Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : DKB-Bildungsfond - Erfahrungen?
konstantin
11.11.2012, 17:34
Keine Ahnung ob das fuer dich eine Option ist, aber zumindest wenn du das Physikum in der Tasche hast, kannst du dich ja durchaus fuer diese Sachsen- respektive Unterversorgte-Regionen-Stipendien-Dingsis bewerben. Da kriegst du dann auch deine 500 Euro im Monat, dafuer musst du dann aber beispielsweise die ersten drei Jahre deiner Weiterbildung an einer bestimmten Klinik bzw. in einer bestimmten Fachrichtung machen, oder du verpflichtest dich dazu, fuer vier, fuenf Jahre als Hausarzt in einem unterversorgten Gebiet zu arbeiten.
Kyutrexx
11.11.2012, 17:52
Ich wollte damit aussagen, dass deine Aussage "Wenn man im Studium nebenher arbeitet ist man gestresster nach dem Studium" nicht für alle gilt, ich wäre mit 50.000 euro hinterher viel gestresster.
Wie wirkt sich die Rückzahlung von Studienkrediten auf die Einkommenssteuer aus?
Sie können als Ausbildungskosten nachträglich als Werbungskosten geltend gemacht werden.
Das spätere Gehalt ist gut genug um 400 EUR abzuzahlen
Eben.
400 € sind nicht viel bei einem Arzt-Assi-Gehalt, aber jeden Monat und das jahrelang, das kann einen mit der Zeit schon nerven.
Irgendwann will man auch ein neues Auto und eine Immobilie und dann kommen weitere Kredite (monatliche Verbindlichkeiten) hinzu. Und die Summen läppern sich ganz schnell.
Bafög ist zwar nicht Inhalt der Debatte, lässt sich aber bei max. 10.000 € während der Assizeit bei monatlich ca. 170 € auf 5 Jahre zusammensparen. Und dann ist man die Schulden los. In 2 Jahren und 1 Monat bei monatlich 400 € wären die Bafög-Schulden getilgt. Einfach mal als Vergleich.
Feuerblick
11.11.2012, 19:10
Bevor ich mir 20 Jahre Rückzahlung ans Bein binden würde (und damit meine späteren Möglichkeiten auf "Luxus" wie Auto, Haus etc. einschränke) würde ich einfach während des Studiums arbeiten. Das geht nämlich sehr gut, macht überhaupt keinen Stress und sorgt je nach Job für durchaus willkommene Abwechslung. Wenn man (als Zweitstudent) erst mit 50 schuldenfrei ist... nee, sorry, da hätte ich zu keinem Zeitpunkt Lust drauf gehabt... :-nix
Willen_braucht_man..
11.11.2012, 19:13
Keine Ahnung ob das fuer dich eine Option ist, aber zumindest wenn du das Physikum in der Tasche hast, kannst du dich ja durchaus fuer diese Sachsen- respektive Unterversorgte-Regionen-Stipendien-Dingsis bewerben. Da kriegst du dann auch deine 500 Euro im Monat, dafuer musst du dann aber beispielsweise die ersten drei Jahre deiner Weiterbildung an einer bestimmten Klinik bzw. in einer bestimmten Fachrichtung machen, oder du verpflichtest dich dazu, fuer vier, fuenf Jahre als Hausarzt in einem unterversorgten Gebiet zu arbeiten.
:kiss: 1000 Dank für den Hinweis. Habs grad gegoogelt. Da kann man echt einiges an Förderung abgreifen!
Kyutrexx
11.11.2012, 19:16
Bevor ich mir 20 Jahre Rückzahlung ans Bein binden würde (und damit meine späteren Möglichkeiten auf "Luxus" wie Auto, Haus etc. einschränke) würde ich einfach während des Studiums arbeiten. Das geht nämlich sehr gut, macht überhaupt keinen Stress und sorgt je nach Job für durchaus willkommene Abwechslung. Wenn man (als Zweitstudent) erst mit 50 schuldenfrei ist... nee, sorry, da hätte ich zu keinem Zeitpunkt Lust drauf gehabt... :-nix
Bin weder Zweitstudent, noch Erststudent, der mit 19 angefangen hat.
Dinge wie Auto und dergleichen sind normale Ausgaben und stören nich weiter.
