Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ACHTUNG !!!! Politisch inkorrekt und provokativ !
Wie kann es eigentlich sein, dass man sich hier in Deutschland nach einem Spitzen-Abitur, schwierigem Mediziner-Test, 4 Staatsexamen (ja, das Physikum sehe ich vom Umfang/Schwierigkeitsgrad locker auf dem Niveau eines Staatsexamen) , Forschung an der Uni mit Verfassen einer Doktor-Arbeit und Disputation durchquälen muss ?
Es geht doch vieeeeeeeeeeel einfacher !!!!
Ich beobachte immer mehr, wie Ärzte aus dem Ausland, insbesondere aus Osteuropa, hier auf den Markt strömen und teilweise mit sehr fragwürdigen medizinischen Kenntnissen und insbesondere sehr schlechten Sprachkenntnissen ihre "Arbeit" verrichten.
Die Personalabteilung ist glücklich: Die Stellen sind besetzt und die unverschämten deutschen Kollegen sollen erst gar nicht auf die Idee kommen, einen außertariflichen Vertrag zu verlangen.
Das wir es aber sind, die sich mit diesen "Kollegen" auseinandersetzen müssen und denen auf die Finger schauen, die Patienten manchmal regelrecht vor denen schützen müssen, sie einarbeiten und uns damit selber die billige Konkurrenz anzüchten, das interessiert niemanden.
Quo vadis Deutschland ?
McDreamy
16.09.2012, 18:44
Sehr spannendes Thema. Und ich finde du hast recht. Ich finde es für alle KollegInnen unzumutbar, jemanden mit schlechten Sprachkenntnissen einarbeiten zu müssen.
Ich hab letztes Jahr in einer norddeutschen Klinik famuliert und regelmäßig mitanhören müssen, wie die deutschen Ärzte über die osteuropäischen KollegInnen gestöhnt haben. Da ging es um genau die selben Punkte, die du jetzt angesprochen hast. Auch dort war nicht einzusehen, warum man sich mit mangelhaftesten Sprachkenntnissen herumplagen musste - von medizinischen Fähigkeiten ganz abgesehen (die mal mehr, mal weniger vorhanden waren). Es wurden immer wieder neue Kollegen aus Osteuropa (meist Anfänger) angekarrt, was für die deutschsprachigen KollegInnen, die diese ja einarbeiten mussten, jedes mal von Neuem extrem mühsam war...
Tja, schon irgendwie arg. Aber in einem Europa des freien Dienstleistungsmarktes bittere Realität.
Kackbratze
16.09.2012, 19:37
Es gibt Chefärzte die sehen, dass solche Kollegen ihre Abteilungszusammensetzung und Qualität ruinieren und deswegen von solchen Einstellungen absehen.
Selbst eine grenzwertig besetzte Abteilung kommt besser zurecht als eine maximal besetzte, die aber 2 oder mehr Leute durchschleppen muss.
Aber das sind nur meine bisherigen Beobachtungen zu dem Thema.
Insgesamt ist eine solche Einstellungsart kritisch zu werten, insbesondere da in anderen Ländern der Arzt in "Vorleistung" gehen muss und die Sprache vor Einstellung beherrschen muss oder innerhalb einer gewissen Frist die notwendigen realen Sprachkenntnisse nachweisen muss.
Wo das jetzt der politisch unkorrekte Anteil vorliegt, bleibt mir allerdings verschlossen, ausser es soll hier am Ende ein blinder Bash-Thread entstehen.
ehem-user-19-08-2021-1408
16.09.2012, 19:50
Also ich selbst könnte mir kaum vorstellen in ein Land zu gehen ohne ein Wort sprechen zu können und dann noch Hilfe zu fordern... Ich habe hier in Großraum München noch keinen Arzt gesehen, der Probleme mit der deutschen Sprache hatte.
Also hoffentlich eher selten sowas.
Gibts vielleicht ein paar Infos zu den Vergütungen dieser osteurop. Kollegen? Denn ich bezweifle, dass sie auf Tarifniveau ist bei den ganzen Nachteilen, die so ein Kollege mit sich bringt.
stennadolny
16.09.2012, 20:14
Ich kenne im Raum München hingegen nicht wenige Ärzte, die Probleme mit der deutschen Sprache haben.
Das Problem ist vielschichtig.
