Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bedarfsmedis: Tipps für Berufsanfänger: Was gebt ihr wann?
Absolute Arrhythmie
05.03.2013, 09:43
Die Schwestern hassen einen aber auch -wenn man nachts einen Schwenkeinlauf anordnet :-))
Die Schwestern hassen dich aber auch, wenn du einen deliranten Patienten nachts einfach so rumliegen lässt ;) Von daher: immer rin mit dem Einlauf!
Was mir (als Schwester ;) ) noch zu deliranten Patienten einfällt: Flüssigkeitsmangel! Manchmal, wenn so ne ältere Herrschaft ewig nix getrunken hat werden die richtig wahnsinnig. Also ruhig auch mal Hautturgor und Zunge angucken.
Hoppla-Daisy
05.03.2013, 09:46
DAS sollte eigentlich immer sofort gecheckt werden! Zuviel und zuwenig Flüssigkeit.... beides doof ;-).
Absolute Arrhythmie
05.03.2013, 09:58
DAS sollte eigentlich immer sofort gecheckt werden! Zuviel und zuwenig Flüssigkeit.... beides doof ;-).
Also mir wäre es als Schwester echt peinlich, wenn ich den Dienstarzt anrufe wegen eines deliranten Patienten, und der hat dann nen Flüssigkeitsmangel oder ne volle Blase. Ich würde mich in Grund und Boden schämen *fg* Das sollte man mit etwas Berufserfahrung auch als Pflegekraft sehen und lösen können ;)
Hoppla-Daisy
05.03.2013, 10:03
Man vergisst im Alltag mitunter so elementar wichtige und eigentilch auch selbstverständliche Dinge. Kann passieren :-nix. Ist mir neulich auch passiert. Dagegen ist keiner gefeit :-meinung. Es zeigt einem nur, dass man entweder mit dem Kopf nicht ganz dabei ist oder gerade zuviel um diesen herumschwirrt. Fazit: Gerade in diesen Zeiten Augen und Ohren auf ;-).
Im Delir ist sicher Haldoldie erste Wahl. Am liebsten p.o., wenns nicht klappt, eben i.m.
Außer: Parkinson oder bekannte Epilepsie! Dann Alternativen überlegen.
Bspw. Seroquel bei Parkinsonpatienten
Bei Epilepsie evtl. Kombi mit Tavor
Bliebt eben doch individuell, gibt leider keinen gemeingültugen Fahrplan...
Erdbeermond
05.03.2013, 17:45
Wenn ich dir als fast fertige Schwester vielleicht noch nen Tip geben darf, weil bei uns gerne gemacht:
MCP-Tropfen sind kein Allheilmittel gegen Übelkeit, vor allem dann nicht, wenn der Pat nebenbei ne PCA laufen hat...
Und wenn der Pat. Sich bereits übergibt braucht man meiner Meinung nach auch keine MCP-Tropfen draufschütten - schmecken schrecklich und der Pat. k**** recht. Vomex wirkt da (wenn nix dagegen spricht) immer um einiges besser.
(reiner Erfahrungswert)
Leelaacoo
05.03.2013, 17:51
Man kann MCP ja auch i.v. geben...aber Vomex ist natürlich auch net übel, macht schön müde ;-)
LG Lee
Erdbeermond
05.03.2013, 17:55
Ja, man kann es i.v. geben - dann hilft es ja vielleicht auch. Aber ich hab's schon oft erlebt, dass der Pat. Bereits würgend über der Nierenschale hing, die PCA im Hintergrund - da braucht man doch keine Tropfen draufschütten....
Die Vomex-KI Hat das viel besser geholfen (ich bin aber auch Vomex-Fan - und gerade der Müdemach-Effekt ist im Rettungsdienst auch ganz nett, wenn's nicht gleich Midazolam dein soll)
In welchem Zusammenhang stehen denn MCP und PCA? Ich wüßte jetzt nicht, was gegen die Gabe sprechen soll.
Erdbeermond
05.03.2013, 19:40
Naja, wenn die Pat. Opiate bekommt, die nun mal Übelkeit verursachen und sie nichts im Magen hat - was soll dann MCP helfen?
Zentral antiemetisch wirken, indem es Dopaminrezeptoren blockiert ;-)
Erdbeermond
05.03.2013, 19:50
Deswegen schmecken die Tropfen trotzdem grausam und haben das Erbrechen eher gefördert, als dass da zentralwirksam irgendwas angekommen wäre.
Was bitter dem Mund ist dem Herzen gesund! :-))
Erdbeermond
05.03.2013, 19:59
Ich werd nächstes Mal versuchen, ob dein Spruch vielleicht besser hilft :D - bevor ich wieder mit dem becherchen beworfen werde (ja, ich spiele auf ein konkretes Beispiel an, bei dem die Pat. Pünktlichst zum Essen ihre Übelkeit bekommen Hat und nach den MCP-Tropfen alles von sich gegeben Hat. Nachdem sie mit den becherchen um sich geworfen Hat, gab's doch ne Vomex-KI und siehe da: alles gut)
WackenDoc
05.03.2013, 20:07
Wieso gebt ihr die Vomex als KI und nicht direkt i.v. oder als Supp?
Erdbeermond
05.03.2013, 20:14
In dem Fall, weil es die Ärztin als KI angeordnet hatte.
Insgesamt werden bei uns sehr gerne KI gegeben, (v.a. perfalgan, vomex oder auch dipi), weil die Patienten bei uns nicht auf Zäpfchen stehen.... (Ich richte mich da als brave Schülerin da nur nach der zuständigen Schwester).
Und direkt i.v. wird bei uns gar nichts gegeben. Die Schwestern dürfen es nicht und die Ärzte trauen sich nicht, wollen nicht oder machen es einfach nicht, weil man es nie macht und weil sie eh keine Zeit haben.
Also im Endeffekt werden bei uns meistens KI gegeben, supp dann, wenn der Pat. keinen Zugang liegen hat.
Wir nehmen Vomex auch i.d.R. als Kurzinfusion. Sollte lt. Fachinfo (bei Dosis 62mg/10ml) mit einer maximalen Geschwindigkeit von 5 ml/min verabreicht werden. Kann man natürlich auch aus der Hand machen. :-nix Zofran spritzen die Schwestern dagegen aus der Hand.
Erdbeermond
05.03.2013, 21:11
Auf intensiv gibt's Zofran auch aus der Hand - auf Nornalstation existiert das gar nicht.
Feuerengelchen
05.03.2013, 23:05
Ich kenne aus manchen Häusern die Regelung, dass bestimmte Präparate, die die Ärzte aus der Hand spritzten, von Pflegepersonal nur als KI gegeben werden durften. Ausnahme war meist auf Intensiv. Also, wenn man wollte dass es die Pflege applizierte, musste man es als KI anordnen - Sinn oder Unsinn mal dahingestellt, da kamen schon mal paar 100 ml extra pro Tag zusammen......
Absolute Arrhythmie
06.03.2013, 12:15
Zofran ist ja nicht ganz billig, glaub ich. Wird bei uns eigentlich nur in der Onko verwendet. MCP schmeckt in der Tat ziemlich bäh :/
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