Wer sich n Haus baut, den könnte sowas natürlich mehr stören:
Aus meiner früheren Tätigkeit weiß ich, dass ein Hausbau eine nicht enden wollende Reihe von plötzlich entstehenden Kosten, hohen Unterhaltungskosten und zahlreichen Späßen ist.
Mit nem Hausbau kann man locker im Monat weit über 1000 Euro raushauen.
Da ich das gar nicht vor habe, stört mich das deutlich weniger.
Abgesehen davon will ich in meinem Alter nicht während des Studiums nebenbei noch irgend n Kram machen.
Ich genieße es, im Studium alle Zeit der Welt zu haben, um mich mit den Themen und Fächern zu befassen.
Das ist mir viel wichtiger.
Da hat aber jeder ne andere Einstellung und meine iss, dasses mir Wurscht ist, ob ich später fröhlich abbezahle.
Soll jeder machen wie er oder sie will ;).
Willen_braucht_man..
11.11.2012, 19:17
Bevor ich mir 20 Jahre Rückzahlung ans Bein binden würde (und damit meine späteren Möglichkeiten auf "Luxus" wie Auto, Haus etc. einschränke) würde ich einfach während des Studiums arbeiten. Das geht nämlich sehr gut, macht überhaupt keinen Stress und sorgt je nach Job für durchaus willkommene Abwechslung. Wenn man (als Zweitstudent) erst mit 50 schuldenfrei ist... nee, sorry, da hätte ich zu keinem Zeitpunkt Lust drauf gehabt... :-nix
Das stimmt leider. Ich würde mein halbes Leben Schulden abzahlen. Trotzdem. :-) Dieses Studium ist meine große Nummer in diesem Leben. :-)
Coxy-Baby
11.11.2012, 19:24
Sie können als Ausbildungskosten nachträglich als Werbungskosten geltend gemacht werden.
sehr interessant steht das auch irgendwo?
Feuerblick
11.11.2012, 19:31
@Kyutrexx: Das mag DEINE Meinung sein, aber es soll durchaus Leute geben, die in "deinem Alter" kein Problem mit Nebenjobs haben. Ich war bei Studienbeginn auch keine 19 mehr und habe durchgehend gejobbt. Hat Spaß gemacht, gutes Geld gebracht, das Studium nicht behindert und ich habe jetzt keine Schulden am Hacken. Insofern :-nix Manche Leute können studieren, jobben UND Zeit für Themen und Fächer haben. Mehr Zeit als ich hatte, hätte ich nie im Leben haben wollen...
Übrigens: Das mit den Werbungskosten ist schon wieder out. Geht nämlich meines Wissens nach einem aktuelleren Gerichtsurteil eben doch nicht...
konstantin
12.11.2012, 09:00
Also ich würde auch eher sechs Jahre lang 10h die Woche neben dem Studium arbeiten. Wenn du hier beispielsweise am Lehrstuhl arbeitest, kriegst du dafuer dann auch deine 400 Euro im Monat - und je nach Job auch noch mit extrem flexiblen Arbeitszeiten.
Macht meiner Meinung nach deutlich weniger Stress, als ueber 20 Jahre hinwegs einen nahezu sechsstelligen Betrag abzubezahlen. Zumal man dabei noch bedenken muss, dass es sich dabei um genau die 20 Jahre handelt, in denen man das Geld am besten gebraeuchen koennte (siehe Haus, Sohn u. Apfelbaum).
Herzkasperl
12.11.2012, 09:43
Jetzt ist es ja richtig interessant hier geworden... Lauter Leute, die aus Erfahrung sprechen. Mit unterschiedlichen Finanzierungsmodellen.
Ich gehöre ja bekanntlich zu den "Während-des-Stdiums-Arbeiten"-Leuten. Bei mir ist es aber auch so, dass ich mir die Verbindung des medizinischen mit meinem jetztigen Job offen halten will. Da kann ich nicht einfach mal so 5-6 Jahre aussetzen, dann wäre ich weg vom Fenster.
Nun aber zum Thema: 50k€ Schulden ist mit nem Arztgehalt keine große Nummer. In München sehe ich junge Assisstenzärztinnen, die sich für 200k€ eine Wohnung mit 60qm kaufen. Da sagt dann irgendwie keiner "Huch, die ganzen Schulden...." Dabei war dieselbe Wohnung vor 5 Jahren 120-150k€ wert. Macht eventuell 50k€ zu viel gezahlt.
