Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ich will Ärztin werden, aber schaffe ich das wirklich?
Absolute Arrhythmie
28.11.2012, 15:51
Dummerweise steigt mit der blinden Motivation auch die Wahrscheinlichkeit, dass Fehlschläge nicht gut verkraftet werden und zum Platzen der Seifenblase führen.
Ja, aber das ist doch auch normal, dass man im Laufe seines Lebens Rückschläge erleidet ;) Irgendwie schön, wenn man die Pubertät hinter sich hat :D
Kyutrexx
28.11.2012, 16:02
Hörste keinen Widerspruch von mir.
Mancher kommt aber in jungen Jahren mit Rückschlägen nich zurecht.
Ich selbst hab auch schon die eine oder andere Prüfung im Studium mehrmals gemacht. So what?
Allerdings in meinem Ausbildungs-, Arbeits- und Berufsleben vorher nich.
Mit höherem Alter geht man da anders mit um.
Wobei wir auch ältere Studentinnen bzw. Studenten hatten, die wegen ner durchgefallenen Prüfung übelst am Rad gedreht haben.
Völliger Schwachsinn.
Gerade hier in MD, wo man manche Prüfung pro Kursdurchgang 3 bis 4 mal machen kann - und dann den Kurs eh nochmal wiederholen könnte und nochmal die gleiche Anzahl an Versuchen hat.
Vielleicht ist 17 oder 18 auch noch nicht das richtige Alter, um mit so einem Studium anzufangen.
Seid doch nicht zu hart zu ihr - das mit dem "Traumberuf" und "Berufung" hört man ständig, wenn man mit Nicht-Medizinern spricht. Ich habe mich von Anfang an gegen diesen Begriff gewehrt und mir ist dann noch ein schlechtes Gewissen eingeredet worden, so nach dem Motto: "Zum Arzt muss man berufen sein, sonst wird alles übel enden..."
@Lexi: Was genau am Arztberuf findest du denn so "traumhaft"? Hast du noch andere Interessen? Hast du schon mal woanders ein Praktikum gemacht?
Bzgl. Schule: In welcher Klasse bist du bzw. wann machst du Abi? Wie sind deine Noten bisher? Wie sieht es mit der Fächerwahl aus?
Wenn du dir sicher bist, dass du Medizin (oder ein anderes NC-Fach) studieren willst, dann investiere so viel du kannst in einen guten Abischnitt (schadet auch nicht für andere Studienfächer/Ausbildungen). Ich wusste z.B. auch schon vor der Kollegstufe, dass ich Medizin studieren will und deshalb einen guten Schnitt brauche - das war die Grundvoraussetzung dafür, ihn auch zu bekommen. Vorher war ich auch keine schlechte Schülerin, aber hatte eben meist einen 2er-Schnitt.
Wenn man nicht vorher ganz schlecht war, kann man mit der richtigen Taktik, wichtigen und klugen Entscheidungen und dem richtigen Maß an Engagement meiner Meinung nach auf jeden Fall einen Schnitt zwischen 1,0 und 1,5 schaffen. Jeder kann das. Man muss nur wissen, wie man es macht.
Nessiemoo
29.11.2012, 14:07
Zitat von Feuerblick
@ Und vergiss das mit der Berufung! Arzt ist ein Beruf, sonst nix, und das Studium kann man schaffen, wenn man ausreichend zäh (nicht intelligent) ist.
:-meinung
:-meinung Begeisterung und Interesse an Medizin und Motivation im KH zu arbeiten sind natürlich behilflich, man muss es schon wollen... Das mit "Traum", "Berufung" und "Ich könnte nie im Leben was anders machen" finde ich so übermässig übertrieben. Ist ein cooles, spannendes Studium, ja klar. über job kann ich noch nicht so viel sagen...
Medizinstudium schafft man aber v.a wenn man genügend starke pobacken hat, die das ganze sitzerei aushalten :D
maniac89
29.11.2012, 15:20
Ich liebe diese pragmatische Einstellung im medi-learn-Forum.
Unter Kommilitonen ernte ich oft genug komische Blicke, wenn ich sage, dass ich Medizin nicht studiere "um Menschen zu helfen." :-keks
Tut mir leid für meine nicht konforme Meinung, aber für mich ist mein Beruf auch nach etlichen Jahren noch Traum und Berufung. Und ich könnte mir für mich tatsächlich keinen anderen vorstellen.
Kyutrexx
29.11.2012, 17:06
Tut mir leid für meine nicht konforme Meinung, aber für mich ist mein Beruf auch nach etlichen Jahren noch Traum und Berufung. Und ich könnte mir für mich tatsächlich keinen anderen vorstellen.
Ebenfalls ketzerische Antwort:
Du hast ja auch - deiner Schilderung nach - nie was anderes gemacht ;).
Dennoch: löblich.
Man muss kein Besessener sein, die Arbeit am und mit dem Menschen sollte aber zumindest ein Grundmaß an Interesse zeigen - und nicht als Last empfunden werden (was gar nicht so selten ist).
Du hast ja auch - deiner Schilderung nach - nie was anderes gemacht
??? Wie kommst du darauf? Ich habe vor dem Medizinstudium sehr wohl etwas anderes gemacht.
