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John Silver
02.06.2013, 20:28
Entweder weißt Du alles über sämtliche praktischen Tätigkeiten, die Du mal als Ärztin ausführen wirst, oder Du freust Dich entscheiden zu früh.

Absolute Arrhythmie
02.06.2013, 22:59
Entweder weißt Du alles über sämtliche praktischen Tätigkeiten, die Du mal als Ärztin ausführen wirst, oder Du freust Dich entscheiden zu früh.

Naja, dass ich noch nie ne Pleuradrainage gelegt habe oder ne Lumbalpunktion, sollte klar sein... Aber die einfachen Handgriffe wie zB Infusion zumischen und System richten, steriler Verbandswechsel, überhaupt steriles Arbeiten und Anreichen, DK und Magensonde legen, etc sind nach 2 Jahren ITS und 4 Jahren gesamt in der Pflege jetzt nicht gerade ein Problem für mich... ^^
Ich kann mir schon vorstellen dass solche handwerklichen Fähigkeiten im KPP oder in Famulaturen nicht beigebracht werden, also warum sollte ich mich beschweren, weil ich gewisse Handgriffe bereits erlernt habe? Daher verstehe ich deine offensive Aussage nicht so richtig.

Kackbratze
03.06.2013, 07:11
"Einfache Tätigkeit" liegt immer im Auge des Betrachters. Ich hatte mal eine Kollegin, die mir einen Ileus vorstellte und gefühlt nachts in meiner Notaufnahme abkippte.
Rosa Braunüle, keine Magensonde bei Miserere. Die Patientin k0tzte und ich auch.
Also wurde eine Magensonde gelegt, was bei der Patientin zusätzlich schwierig war.
Während ich die Sonde legte öffnete sich die Tür.
Nachdem ich fertig war kam von hinten ein zartes, fast weinerliches Stimmchen von der Kollegin:
"Ich hab noch nie eine Magensonde gelegt..."

Ich hab kurz den Drang unterdrückt, das Ding wieder rauszuziehen und es ihr hinzuhalten...so frustrierend war das, aber im Endeffekt will ich sagen, dass es genügend Kollegen gibt, die trotz Studium und gewisser Praktika trotzdem nicht "umfassend" ausgebildet sind.
Solange der Wille zum lernen da ist, ist das kein Problem. Probleme entstehen, wenn kein Lernwille da ist oder das Fehlermanagement nicht funktioniert.

PsychoFan
03.06.2013, 16:50
Einfach sind für mich die Tätigkeiten, die ich kann. Einen zentralen Venenzugang legen war für mich nach dem Studium deutlich einfacher, als einen peripheren zu legen, da ich es mehrmals gemacht habe im Gegensatz zum Flexülenlegen.

NitroBacter
03.06.2013, 17:48
@ el suenio
Also bei Infusiomaten und Perfusoren, v.a letzteren bei spritzenwechseln kommts ganz schnell zu ner Bolusgabe, die schnell gefährlich werden kann wenn nicht abgeklemmt wird mit der Klemme. Auf Onkologie bei Chemos gilt als Schüler "Finger weg" und wenn der Infusiomat 10 mal piept, von Chemos haben wir keine Ahnung da muss die Fachschwester ran. Und I.v. spritzen geht unbeaufsichtigt tatsächlich gar nicht. Da kommt in täufels Küche als Azubi. Ob ich mir nervig vorkomme oder nicht, solche Tätigkeiten müssen abgelehnt werden wenn sie nicht unter direkter Anleitung stattfinden.

anignu
03.06.2013, 20:46
Man sollte halt wissen was gefährlich ist als Bolus und was nicht...

