Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : In welchem Fachbereich die besten Stellenaussichten?
Die Stellensituation ist nur für manche Fächer gut (z.B. Chirurgie, Innere, Psychiatrie). So wie ich das bisher mitbekomme, ist dafür die Situation in Fächern wie Päd (ok da ist es schon immer so gewesen), Derma, HNO und auch Radio ziemlich angespannt.
John Silver
20.02.2012, 22:38
Das mit "Stellensituation angespannt" halte ich für ein Gerücht, außer in der plastischen Chirurgie. Probleme insbesondere in kleineren Fächern bekommt man nur, wenn man örtlich eng an eine beliebte Stadt wie Berlin, München, Hamburg, Köln, Frankfurt etc. gebunden ist und nicht pendeln will. Denn selbst etwas außerhalb dieser Städte gibt es eine Menge Kliniken, die schon mehr oder weniger verzweifelt auf der Suche nach anständigen Bewerbern sind.
netfinder
21.02.2012, 06:12
Für Radiologie gilt das in den groesseren Stellen vor allem für Erstbewerber. Man nimmt ungern Anfaenger (wobei ich mich immer Frage, wer uns dann ausbilden soll...).
Kackbratze
21.02.2012, 08:59
(wobei ich mich immer Frage, wer uns dann ausbilden soll...)
Irgendwer Anders halt. Ist doch egal. Und wenn keine Leute mehr da sind, nimmt man die hochqualifizierten Osteuropäer, die uns quasi überrennen, wenn man nicht aufpasst.
Du liest einfach zu wenig, was die Politiker und Lobbyisten in Berlin so produzieren und von sich geben!
netfinder
21.02.2012, 09:28
Jau, da kommen dann diese tollen Anmeldungen her: Rö Femur in 2 Ebenen. Klinische Angabe: Er sie mit Klappspaten 2 mal gehauen auf Bein. Sie 2 mal aua gesagt.
Abklaerung erbeten.
Kackbratze
21.02.2012, 10:01
Die Rechtschreibung ist zu korrekt, das ist ein Fake.
netfinder
21.02.2012, 10:02
Ich seh schon, ich kann das nicht. Hab es ja auch nur paraphrasiert wiedergegeben.
Für Radiologie gilt das in den groesseren Stellen vor allem für Erstbewerber. Man nimmt ungern Anfaenger (wobei ich mich immer Frage, wer uns dann ausbilden soll...).
Ab wann gilt man denn in der Radiologie nicht mehr als Anfänger, soll heißen, ab dem wievielten Jahr steigen die Chancen in großen Städten?
netfinder
21.02.2012, 10:11
Keine Ahnung, habs noch nicht wieder versucht.
Ich glaube es reicht schon ein Jahr. Sehe immer wieder Stellenausschreibungen die ab dem 2. Jahr ausschreiben. Hmpft, sehe mich schon jeden Tag 2 Stunden rumgurken... :-oopss
Kackbratze
21.02.2012, 15:17
Ab wann gilt man denn in der Radiologie nicht mehr als Anfänger,
Ab Facharzt
netfinder
21.02.2012, 16:03
Lol Bratze, im Gegensatz zur Chirurgie, da ist man schon nach 3 Monaten über das Stadium hinaus. ;-)
Kackbratze
21.02.2012, 19:18
Chirurgie muss man nicht lernen, man wird dafür geboren!
Warum dürfen dann aber die Assistenten nur so wenig im OP machen?
Kackbratze
22.02.2012, 23:30
Warum dürfen dann aber die Assistenten nur so wenig im OP machen?
Chirurgie muss man nicht lernen, man wird dafür geboren!
Meridion
24.02.2012, 19:19
Ich hatte mich für Psychiatrie an mehreren Häusern (exklusive Uniklinik, weil Uni="Schatz, wir sehen uns dann wie immer heut abend so gegen 8") beworben und nur Zusagen erhalten. Da waren kleinere dabei aber auch Fachkliniken mit 1500 Mitarbeitern und der vollen Weiterbildungsermächtigung.