Ein paar Streiflichter: Man macht, durchaus nicht bloß in der Psychiatrie, schon auch Druck auf einheimische Mitarbeiter mit dem Hinweis, der oder noch viel mehr als der "Osteuropäer" warte bloß auf die Stelle, man benötige den aufmüpfigen Einheimischen also garnicht.....Dann aber sollen Arztbriefe bzw. sonstige Dokumentationen (in der Psychiatrie kann man ein Lied davon singen) von wem auch immer geglättet und geschönt werden, damit im Falle des Falles der Ausländer nicht auffällt.
Am Telephon läßt es sich ohnehin nicht vermeiden....
Hat eine Abteilung/Klinik mal den Ruf, zunehmend mit Nicht-Muttersprachlern zu operieren, schlägt das sehr rasch auf das Zuweiser- und Bewerbungsverhalten durch. Trotzdem behaupten dann immer noch Kliniken und Chefärzte, sie hätten kein Problem, Stellen zu besetzen.......und die Krankenbetten ?
Häufig ziehen sich Chef- und OA-Ebene auch aus der Affäre, indem sie einfach den Restassis die Zusatzarbeit zuschanzen, was bis zur Erstellung der Arztbriefe gehen kann.....Wer sich nicht wehrt.......
Abgesehen davon:Der Eingangsposter hat das deutsche System nicht so recht verstanden - nicht die "Besten" werden in der Medizin gesucht, sondern Leute, die sich dieses Ausbeutungs- und Ausbildungsvermeidungssystem schönreden und keinen Ausweg mehr sehen. Und sich also wieder wunderbar benutzen lassen.
Dem Manager ist es völlig egal, welche Assi-Rampensau seinen Kopf ganz unten hinhalten muß (ob mit oder ohne Diss und solchem Plemplem), dem CA auch.
Letztlich liegt es aber an der deutschen Kliniklandschaft, die eben fürchterliche (und gräßlich veraltete) Arbeits-, Hierarchie- , Ausbeutungsverhältnisse einzementiert wissen möchte und sei es mit irgendjemandem, dem man ein Weißes Mäntelchen umhängt und den man "Arzt" schilt.
Daß Deutschland für die Creme der Migrationswilligen weltweit, die ohnehin meist exzellent Englisch beherrschen, nie und nimmer eine Adresse ist, dürfte auch klar sein.
Deutschland, oder besser viele Kliniken, bekommen und nehmen gerne diejenigen, die kommen - und haben bei Nicht-EU-Bürgern auch häufig das Druckmittel Arbeitsgenehmigung-> Aufenthaltsstatus (ähnelt der Sklavenhaltung). Hauptsache billig und willig.
Der Skandal ist die deutsche Gesundheitspolitik, die ihren Zwangsversicherten auch immer häufiger inadäquat sozialisierte Ärzte zumutet aus REINEN Gewinn- und Machtinteressen.
Wenn man mit dieser Chefarztherrlichkeit und Dorftrottelklinikpolitik nicht Schluß macht, wird das immer schlimmer- auch bei der Pflege.
Dumm sind eigentlich jene Deutschen, denen es nicht klar ist, daß ihr Einsatz, Mediziner zu werden, dann in der Berufsausübung am Patienten der Gesellschaft, jedenfalls einem Teil davon, völlig egal ist. Selber schuld, wer darauf reinfällt.
Denjenigen, die dem Wohlstandsgefälle folgen, ist das nun wirklich nicht vorzuwerfen.
Die Rück- oder Weitermigration der Osteuropäer (EU) ist zwischenzeitlich übrigens nicht mehr zu unterschätzen - und auch deren Netzwerke. Da haben sich manche Kliniken in Ostdeutschland sehr rasch etwa von Polen geleert, wenn man da einen beim Vertrag mies über den Tisch gezogen hatte, nur keine Bange !
blackcat86
16.09.2012, 20:56
Einarbeitung? Das kriegen ja nichtmal alle deutschen Assistenzärzte. Und seltsamerweise sind die ausländischen Kollegen noch mit die, die am nettesten zu den "Neuen" sind. Lieber ein bisschen Akzent als komplette Unfähigkeit. Irgendwie helfen einem nämlich, wenn man absolut nicht reinkommt auch Abi, Tests, Examen und die Promotion nichts. Auch damit kann man auf voller Linie "glänzend" versagen.
Wo das jetzt der politisch unkorrekte Anteil vorliegt, bleibt mir allerdings verschlossen, ausser es soll hier am Ende ein blinder Bash-Thread entstehen.
eine pj kollegin empfindet auch das wort "ausländer" schon als unaussprechbar schlimm!
Kackbratze
16.09.2012, 21:50
Oh. Die Arme. Da gibts bestimmt auch was von Ratiopharm.
