Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Manchmal hilft der Zufall weiter
][truba][
07.01.2013, 21:31
Irgendwas gegessen, was sie nicht hätte essen sollen?
Erdbeermond
07.01.2013, 21:32
Vielleicht mal ein Blick auf den Stuhl(gang) geworfen - sowas wie GI-Blutung, niedriger Hb als Erklärung?
el suenio
07.01.2013, 21:32
Ihr war es so peinlich, dass sie ihren Darm nicht mehr unter Kontrolle hatte, dass sie auf Ansprache nicht mehr reagieren wollte. Als ihr sie mitnehmen wolltet, bekam sie plötzlich Panik und erzählte euch, dass alles gut ist:-D
Hilfe, das ist ja wie bei "Black stories" hier :-))
Ehemaliger User 20130505
07.01.2013, 21:34
Pampers voll?
WackenDoc
07.01.2013, 21:38
Bingo:
Die RTW-Besatzung ist auf die Idee gekommen, dass es gut wäre, wenn man die Patientin vor dem Transport nochmal frisch machen würde. Ist ja unschön so in dem Zustand.
Und beim Drehen auf die Seite fiel dann eine richtig große Menge blutigen Stuhls auf.
Eieiei.
Dann müssen wir nochmal etwas umdenken.
Ihr könnt ja schonmal überlegen, was wir jetzt noch machen sollten. Was ist jetzt zu organisieren? Wenn ihr euch nicht besonders gut mit den Krankenhäusern auskennt, was würdet ihr jetzt euren RA noch fragen?
Ich mach aber erst morgen weiter, muss mal in die Heia
Relaxometrie
07.01.2013, 21:43
Ihr könnt ja schonmal überlegen, was wir jetzt noch machen sollten. Was ist jetzt zu organisieren? Wenn ihr euch nicht besonders gut mit den Krankenhäusern auskennt, was würdet ihr jetzt euren RA noch fragen?
Jetzt wird die Patientin doch mitgenommen, und zwar in ein KH mit einer ausreichend großen Gastroenterologie. Chirurgie gibt es ja dann automatisch auch. Im RTW unterwegs dann schonmal Blut für Blutgruppe, Kreuzblut, kleines BB, Gerinnung und Elektrolyte abnehmen.
Erdbeermond
07.01.2013, 21:45
Ha :)
Ich würde abklären lassen, welches KH die Möglichkeit zur Endoskopie Hat.
Dann kann man die Voranmeldung für den Z.n. Krampfanfall stornieren lassen, ist ja blöd, wenn das KH da wartet.
Dann kann man vielleicht mal das Pflegepersonal fragen, ob das schon länger so geht (gerade in AH bemerken die sowas zwar, aber reagieren trotzdem manchmal nicht)
Und noch würde noch interessieren, ob die sowas wie ASS oder Marcumar in der Dauermedikation hat.
Eventuell noch ne HAES? (aber da wäre ich jetzt AIF den NA angewiesen, ob oder ob nicht, kann man sich aber mal je nach Blutmenge überlegen)
Erdbeermond
07.01.2013, 21:48
Im RTW unterwegs dann schonmal Blut für Blutgruppe, Kreuzblut, kleines BB, Gerinnung und Elektrolyte abnehmen.
Sowas nimmt unser großes KH gar nicht an, kann man sich bei ins somit schenken - wir haben auch gar kein BE-Set im RTW .
Ich würde bei uns noch Ne Monitorkabine voranmelden, sonst liegt die gute Dame ein paar Stunden auf dem Gang
Huch, da geht man mal kurz Leben retten und schon ist die ganze Geschichte anders als gerade eben. :D
Gut, also Neuro canceln, Gastroskopie mit 24h-Bereitschaft anfahren. Von den Blutverdünnern, die oben angesprochen wurden, mal abgesehen würde mich zusätzlich interessieren, ob sie in letzter Zeit häufiger mal NSAR genommen hat. Chronisches Schmerzsyndrom o.ä. und dann keine Protonenpumpenhemmer dazu nimmt...
Ansonsten bei stabiler Patientin einpacken und los gehts.
*milkakuh*
08.01.2013, 09:34
Mich würde noch interessieren, ob es helles oder dunkles Blut ist? Wie hoch schätzt ihr den Blutverlust ein? Nimmt sie Blutverdünner?
Schließe mich den anderen an: gastroenterologische Station mit 24 h Bereitschaft anfahren und über die Leitstelle schonmal in der Klinik anmelden lassen, dass die schonmal den Diensthabenden informieren können. Würde auf jeden Fall auch Volumen substituieren, wenn RR weiterhin OK dann reicht 'ne Ringer, ansonsten bin ich auch für ne HAES. Auf der Fahrt in die Klinik bitte regelmäßige Kontrolle von RR und HF.
Ich würde vorher noch mal klären, ob eine Patientenverfügung vorliegt oder schriftlich von Angehörigen und Hausarzt etwas festgehalten wurde, in dem bestimmt (invasive) Maßnahmen ausgeschlossen werden.