Innere als "fangen sie mal an wir schauen was wir für ihre Weiterbildung tun können" ist wohl auch absolut kein Problem zu kriegen (ebenfalls abseits der Uni). Hatte innerhalb von 3 Tagen 3 mündliche Einladungen zum Bewerbergespräch und 1 mündliche Zusage.
Hab mich vor dem StEx beworben mit nem Notenspiegel der so im Schnitt bei 2,5 lag. Wurde nicht einmal auf Noten oder Studienleistungen angesprochen in den Häusern die ich angesteuert habe - Die wollten nur Famulaturen/Praktika hören.
Zu anderen Fachrichtungen kann ich nix sagen weil die bei mir nicht in Frage kamen.
Meridion
Ich entnehme deinem Kommentar dass du dann wohl dafür geboren bist; bist du dann schon Facharzt?
Dr. Glucosidase
01.03.2012, 21:24
j-w-d: Psychosomatik! Freie Stellen bis zum Abwinken - für die gibt's nicht mal genügend Psychologen...
Meridion
03.03.2012, 11:03
Ich entnehme deinem Kommentar dass du dann wohl dafür geboren bist; bist du dann schon Facharzt?
Ach was, bin ich nicht. Da links steht 1. WBJ, hatte aber 3 Famulaturen und das PJ in der Psychiatrie gemacht. Es ist einfach mit Abstand das spannendste Fachgebiet =P ... Man lernt die Leute kennen, wo kommen sie her, was machen sie, wo solls hingehen. Wenn ich denke dass jemand psychotisch ist und es nicht verrät hab ich die Zeit mich trotz 13 anderen Pat. nachmittags um halb fünf nochmal ne halbe Stunde mit demjenigen hinzusetzen und zu explorieren... Klar, nicht immer, aber dann eben am nächsten Tag. Die Pat. sind 3, 4, 6 Wochen, zum Teil Monate da und man lernt sie kennen, baut ne Beziehung auf, organisiert nen Heimplatz bzw. Betreuung, schickt sie mit nem überwertig verarbeiteten Bienenstich zum Dermatologen, spricht das Thema nochmal an, beruhigt...
Es ist einfach was ganz anderes als 'Für ne dekompensierte Herzinsuffizienz haben wir 5 Tage, heute EKG, BE und Sono, morgen Echo, wenig Trinken und es gibt noch DK, damits unten rauslaufen kann... Vorm Wochenende sind sie schon wieder zuhause, Frau... wie war noch ihr Name?'...
Aber ich bin schon ruhig =P
stennadolny
03.03.2012, 15:34
@Meridion: Deine Meinung von Psychiatrie ist aber schon sehr blauäugig. Husch-Pfusch-Psychiatrie ist heute vielfach leider aus organisatorischen Gründen die Regel (Krisen, Sucht, Geronto), allenfalls in der Forensik oder auf Spezialstationen kann man Deine Ideale vielleicht noch flächendeckend einigermaßen ausleben. Daß viele Pat. zwangsweise da sind und überhaupt nicht kooperieren oder kooperieren wollen, daß es Gewalt (gegen Pat. - Fixierung, Zwangsmedizierung) und auch gegen Mitarbeiter regelhaft gibt, daß die Dokumentation ein Wahnsinn ist und der Personalmangel das Seine tut, erwähnst Du nicht. Daß die Weiterbildung vielfach im argen liegt, daß die Somatik-Seite je nach Klinik absurd zu kurz kommt (ich traue erfahrenen Internisten meist mehr neurologisch zu als einem Psychiater) und man eben viel Verhaltens"müll" abbekommt, auch wenn der kaum etwas mit Psychiatrie zu tun hat, ist ebenso Fakt. Daß es "nichts Schöneres" gibt habe ich mal von einem m.E. selbst höchst auffälligem und gefährlich-zynisch-manipulativem Chef gehört, dessen einziges Ziel MEHR KOHLE für sich von Privataptienten war. Es war nicht bekannt, daß er jemals Patientenkontakte vor anderen Ärzten gehabt hätte.
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