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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tierversuche im Studium



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THawk
26.10.2012, 12:41
Es entstehen bei vielen Forschungsprojekten Tiere, die wissenschaftlich nicht zu nutzen sind, z.B. aufgrund falscher Vererbung. Die werden dann für die Studenten genutzt.

cycy90
26.10.2012, 16:03
In Düsseldorf gab es wohl bis vor nicht allzu langer Zeit irgendeinen Versuch zur Atmungskette im BC-Praktikum an Ratten:Wurde aber abgeschafft.
Ich denke auch nicht,dass es notwendig ist für ein sowieso schon ziemlich sinnfreies Grundlagenpraktikum am "lebenden Objekt" zu üben..
In Physio,Bio etc. hatten wir auch keine Tierversuche.

Nahtkurs an Schweinefüßen gibt es hier nun auch nicht mehr,sondern an speziellen künstlichen Modellen:Habe ich noch nicht ausprobiert,kann ich also auch nicht beurteilen.

Stephan0815
26.10.2012, 16:24
Wir hatten auch ne Ratte im Bio-Praktikum. War quasi das "Highlight" des gesamten Praktikums und wurde uns so verkauft: Man solle sich anhand des Rattensitus´die Unterschiede zur menschlichen Anatomie vor Auge führen.
Die, die das boykottieren wollten, haben einfach ihren Fehltermin genommen. Ich war damals dort, würde aber im Nachhinein sagen, daß es für die medizinische Ausbildung nicht relevant war. Dafür hat man später genug mit menschlicher Anatomie am Hut, aber gut, da wollten wohl die Biologen zeigen, daß sie auch was anatomisches in ihrem Fachgebiet auf Lager haben, um mit uns Humanis "mitzuhalten".
Als Abwerbeversuch für die Biologie wars jedenfalls nicht sonderlich erfolgreich...

kathiii
31.10.2012, 21:50
Woah danke für die viele interessanten Antworten :)
Bei uns waren es Versuche an lebenden Tieren, wir haben gar ncihts mit bereits toten Tieren gemacht...Fällt also definitv in die Kategorie Tierversuch..Und wir haben es selber initiiert, aber ich bin Mitglied bei Ärzte gegen Tierverusche und wir werden von dieser Seite unterstützt. Magdeburg scheint ja eine der wenigen Unis zu sein, die in der humanmedizin noch echt tierversuche durchführt... Mit welchen Computerprogrammen habt ihr denn gute Erfahrungen gemacht?? lg

SuperSonic
01.11.2012, 04:02
In München gab es zu meiner Zeit Schweineaugen (Abfall vom Metzger) im Präpkurs, sonst keinerlei Tiereinsatz. Ich bin überrascht, dass an so vielen Unis noch mit Tieren im Medizinstudium gearbeitet wird.

StellaMaris
01.11.2012, 11:21
Woah danke für die viele interessanten Antworten :)
Bei uns waren es Versuche an lebenden Tieren, wir haben gar ncihts mit bereits toten Tieren gemacht...Fällt also definitv in die Kategorie Tierversuch..Und wir haben es selber initiiert, aber ich bin Mitglied bei Ärzte gegen Tierverusche und wir werden von dieser Seite unterstützt. Magdeburg scheint ja eine der wenigen Unis zu sein, die in der humanmedizin noch echt tierversuche durchführt... Mit welchen Computerprogrammen habt ihr denn gute Erfahrungen gemacht?? lg

Zu meiner Magdeburger Zeit gabs da noch die Sektion von toten Ratten in Bio, haben die das jetzt abgeschafft, wenn du schreibst, ihr arbeitet nur noch mit lebenden Tieren? Fände ich gut, hat irgendwie keinem was gebracht. In Physio waren die Versuche bei uns auch schon so, nur den Froschversuch hatten sie durch ein entsprechendes Programm ersetzt. Aber mit Mäusen und Meerschweinchen hatten wir da auch noch gearbeitet im Praktikum. Zehn Jahre später kann ich sagen, dass das meinen medizinischen Horizont nicht um das Geringste erweitert hat, wird Zeit, dass das endlich mal abgeschafft wird. Ein paar mehr klinische Bezüge in der Vorklinik hätten wir um Längen besser gefunden.

