Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : (Bis) Wann habt (plant) Ihr Euren Facharzt?
@LolaBlau
Bei uns ist das so, dass die Doppler nicht von den entsprechenden betreuenden Ärzten gemacht werden, sondern in der Funktion und da sitzt ein OA und - falls die Besetzung es zulässt - ein Weiterbildungsassistent. Also wartet man auf die Rotation und hofft, dass in dieser Zeit keine ungeplanten Ausfälle (zuviele Urlaube, Fortbildungen, Schwangerschaften, Elternzeit, Kündigungen) auftreten.
Christoph_A
10.04.2012, 18:02
Bei mir warens 6 Jahre 10 Monate vom Arbeitsbeginn bis zur Prüfung, hab aber auch, dank der guten Recherche unserer Landsärztekammer 5 Monate und 2 Wochen bei meinem ersten Arbeitgeber nicht anerkannt bekommen. Ist für den "neuen" Schwerpunktinternisten nicht sehr schwer, in Regelzeit zugelassen zu werden. Den Katalog kriegt man schon voll, ist immer auch etwas vom Entgegenkommen des Chefs und dem eigenen Engagement abhängig.
Auch wenn es jetzt ja völlig egal ist (Glükwunsch übrigens :-top :-party), dennoch mal die Frage nach den 5,5 Monaten: War es Dir nicht bewusst, dass das nicht zählen würde, hat die LÄK Dir den zustehenden Urlaub nicht anerkannt oder war es dort so schrecklich, dass Du nur flüchten wolltest?
Christoph_A
11.04.2012, 12:00
Es war mir schon bewusst gewesen @Muriel, allerdings hab ich es so machen müssen, da ich, aufgrund der AIP Abschaffung und des damaligen Einstellungsstops vieler Häuser in der Peripherie angeheuert hatte und ich dann genau zu dem Zeitpunkt die Möglichkeit hatte, wieder nach München zu kommen und mir diese Chance nicht entgehenlassen konnte/wollte. Allerdings ist es schon Erbsenzählerei, die da veranstaltet wurde, zumal ich ja mit Resturlaub streng genommen sogar nur 3 (in WORTEN DREI) Arbeitstage zu wenig hatte.
sodbrennen
11.04.2012, 12:53
Hey, da hab ich wohl was verpasst. Glückwunsch zum FA, Christoph! :-top
LolaBlau
12.04.2012, 22:08
Ok, dass man mehr spezielles sieht ist sicherlich der Vorteil an einem großen Haus (wobei ich uns auch nicht als klein bezeichnen würde, aber wir sind halt keine Uniklinik). Man hat nach seiner Ausbildung sicherlich mehr und vorallem speziellere Dinge gesehen, die halt von anderen Kliniken an die Uni geschickt werden (z.B. Hirnschrittmacher-Patienten kann ich nur in die Uniklinik weiter schicken).
Aber mal eine praktische Frage zum Duplex: Bei uns ist es so, dass jeder Stroke-Patient innerhalb der ersten 24h gedopplert wird um zu schauen ob er eine Stenose hat (ist ja nicht ganz unerheblich) und eigentlich nur nach erfolgtem Duplex die Stroke verlässt. Daher wird logischerweise auch am Wochenende gedopplert, weshalb es notwendig ist, dass die meisten von uns dopplern können müssen (zumindest extrakraniell, transkraniell machen wir eindeutig zu wenig). Wie macht ihr das?
Ich denke insgesamt, dass jeder für sich schauen muss was seine Ziele sind und danach halt eine Entscheidung treffen muss, wo man seine Facharztausbildung macht. Größer oder kleiner hat beides Vor- und Nachteile. Ich bin mit meiner Variante großes städtisches Haus ganz zufrieden, aber das muss halt jeder für sich wissen. Es hängt ja auch davon ab, was man später einmal erreichen möchte und ob man Karriere machen möchte.
@LolaBlau
Am WoE ist auf der Stroke und Intensiv morgens Visiste mit OA, der dann auch die Doppler der neuen Patienten macht. Du hast aber schon recht eigentlich suboptimal und es sollte ein Arzt da sein, der das kann auch in der Notaufnahme.
@LolaBlau
Am WoE ist auf der Stroke und Intensiv morgens Visiste mit OA, der dann auch die Doppler der neuen Patienten macht.
So ist es bei uns auch.
Mal latent OT: Ich find das ja immer krass wie spät die meisten Neuros ans Dopplern kommen. :-notify
Bin ja internistischer Angiologe und wir lernen dopplern (incl. HVA) im ersten oder spätestens im zweiten Jahr. Ist ja irgendwie die Basis für alles andere, außer auf Station braucht man das immer - und gerade HVA duplexen ist ja wahrlich kein Hexenwerk. Versteh ich nicht, wieso in der Neuro da so ein Buhai drum gemacht wird... :-nix
dreamchaser
13.04.2012, 18:54
Bin im 5. WBJ Innere, war aber immer in der Kardio angestellt. Ich strebe meinen FA Anfang des nächsten Jahres an.