Worauf will ich hinaus? Die Frage ist nicht, ob 50k€ viel ist für einen Arzt, das sind sie sicher nicht. Die Frage ist a) werde ich überhaupt Arzt (und die Angst hat willen-braucht-man zurecht angesprochen) und b) wie sind die Konditionen des Kredits.
Um a) zu begegnen braucht man in meinen Augen eine klare Exit-Strategie (oder Stop-loss, nenn es wie Du willst), die dann auch durchgezogen wird. Also: Schaffe ich die Scheine oder nicht. Wenn ich bei mehr als einer Prüfung womöglich auch noch mehrmals durchfalle, sofort hinschmeißen und den Kredit zurückzahlen. Nach 3 Semestern beläuft sich der Kredit auf max. 15k€. Dann muss die Entscheidung her. Die Leute, die noch später aus dem Studium raus fliegen, sind nicht die, die am Anfang alle Scheine schaffen. Die Problemstudenten sind spätestens im zweiten Semester klar.
Für b) muss man halt rumlaufen und sich schlau machen.
Thunderstorm
12.11.2012, 10:06
Wieviel Geld steht einem eigentlich bei so einem Kredit monatlich zur Verfügung?
Falls es für "Willen_braucht_man..." in Frage kommt, sich für ein paar Jahre nach Studienende an eine Klinik zu binden, dann würde ich wirklich dazu raten, diese Studienförderung in Anspruch zu nehmen.
Dazu 8-10h / Woche arbeiten gehen (medizinnah und dadurch gleich die erlernte Theorie zumindest teilweise in die Praxis umsetzen o. medizinfern, um sich auch noch mit etwas anderem als Medizin zu beschäftigen).
Damit sollte man doch ganz entspannt auf einen ähnlichen Betrag kommen, wie bei einem Kredit oder liege ich da falsch?
Ansonsten kann man es ja auch mal bei den ganzen Studienstiftungen und beim Bundesministerium für Bildung und Forschung versuchen. Hier gibt es ebenfalls zahlreiche Föderungen.
Ich denke, so kommt man ebenfalls entspannt durchs Studium und hat eben hinterher keine Schulden!
konstantin
12.11.2012, 10:51
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich eine richtige Verpflichtung (in Form eines Kredites oder einer Verpflichtung als "Landarzt" ö. Ä.) erst eingehen würde, wenn das Ende des Studiums absehbar ist. Ich denke, wenn man das Physikum hinter sich hat, dann kann man auch durchaus über einen Kredit nachdenken -- denn die Wahrscheinlichkeit, dass man auf Kurz oder Lang tatsächlich Arzt wird, ist astronomisch hoch.
Vor dem Physikum würde ich sowas auf garkeinen Fall machen. Es passiert schneller als man denkt, dass man ein, zwei Semester länger in der Vorklinik hängt oder garnicht mehr zum Abschluss kommt, und dann hat sich das mit dem Arzt-werden und man sitzt auf einem großen Haufen Schulden und einem Kredit, den man eventuell garnicht mehr kündigen kann oder man muss den Kredit um ein, zwei Jahre verlaengern (und spaetestens da werden die Konditionen dann jenseits von Gut und Boese liegen).
Zu den Assistenzaerzten, die sich in Muenchen fuer 200.000 Euro 'ne Wohnung auf Pump kaufen: Kann ich mir einerseits nicht so richtig vorstellen, weil auch in der Muenchener City das Geld nicht auf Baeumen waechst, auf der anderen Seite treffen hier eventuell auch zwei gaenzlich unterschiedliche Lebensentwuerfe aufeinander. Wenn ich als Single und junger, erfolgreicher Mediziner in der Muenchner Innenstadt eine kleine Bude fuer mich kaufe, 80 Stunden die Woche in der Klinik keule, gut situierte Eltern im Hintergrund habe und mir mit Mitte, Ende 30 den Traum vom Chef erfuellen moechte, dann ist das etwas vollkommen anderes als ein junger Mediziner, der vielleicht nicht die Karriere-, sondern die Familienplanung in den Vordergrund stellt, und nach dem Studium nicht unbedingt im Lifestyle Muenchens, sondern in der bodenstaendigen Realität einer "normalgroßen" Stadt landet, mit Anhang, bald Kind, dem Traum von einem selbst finanzierten Eigenheim und einem Assistenzartgehalt, wie es den ueblichen Tarifvertraegen entspricht.