Möglicherweise bestehen bei der offenbar dementen Patientin noch weitere fortgeschrittene Erkrankungen, die nur noch palliative Maßnahmen sinnvoll machen.
WackenDoc
08.01.2013, 18:28
An PPIs kann ich ich ehrlich gesagt, nicht erinnern. Zumindest Marcumar war nicht drin.
Bei uns isses auch nicht üblich, dass das Labor gleich mitgebracht wird.
Wir haben noch überlegt, nen 2. Zugang zu legen. Da wir aber nur 5min Fahrt bis zum Haus mit Endoskopiebereitschaft hatten (die Innere da ist ziemlich gut.), haben wir drauf verzichtet, zugunsten eines schnellen Transport und auch angesichts der nicht besonders guten Venenverhältnissen. Ja in der Neuro haben wir uns dann wieder abgemeldet und ich eben direkt mit dem internistischen Kollegen telefoniert.
Nach Angaben der Pflegekraft war dies das erste Ereignis dieser Art.
Patientin wurde weiter munter, außer der TAA war am Kreislauf auch nichts besonderes. Hab aber schon überlegt, ob der RR von 130 ihr normaler Druck war oder nicht. Da es ihr jetzt aber klinisch besser als am Anfang ging, haben wir nur die Ringer aufgedreht. Bei unkontrollierter Blutung ist zu hoher Druck ja auch nicht das wahre. Also haben wir auf HAES verzichtet.
Das Ganze war jedenfalls kein Teerstuhl, so dass wir von ner unteren GI-Blutung ausgegangen sind. Ansonsten war es eher dunkel. Es wahr auch nicht überwiegend Blut,sondern auch reichlich Stuhl. In der Situation war ne Schätzung unmöglich.
Patientenverfügung lag nicht vor und Patientin war nicht betreut. Die Demenz war auch nicht ausgeprägt, wenn die überhaupt richtig diagnostiziert war. Kein Hinweis auf maligne Erkrankung.
Auf dem Transport war auch alles unauffällig. Druck stabil bei 130 systolisch, Frequenz um die 100, Patientin munter.
Die Kollegen im Krankenhaus haben erstmal 2 EKs kreuzen lassen, 2. großen Zugang rein. Flüssigkeit aber wie gehabt laufen gelassen.
So und jetzt kommt die ganz spannende Frage: Wie hoch war der Hb?
Edit: Wo ich übrigens überhaupt nicht dran gedacht hab, war das Abdomen zu palpieren.
*milkakuh*
08.01.2013, 18:54
So und jetzt kommt die ganz spannende Frage: Wie hoch war der Hb?
Gute Frage....Kommt jetzt drauf an ob es ein akutes oder chronisches Geschehen war. Aber eigentlich hätte man ja in beiden Fällen eher eine Schocksymptomatik erwartet (niedriger RR, hoher Puls), das lag ja wohl nicht wirklich vor....Aufgrund der ganzen Konstellation tippe ich eigentlich eher auf was chronisches, dann dürfte der Hb schon ordentlich erniedrigt sein, bis es zu 'ner Synkope kommt. Tippe einfach mal auf 6-8 g/dl.
Coxy-Baby
08.01.2013, 19:02
Um die 3?
WackenDoc
08.01.2013, 19:20
Ich nehm noch Angebote an :-)
Relaxometrie
08.01.2013, 19:34
Ich nehm noch Angebote an :-)
Mach hinne. Sonst musst Du wieder ins Bett, und wir sind immer noch nicht fertig ;-)
Hb 2,7 g/dl?
Erdbeermond
08.01.2013, 19:36
Ich glaub, so schlecht war des gar Net.... So um die sieben?
Relaxometrie
08.01.2013, 19:43
Ich habe auch überlegt, ob ich einen hohen Wert sage. Kann ja sein, daß die Dame vor den peranalen Blutabgängen eine Polyglobulie hatte. Dann hat sie jetzt vielleicht immer noch einen Hb von 12g/dl :-nix
WackenDoc
08.01.2013, 19:54
Also Relaxo war am nächsten dran, aber auch falsch.
Hb war 16,4- ja wirklich g/dl. Nein, kein Messfehler, kein Abnahmefehler.
Endoskopiert hatte man sie zumindest bis zu meinem Schichtende nicht.
Ein Gedanke war dass sie eine Postmiktionssynkope hatte- einfach aufgrund des großen Volumens was plötzlich im Abdomen fehlte. Die postiktale Symptomatik evtl. aufgrund ihres Alters und des Blutverlustes auch wenn der gering war.
Unbekannt ist allerdings, ob sie den Stuhlabgang vor der Umlagerung von Stuhl auf Bett hatte oder nicht.
Wo ich übrigens überhaupt nicht dran gedacht hab, war das Abdomen zu palpieren.
Gegenfrage: hätte das Ergebnis Dein Handeln beeinflußt? ;-)
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