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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was würdet ihr wählen, wenn heute Bundestagswahl wäre?



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Zünder
31.12.2012, 19:03
Hab schon seit Jahren nicht mehr gewählt. Bin damit also NPD Supporter. Aufregend! :-winky

milz
31.12.2012, 23:57
Ganz schön viele Rot-Grün-Wähler hier. Ich hatte Mediziner irgendwie konservativer eingeschätzt...

Grün war jahrelang mein Favorit, aber irgendwie bin ich mit den politischen Ergebnissen und Ansichten nicht mehr zufrieden. Bei der BTW werde ich wahrscheinlich die Piraten wählen. Politisch haben die sich meiner Meinung nach bislang auch noch nicht besonders postiv hervorgetan, aber das grün angehauchte Parteiprogramm und die besseren Möglichkeiten der Mitbestimmung (wenn auch nur in Ansätzen) machen es für mich zu einer Alternative: https://www.piratenpartei.de/politik/themen/ Ich gebe die Hoffung nicht auf und wählen gehe ich schon deswegen, damit die CDU / CSU keinen Vorteil daraus zieht.

Brutus
04.01.2013, 12:14
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Parteien momentan alle nicht gewählt werden wollen...
Wenn ich das Gebrabbel eines Jens Spahn lese, ... :-kotz
Über Hanni und Nanni und ihre Kasperletruppe in Düsseldorf könnte man nur noch lachen, wenn es nicht so traurig wäre.
Und Steinbrück nimmt ja momentan so ziemlich jedes Fettfaß mit ner Ar$chbombe mit... :-wand
Und wie sagte V. Pispers so treffend: den Westerwelle wollte man wenigstens noch einfach schlagen... aber was soll man denn beim Rößler machen??? Den will man doch spontan in den Arm nehmen und trösten. :D

Neee, mal abwarten, was in den nächsten Wochen noch so alles abgeht...

p.s.: Kennt noch wer DIE hier:

http://www.youtube.com/watch?v=ZQzhVFRADXU

McDübel
14.04.2013, 13:11
Was haltet Ihr von der AfD? Politische Alternative?

Evil
14.04.2013, 13:53
Für Leute, die von Ökonomie keine Ahnung haben. Diejenigen Europäer, die die meisten Vorteile aus dem Euro ziehen, sind nach wie vor die Deutschen, trotz der Risiken. Die derzeit günstige Wirtschaftslage Deutschlands würde sich bei einem Austritt schnell ändern.

maxz
14.04.2013, 13:59
Für Leute, die von Ökonomie keine Ahnung haben. Diejenigen Europäer, die die meisten Vorteile aus dem Euro ziehen, sind nach wie vor die Deutschen, trotz der Risiken. Die derzeit günstige Wirtschaftslage Deutschlands würde sich bei einem Austritt schnell ändern.

Eben. Das ganze ist viel zu gefährlich. Es kann gut gehen, kann aber auch ordentlich schief gehen. Die Fehler müssen jetzt wohl oder übel behoben werden, die gemacht worden sind.

Kackbratze
14.04.2013, 15:22
Erstmal das Wahlprogramm lesen (s. meine vorherigen Postings). Das was medial rüberkommt und wie die Wahrheit auf dem Papier aussieht sind doch 2 Paar Schuhe.
Ausserdem muss auch eine Alternative geboten werden.
"Einfach nur raus" ist pubertär und reaktiv.

Brutus
14.04.2013, 15:28
^^ Spießer! :-))

Kackbratze
14.04.2013, 17:13
Aufgeklärter Bundesbürger trifft es besser...

Dr.Hackenbush
14.04.2013, 17:55
Für Leute, die von Ökonomie keine Ahnung haben. Diejenigen Europäer, die die meisten Vorteile aus dem Euro ziehen, sind nach wie vor die Deutschen, trotz der Risiken. Die derzeit günstige Wirtschaftslage Deutschlands würde sich bei einem Austritt schnell ändern.

Nicht das ich diese Euroskeptiker verteidigen wollte, aber mal ein
paar Fakten: 8 Millionen Deutsche krebsen mit Minijobs & Leiharbeit
am Existenzminimum rum. 700.000 Deutsche müssen definitiv zu ihrem
Minierwerb aufstockende Leistungen bei der ARGE aus Steuermitteln beziehen.

Diejenigen die heute unter ~2000€ Brutto verdienen werden sicherlich
in zwanzig oder dreißig Jahren dank Altersarmut ebenfalls beim Staat betteln
gehen dürfen.