Wie Letzterer in den Jahren seines beruflichen Einstiegs und der Weiterbildung einen Kredit ueber 200.000 Euro abbezahlen moechte, ist mir ehrlich gesagt ein Raetsel...
Kyutrexx
12.11.2012, 15:35
Hier wird immer wieder der selbe Punkt angesprochen: das Risiko ist zu groß, wenn man das Studium abbrechen muss.
Dazu ne kleine Klärung.
Angenommen man bricht das Studium ab und geht wieder arbeiten (wäre in meinem Falle so). Oder wie sicher bei den meisten Leuten: geht nicht arbeiten (weil man noch keinen Beruf hat).
Dann kann man theoretisch die Schuldenrückzahlung auf ewig nicht leisten brauchen, sofern man nicht über 1029,99 Euro netto verdient (sog. Pfändungsfreigrenze).
Hat man keine Kohle, passiert also ...
NICHTS.
Punkt.
Hat im Übrigen rein GAR NICHTS mit dem Thema Privatinsolvenz zu tun!
Ne Privatinsolvenz kann man nur erfolgreich durchführen, wenn man regelmäßiges Einkommen erzielt!
Für eine Insolvenz, egal ob unternehmerisch oder privat, muss eine sogenannte "schöpfbare Insolvenzmasse" vorhanden sein.
Wenn ich bei mehr als einer Prüfung womöglich auch noch mehrmals durchfalle, sofort hinschmeißen und den Kredit zurückzahlen. Nach 3 Semestern beläuft sich der Kredit auf max. 15k€. Dann muss die Entscheidung her. Die Leute, die noch später aus dem Studium raus fliegen, sind nicht die, die am Anfang alle Scheine schaffen. Die Problemstudenten sind spätestens im zweiten Semester klar.
BÄÄÄÄM.
Falsch.
Das ist eine sicher grundsätzlich vernünftige Annahme, haut aber gar nicht hin. Jedenfalls nicht bei uns im Studienjahr.
Ich gehöre zu denen, die mehrere Prüfungen mehrmals geschrieben haben, jedenfalls im ERSTEN Studienjahr!
Wieso?
Weil ich rein GAR NICHTS für diese Prüfungen gemacht habe. Beim ersten Mal dacht ich mir: okay, probieren. Beim zweiten Mal (meistens ne Woche später), war eh keine Zeit zum Vorbereiten und mit der selben Einstellung rein.
Beim dritten Mal dann immer fast mit der Höchstpunktzahl geschrieben. Denn da hab ich mich erst überhaupt mal mit dem Stoff befasst.
Das vorherige war also einfach n bissel rumprobieren.
Im 2. Studienjahr dann - im Gegenzug - alles sofort und sehr gut bestanden.
Wäre man nach meinen Leistungen im 1. Jahr gegangen, könnte man sagen: UNGEEIGNET.
Tja, wenn man nich lernt, besteht man auch nicht. Ich war halt am Anfang einfach stinkendfaul.
Im Gegensatz dazu: wir hatten alleine in meiner Seminargruppe SECHS (von 20) Leuten, die ALLE Prüfungen auf Anhieb bestanden haben und trotzdem aus der Regelstudienzeit geflogen sind.
Wieso?
Zwei haben aus nicht nachvollziehbaren Gründen ohne vorherige Ankündigung aufgehört.
Eine hat kurz vor dem Physikum gesagt, sie schafft das alles nicht und ist erstmal wieder Arbeiten gegangen (die kommt nicht wieder) und die anderen 3 hatten auf Grund des Stresses (Bestleistungen überall) massive gesundheitliche Probleme entwickelt und hatten zu viele Ausfälle.
Was aber noch viel wichtiger ist:
Wenn ich nicht der prallen Überzeugung bin, dass ich das Studium schaffe, dann hätte ich es jedenfalls in meinem Alter nicht mehr angefangen.
Schließlich hab ich meinen ganzen Lebenslauf nochmal neu ausgerichtet.
Da sollte der Grundgedanke bestehen sein.