Wir machen alles nur um Rudelpunkte zu bekommen oder aus Angst. (Gelernt im Psychologieseminar :))
Absolute Arrhythmie
29.11.2012, 18:28
Ich kann mir auch nichts anderes vorstellen, als am Ende irgendwann Medizin zu studieren. Ein anderer Job kommt einfach nicht in Frage. Deshalb muss ich ja noch lange nicht "berufen sein Menschen zu retten" :D
Wir machen alles nur um Rudelpunkte zu bekommen oder aus Angst. (Gelernt im Psychologieseminar :))
Oh du hattest wohl auch den Herrn R. :D
Kyutrexx
29.11.2012, 18:31
??? Wie kommst du darauf? Ich habe vor dem Medizinstudium sehr wohl etwas anderes gemacht.
Eine Vermutung.
Der Anteil an Medizinern mit einem anderen Beruf ist sehr gering.
Da ist die Grundannahme berechtigt.
maniac89
29.11.2012, 19:46
Der Anteil an Medizinern mit einem anderen Beruf ist sehr gering.
Ich würde sagen, der ist verglichen mit anderen akademischen Berufen sogar weit überdurchschnittlich hoch. Alleine durch Wartezeit und Ausbildungsbonus. :)
Kyutrexx
29.11.2012, 20:28
Denke ich eher nicht.
Und wenn überhaupt, dann ist der Anteil derer, die einen medizinischen Beruf oder ein zumindest teilweise medizinnahes Studium haben auch nicht gerade gering (Psychologie, Soziologie usw.).
Ich selbst komm aus einem vollkommen anderen Berufszweig und bin damit ziemlich allein.
Es gibt nur 3 andere, von insgesamt 400 Leuten (2 Jahrgänge), die nicht in die Kategorie des vorherigen Absatzes fallen.
Außerdem haut das nich hin.
Gibt viele andere akademische Bereiche, in denen die Lebensläufe entsprechend anders aussehen.
Medizin iss nich das einzige Studienfach mit hohen Wartesemestern als Zugang bzw. exorbitantem NC.
Ich liebe diese pragmatische Einstellung im medi-learn-Forum.
Unter Kommilitonen ernte ich oft genug komische Blicke, wenn ich sage, dass ich Medizin nicht studiere "um Menschen zu helfen." :-keksDa hab ich vor kurzem noch was drüber gelesen, laut dem Artikel ändert sich das im Verlauf des Studiums - irgendwann werden auch die Kommilitonen realistischer (man könnte auch sagen "kommen im echten Leben an"...).
Absolute Arrhythmie
30.11.2012, 08:49
Medizin iss nich das einzige Studienfach mit hohen Wartesemestern als Zugang bzw. exorbitantem NC.
Das scheinen viele hier auch gerne mal über ihrem eigenen Leid zu vergessen :D
Deswegen sage ich ja: venünftiges Abi machen! Ist für jeden möglich, der es in die Kollegstufe geschafft hat und nicht bei der Kurswahl etwas wählt, weil es die Freunde wählen oder vielleicht besser "aussehen" könnte...
Und ja, mir ist durchaus bewusst, dass die Sache mit G8 jetzt ein bisschen anders läuft. Nichtsdestotrotz bin ich davon überzeugt, dass 1,5 oder besser für jeden möglich ist.
@ Threaderstellerin,
mach es einfach, wird schon werden, lass Dich nicht von den ganzen "lebensweisen" Herren und Frauen irritieren die vom Krieg erzählen. Es ist nicht wichtig was Dir jemand anderes rät, sondern was Du denkst was Du willst. Besonders schwer ist das Studium jedenfalls nicht, je nach Lerntyp aber evtl. zeitintensiver wie andere Studiengänge (wobei es da auch genauso zeitintensive, oder noch intensivere Studiengänge gibt).
Relaxometrie
30.11.2012, 10:33
Nichtsdestotrotz bin ich davon überzeugt, dass 1,5 oder besser für jeden möglich ist.
Für mich ist es ja jetzt gelaufen....Abi, Studium und erste Berufserfahrung liegen hinter mir.
Aber falls ich mal jüngere Leute beraten soll/muß/darf:
Was sind Deiner Meinung nach häufige Fehler, die Schüler der Oberstufe machen, und daraufhin ein schlechteres Abi machen, als nötig wäre?
Erdbeermond
30.11.2012, 10:40
Was sind Deiner Meinung nach häufige Fehler, die Schüler der Oberstufe machen, und daraufhin ein schlechteres Abi machen, als nötig wäre?
Ich kann dir sagen, was es bei mir war (DN 2,2):
- Falscher LK - hatte Geschichte bei einem Lehrer, bei dem viel mehr Hintergrundwissen verlangt war, als ich es je hatte. Hätte ich mal Erdkunde genommen, wäre es weitaus besser gewesen (zumindest, wenn ich mir meine Mitschüler anschaue)
-Falsche Kombi im Abi - hab Englisch schriftlich und Colloquium in Bio gemacht. Aus Angst vor Mathe. Mittlerweile weiß ich, hätte ich für Mathe gelernt, dann wäre es vielleicht auch nicht überragend gewesen, aber dann hätte ich in Reli Colloqu gemacht und das wäre auf jeden Fall was zwischen 13 und 15 Punkten geworden.
- Viel zu wenig gelernt. Ich wollte damals gar nicht studieren und ich bin mit meiner DN auch heute noch sehr zufrieden. Aber hätte ich mich mal hingesetzt und mehr gelernt, dann wäre es um einiges besser ausgefallen. Weiß ich. Ärgert mich auch ein wenig, aber so ist es halt.
Man sollte definitiv in der Fächerwahl danach gehen, was einem den größten Spaß macht und wo man am Besten ist. Dann hat man auch Spaß beim Lernen.
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