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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : (Bis) Wann habt (plant) Ihr Euren Facharzt?



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Moorhühnchen
07.04.2012, 15:40
Die Abkürzung kannt ich noch gar nicht... :-D

@ capucine: mit 27 FA, wow! Ich glaub, ich war bisher trotz gewisser Trödeleien (Abi mit 20) und Zeitverluste (Neuroverirrung ;-)) noch bei der schnellen Truppe mit dabei. Aber FA mit 27 ist in Deutschland glaub ich nur im Extremfall zu schaffen, also Abi mit 16 oder so. :-))

Eilika
07.04.2012, 19:02
Wenn ich die Prüfung bestehe im Juni und dann nach meine Anä-Ausflug wieder in der Inneren bin, dann sollte ich (abzüglich zweier freier Monate zum Reisen und so) wohl Mitte 2014 Fachärztin sein. Erstmal für Innere. Wenn ich danach noch Lust hab, dann fehlen noch 3 Jahre für Anä... Examen war Dezember 2007, Arbeitsbeginn aber erst September 2008 (dazwischen noch dissertiert und so). Find ich OK so (aber man weiss ja nie, was mir noch dazwischen kommt...)

lara162
08.04.2012, 10:05
Eigentlich wäre ich, zeitlich gesehen, im Frühjahr 2014 bereit zur FA Prüfung (Anä.) gewesen. Vom Katalog hätte ich das auch geschafft, denke ich. Jezt wird sich das ganze wegen Mutterschutz, Elternzeit und danach ggf. Teilzeit um mindestens 1 gutes Jahr nach hinten verschieben. Wahrscheinlich eher mehr.
Aber irgendwann muss Frau ja mal anfangen, wenn die Familie noch entstehen soll. :-)

Maja85
08.04.2012, 11:05
Ach, Familienplanung ist mM nach doch ein guter Grund, warum sich das ganze etwas verzögert (fällt bei mir hoffentlich eines Tages auch noch in die Assi-Zeit :-) ). Ich wäre fachlich und forschungstechnisch in meinem Fach auch gern an die Uni gegangen. Aber ähnlich wie hier beschrieben, waren an den Unis in meiner Umgebung in Neuro ne Weiterbildungszeit von 10 Jahren (1 Jahr Forschung mehr oder weniger Pflicht) die Regel, und das ohne Schwangerschaft etc. War für mich ein Grund, erstmal nicht an die Uni zu gehen.

LasseReinböng
08.04.2012, 12:00
Wieso ist denn das in der Neuro ausgerechnet so extrem ? Hab ich in dem Ausmaß noch nie von der Inneren gehört und da existiert ja auch oft ein Flaschenhals bei den Rotationen in die Funktionen usw.

Wir reden ja hier nicht von eins, zwei Jahren sondern von einer Verdoppelung der Weiterbildungsdauer

Dr. Glucosidase
08.04.2012, 12:37
Hm, netto verdient der FA ja erstmal <100 Euro/Monat mehr, abzüglich der höheren Berufshaftpflicht find ich das nicht so den mörder-Ansporn, den FA zu machen.
Was ist/was also Eure Motivation? Selbständigkeit? OA-Stelle ohne Nachtdienste? Urkunden-Sammeln? Eure Freundin will lieber einen FA? Sonstiges? ;-)

Kackbratze
08.04.2012, 12:41
Verantwortung. Freieres Arbeiten. Noch einen weiteren FA machen.




und







es sieht auf dem Namensschild einfach gut aus!

Rico
08.04.2012, 14:40
Hm, netto verdient der FA ja erstmal <100 Euro/Monat mehr, abzüglich der höheren Berufshaftpflicht find ich das nicht so den mörder-Ansporn, den FA zu machen.Du kriegst eh nach Ende der Weiterbildungszeit Facharztgehalt, auch ohne Prüfung. Schließlich ist das Erfüllen des Facharztkatalogs in der dafür vorgesehenen Zeit Verpflichtung des Weiterbildungsbefugten und nicht des Arzt in Weiterbildung (der ja wenig positiven Einfluss auf Dinge wie Intensivrotation oder Einteilung zu bestimmten OPs hat).
Nur wenn durch Dein eigenes Verschulden (z.B. Ausschlagen einer vom AG angebotenen Rotation) der Katalog noch nicht erfüllt ist kann der Arbeitgeber weiter Assistentengehalt zahlen, anonsten darf dem Weiterbildungsassistenten kein finanzieller Nachteil daraus entstehen, dass der AG das organisatorsich nicht gebacken kriegt, seine Weiterbildungsassistenten in der vorgesehnen Zeit adequat auszubilden.

