Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Minusstunden
Dass nur 7,5h extra bezahlt werden, ist doch völlig ok, schließlich arbeitest Du ja auch nicht mehr im Vergleich zu normalen Tagen. Über die Höhe der Bezahlung dieser Stunden kann man sich natürlich streiten.
Moorhühnchen
08.11.2012, 17:53
7,5 bezahlte Stunden sind eigentlich wunderbar! Hier fängt der Dienst unter der Woche erst um 12 Uhr mittags an und arbeitet bis 21 Uhr Regelarbeitszeit, dann von 21 bis 7:30 Uhr BD. Davon werden 8 Stunden abgezogen, das heißt es bleiben nur 2,5 Stunden übrig, die ausbezahlt werden. Mit den Diensten unter der Woche verdient man also so gut wie kein Geld, aber ich möchte niemals nicht wieder 24-Stunden-Dienste machen!!! :-sleppy
Um 12 Uhr kommt man sowas von ausgeschlafen und entspannt zum Dienst und kann mit dem Frei nach Dienst noch richtig was anfangen (wenn man nicht grad durchmacht), das isses mir persönlich wert! :-)
Dass man noch während der Dienst kann, meinst du? Schön wäre es !
Ich verstehe zwar diese Satzversuch nicht, aber ich erläutere noch mal, was ich mit meinem von Dir zitierten Satz meinte:
Du arbeitest an zwei Tagen regulär jeweils acht Stunden, zusammen sechszehn Stunden. An einem Tag mit 24h-Dienst arbeitest Du, da eine halbe Stunde als Pause abgezogen wird, 23,5h, also 7,5h mehr als an zwei normalen Arbeitstagen (am Folgetag gehst Du ja nach Hause). D.h., dass prinzipiell zum Grundgehalt, das ja die sechszehn normalen Stunden mit abdeckt, diese siebenkommafünf bezahlt werden, ist völlig in Ordnung. Über eine angemessene Höhe der Bezahlung (60%, 90%, 100% oder 1005+Zuschläge, da Nachtarbeit) sagt das ja noch nichts aus.
Wer von euch kann mir ein besseres Schicht-oder BD-System empfehlen, ich suche gerade ein akzeptables System für unsere Abteilung ( Chirurgie) ohne Minusstunden und bessere Vergütung.
Zur Zeit ist es so: 1 Wochenende (07:45-19:459 und 4-5 lange Dienste( 07:45-19:45) und 4 ND im Block( 19.15-08:15 , wobei pro ND 3,5 Minusstunden entstehen, und nur 5,5 Std. vergütet werden).
Vielen Dank
Moorhühnchen
04.01.2013, 19:36
Zum Thema Minusstunden nach Dienst gibt es auch gerade einen Artikel in der MB-Zeitung (vom 21.12.2012, Seite 5).
Es werden mehrere Beispiele angeführt, zB. 8 Stunden Vollarbeit werktags plus 10 Stunden anschließenden BD mit 75% Vergütung. Nach dem Rechenbeispiel würde der Arbeitnehmer theoretisch am Ende des Dienstes mit -0,5 Stunden dastehen.
Kommentar:
Hierbei ist jedoch festzustellen, dass es sich bei der Erbringung der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit um eine sogenannte Holschuld des Arbeitgebers handelt: Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die Dienstpläne so zu gestalten, dass Ärtzinnen und Ärzte innerhalb des Ausgleichszeitraums die vereinbarte Regelarbeit erfüllen können: Er muss sich die Regelarbeitszeit dienstplanmäßig "holen". Tut er es nicht, hat er dieses Versäumnis selbst zu vertreten und gerät hinsichtlich der Arbeitsleistung in Annahmeverzug. Aus diesem Rechtsgrund darf der AG keine Entgeltkürzungen vornehmen, wenn die Ärztin/der Arzt die festgelegte Regelarbeitszeit nicht vollständig abgeleistet hat (§ 615 BGB).
SuperSonic
04.01.2013, 20:49
8 Stunden Vollarbeit werktags plus 10 Stunden anschließenden BD
Beim Lesen des besagten Artikels habe ich mich schon gefragt, wo es denn so schräge Dienste gibt und wer das mitmacht. :-nix
Moorhühnchen
04.01.2013, 22:19
Beim Lesen des besagten Artikels habe ich mich schon gefragt, wo es denn so schräge Dienste gibt und wer das mitmacht. :-nixIch find das gar nicht so schräg, ich hab wochentags selbst 8,5+11,5h Dienste (12 bis 21 Uhr Regelarbeitszeit, danach bis 7:30 Uhr BD) - ich finde es sehr angenehm, vor dem Dienst auszuschlafen!! :-nix
Ist halt Ansichtssache... ;-)
Das Problem an dem Beispiel sind eher die 75% Vergütung/Anrechnung, wobei ich bisher immer dachte, die Vergütung hat nichts mit der Anrechnung als Arbeitszeit zu tun - zumindest hatte ich Brutus hier mal irgendwo so verstanden....
Das Problem an dem Beispiel sind eher die 75% Vergütung/Anrechnung, wobei ich bisher immer dachte, die Vergütung hat nichts mit der Anrechnung als Arbeitszeit zu tun - zumindest hatte ich Brutus hier mal irgendwo so verstanden....
Ja, hier? Was habe ich gesagt? :-))
Die Vergütung hat auch nix mit der Stundenberechnung laut Arbeitszeitgesetz zu tun. Bei Deinem Beispiel ist das so:
Ich find das gar nicht so schräg, ich hab wochentags selbst 8,5+11,5h Dienste (12 bis 21 Uhr Regelarbeitszeit, danach bis 7:30 Uhr BD)
8,5h Regelarbeitszeit ==> sind in der regulären Wochenarbeitszeit mit drin, zählen als 8,5 Stunden in die Berechnung
11,5h Bereitschaftdienst à 75% ==> die zählen mit 11,5 Stunden in die Berechnung der Arbeitszeit, bezahlt werden allerdings nur 11,5*0,75=8,65h. Ziehst Du nun die Regelarbeitszeit des nächsten Tages als FZA ab, dann bleiben Dir 0,65h oder weniger übrig, kommt eben drauf an, wie lange Deine Regelarbeitszeit geht...
Ach ja, fast vergessen. Wir haben damals auch beim ITS-Dienst später angefangen, allerdings schon um 10 Uhr und der BD ging bis zum nächsten Morgen um 7:30 Uhr. Aber ich fand es auch sehr nett, morgens vor dem Dienst mal in Ruhe ausschlafen zu können. :-))
Moorhühnchen
05.01.2013, 11:00
Gott sei Dank wird unser Dienst aber immerhin mit 95% (+15% Nachtzuschlag, 21 bis 6 Uhr) bezahlt! :-))
Noch steigerungswürdig, aber schonmal ein Anfang....
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