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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Generation Y - Der alte Arzt hat ausgedient



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Sebastian1
30.04.2012, 18:37
Meine Unterschrift haste auch! :-top
Nur viele Überstunden, wenig Ausbildung muss nicht sein! :-dagegen
Und von wegen operative Grundlagen, bei manchen sind nicht einmal anatomische da...

Die andere Variante ist dann der Chef, der sich mit "Chirurgie lernt man nicht zwischen 8 und 17 Uhr" vehement gegen eine elektronische Zeiterfassung zu wehren versucht, während sein Privatassi bis 20 Uhr auf Station wartet, bis der Chef Visite zu machen gedenkt. Kann auch nicht sein.

Ich fand es heute ganz interessant, dass der besagte FAZ-Artikel ausgedruckt von einem Chef einer operativen Abteilung mitgebracht wurde und er darüber öffentlich mit Anwesenden (Assis, OÄ, Pflege) diskutiert hat und sich da auch durchaus Meinung zu gemacht hat, die zeigt, dass auch in diesen Etagen ein Umdenken stattfindet. Von 24h-Kinderbetreuung in den Kliniken war da die Rede, von Teilzeitstellen in der OA-Riege und ähnliches. Hat mich schwer beeindruckt :-top.

Thomas24
30.04.2012, 20:29
Ihr habt bei euch einen FAZ lesenden CA??
Ein Zeitung lesender Chirurg???:-wow Das hat wirklich Seltenheitswert...^^

Muriel
30.04.2012, 20:33
kleines chirurgisches Fach, also nicht ganz so böse ;-)

Thomas24
30.04.2012, 20:42
Na gut, in den kleinen operativen Fächern dürfen die CAs natürlich belesen und progressiv sein;-)

wjsl
30.04.2012, 23:18
Hauptsache man bedient Stereotype...

Hoppla-Daisy
30.04.2012, 23:39
Hauptsache, man steuert zu allem seinen Senf bei... :-sleppy

wjsl
01.05.2012, 18:31
Genau, du hast es erfasst.

Noch was:

Solche Artikel sind immer darauf ausgelegt zu provozieren, auch die Bildzeitung erreicht ihre hohen Auflagen durch Verallgemeinerungen und Scheinskandale. Von irgendwas müssen die ja auch leben; aber die dürfen das erst Recht, wo wir doch auch alle scheinbar so faule Säcke sind, die keine Ideale mehr haben, nur Freizeit und Kohle wollen und nicht mehr forschen…
Die Kommentare sind den Artikel aber schon wert; besonders toll fand ich die Auflistung
„keine Chirurgen, keine Landtierärzte, keine Forscher und keine Unternehmer mehr“
Frag mich nur, zu welcher Generation der gehört, der da meint Parallelen zu erkennen…
Nicht zu vergessen auch der siebensprachige Typ, der für drei Anglizismen einen Übersetzungsservice zu brauchen scheint..wenn das nur keine Fakes sind…

milz
01.05.2012, 20:47
„Stress trägt zur Persönlichkeitsformung bei“, sagt er, „ich habe das selbst erlebt. Man lernt ja gerade in Krisensituationen. Heute teilt man sich den Wochenenddienst mit drei Leuten. Da sind wir jetzt schon.“

Da hat er nicht ganz unrecht. In meinen ganz persönlichen "Krisensituationen" habe ich glaube ich auch die meisten Fehler gemacht und Fehler sind bekanntlich die besten Lehrer. Ist es das was er meint?

Moorhühnchen
02.05.2012, 12:53
Sorry, aber kann vielleicht jemand nen direkten Link zu den Kommentaren posten? Ich würds gern lesen, komm hier übers Handy aber irgendwie net dran.... Danke!!
Grüße aus Down Under vom Huhn :-)

Peter_1
02.05.2012, 17:39
....unverschämt auch, da wagen es doch tatsächlich junge Ärzte Selbstverständlichkeiten zu fordern und das schlimmste ist sie können es auch tatsächlich, da man sich doch tatsächlich auch um sie bemühen muss, sonst steht man eben ohne sie da. Natürlich haben die "Alten" rein aus altruistischen Gründen die langen Schichten und den brüllenden Chef ertragen, selbstvertsändlich war das damals reine Berufung und nicht etwa der schlechte Stellenmarkt. Ausserdem findet man(n) ja leider dann heute doch nur selten die Chefarztfrau die sich auf die drei K reduziert und einem 90 Stunden/Woche den Rücken frei hält. Ach schöne, alte Zeiten, sie sind fort, schluchz.... Dabei waren sie so wertvoll....

Peter (Generation X und trotzdem echauffiert über eine solch unreflektierte journalistische Glanzleistung)

Keenacat
02.05.2012, 17:43
Ach schöne, alte Zeiten, sie sind fort, schluchz.... Dabei waren sie so wertvoll....

Nicht wahr, der Eindruck drängt sich einem auf beim Lesen des Artikels. :-)) Komisch, bei mir will irgendwie kein Mitgefühl aufkommen für die armen Nostalgiker.

McDreamy
02.05.2012, 18:46
....unverschämt auch, da wagen es doch tatsächlich junge Ärzte Selbstverständlichkeiten zu fordern und das schlimmste ist sie können es auch tatsächlich, da man sich doch tatsächlich auch um sie bemühen muss, sonst steht man eben ohne sie da. Natürlich haben die "Alten" rein aus altruistischen Gründen die langen Schichten und den brüllenden Chef ertragen, selbstvertsändlich war das damals reine Berufung und nicht etwa der schlechte Stellenmarkt. Ausserdem findet man(n) ja leider dann heute doch nur selten die Chefarztfrau die sich auf die drei K reduziert und einem 90 Stunden/Woche den Rücken frei hält. Ach schöne, alte Zeiten, sie sind fort, schluchz.... Dabei waren sie so wertvoll....

Peter (Generation X und trotzdem echauffiert über eine solch unreflektierte journalistische Glanzleistung)


Genau so isses, Peter! :-top:-top:-top

WackenDoc
02.05.2012, 18:56
@milz: Das seh ich allerdings kritisch-irgendjemand wird diesen Fehler ausbaden müssen und glaub blos nicht, dass da irgendjemand von der Führung hinter dir steht wenn´s hart auf hart kommt.

Ich hab beide System durch: 24-Stunden-Dienste, die aufgrund der Eigenarten des Dienstes gut zu machen waren und Dienste, wo ich froh war, dass die 8 Stunden rum waren. Bei letzteren kam allerdings tatsächlich erschwerden hinzu, dass man den Zeitdruck hatte, den Papierkram zur Übergabe halbwegs fertig zu haben.
Und es kann mir keiner erzählen, dass 8 Stunden durcharbeiten unter Dauerdruck (und wo ich tatsächlich auch mal den Notarzt mit der Übergabe vertrösten musste, weil ich mich leider nicht zweiteilen konnte), weil einfach so viel zu tun ist, für die Konzentration zuträglich ist.
Das Hauptproblem war noch nichtmal zwingend das Patientenaufkommen, sondern auch organisatorische Probleme (Mal als Beipspiel: Wenn ich bei 20 Patienten 2-3 Minuten am Rechner warten muss, bis der mal das EKG ausspuckt, dann fehlt mir genau diese Stunde am Ende wieder in der eigentlichen Versorgung)