ProximaCentauri
02.11.2012, 21:48
Wir hatten einzig Schweineherzen aus Schlachtabfällen im Anatomiekurs, sonst hatten wir nie etwas mit Tieren zu tun. Liegt aber evtl. auch daran, dass nur Personen, die mehrtägige Tierversuchskurse absolviert haben überhaupt mit Tieren im Forschungssetting arbeiten dürfen hier.

fallenangel30487
02.11.2012, 22:12
Bis jetzt hatten wir in Mainz keine Tierversuche. Soweit ich weiß wurden die Versuche an Fröschen in Physio 2007 abgeschafft und durch Versuche am PC ersetzt.

konstantin
03.11.2012, 11:07
Wir hatten im Physio-Praktikum irgendson Stück Darm aus der Maus, an dem wir rumstimulieren sollten. ;-)

Ansonsten wundert's mich, dass noch keiner die Histo-Präparate angesprochen hat?! Dafür sterben auch nicht gerade wenig Tiere, und teilweise sind die Methoden ziemlich drastisch (diverse Färbemittel sowie Tusche, die in vivo appliziert werden etc.).

Für unser Bio-Praktikum ist auch das ein oder andere kleine Tier gestorben, im Biochemie-Praktikum haben wir ebenfalls mit diversen Seren etc. gearbeitet, die morgens noch frisch aus dem Tier extrahiert worden sind.

Aber mal ehrlich: Sowas gehoert halt dazu. Und in unserem Studium geht es ja noch. Schau dir mal an, was bei den Biologen und insbesondere bei den Tiermedizinern abgeht. Die "schlachten" ihre Tiere im Wochentakt selbst. Spätestens wenn es um entsprechende Histo-Präparate geht, kommt man auch in der Humanmedizinischen Lehre wohl kaum um Tiere herum.

Zünder
03.11.2012, 12:06
Aber mal ehrlich: Sowas gehoert halt dazu.


Für den Spruch möchte man Dir in die Fresse schlagen, bis die rote Suppe aus den Ohren läuft... :-top

Coxy-Baby
03.11.2012, 13:34
Für den Spruch möchte man Dir in die Fresse schlagen, bis die rote Suppe aus den Ohren läuft... :-top

Naja schieben wir das mal auf konstantin's jugendlichen Leichtsinn...

Zum Thema (bin ja selbst Mageburger): Also das Biopraktikum war grenzwertig, das haben wir aber damals auch schon so gesagt, es wurden immer für 2 Studenten frisch eine Ratte getötet, die dann noch warm auf ein Wachsbrett gepinnt und seziert wurde (echt wiederlich), im Physiopraktikum gabs dann nochmal 2 Versuche mit je einer Ratte pro Gruppe und in BC einen Versuch mit Rattenleber.... Zusammengefasst, alles Quatsch den man sich schenken kann und sollte!

Trianna
03.11.2012, 16:11
Klar, es mag für Medizinleute unnötig sein, allerdings werden die Tiere so oder so getötet. Es sind halt von vornherein Versuchstiere, die einzig und allein dazu gezüchtet werden, um an Experimenten "teilzunehmen". Die, die von den Medstudenten bearbeitet werden, sind, wie schon von jemanden gesagt wurde, die Aussortierten. Ich bin ja selbst in der Humanbiologie und wir machen zwar nicht soo wahnsinnig viel mit Tieren, aber im Rahmen von HiWi Sachen bekomme ich das Ganze gut mit. Ich selbst habe auch kein Problem damit.

