Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Englische Akzente
Meine englische Aussprache ist sicherlich nicht die furchtbarste aber gut ist anders. Aber dieses künstliche Akzentnachahmen, vorzugsweise ja immer die "coolen" amerikanischen (ich hasse American English *schüttel*), finde ich auch echt total albern. Ich war einige Monate in Irland zum PJ, dort bin ich gut zurechtgekommen und habe auch keine komischen Kommentare abbekommen, und klar, die Sprachmelodie wird ja wirklich schnell übernommen. Aber wenn ich jetzt englisch reden soll, nachdem ich alle Jubeljahre mal ein Wort spreche, wird das definitiv nicht schön. Witzigerweise kann ich das beim Italienischen trotz deutlich kürzerer Lernphase in der Schule viel besser. Auch dort fehlt mir mittlerweile nach acht Jahren Pause (ebenfalls PJ damals) sehr viel an ehemals vorhandenem Wortschatz und Grammatikwissen, aber die Aussprache und Satzemelodie fallen mir viel leichter als es je im Englischen der Fall war.
In der Regel glauben die meisten ich wäre aus Finnland oder Schweden. Woher das kommt weißt ich nicht, aber ich habe keinen nennenswerten Auslandsoffenthalt gehabt und ziele eher auf die britische Aussprache ab.
Lustigerweise habe ich im Englischen in einer Unterhaltung weniger Wortfindungsprobleme als im Deutschen :D
Ich wollt schon sagen, bei mir ist es auch eher so rum ^^
Mich juckt es ehrlich gesagt kein bisschen, wie sich mein Englisch anhört. Ein Amerikaner/Brite/whatever wird wohl auch kaum akzentfreies Deutsch sprechen (es sei denn hier geboren etc.), also ist es doch eigentlich klar, dass auch wir kein akzentfreies Englisch sprechen. Und mich stört das nicht, dass sie mich als Nicht-Muttersprachler identifizieren :-))
Übrigens mag ich American English viel lieber, da sind die ganzen Serien dran schuld. Und meine amerikanischen Freunde :-) aber das ist ja Geschmackssache ;-)
Ich mag das AE auch viel lieber. Leider kann ich nicht sehr flüssig sprechen, verstehe aber immerhin schätzungsweise 90 %.
Ein Freund lebt seit 10 Jahren in den USA und meinem Empfinden nach spricht er akzentfrei. Seine US-Freunde sagen jedoch er habe einen deutschen Akzent :-nix
Der Akzent ist nicht entscheidend, wichtiger ist, dass man die Sprache beherrscht.
Übertriebene Akzente, die dann durch schlechte Grammatik ruiniert werden, sind IMHO lächerlich.
absolut! Wir hatten mal einen Gast, der auf Teufel komm raus versucht hat den talk im New York dialect zu halten; das klang einfach herrlich komisch und hat dermaßen abgelenkt (native wie nicht native speaker), dass es wirklich schwer viel, sich auf den Inhalt zu konzentrieren :-D
Wunderbar wird es, wenn Deutsche versuchen Schweizerdeutsch zu sprechen (fast schon egal, welcher Kanton) :-))
Und auch "hochdeutsch" find ich irgendwie schwierig, wer spricht denn wirklich perfekt hochdeutsch? Also ich war Zeit meines Lebens fest davon überzeugt hochdeutsch zu sprechen, bis ich in Bayern nach einem einzigen Begrüßungssatz als Rheinländerin erkannt wurde...
Man munkelt die Niedersachsen (nicht die Küstenregion), ganz besonders die Hannoveraner. *klugscheißmodusoff* :-))
http://www.gutefrage.net/frage/wo-spricht-man-richtiges-hochdeutsch
ich glaube, es ist ein deutsches phänomen, dass man so sehr bemüht ist, den eigenen akzent zu überspielen und nicht wahr haben zu wollen. dabei ist das doch eigentlich sympathisch (urlaubsflirt vor einigen jahren genau deswegen "your're accent is so sweet" ;-) )
wobei, bei meiner famulatur in australien hat mich mal ein patient gefragt, ob ich aus den staaten wäre, da hab ich mich schon geschmeichelt gefühlt... allerdings habe ich auch englischsprachige verwandtschaft, mit der ich regelmäßig kontakt habe, und die mcih seit ewigen zeiten korrigiert, sodass ich mir schon ein gutes englisch angewöhnt habe. dafür spreche ich, als ehemaliger latein-schüler, keine andere fremdsprache.... :-nix würde gern spanisch können!
@hochdeutsch
ich dachte auch immer, dass ich hochdeutsch spreche...bis ich nach göttingen kam, dort wurde ich eines besseren belehrt - regelmäßig!
aber neulich meinte der freund (niedersachse) einer guten freundin zu mir: du und xxx (seine freundin), ihr seid die einzigen ossis, die ich kennne, die normal sprechen ;-)
SuperSonic
25.02.2013, 23:28
your're accent
Aaaaah! :-oopss
würde gern spanisch können!
Als "Lateiner" hast du doch sehr gute Voraussetzungen dafür. ¡Ánimo!
