verletzungsrisiko. So halbwache Patienten (z.B. beim Umlagern nach der OP) machen ja schonmal unkontrollierte Bewegungen. Wäre halt doof, wenn einer die Kette erwischt.
Gibt ja auch genug Leute, die Privatklamotten (vor allem Oberteile) unter den OP-Klamotten tragen- allerdings weniger die schneidende Zunft als eher die Anästhesisten/Anästhesiepfleger.
Uhr und Ringe als "Steriler" geht gar nicht.
ja ich durfte auch neulich der sterilen OP-Schwester die (eigenen) Socken ausziehen, weil sie Angst vor Blutsoße hatte :-))
Flauscheding
06.02.2012, 19:32
Gibt ja auch genug Leute, die Privatklamotten (vor allem Oberteile) unter den OP-Klamotten tragen- allerdings weniger die schneidende Zunft als eher die Anästhesisten/Anästhesiepfleger.
Ja, das mach ich auch. Aber ich seh da auch nichts schlimmes dran?! Man siehts nicht und bei 18°C und einer Luftfeuchtigkeit von 30% ist mir das einfach zu kalt ohne etwas drunter.
Man läßt ja auch die eigene Unterwäsche drunter, warum dann also auch kein eigenes T-Shirt/Hemdchen?
Und gerade bei den komisch geschnittenen Ausschnitten am Dekolleté freut sich jeder, wenn frau sich mal bückt. Dann lieber was privates drunter ...
Bei uns und auch in meiner derzeitigen Gastklinik darf man sowohl Uhr, als auch Privathemdchen unter dem Kasack tragen. In der Kinderklinik, in der ich neulich hospitiert habe, nicht...ich war wirklich verwundert, denn ich trage immer Unterhemden oder T-Shirts, die allerdings unter dem Kasack nicht oder kaum zu sehen sind, weil es mir sonst zu kalt wäre bzw. ich die Kasacks auch nicht gern auf nackter Haut trage. Das mit der Uhr sehe ich ja völlig ein, man ist aber halt als Anästhesist doch weiter weg vom Geschehen, und ich zieh sie nur aus, wenn ich sterile Sachen anlege.
Ohren gucken meistens raus, man wird ja doch nur als Unbekannter mal angeraunzt, wenn die einen kennen, stört es ja doch niemanden mehr :-nix
Da finde ich die Stationshygiene doch wirklich viel bedenklicher. Kenn es ja hauptsächlich von Intensiv, aber wenn man da die chirurgischen Herren mit Kittel halb im Bauch verschwinden sieht, da vergeht einem alles -und danach ab zum nächsten Patient. Ich hoffe, es ist nur bei uns so???????!!! :-nix
Kackbratze
06.02.2012, 19:48
ja ich durfte auch neulich der sterilen OP-Schwester die (eigenen) Socken ausziehen, weil sie Angst vor Blutsoße hatte
Hab schon genug Sockenpaare trennen müssen, weil es einfach in die Schuhe gelaufen ist (Sauerei, wenigstens ist eine Dusche in der OP-Umkleide, so dass die Füsse wieder sauber sind).
Und gerade bei den komisch geschnittenen Ausschnitten am Dekolleté freut sich jeder, wenn frau sich mal bückt.
Uns Chirurgen wird auch die letzte Freude noch genommen... :-(
Flauscheding
06.02.2012, 20:09
Uns Chirurgen wird auch die letzte Freude noch genommen... :-(
Sonst machts ja keinen Spass ;-)
Bei uns gab es schon eigene OP-Socken, man musste aber keine anziehen.
Wenn einem kalt ist, kann man sich doch auch einen kleinen und einen großen Kasack übereinander anziehen, oder? Bücken ist übrigens sowieso schlecht für den Rücken.
Wir haben ja neuerdings so grüne langärmelige OP-Überziehjacken, sehr praktisch, da ich in letzter Zeit auch irgendwie verfroren bin ... also auf Arbeit ...
Sehr praktisch, weil man die halt auch ganz einfach an- und ausziehen kann (im Gegensatz zu was drunter^^)
Uhren und Ringe sind übrigens auch bei uns net erlaubt. Und ganz schlimm ist auch Stethoskop ummen Hals hängen. Bööööse!!! Gilt alles auch für die Prämed.
Bei einer Famulatur im OP gab es grüne Rollkragenpullover, die man unter den kassack anziehen konnte. eigentlich... perfekt, oder?
Kackbratze
06.02.2012, 21:37
Bei uns gibts die ungebrauchten ehemals sterilen Kittel für frierende Anästhesisten.
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