Ein Dipi das "wir dürfen das aber nur als KI geben" unglaublich langsam in einen Patienten mit viel Schmerz hineinfließt regt mich einfach nur auf. Das gehört gscheit i.v. gegeben und Ruhe is. Wass solls denn. Und wenn ich mich nicht trau 7,5 zu spritzen, dann halt erstmal die Hälfte und ein paar Minuten warten.
Genauso Nor-Perfusoren ohne zusätzliche Träger-Infusion. Nervt mich genauso. Wie soll man da sinnvoll das Medikament geben und es auch beim Patienten ankommen, wenn im Schlauch schon mehr ist als der Patient verträgt.
Bei meiner alten Klinik war der OA so streng, dass wir teilweise die ganzen Schläuche weggeschmissen haben wenn er sich nicht sicher war wieviel Nor da drin war...

Insofern: Antibiosen im Schuss, Cortison im Schuss, Dipi ohne Verdünnung und noch schnell was nachgespritzt, alles kein Problem. Aber Katecholamine auch nur eine Spur unkontrolliert und es wird spaßig.

Und zum Thema Magensonden und DK: das muss man einfach mal machen.
Man bekommt doch als Arzt mit welche Schwester was drauf hat und welche nicht (und die Schwestern von den Ärzten auch). Also wenn man schon weiß dass ein DK oder eine MS gelegt wird geht man halt hin und lässt es sich zeigen mit allen Tricks. Und dann macht man es halt immer wieder mit anderen erfahrenen Schwestern und bekommt immer neue Tricks mit. Und wenn man das einige Male und noch ein paar mehr gemacht hat kann man die meisten Situationen meistern. Alle Situationen meistern wird eh nie gehen.
Bei mir in der Chirurgie ist das sowieso viel einfacher als auf anderen Stationen. Da trink ich meinen Kaffee / ess ich meine OP-Suppe halt mal ein wenig schneller und kann beim nächsten Patienten nen DK legen und gleich auch noch intubieren bevors wieder weiter geht. Ich sag euch das is so schön. Wann hat man denn schon mal so viel Zeit... (und die Schwestern sind froh dass sie es nicht machen müssen und die Anästhesisten haben meist auch schon oft genug intubiert)

el suenio
03.06.2013, 21:02
Ich hab doch gar nicht geschrieben, dass ich Perfusoren bediene, ich kann ja nur den "Alarm-für-ein-paar-Minuten-aus-Knopf" betätigen, das war's. Mehr fass ich da auch nicht an, weil ich das Ding nicht versteh. An Infusomaten probier ich mich aber in letzter Zeit häufiger aus. Allerdings kann ja wohl eher nichts passieren, wenn da drin 'ne Jono hängt. Auf der Onko hab ich gelernt, was ich machen muss, denn das Teil Druckalarm oder Tropfalarm meldet und meistens funktioniert das dann auch. Da hab ich ja aber nichts neu eingestellt, sondern nur den Start-Knopf gedrückt und die Flexüle gerichtet. Gut, dass ich das Predni selber aufziehen und dann über eine (nicht von mir) gelegte Butterfly spritzen sollte, hat mich auch ziemlich beunruhigt. Nicht umsonst stand ich fast 15 Minuten bei der Pat. und hab geschaut, ob irgendwas passiert. Trotzdem war ich nicht böse drüber, mal was Spannenderes zu machen...

Skalpella
03.06.2013, 21:04
Genauso Nor-Perfusoren ohne zusätzliche Träger-Infusion. Nervt mich genauso. Wie soll man da sinnvoll das Medikament geben und es auch beim Patienten ankommen, wenn im Schlauch schon mehr ist als der Patient verträgt.
Bei meiner alten Klinik war der OA so streng, dass wir teilweise die ganzen Schläuche weggeschmissen haben wenn er sich nicht sicher war wieviel Nor da drin war...