Da ich nicht in der Gastro bisher war, fehlen mir natürlich noch diese Zahlen. Duplexe habe ich auch keine 150, aber der Chef hat es im Logbuch unterschrieben. Echos habe ich mehr als erforderlich, ebenso die andere kardiologische Diagnostik.
Da ich mehr als ein Jahr auf Intensiv war und ein halbes Jahr in der Onko habe ich da theoretisch "Zeitverluste", aber dort so viel gelernt, dass ich die Zeit nicht missen möchte.
stennadolny
14.04.2012, 09:39
Rico
Mal latent OT: Ich find das ja immer krass wie spät die meisten Neuros ans Dopplern kommen.
Bin ja internistischer Angiologe und wir lernen dopplern (incl. HVA) im ersten oder spätestens im zweiten Jahr. Ist ja irgendwie die Basis für alles andere, außer auf Station braucht man das immer - und gerade HVA duplexen ist ja wahrlich kein Hexenwerk. Versteh ich nicht, wieso in der Neuro da so ein Buhai drum gemacht wird...
Als Tangenten-Neurologe, also Psychiater würde ich mehrere Gründe ausmachen:
Die WB-Assis sollen nicht merken, daß es die Oberen auch nicht gut können (m.E. nach häufig !); Zeitliches Hinhalten wg. zunehmendem Assi-Mangel in der Neuro (da dürfte es regional durchaus auch schon Absprachen zwischen WB-Befugten geben, um sich einerseits die Leute nicht gegenseitig abzujagen und andererseits Leute zu "halten"); Schallkompetente Neurologen sind IMMER Konkurrenz - innerhalb der eigenen Klinik, vor allem in der Niederlassung bzw. in der (imaginierten) Konkurrenzklinik, also IMMER. Warum soll ich "der Konkurrenz" kostenlos ihre Werkzeuge liefern ?
Vielfach auch schlicht überaus schlechte Organisation - was dazu führt, daß klinisch exzellente Beinahe-Neurologen ohne den apparativen Klimbim nach Jahren in die Psychiatrie wechseln, wohin sie häufig - leider -nicht passen.
Deutschland ist ein komplett neoliberalisiertes WB-Land, bei dem WB meist nur mehr als völlig willkürlich zu behandelndes FirmenEIGENTUM gegenüber der Zwangsversichertengemeinschaft (und dem "Staat") gesehen wird. Die übrigens die Assis auch bezahlt und NICHT die Verwaltung oder der CA persönlich.....
Ich bin ja grad als Psychiater in der Neuro und dort ist es so, dass die Rotation in die Psych das Problem ist, was zu extremen Verzögerungen bei der FA-Prüfung führt. Es können zwar 2 Neurologen pro Jahr in die Psych, dennoch staut sich das dermaßen, weil einfach zu viele Assis ungefähr auf dem gleichen WB-Stand sind. Es wurde jetzt mal ein Plan gemacht, wer wann rotieren kann und da waren manche, die jetzt schon im 5. Jahr sind, erst in 3 Jahren dran ! Die Zeiten für die E-Phys + Doppler wurden jetzt auf 4 Monate gekürzt, sodass da 3 mal pro Jahr jemand hin kann, aber das große Problem bleibt das Fremdjahr ... Man kann natürlich auch in eine andere Psych, das sieht aber der Chef nicht gerne, sodass man nicht mit einer Rückfahrkarte rechnen sollte ...
Ich selbst bin grad im 5.WBJ, hab aber 1 gutes Jahr Forschungsfrei zwischendrin eingelegt, ich könnte theoretisch wenn ein Teildes Forschungsfreis mit anerkannt wird nächstes Jahr so im April nach 5 Jahren und 9 Monaten meinen FA machen, da müsste ich dann alle VT-Stunden zusammen haben. Falls es nicht anerkannt wird, muss ich noch ein paar Monate Station dran hängen ...
Das sind ja seltsame Sitten, bei uns ist es durchaus nicht unüblich, seim Psych-Jahr bei Bedarf sonstwo zu machen und da ist niemand anschließend beleidigt... Mein Psych-Jahr wäre ja ungefähr der letzte Grund, warum sich mein Facharzt verzögern sollte...
Wir fangen im der Ausbildung immer im Doppler an, damit wir das dann für die Stroke können. Wir sind nur leider zu dünn besetzt, um immer alle in der Stroke fix durchdopplern zu können. Da versuchen wir auszusortieren und wenigstens die noch am Ankunftstag zu dopplern, die nach Stenose riechen (Amaurosis fugax etc). TCDs machen wir dafür aber auch reichlich, nur eben nicht immer zeitnah genug. Findet mein Chef nicht gut, aber dann muss er uns besser besetzen, wenn ihm das stinkt. Dopplern am WE geht nur ausnahmsweise, weil wie WE-Dienste megastressig sind (15 Stroke-Betten plus 60 Neuro-Betten im Haus, für die man AVD ist pkus ab null Uhr Notaufnahme)
Achja, und die OAs machen am Wochenende zwar Visite, aber dopplern nicht.
stennadolny
14.04.2012, 11:48
Das sind ja seltsame Sitten, bei uns ist es durchaus nicht unüblich, seim Psych-Jahr bei Bedarf sonstwo zu machen und da ist niemand anschließend beleidigt... Mein Psych-Jahr wäre ja ungefähr der letzte Grund, warum sich mein Facharzt verzögern sollte...
