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Stephan0815
01.11.2012, 22:44
Da meine Uni keinerlei Ablegemöglichkeiten für Studenten in praktisch-klinischer Tätigkeit zur Verfügung stellt, als das (geöffnete) Arztzimmer, nehme ich seit Beginn meines Blockpraktikums jegliche wertvolle Gegenstände (wie vom Klinikpersonal empfohlen) am Körper mit.
Dazu zählt natürlich auch das private Handy - meines erfüllt derzeit hauptsächlich die Funktion zwischenzeitlich die Uhrzeit verifizieren zu können (da ich auf Station keine Uhr tragen darf). Hin und wieder kommt es vor, daß sich Kommilitonen zum Mittagessen verabreden via SMS. Diese kann man bei Gelegenheit mal kontrollieren.
Mein Handy ist leider zu alt, um sinnvolle Arzneimittel nachzuschlagen - nichtsdestotrotz würde ich es auch vor dem Patienten zu dringenden Indikationen benutzen.
Warum auch nicht? Schließlich bin ich noch kein Arzt und kann mir das unbezahlterweise auch einfach erlauben.

Moonchen
02.11.2012, 04:48
Ich lasse das Handy während der normalen Arbeitszeit immer im Spind und gucke dann halt höchstens mal kurz drauf wenn ich den Spind aufmache; im Dienst telefoniere ich dann aber schon mal damit.

antonia123
02.11.2012, 05:59
ich der südafrikanischern klinik in der ich pj gemacht habe war es übrigens absolut üblich und auch überhaupt kein problem, dass die studenten während der lehrvisiten private telefonate geführt haben oder sms geschrieben..direkt vor dem chef oder patienten. hat dort keinen gestört :-?

mainzer
02.11.2012, 07:28
ich der südafrikanischern klinik in der ich pj gemacht habe war es übrigens absolut üblich und auch überhaupt kein problem, dass die studenten während der lehrvisiten private telefonate geführt haben oder sms geschrieben..direkt vor dem chef oder patienten. hat dort keinen gestört :-?

ob DAS bei uns erstrebenswert ist? ;-)
klar, ich hab mein's auch immer einstecken...auch zum zwischendurch mal mails checken..aber v.a. um mal schnell was nachzuschlagen (pharma-pocket, formeln.....).. aber telefoniert hab ich damit noch nicht im op, und schon gar nicht vor chef und/oder patient während der visite...auch nicht während meiner zeit in afrika :-)

lööö
02.11.2012, 17:16
Ich lasse das Handy während der normalen Arbeitszeit immer im Spind und gucke dann halt höchstens mal kurz drauf wenn ich den Spind aufmache; im Dienst telefoniere ich dann aber schon mal damit.

Genauso halte ich das auch, tagsüber im Spind und im Dienst in der Hosentasche. Da ist eher mal Zeit, ne SMS zu tippen/lesen oder zu telefonieren :)

Fr.Pelz
02.11.2012, 18:44
Hab meins auch im Schrank in nem Zimmer auf einer anderen Station und checke nur wenn ich mich umgezogen hab, ob ich noch Milch mitbringen soll...
Es ist schon spannend wie unterschiedlich Visiten ablaufen können. Hab in meinem Psychiatrie-Tertial zum Beispiel gelernt dass man so wenig wie möglich "extramural" besprechen sollte...klar, psychiatrische Patienten sollen nicht denken, man redet wer weiß was über sie (da wäre das denk ich mit dem Handy auch seehr schlecht angekommen) aber auch bei psychisch gesunden find ich das komisch... gerade bei älteren Leuten die die Technik nicht gut einschätzen können...

Thomas24
02.11.2012, 19:10
Mein Handy ist leider zu alt, um sinnvolle Arzneimittel nachzuschlagen - nichtsdestotrotz würde ich es auch vor dem Patienten zu dringenden Indikationen benutzen.
Warum auch nicht? Schließlich bin ich noch kein Arzt und kann mir das unbezahlterweise auch einfach erlauben.

Bezahlt oder nicht. Approbiert oder erst auf dem Weg dahin... es ist nie zu früh, sich gute "Bedside manners" zuzulegen-

epeline
02.11.2012, 19:16
in meiner australien-famulatur gab es weder pieper noch dect-telefone.
die leute haben da ihre privathandys zur kommunikation in der klinik genutzt.....
auch, um ärzte in den op zu rufen und so.

Brutus
02.11.2012, 19:17
Bezahlt oder nicht. Approbiert oder erst auf dem Weg dahin... es ist nie zu früh, sich gute "Bedside manners" zuzulegen-
Sehe ich auch so. Handy beim wachen Patienten mache ich nicht. Dabei immer, meistens lautlos. Gott sei Dank haben meine Patienten in der Klinik meist geschlafen. :-))
Im NA-Dienst kommt es drauf an. Ist ein Patient dabei, gehe ich nicht ran. Auf dem Weg zum Patienten oder zurück zum Stützpunkt gehe ich schon dran...