Coxy-Baby
03.11.2012, 16:28
Die Ratten sind sowieso da, deshalb können wir damit noch die Studenten bespaßen, (lasse ich zumindestens aus meiner Perspektive) nicht gelten, also im Biopraktikum war es folgdendermassen:
(Wir sind 200 Studenten also mußten für diese Aktion 100 Ratten dran glauben), wir bekamen die noch warmen Ratten
und mussten die wie Jesus auf ein Wachsboard pinnen (hat mich echt Überwindung gekostet...) dann haben wir einen Medialen Schnitt gemacht und sollten mal gucken, der Dozent ging dann rum: Was sieht man? Antwort: "Ja, sieht so aus wie bei uns"
Dozent: Ja genau! und das wars dann, diese Aktion ist 100% sinnbefreit da es KEINEN Informationsgewinn gab, sollen sie alle schön ihre exper. Promos mit Tieren machen, aber doch nicht bitte solch sinnlose Schei$$e..... :-meinung

netfinder
03.11.2012, 16:53
Keine Tierversuche waeren bloed, dann kann man auch keine Karpfen mit nach hause nehmen und essen.

StellaMaris
03.11.2012, 16:57
Die Ratten sind sowieso da, deshalb können wir damit noch die Studenten bespaßen, (lasse ich zumindestens aus meiner Perspektive) nicht gelten, also im Biopraktikum war es folgdendermassen:
(Wir sind 200 Studenten also mußten für diese Aktion 100 Ratten dran glauben), wir bekamen die noch warmen Ratten
und mussten die wie Jesus auf ein Wachsboard pinnen (hat mich echt Überwindung gekostet...) dann haben wir einen Medialen Schnitt gemacht und sollten mal gucken, der Dozent ging dann rum: Was sieht man? Antwort: "Ja, sieht so aus wie bei uns"
Dozent: Ja genau! und das wars dann, diese Aktion ist 100% sinnbefreit da es KEINEN Informationsgewinn gab, sollen sie alle schön ihre exper. Promos mit Tieren machen, aber doch nicht bitte solch sinnlose Schei$$e..... :-meinung

Genau, so lief das ab und ich teile deine Meinung darüber zu 100%.

Feuerblick
03.11.2012, 17:16
Herrschaften (insbesondere @Zünder): Emotionen dürfen ja durchaus sein und Tierversuche sind nun durchaus ein sehr emotionales Thema, aber bitte, bewahrt ein wenig Stil. Gewaltandrohungen und ähnliche Sprüche unterhalb der Gürtellinie gehören nicht hierher und werden bei Wiederholung entsprechend geahndet!

Feuerblick
MediLearn-Moderatorin

konstantin
03.11.2012, 17:36
Für den Spruch möchte man Dir in die Fresse schlagen, bis die rote Suppe aus den Ohren läuft...

Ähm...?

Es ist ja nicht so, als ob ich es nicht noch näher begründet hätte (siehe Histologiepräparate).

Kensington
03.11.2012, 18:48
Ich finde, es kommt essentiell auf den Umgang mit dem Tier an. Es ist und bleibt ein Lebewesen und muss mit Respekt behandelt werden. Des war bei uns leider auch nicht ausschliesslich der Fall, was wir im Rahmen der Fachschaft dann mit dem Dekanat diskutiert hatten. Dieses war da auf unserer Seite und eigentlich ist ein Vortrag zum Tierschutz vor Praktika mit Tieren vorgeschrieben.

Miss_H
03.11.2012, 19:38
Also ich finde es nicht so schlimm. Habe aber auch schon ein Biostudium hinter mir und habe für die Forschung schon selber töten müssen. Hat mir nicht gefallen, aber gehört in der Forschung dazu (nicht alles kann man an Zellkultur machen und auch dazu muss man Tiere töten...). Ich finde es wichtig zu betonen, dass es in der Forschung einfach ohne Ratten und Mäuse nicht geht. Und Histo ohne Präparate finde ich *******! Und Biochemie ohne Antikörper läuft auch nicht...

roxolana
03.11.2012, 19:46
Spätestens wenn es um entsprechende Histo-Präparate geht, kommt man auch in der Humanmedizinischen Lehre wohl kaum um Tiere herum.

unsere histopräparate stammten, abgesehen von einem katzenovar, ausschließlich vom menschen.