Achja, und die OAs machen am Wochenende zwar Visite, aber dopplern nicht.
Normalerweise ist die Neuro DER Engpaß für die Psychiater, nicht umgekehrt ! Abgesehen davon: Wenn ein Chef Mätzchen beim der Abteilung (?!) seiner Assis Blickpunkt Neuro-Jahr macht, dann nimmt man entweder unbezahlten Urlaub oder aber man kündigt, wenn man seine Neuro-Zeiten hat. Was soll`s ? Der Mann hat ja keine WB-Befugnis mit der Auflage, NUR in Psychiatrie XY Psychiatriejahr für "seine" Neurologen anbieten zu dürfen.
Kraß und Steinzeit.
Daß OA wenig arbeiten, ist auch nichts Neues. Und vor allem nicht das, wofür sie (gut) bezahlt werden....
Um zurück zum Thema zu kommen:
Ich hatte die Weiterbildungszeit Ende letzes Jahr rum. Aktuell Elternzeit. Ich möchte gegen Ende des Jahres meine Prüfung machen, hoffe das klappt. Untersuchungszahlen, davon sprechen wir besser nicht. Ich werde mein Möglichstes dransetzen bis zur Prüfung noch ein paar Zahlen zu sammeln.
Wozu eigentlich FA, wenn man bereits nach einem Jahr (!) Weiterbildung zum OA "berufen" wird, wie gerade aktuell erlebt? Unglaublich, aber möglich mitten in Deutschland.....
Normalerweise ist die Neuro DER Engpaß für die Psychiater, nicht umgekehrt ! Abgesehen davon: Wenn ein Chef Mätzchen beim der Abteilung (?!) seiner Assis Blickpunkt Neuro-Jahr macht, dann nimmt man entweder unbezahlten Urlaub oder aber man kündigt, wenn man seine Neuro-Zeiten hat. Was soll`s ? Der Mann hat ja keine WB-Befugnis mit der Auflage, NUR in Psychiatrie XY Psychiatriejahr für "seine" Neurologen anbieten zu dürfen.
Kraß und Steinzeit.
Daß OA wenig arbeiten, ist auch nichts Neues. Und vor allem nicht das, wofür sie (gut) bezahlt werden....
Na ja, an unserem Klinikum besteht halt zwischen der Neuro und der Psych die Abmachung, dass da ein Austausch stattfindet, mein Chef sieht es auch nicht gerne wenn einer von uns woanders sein Neuro-Jahr machen will, hat aber noch größeren Druck was Kündigungsbefürchtungen angeht, daher wäre es schon möglich, in der Neuro gibt`s halt einfach viel mehr Assis und sehr viele Bewerber und wenn man nicht grad eine wichtige Forschungsposition hat, ist man eben immer austauschbar, Uniklinik live, ist aber auch nicht grad der netteste Chef :-nix
Relaxometrie
14.04.2012, 14:09
mein Chef sieht es auch nicht gerne wenn einer von uns woanders sein Neuro-Jahr machen will
Das finde ich schon krass und unverschämt, daß es Eurem Chef wichtiger ist, daß man sich an seine realitätsfernen Abmachungen hält, als daß er die zügige Weiterbildung ermöglicht.
Ist denn die psychiatrische Weiterbildung in der Abteilung wenigstens so gut, daß es sich lohnt, dort die Facharztausbildung zu machen?
Merlins Erbe
14.04.2012, 16:59
War nach etwas über 5 Jahren (Innere) fertig. Aber alle Zahlen vollkriegen ist echt anstrengend.
stennadolny
14.04.2012, 17:53
Wozu eigentlich FA, wenn man bereits nach einem Jahr (!) Weiterbildung zum OA "berufen" wird, wie gerade aktuell erlebt? Unglaublich, aber möglich mitten in Deutschland.....
Nun, EKT, ist so etwas in der Psychiatrie verwunderlich?
In Bayern gibt es sogar den Fall, daß die Ehefrau des Chefarztes zunächst "oä tätige foä" (ohne FA) wurde und nachdem -endlich- ein vollwertiger OA gegangen ist (wurde ?), trotz weitaus besser qualifizierter Bewerber intern (natürlich ohne jede Ausschreibung nach außen !) oÄ geworden ist.
Müßig zu sagen, daß sie für den ihr zugeordneten Funktionsbereich nicht nur jede praktische Qualifikation (auch formal) vermissen läßt, sie kann ohne die "Nabelschnur" zu ihrem Manne fachlich garnicht überleben. Nett ausgedrückt.
Vielleicht liegt das, wie man munkelt, am finanziell eher ausgedünnten CA-Vertrag, der wohl der Preis für den etwas "freundschaftlichen" Zuschlag für die CA-Stelle gewesen sein soll.
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.