Dieser "Aufschwung" ist also nur auf Pump. Und jedes Land das bisher in
Schieflage geraten ist hat sich bei ihrem Bedürfnis leicht verrechnet, so
gab aktuell Zypern letzte Woche bekannt das sie nicht 17 Milliarden,
sondern 23 Milliarden €uro Hilfe von der EU benötigen.

Natürlich versicherten unsere zuständigen Finanzexperten bisher
jedesmal dass das nur Peanuts sind, das können wir alle locker stemmen.

Nur das bisher mit diesem Geld meistens irgendwelche Banken gerettet wurden
anstatt der Menschen die in den betroffenen Ländern Leben.

Ja, den Menschen gehts mit dem eingeschlagenen Sparkurs wirklich prächtig in ihrem Land ... :-?

Evil
14.04.2013, 19:14
Sicher geht es nicht allen gut in Deutschland, das habe ich auch nicht behauptet. Fakt ist trotzdem, daß die Wirtschaft brummt, was man am deutlichsten an den Überschüssen der gesetzlichen Krankenkassen sieht.

Den anderer Euroländern geht es wesentlich schlechter. Für die wäre es vielleicht sogar besser, wenn Deutschland austreten würde.

McDübel
14.04.2013, 19:38
Ähm...hier mal ein Interview mit Bernd Lucke: http://www.n-tv.de/politik/Wir-wollen-Schwarz-Gelb-abloesen-article10467496.html


Daraus:


Wie sähe eine Europäische Union aus, die Ihren Vorstellungen entspricht? Würden Sie einen Austritt Deutschlands aus der EU für vorstellbar halten?

Nein, das halte ich nicht für vorstellbar, das würde ich nicht befürworten, ganz klar nicht. Ich würde mir eine Reform der Europäischen Union wünschen, weil ich glaube, dass die EU überbürokratisiert ist und dass sie zu viele Kompetenzen nach Brüssel gezogen hat. Ich glaube, dass es sehr sinnvoll wäre, dort mal mit dem Besen durchzugehen und zu gucken, was die EU eigentlich wirklich entscheiden muss und was zurückverlagert werden kann auf die nationale Ebene oder was ganz abgeschafft werden kann. Aber da geht es um eine Verschlankung der EU, keinesfalls um einen Austritt. Einen solchen hielte ich für absolut schädlich.

Die AfD wird meist als "Anti-Euro-Partei" bezeichnet, aber Ihre Forderung lautet ja tatsächlich "Schluss mit diesem Euro". Warum fordern Sie nicht klipp und klar die Rückkehr zur D-Mark?

Weil es durchaus möglich ist, dass man sich mit den europäischen Partnern darauf verständigt, kleinere und stabilere Währungsverbünde zu schaffen. Wenn Staaten, die sich zu einem Währungsverbund zusammenschließen, strukturell einigermaßen ähnlich sind, dann können die auch mit der gleichen Währung bezahlen. Nur mal als Beispiel: Deutschland, Österreich und die Niederlande hatten lange vor dem Euro über Jahre hinweg einen konstanten Wechselkurs. Sieben Schilling waren immer eine Mark, da gab es keine Schwankungen. Selbstverständlich kann man mit diesen Staaten eine gemeinsame Währung einführen, und man kann dieses Währungsgebiet sicher auch größer machen. Das ist eine Frage, die man mit den Partnerstaaten besprechen muss, und das wollen wir auch - wir fordern keine Alleingänge Deutschlands. Wie das genau läuft, wird politisch zu entscheiden sein. Zum Beispiel die Frage, wie man mit Frankreich umgeht.

Evil
15.04.2013, 12:55
Augenwischerei, das entspricht derselben Meinung, die auch Herr Henkel verbreitet: einen Nord- und einen Süd-Euro.
Dahinter steckt nichts anderes, als die Südländer rauswerfen zu wollen, denn eine Gemeinschaftswährung allein aus den südlichen EU-Ländern wird nicht lange durchhalten, dadurch werden die letztendlich aus der EU rausgekegelt.

Kackbratze
15.04.2013, 17:25
Zur Zeit grenzt das Mittelmeer noch die Wirtschafts-Flüchtlingsströme aus dem Süden ab, ab dem Zeitpunkt müssen die Alpen herhalten.
Ich weiss nicht, ob das ausreicht....

Evil
27.04.2013, 07:35
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/warum-die-steuerplaene-von-der-gruenen-ungerecht-sind-a-894413.html

Also, wenn Rot-Grün tatsächlich diese Steuerpläne umsetzen will, wähle ich die garantiert nicht.
Ab 60K deutlich höhere Steuersätze, ab 80K Spitzensteuersatz von 49%, die haben sie doch nicht mehr alle...
Naja, den doofen Tritt-ihn mag ich eh nicht.