Melon_Man
08.04.2012, 16:29
@Rico

Interessant, auf welcher rechtlichen Grundlage beruht den das ganze ? Und wie sieht es aus wenn mann einen Vertrag hat der nicht über die komplette Zeit der WB geht ? Inwiefern hatt mann überhaupt "Anspruch" auf die Bescheinigung abgeleisteter Zeiten und Zahlen und auf welcher Grundlage basiert das ?

Grüße!

Evil
08.04.2012, 17:22
Ich werd Ende des Jahres Facharztprüfung machen, FA für Innere und Allgemeinmedizin nach der 2004er Fassung. Hab im Juni 2005 angefangen, aber erstmal anderthalb Jahre Anä gemacht, dann 1 Jahr Chirurgie und dann 3 Jahre Innere, bevor ich die 18 Monate in der Praxis gerabeitet hab.
Nicht in der kürzest möglichen Zeit, aber darum ging es mir auch nicht, sondern eher ein breites Spektrum zu kriegen. Ich will ja kein Überweisungs-Hausarzt werden ;-)
Und nebenbei fahr ich seit 4 Jahren ein bissl NEF.

Rico
08.04.2012, 18:27
@Rico
Interessant, auf welcher rechtlichen Grundlage beruht den das ganze ? Das steht so im TV-Ä, wobei es das einige Kollegen von mir schon ab dem Ende der Mindestweiterbildungszeit gekriegt haben - keine Ahnung ob das Kulanz von unserem Chef war, der hat ja auch die Möglichkeit, einen früher hochzustufen... :-nix

§ 13
Zulage bei Überschreiten der Mindestweiterbildungszeit
Ärzte der Entgeltgruppe Ä 1 in der Weiterbildung zur Fachärztin beziehungsweise zum
Facharzt erhalten eine monatliche Zulage in Höhe der Differenz zur Stufe 1 der Entgeltgruppe
Ä 2, sobald sie die Mindestweiterbildungszeit nach der Weiterbildungsordnung
um mehr als ein Jahr überschritten haben, ohne dass sie dies zu vertreten haben.

Inwiefern hatt mann überhaupt "Anspruch" auf die Bescheinigung abgeleisteter Zeiten und Zahlen und auf welcher Grundlage basiert das ?Na Du hast Anspruch auf das was Du getan hast.
Wenn Du 36 Monate abgeleistet hast, dann kriegst Du die auch bescheinigt, ist ja keine Frage.
Wenn Du 20 OPs am Hals gemacht hast, dann auch... Muss halt irgendwo dokumentiert sein (z.B. OP-Berichte, Sonobefunde), dann kann der Chef auch schlecht kommen und sagen: "Momant, 50 ZVKs wollen sie gelegt haben... glaub ich nicht."

Schallkopf
08.04.2012, 21:31
In der Schweiz ist es glücklicherweise ganz gut geregelt. Da kann man seine FA-Prüfung machen, wann man will bzw. sich für "fit" hält.
Daß im 2.-4. WBJ die Prüfung gemacht wird, ist nichts ungewöhnliches. Hier gibts nicht nur die mündliche Prüfung, sondern auch eine schriftliche (MCQ, es hört nie auf....). Ich habe entsprechend meine FA-Prüfung vorgezogen und bin froh, daß ich nach Vollenden der 5 Jahre nicht das Trara mit meinen Chefs habe (sie finden es eher toll, wenn man die Prüfung schon früher in der Tasche hat).
Der Wissenszuwachs war auch eine sehr gute Sache - mitten in meiner Assiszeit habe ich mich sehr intensiv mit der ganzen Materie (Anä) befassen müssen und es hat da einige "Aha"-Erlebnisse gegeben - auch wenn ich sonst früher schon versucht habe, einigermaßen nachzulesen.
Wenn ich zurück nach D ginge/ gehe, brauche ich mir auch keine Gedanken machen- der schweizer FA wird in D anerkannt und umgekehrt.