Muriel
02.11.2012, 19:26
In der Klinik hatte ich mein Handy nie dabei, bzw. immerhin Spind. Dort wäre ich jederzeit über mein Klinikshandy erreichbar gewesen. Jetzt liegt mein privates auf Vibrationsalarm auf meinem Schreibtisch. Mit Kleinkind im KiGa durchaus vertretbar, denke ich. Wenn es klingelt, gehe ich in Anwesenheit eines Patienten nicht dran, aber schaue, wenn dieser den Raum verlassen hat, nach, was los war. Whats app checken, während der Patient vor dem Phoropter hängt und mir die gut bekannten Zahlen, die ich im Tiefschlaf aufsagen könnte, vorliest, ist aber gut möglich ;-)

netfinder
02.11.2012, 20:08
Da meine Uni keinerlei Ablegemöglichkeiten für Studenten in praktisch-klinischer Tätigkeit zur Verfügung stellt, als das (geöffnete) Arztzimmer, nehme ich seit Beginn meines Blockpraktikums jegliche wertvolle Gegenstände (wie vom Klinikpersonal empfohlen) am Körper mit.
Dazu zählt natürlich auch das private Handy - meines erfüllt derzeit hauptsächlich die Funktion zwischenzeitlich die Uhrzeit verifizieren zu können (da ich auf Station keine Uhr tragen darf). Hin und wieder kommt es vor, daß sich Kommilitonen zum Mittagessen verabreden via SMS. Diese kann man bei Gelegenheit mal kontrollieren.
Mein Handy ist leider zu alt, um sinnvolle Arzneimittel nachzuschlagen - nichtsdestotrotz würde ich es auch vor dem Patienten zu dringenden Indikationen benutzen.
Warum auch nicht? Schließlich bin ich noch kein Arzt und kann mir das unbezahlterweise auch einfach erlauben.

Definiere dringende Indikationen.

netfinder
02.11.2012, 20:10
In der Klinik hatte ich mein Handy nie dabei, bzw. immerhin Spind. Dort wäre ich jederzeit über mein Klinikshandy erreichbar gewesen. Jetzt liegt mein privates auf Vibrationsalarm auf meinem Schreibtisch. Mit Kleinkind im KiGa durchaus vertretbar, denke ich. Wenn es klingelt, gehe ich in Anwesenheit eines Patienten nicht dran, aber schaue, wenn dieser den Raum verlassen hat, nach, was los war. Whats app checken, während der Patient vor dem Phoropter hängt und mir die gut bekannten Zahlen, die ich im Tiefschlaf aufsagen könnte, vorliest, ist aber gut möglich ;-)

Ah, die Patienten koennen die Tafeln doch eh laengst auswendig, gibt bestimmt ne App^^

Muriel
02.11.2012, 21:03
Dann nehme ich halt die Landoltringe :-D dummerweise kenne ich die nicht auswendig, doofe Idee, hmpfm.

Nurbanu
02.11.2012, 22:13
Ah, die Patienten koennen die Tafeln doch eh laengst auswendig, gibt bestimmt ne App^^

Und vermutlich auch was von ratiopharm :-))

blackcat86
02.11.2012, 22:52
Das hängt von der Lebenssituation ab, sicher. Wenn jemand eine Familie hat hat er ja auch eine ganz andere Verantwortung. In meinem Fall stellt sich das Problem aber aus mehreren Gründen nicht; vor allem weil ich extrem ungern telefoniere und ich sogar in meiner Freizeit oft nicht ans Mobiltelefon gehe.

LMD
03.11.2012, 17:05
ich habe mein handy immer dabei, lautlos auf vib. bei der visite wird auch schnell mal was nachgeschlagen, ebenso scores errechnet oder leitlinien von best. erkrankungen nachgeschlagen. Habe auch schon interaktionen vor dem pat. gecheckt, dann aber auch gesagt, dass man nicht alles im kopf haben kann und insbesondere wechselwirkungen zwischen den medis manchmal unerwartet erscheinen. das medi-progi von der klinik ist bescheiden und das internet mir zu weit weg, da ich ja immer zum arztzimmer muss...

Strodti
04.11.2012, 09:28
Mein Handy ist auch immer auf Lautlos in der Kitteltasche. Mein PJ-Haus nimmt für private Festnetzgespräche noch 12 cent pro Einheit, daher telefoniere ich auch aus dem Arztzimmer mit meinem Handy. Vor dem Patienten nutze ich das nicht, da bin ich noch zu sehr an die Papierversionen vom Arzneimittelpocket gewöhnt.

LasseReinböng
06.11.2012, 20:50
die Frage Handy ja/nein stellt sich mir nicht - wir haben im Kliniksgebäude fast nirgendwo Empfang, ist angeblich bewusst so gemacht. Für ne SMS muß ich das Gebäude verlassen. Für die Apps etc. ist es aber absolut ok, selbst die Oberärzte zücken im Patientenzimmer ab und zu das Smartphone.

flopipop
07.11.2012, 16:24
die ansicht, privates handy auf station dabei zu haben, wäre respektlos, halte ich für überzogen. klar, gibt es situationen, wo das geklingele oder privates rumelefonieren nicht erwünscht ist, aber solche situationen können mit gesundem menschenverstand und etwas erziehung leicht erkannt werden. is doch wohl klar, dass es jedem auf den keks geht, wenn während der chefvisite das handy ständig klingelt und vor dem patienten jemand privat rumchattet...aber wenn das handy auf lautlos in der kitteltasche liegt und man sich zum telefonieren irgendwohin verziehen kann, why not?

emetib
07.11.2012, 22:20
Also ich habe mein iPhone auch immer dabei - selbstverständlich lautlos. Aber Empfang haben wir in der Klinik sowieso fast nirgends. Ich benutze meistens so Sachen wie Arzneimittel i-pocket, KittelCoach oder Orthorad und will diese Apps auch absolut nicht missen - und außerdem ist mit der Kamera schnell mal eine Wunde/Wundheilungsstörung usw. fotografiert und dem OA/Chef gezeigt ohne das der selbst da hindackeln muss ;)