*seufz* Kann es nicht mal eine vernünftige Alternative zum Merkel und ihren gelben Schießbudenfiguren geben, die keinen populistischen Blödsinn à la AFD veranstalten?

milz
01.05.2013, 11:34
Tja, was wählen.

Alle wollen sie nur unser Bestes, unser Geld, um es in unzählige schwarze (Finanz-)Löcher (Teuroland, BER, Umzug von Bonn nach Berlin, Diätenerhöhungen und Politikerpensionen, Afghanistan) zu kippen. Jeder darf zugreifen: Fiskus (Ökosteuer, Märchensteuer, KFZ-Steuer, Lohnsteuer, Soli, inklusive Steuer auf die Steuer), GEZ-Steuer/Demokratieabgabe (haha), Kirchensubvention,...

Traditionell bin ich am ehesten Grün zugewandt, aber da die GrünInnen nun auch das Ehegattensplitting* abschaffen wollen ist das zukünftig auch ein absolutes No-Go. Bei mir würde das grob gerechnet 600 € Netto-Verlust im Monat bedeuten und wenn man von einem Gehalt insg. 5 Personen (einschl. meinereiner) durchfüttern muss (Mehr Kinder sind ja angeblich erwünscht in Deutschland wegen Rente und so. Und dass evtl. auch mal einer ein paar Jahre zuhause bleiben muss, wenn man Kinder hat, aus ganz banalen biologischen Gründen, hat nun selbst Familienministerin Schröder herausgefunden, haha, welche Ironie.), wäre das eine herber Einschnitt, selbst für einen superreichen Arzt wie mich (cave Ironie).

Leider sind auch die anderen Parteien unwählbar: die CDU/CSU als konservative Mittelalterklerus- und Bonzenpartei genauso wie die SED-DDR-Nostalgiepartei die Linke, genauso wie die Guido-Spaß-Partei FDP. Die Piratenpartei hat interessante Ansätze, kommt aber zur Zeit aus ihrem Tief auch nicht mehr raus. Tja, es bleibt spannend.


* zur Erklärung, da die meisten wahrscheinlich nicht wissen was das ist (kopiert aus einem Leserbrief): "Ohne Ehegattensplittung würde ein Ehepaar, bei dem die Einkommen unterschiedlich verteilt sind, auf Grund der progressiven Besteuerung mehr Steuern bezahlen, wie ein Paar, bei dem beide gleich viel verdienen, obwohl das Haushaltsbruttoeinkommen beider Paare gleich ist." D.h. es ist wenn man die Ehe als Wirtschaftsgemeinschaft sieht ist das Splitting kein Steuervorteil, sondern ein Nachteilsausgleich!

Laelya
02.05.2013, 20:45
Das mit dem abschaffen des Splittings hat uns nun auch komplett von den grünen fortgebracht.
Ein Graus wenn ich die Wahl betrachte, groß Auswahl haben wir nicht mehr. SPD und Linke gehen gar nicht. FDP ist eine lachnummer und die Piraten mittlerweile witzfiguren auf ihrem sinkenden Schiff. Bleibt eigentlich nur CDU und ob mir das so zusagt, na ich weiß ja nicht....

Thomas24
02.05.2013, 21:02
Hach unsere Grünen, immer für einen Lacher gut- in Zeiten von Rekordsteuereinnahmen noch weiter darüber zu schwadronieren, dass man ab 60 K/ 80 K bitte doch mehr Steuern zahlen solle, das Ehegattensplitting abschaffen wollen etc.

Kein einziger Gedanke, vielleicht mal weniger auszugeben...:/ Aber wir haben´s ja alle. Dicke.
Und ein noch mehr an Umverteilung immer gleichsetzen zu wollen mit einem mehr an "sozialer Gerechtigkeit"-
schade, dass alle anderen Parteien auch nicht im geringsten besser aufgestellt sind.

Kackbratze
02.05.2013, 21:28
60k als Maximaleinkommen eines Beamten macht es für diese Gruppe der Wähler leicht, den Grünen ihre Stimme zu geben. Der Rest springt vermutlich vom grünen Zug ab. (ich war nie drauf, es gab kein Wahlprogramm, was mich in großen Teilen in deren Richtung gebracht hätte)

Brutus
02.05.2013, 21:34
60k als Maximaleinkommen eines Beamten macht es für diese Gruppe der Wähler leicht, den Grünen ihre Stimme zu geben.
Naja, allerdings sind besagte Beamte gerade auch nicht wirklich gut auf "grün" zu sprechen. Man munkelt von einem nicht an die Beamten weitergegebenen Tarifabschluß im öffentlichen Dienst... :-nix