Melon_Man
08.04.2012, 23:02
@Rico
Danke für die Informationen, wobei die Dokumentation natürlich manchmal schwierig ist (gerade z.B. die angesprochenen ZVKs werden ja seltenst dokumentiert)

"Na Du hast Anspruch auf das was Du getan hast".
Steht das auch im TV-Ä bzw. wie ist das im Härtefall durchsetzbar ?

Bzw ein Problem ist auch das die WB-Ordnungen oft unrealistische Dinge fordern, die bei den meisten in der Realität einfach nur bescheinigt werden, und in der Realität nicht geschehen womit die Chefs wieder ein Druckmittel haben. Z.B. in der Basis-WBO Innere Medizin die Proktoskopie oder in vielen Kliniken z.B. auch die Diabetesberatungen u. LZ-EKGs.

Grüße

Rico
09.04.2012, 06:19
@Rico
Danke für die Informationen, wobei die Dokumentation natürlich manchmal schwierig ist (gerade z.B. die angesprochenen ZVKs werden ja seltenst dokumentiert) Wenn man einen malignen Chef hat, der auf sowas rumreitet, dann muss man das eben doch dokumentieren. Oktavheft in die Kitteltasche, Patientenkleber rein, nebendran Datum und zwei Worte was man gemacht hat und fertig.
Wenn der Chef dan rumzickt, dann kann man ihm eine Liste vorlegen.
Bezüglich der Weiterbildungszeiten gibt es ja Dienstpläne in denen vermerkt ist wer wann wo gearbeitet hat (die die ÄK auch bei V.a. Umstimmigkeiten einfordern kann) - da gibt es relativ wenig Spielraum für kreative Kleinrecherei der absolvierten Weiterbildungszeiten.

"Na Du hast Anspruch auf das was Du getan hast".
Steht das auch im TV-Ä bzw. wie ist das im Härtefall durchsetzbar ?

Bzw ein Problem ist auch das die WB-Ordnungen oft unrealistische Dinge fordern, die bei den meisten in der Realität einfach nur bescheinigt werden, und in der Realität nicht geschehen womit die Chefs wieder ein Druckmittel haben. Z.B. in der Basis-WBO Innere Medizin die Proktoskopie oder in vielen Kliniken z.B. auch die Diabetesberatungen u. LZ-EKGsAndererseits kann man den Spiess ja auch umdrehen und darauf verweisen, dass das Durchlaufen der Weiterbildungsstationen in der dafür vorgesehenen Zeit eine Bringschuld des Weiterbilders ist und nicht des Assistenten und wie denn der Chef gedenkt bezüglich der noch verbleibenden Weiterbildungszeit die noch ausstehenden Inhalte zu organisieren. ;-)
Außerdem kann man sich auch ein paar Dinge selber unter der Hand organisieren. Wenn man an einem ruhigen Nachmittag sich mal neben denjenigen, der die LZ-EKGs setzt (und schön dokumentiert) dann hat man das.

Kackbratze
09.04.2012, 09:01
Chirurgen helfen auch gerne beim Proktoskopieren. Man muss nur fragen.

psycho1899
09.04.2012, 11:45
Wieso ist denn das in der Neuro ausgerechnet so extrem ? Hab ich in dem Ausmaß noch nie von der Inneren gehört und da existiert ja auch oft ein Flaschenhals bei den Rotationen in die Funktionen usw.

Wir reden ja hier nicht von eins, zwei Jahren sondern von einer Verdoppelung der Weiterbildungsdauer

Vielleicht sind die meisten Neurologen so besessen, dass sie tatsächlich den Katalog erfüllt haben möchten und nicht nur die Untersuchungen bescheinigt bekommen ;-) Zumal er realistischer und relevanter als der internistische Katalog ist (wofür soll man als angehender Kardiologe Proktoskopien gemacht haben)...