Aaaaah! :-oopss
verzeih, ich bin z.n. 2 flaschen wein! :-oopss
jetzt seh ichs auch^^ aber ich lasse es mal stehen - zur allgemeinen belustigung ;-)
btw: allmählich halte ich mich für einen legasteniker! diese ganze brieftipperei bringt meine rechtschreibschwächen zum vorschein!
Als "Lateiner" hast du doch sehr gute Voraussetzungen dafür. ¡Ánimo!
aber die zeit fehlt irgendwie :-nix
ehemaliger User_25062015
25.02.2013, 23:35
@hochdeutsch
ich dachte auch immer, dass ich hochdeutsch spreche...bis ich nach göttingen kam, dort wurde ich eines besseren belehrt - regelmäßig!
:O Same here! Andauernd werd ich gefragt wo ich herkomme/ob ich aus Bayern bin!
"wie du bist aus dem osten? du sprichst gar nicht ostdeutsch!"
LasseReinböng
25.02.2013, 23:59
Kann ich unterschreiben :-))
Ich spreche mittlerweile akzentfreies American English und stoße immer wieder auf total verwirrte Gesichter, wenn mir mal ein Wort partout nicht einfallen mag und ich dann verzweifelt versuche, es zu umschreiben. Die denken dann wohl, ich sei ein wenig langsam in der Birne... :-)
So ist es...das kann sehr komisch wirken.
altalena
26.02.2013, 06:43
"wie du bist aus dem osten? du sprichst gar nicht ostdeutsch!"
Oh ja, das kenn ich :-)) Allerdings kann ich auch schnell umswitchen und dann versteht mich kaum einer mehr :-blush
Rhiannon
26.02.2013, 09:38
Bei mir kann immer keiner zuordnen, wo ich eigentlich herkomm. Die Rheinländer erkennen nur immer sofort, dass ich nicht von hier bin, vor allem die exzessiven Dialektsprecher (ne ältere Patientin im KPP hätt auch Chinesisch statt Kölsch reden können, Effekt für mich wär vermutlich der gleiche gewesen).
altalena
26.02.2013, 16:12
(ne ältere Patientin im KPP hätt auch Chinesisch statt Kölsch reden können, Effekt für mich wär vermutlich der gleiche gewesen).
So ging's mir hier am Anfang mit den Kölschen Omas auch.... da musste ich echt n paar Mal hinhören ;-)
Absolute Arrhythmie
26.02.2013, 17:00
So ging's mir hier am Anfang mit den Kölschen Omas auch.... da musste ich echt n paar Mal hinhören ;-)
Und die Eifel-Opis versteh selbst ich als Rheinländerin nicht...
Praia-do-Forte
26.02.2013, 17:02
Hehe, ich halt´s ja mal ganz anders....
Ich hab (je nach vorherigen Gesprächen oder Umgebungsland) immer mal wechselnd einen spanischen oder portugiesischen Akzent im Englischen.
:-D
Lieber wäre mir ja ein britisches Englisch..... :-love
Ich bin zwar in Bayern geboren, spreche dank norddeutscher Mutter allerdings hochdeutsch und rutsche nur ins bayrische wenn ich längere Zeit mit (ober)bayrisch redenden Personen zusammen bin. Zumindest dachte ich das, bis ich mal mit nem Bremer telefoniert habe und ich jeden zweiten Satz wiederholen musste, weil er ihn nicht verstanden hat :-oopss
Einer unserer Anästhesie-OÄs hat mich letztens akzenttechnisch nach Berlin gesteckt, das hab ich ihm dann doch übel genommen ;)
Englisch spreche ich natürlich mit deutschem Akzent, aber so lange mir 60% der Wörter im Gespräch nicht einfallen (verstehen tu ich aber beinahe alles..), ist das mein geringstes Problem ^^
Ich finde es ganz besonders peinlich, wenn man aufgrund seines US Highschool Jahres nicht mehr in der Lage ist, ohne den mühsam antrainierten "Akzent" wissenschaftliche Texte etc. zu präsentieren bzw. vor Publikum wiederzugeben.
Total lächerlich...
WackenDoc
26.02.2013, 20:40
Was ich übrigens ziemlich grausig finde, ist die Missachtung jeglicher Sprachmelodie der Fremdsprache (was dann zum typsich deutschen Akzent im Englischen führen kann), aber genauso Eigennamen und eingedeutschte Begriffe, die wie in der Ursprungssprache ausgesprochen werden (in ansonsten deutschsprachigen Texten). Letzteres ist evtl. das, was Zünder meinte.
LasseReinböng
26.02.2013, 20:45
Ich finde es ganz besonders peinlich, wenn man aufgrund seines US Highschool Jahres nicht mehr in der Lage ist, ohne den mühsam antrainierten "Akzent" wissenschaftliche Texte etc. zu präsentieren bzw. vor Publikum wiederzugeben.
Total lächerlich...
...oder deutsche Muttersprachler, die nach eins, zwei Jahren Aufenthalt in den USA Deutsch nur noch mit stärkstem texanischen Akzent sprechen können.
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