Naja und wenns nich klappt, geh ich wieder in meinen alten Beruf. Ist aber nicht Sinn der Sache.
mein mann hat sich den DKB Bildungskredit für seinen Master geholt. Wir arbeiten beide nebenbei, aber das hat bei ihm an den Noten für den Bachelor ganz schön gekratzt. da er mit seinem Master gerne danach Promovieren möchte, haben wir uns für DKB entschieden. 24 Monate 600 Euro. ist super, sind pünktlich und persönlich für uns immer ansprechbar.
der batzen an Zinsen kommt auch nur raus, wenn man 20 Jahre zurückzahlt. das ist im standart vertrag so drin. Wenn man danach aber sagen wir mal nur in 3 jahren alles zurückzahlt minimiert sich natürlich auch die zinslast.
uns erleichtert das ungemein :D
Sagt mal habt ihr alle einen Knall?
50.000 SIND VERDAMMT VIEL GELD auch für einen Assistenzarzt!!!!! Das ist fast mein ganzes Jahresgehalt BRUTTO!!!!!
Und das soll ich bezahlen, weil ich während des Studium lieber feiern war statt mir einen Nebenjob zu suchen? Ich fass es nicht.... :-wand
konstantin
12.11.2012, 17:32
amen.
Willen_braucht_man..
12.11.2012, 17:40
Und das soll ich bezahlen, weil ich während des Studium lieber feiern war statt mir einen Nebenjob zu suchen? Ich fass es nicht.... :-wand
Ich wünsche mir, dass Du damit nicht mich meinst. Und wenn doch, lies Dir den Thread nochmal durch. Von Party machen ist hier nicht die Rede. Immer dieses voreilige und unreflektierte Bewerten ohne Punkt und Komma.
Ansonsten finde ich die pro & contra Argumente die genannt wurden allesamt beachtenswert. Ich schließe mich der Meinung an, dass es sinnvoll ist, einen Kredit oder eine Studienförderung mit anschließender Bindung erst aufzunehmen, wenn man das Physikum in der Tasche hat und die ersten Praxiserfahrungen gesammeln konnte. Lediglich dann würde ich den Kredit sofort nehmen, wenn ich vor der Situation stünde, das Studium aus finanziellen Gründen abbrechen zu müssen. Dann würde ich alles auf eine Karte setzen.
Danke für die Antworten und guten Ideen.
Sagt mal habt ihr alle einen Knall?
50.000 SIND VERDAMMT VIEL GELD auch für einen Assistenzarzt!!!!! Das ist fast mein ganzes Jahresgehalt BRUTTO!!!!!
Und das soll ich bezahlen, weil ich während des Studium lieber feiern war statt mir einen Nebenjob zu suchen? Ich fass es nicht.... :-wand
Meinst du nicht, dass du das sehr verallgemeinerst?
Es gibt auch Menschen die einen nebenjob haben und dennoch auf einen studienkredit angewiesen sind.
Ehrlich mal, dass wurde hier doch lange nd breit geschrieben.
Davon ab. 50k € finde ich auch sehr viel. Aber wenn jemand darauf angewiesen ist, sein gesamtes Studium finanzieren zu müssen, wer bin ich, dass zu verurteilen?????
Willen_braucht_man..
12.11.2012, 18:33
Also ich würde auch eher sechs Jahre lang 10h die Woche neben dem Studium arbeiten. Wenn du hier beispielsweise am Lehrstuhl arbeitest, kriegst du dafuer dann auch deine 400 Euro im Monat - und je nach Job auch noch mit extrem flexiblen Arbeitszeiten.
Eines noch. Wir reden hier nicht von 400 EUR, sondern von der Finanzierung des gesamten Lebensunterhalts. Als Zweistudentin habe ich keinen Anspruch mehr auf einen Platz im Studentenwohnheim des Studentenwerks. Ich wurde abgelehnt. Also: Wohnung auf dem normalen Markt, sprich mind. 280 - 300 EUR warm. Dazu kommt: Internet; Telefon und Strom.
Als Zweitstudentin über 25 habe ich auch keinen Anspruch mehr auf Familienversicherung. Krankenkasse muss also mit ca. 80 EUR bezahlt werden, ab 30 sind 150 EUR. Essen und Leben kosten auch gute 200 EUR und schlussendlich kommen die Semestergebühren hinzu, also nochmal 50 EUR pro Monat beiseite legen.
Wir sprechen von einem Teilzeitsjob und der Tatsache, dass man irgendwann in die Lage kommen kann krank zu werden, Prüfungen zu verhauen, einfach mal ne Pause zu brauchen oder Praktikas ableisten zu müssen.
Manchmal beschleicht mich das Gefühl, viele wissen gar nicht, was das Leben kostet.
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