Thomas24
16.09.2012, 22:01
Würde deiner Kollegin "Mitarbeiter mit Migrationshintergrund - aka: Mimimi" besser gefallen?
Lakemond
16.09.2012, 22:04
Also, Deutschland nur für die Deutschen? Das gab´s schon vor 70 Jahren....
Ich habe ein Jahr in Deutschland studiert und muss sagen, das Eure Klausuren viel einfacher sind, als bei uns in Osteuropa.
Ich stimme aber zu, dass man ohne Deutschkenntissen hier nichts zu suchen hat...
Thomas24
16.09.2012, 22:06
Fanfaren und Tusch. Godwin´s Law has arrived.
Kackbratze
16.09.2012, 22:16
Schon auf Seite 2.
Finale praecox würde ich sagen.
Lakemond
16.09.2012, 22:25
Schon auf Seite 2.
Finale praecox würde ich sagen.
Und jetzt?
Kackbratze
16.09.2012, 22:33
Ists vorbei.
Abspann, Vorhang und Aus.
Was willst Du sonst tun?
War doch Alles schonmal vor 70 Jahren da.
"Ich habe ein Jahr in Deutschland studiert und muss sagen, das Eure Klausuren viel einfacher sind, als bei uns in Osteuropa. "
:-D Danke für den guten Witz....Wenigstens konnte ich an einem Montag morgen herzlich lachen....
Und hier in Deutschland kann man nicht ein paar Scheinchen auf den Tisch legen, damit zufällig eine Kopie der Klausur vom Tisch der Sekretärin "herunterfällt" :-D
Oder für noch ein paar Scheinchen mehr muss man dann gar nicht mehr studieren: Diplom für lau....
Und die Ösis erst: Ich gehe auf Knien vor Ehrfurcht vor Eurem "Dr.med. univ" .....
Da meinte dann irgendwann eine Schwester zu mir : Ja, der Kollege hat seinen Dr. sogar von einer Universität,
Sie etwa auch ? :-D
"Politisch inkorrekt" war sarkastisch gemeint.... Sagt man einmal etwas in dieser Richtung, gilt man doch
sofort als ausländerfeindlich.
Kackbratze
17.09.2012, 08:52
Wow, innerhalb von 3 Seiten ein bisher Godwin ein bischen Bashing und ein bischen "war doch garnicht so gemeint".
Gibts auf Anfrage auch mal ein Schlösschen?
IMHO wird das hier nix mehr...
McDreamy
17.09.2012, 10:30
Stennadolny hat recht.
Vorwerfen kann man das den Migrationswilligen natürlich nicht. Ärgerlich ist die grenzenlose Bereitschaft zum Chef-Arsch-Kriechen (manche nennen es Dummheit) der deutschsprachigen Kollegenschaft, die sich da als Übersetzer, Briefeschreiber und Glattbügler mißbrauchen lässt. Ist wahrscheinlich noch ein Relikt aus Zeiten der Ärzteschwemme, das sich allerdings hartnäckig hält und wenn wir nicht aufpassen (und damit meine ich alle Ärzte unabhängig von ihrer Herkunft), ist die Ära der paradiesischen Job-Situation gleich wieder vorbei.
Wow, innerhalb von 3 Seiten ein bisher Godwin ein bischen Bashing und ein bischen "war doch garnicht so gemeint".
Gibts auf Anfrage auch mal ein Schlösschen?
IMHO wird das hier nix mehr...
Kein hochgeistiger Erfahrungsaustausch, nein.
Aber solang hier kein Verstoß gegen die Forenregeln vorliegt, sehe ich keinen Handlunsgbedarf.
Das könnte nämlich als Zensur mißverstanden werden! ;-)
Gruß, Evil
Admin
Kackbratze
17.09.2012, 12:24
Zensur? Hier?
Selbst youtube lässt sich trotz internationaler Forderungen nicht zensieren.
Ich find trotzdem das hier
Oder für noch ein paar Scheinchen mehr muss man dann gar nicht mehr studieren: Diplom für lau....
Und die Ösis erst: Ich gehe auf Knien vor Ehrfurcht vor Eurem "Dr.med. univ" .....
Da meinte dann irgendwann eine Schwester zu mir : Ja, der Kollege hat seinen Dr. sogar von einer Universität,
Sie etwa auch ?
"Politisch inkorrekt" war sarkastisch gemeint.... Sagt man einmal etwas in dieser Richtung, gilt man doch
sofort als ausländerfeindlich.
peinlich.
Jeder blamiert sich, so gut er kann.
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