Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fragen Allgemeinmedizin
WackenDoc
10.04.2013, 19:48
Ich bin da auch eher leger hin gegangen.
Würde ich aber vom eigenen Stil und den Gepflogenheiten der Praxis abhängig machen. Tendenziell aber eher legerer als beim Vorstellungsgespräch im Krankenhaus oder einer größeren Firma.
Berlinerin
10.04.2013, 20:07
Zufällig auf der Seite der Ärztekammer Nordrhein entdeckt:
Zur Facharztprüfung müssen auch für Allgemeinmediziner Gutachten vorgelegt werden? Davon habe ich ja bisher noch nie etwas gehört. In anderen Fachbereichen (z.B. Psychiatrie, Unfallchirurgie) war mir das geläufig, aber für Allgemeinmedizin?
Laut dieser Auflistung (http://www.aekno.de/page.asp?pageID=7993) sind es für "Allgemeinmedizin" 2 Gutachten, für "Innere und Allgemeinmedizin (Hausarzt)" hingegen keins. Die haben doch echt einen Knall :-nix
Also ich mußte bei meiner Prüfung letztes Jahr (FA Innere und Allgemeinmedizin in Nordrhein) 2 Gutachten vorlegen, in die die Prüfer einmal kurz reingeguckt haben.
LG
In Westfalen-Lippe braucht's keine Gutachten.
Herzkasperl
15.04.2013, 08:10
Wir haben da noch eine Frage im Zusammenhang dieses Threads: Als FA Innere (ohne Allgmeinmedizin, "ganz" neue WBO), darf man sich nach SGB nach wie vor als Hausarzt niederlassen - auch ohne jemals eine Praxis von Innen gesehen zu haben. Wie sinnvoll ist das? Wir denken: eher problematisch, denn irgendwoher muss man den ganzen Abrechnungskram etc. ja auch mal lernen. Wenn man sich aber als WBA Allgemeinmedizin meldet geht das mit dem Zuschuss und einer eventuellen Rückzahlung los - man riskiert eventuell, dass man bei Ausstieg nach 6 Monaten den Zuschuss zurückzahlen muss.
Gibt es noch andere Möglichkeiten, als FA Innere ins Hausarztdasein hinüberzugleiten ohne gleich ne Praxis zu kaufen und von Null weg loszulegen?
P.S.: Es geht nicht um mich, lasst Euch von dem 4. Semester nicht täuschen.
Man muss nicht nur den ganzen Abrechnungskram lernen, sondern Allgmeinmedizin ist einfach was anderes als Innere Medizin, auch wenn die Schnittmengen groß sind. Die Prävalenz von Erkrankungen im stationären internistischen Setting ist einfach mal komplett eine andere wie die in einer Hausarztpraxis. Es macht schon Sinn sich das mal eine Weile angeschaut zu haben, zumindest wenn man nicht bei allen nicht-internistischen Problemen einfach nur Ü-scheine schreiben will.
Herzkasperl
15.04.2013, 09:49
Peter_1, unter anderem daher die Frage. Der Gesetzgeber erlaubt die sofortige Praxisübernahme. Das ist aber nicht gewollt.
Nach 3 Jahren Erfahrung in der zentralen Notaufnahme dürften sich die Überraschungen übrigens in Grenzen halten. Dass die Arbeit eine ganz andere ist, ist keine Frage. Dass man bei einem guten Allgemeinarzt ne Menge lernen kann, auch nicht. Aber, wie gesagt, das war nicht das Thema.
Relaxometrie
15.04.2013, 10:38
Gibt es noch andere Möglichkeiten, als FA Innere ins Hausarztdasein hinüberzugleiten ohne gleich ne Praxis zu kaufen und von Null weg loszulegen?
Es gibt noch das Modell, bei dem man erst als Partner in die Praxis miteinsteigt, und der bisherige Besitzer sich dann im Laufe der nächsten Monate/1-2 Jahre in Rente zurückzieht.
Wie sehr man sich bei solchen Modellen schon am Anfang finanziell bindet, weiß ich nicht. Optimal wäre es natürlich, erstmal als angestellter Arzt mitzuarbeiten, und sich alles relativ unverbindlich angucken zu können. Der Praxisinhaber könnte hingegen wollen, daß man sich schon früh bindet, weil er natürlich gerne einen Nachfolger für seine Praxis haben möchte.
Auch ZNA Patienten (und deren reine Akutbehandlung) sind ein anderes Klientel, aber schon mal besser als nur Station. Vielleicht gibt es ja die Möglichkeit mal bei einem Kollegen zu hospitieren.
Manch niedergelassener Allgemeinmediziner oder das eine oder andere MVZ suchen angestellte Ärzte oder Enlastungsassistenten. Eine Zeitlang auf einer solchen Stelle zu arbeiten dürfte fit für die eigene Niederlassung machen, es reicht ja, wenn bei Fragen ein erfahrener Ansprechpartner da ist :-)
oder das eine oder andere MVZ suchen angestellte Ärzte oder Enlastungsassistenten
Genau das habe ich auch gemacht, nach Abschluss der WB, ist eine gute Sache und man kommt recht gut rein in die komplette Eigenverantwortung. Stellen sollten auch kein Problem sein.
Herzkasperl
16.04.2013, 18:07
Vielen Dank. Der Gedanke mit den MVZs war da, ist aber in München gar nicht so ins Auge springend. Da wird man wohl mal spezifischer suchen müssen. Die meisten Praxen suchen natürlich WB-Assi., auch um die Förderung zu kassieren. Aber das Stichwort "Entlastungsassistent" hilft ja vielleicht auch weiter.
Hat jemand Erfahrung als Angestellter Facharzt für Allgemeinmedizin in München ?
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