Wäre ich im peripheren Haus geblieben, wäre ich whs. Anfang des Jahres Facharzt geworden. Jetzt dauert es noch 1 Jahr so dass ich jetzt Anfang 2013 nach 5,5 J Neuro und 1 J Psychiatrie meinen FA machen werde. Dafür habe ich dann auch sämtliche Anforderungen des Kataloges tatsächlich erfüllt mit ca. 8 M Rotation Ultraschall und etwa 4 M Elektrophysiologie.

Kackbratze
09.04.2012, 12:29
Ich denke nicht, das die Assistenten das so wollen. Sowas geht vom Weiterbildner aus und die Assis machen das mit.

Rico
09.04.2012, 13:16
Zumal er realistischer und relevanter als der internistische Katalog ist (wofür soll man als angehender Kardiologe Proktoskopien gemacht haben)...Muß man ja nicht. Wenn man Kardiologe werden will, dann macht man den FA für Innere & Kardiologie. Der braucht dann keine Proktos, ÖGDs, etc..
Die braucht man nur als "Allgemein"internist (also der 5-jährige Internist ohne zusätzliche Spezialisierung, nicht zu verwechseln mit dem FA Allgemeinmedizin) und da ist der Gedanke ja dahinter, dass die Ausbildung eben breiter ist. Dann muss der ausbildende Abteilung halt auch das Spektrum vorhalten (bzw. entsprechende Rotationen organisieren), wenn sie einem Assistenten diese Facharztausbildung anbietet.

LolaBlau
09.04.2012, 15:47
Ich arbeite auch in der Neurologie und bei uns ist es normal, dass die Leute 4 Jahre bleiben (so lange habe ich auch Vertrag), dann ihr eines Jahr in die Psychatrie gehen und dann logischerweise auch ihre Facharztprüfung machen. Ich denke das Problem ist in sehr großen Häusern (würde unseres auch schon als groß bezeichnen) wahrscheinlich die Neurophysiologie denn ich denke zumeist ist dort nur ein Assistent zeitgleich und dorthin muss man halt rotiert sein. Wenn man nach fünf Jahren noch nicht Duplexen kann hat man eindeutig was falsch gemacht. Bei uns macht jeder bei seinen Patienten seine Duplexe (wie bitte ist da die Mehrzahl??), die Grundlagen lernt man in den ersten Monaten von den Oberärzten und auf die benötigte Zahl kommt man wirklich locker. Warum so viele da so lange brauchen ist mir ehrlich gesagt etwas schleierhaft, denn außer der Neurophysiologie, den EEGs und den Duplexen braucht man ja eigentlich nicht viel vorzuweisen.

hiddl
10.04.2012, 07:50
Wenn man nach fünf Jahren noch nicht Duplexen kann hat man eindeutig was falsch gemacht. Bei uns macht jeder bei seinen Patienten seine Duplexe (wie bitte ist da die Mehrzahl??), die Grundlagen lernt man in den ersten Monaten von den Oberärzten und auf die benötigte Zahl kommt man wirklich locker. Warum so viele da so lange brauchen ist mir ehrlich gesagt etwas schleierhaft, denn außer der Neurophysiologie, den EEGs und den Duplexen braucht man ja eigentlich nicht viel vorzuweisen.
Naja, aber der Ultraschall ist bei uns genauso Funktionsdiagnostik wie die E'phys, das heißt man macht 6 Monate Ultraschall und 6 Monate Elektrophysiologie. Da lernt keiner schallen "nebenbei". Und in diese Funktionen muss man eben reinrotieren, was bei uns strikt der Reihe nach geht. Das kann dauern, wenn man Pech hat.
Dafür hat man eben den Vorteil, auch in Spezialversorgungen eingebunden zu sein, man hängt nicht zwingend die Zeit zuvor auf der Station und in der Notaufnahme ab. Ich kann nach meinen 6 Jahren Neuro Botoxen, tiefe Hirnstimulatoren programmieren, hab Kopfschmerz-Spezialambulanz bei einem echten Experten gemacht und habe in der Spezialambulanz MS / Neuroimmunologie gearbeitet, außerdem habe ich alle DGKN-Zertifikate (und den Ultraschall-Schein nur deshalb nicht, weil ich Schlaganfälle hasse...). Insgesamt habe ich schon den Eindruck breiter ausgebildet zu sein, als der "Standard-Assi" aus einem kleineren Haus.