Insofern: Antibiosen im Schuss, Cortison im Schuss, Dipi ohne Verdünnung und noch schnell was nachgespritzt, alles kein Problem. Aber Katecholamine auch nur eine Spur unkontrolliert und es wird spaßig.
Trägerinfusionen sind aus der Mode. Sie führen zu ungleichmäßiger Abgabe der Medikamente. Man muss lediglich beim "Anlaufen-Lassen" des Katecholaminperfusors vorsichtig sein. Heutzutage laufen Katecholamine an ihrem eigenen Schenkel ohne Trägerinfusion. Beim Wechsel von hochdosierten, schlecht steuerbaren Katecholaminen laufen mittlerweile sehr oft zwei gleichdosierte Perfusoren, davon einer auf sehr niedriger Dosis (z.B. 0,1ml/h). Wenn der eine leer ist, kann man den anderen hochstellen und hat so einen nahtlosen Übergang. Viele moderne Perfusoren sind zu langsam im manuellen Wechsel, weil schon der Stempelführer zu langsam nach hinten fährt. Derartige sensible Wechsel sollten aber nur auf Intensivstationen vorkommen.
:-music

anignu
03.06.2013, 22:31
Das mit den zwei Perfusoren hab ich auch schon gesehen. Gefällt mir auch gut. Beim ZVK ist das super und ja auch wieder was anderes.
Aber wenn man einen Patienten noch nicht ganz aufgelined bekommen hat und es kommt Nor peripher rein, wie lange soll ich dann warten bis es da ist wo ich es haben will?

Wir kommen aber glaub ich immer weiter vom Thema weg. Irgendwann gings um ein Infusionssystem voller Luft. Kann passieren wenn man keine Ahnung hat.
Früher musste man auch so ein Ventil oben aufmachen, damit Luft rein kommt sonst liefs auch nicht. Auch eine klassische Falle für unerfahrene Leute.

Ich denk es laufen so viele Leute rum die Dinge machen die man niemals... und trotzdem leben die Patienten noch. Die überleben uns eh noch alle. Spannend ist doch echt wie man damit umgeht. Und der Fall der TE ist wohl nicht sooo glücklich für beide Seiten gelaufen.

epeline
04.06.2013, 00:28
schade, dass sich der te selbst nicht noch mal meldet, nachdem er sätze wie "wie blöd kann man egt sein" in den raum gestellt hat... :-nix

//stefan
05.06.2013, 19:06
ich hab die zweite seite nur überflogen, antworte aber mal mit infos/pers. erfahrungen:

meine uni bietet für studenten kurz vor den blockpraktika und auch dem PJ mpg-kurse an, bei denen auf alle gängigen geräte durch einen mpg-multiplikator (hab mal gehört das der so heisst, würde aber nicht drauf wetten ;-) ). mit unterschrift und akte und allem pipapo. das ist schonmal aus studentischer sicht super... es gibt auch belegbare kurse (freiwillig) wie z.b. dk-legen, punktion 1 (blutabnahme, braunüle, i.m.) + punktion 2 (ZVK und arterie), magensonde etc.
das wird alles an phantomen und perfektem material geübt. die möglichkeit hat sicher nicht jede uni... aber bei einem solchen angebot darf sich hinterher keiner beschweren, dass man keine ahnung haben "kann". natürlich sollte beim ersten patienten jemand dabei sein... und das klappt ja auch sicherlich meistens, man kommt einfach schnller in die routine da man das material und den ablauf auch schon kennt/geübt hat und nicht alles von beginn an gezeigt bekommen muss.

gerätetechnisch liegt es in der verantwortung der jeweiligen abteilung, nach MPG einzuweisen. das klappt in der anästehsie gut und es wird regelmäßig auf neuere geräte eingewiesen (mit mehreren terminen). ich persönlich krieg nen affen, wenn man ne einweisung auf 4 perfusoren hat, sich aber weigert nen fremden (total ähnlich von bauart/bedienung) perfusor zu bedienen. man kann auch übertreiben... man muss das ja nicht beim katecholaminperfusor üben aber da geht es mir halt zu weit in richtung paragraphenreiterei. das MPG ist neben dem Arbeitsschutzgesetz das wohl am meisten zitierte gesetz in solchen foren... :-)

ich hör die leute aber immer fluchen, wenn ne mpg-einweisung ansteht und einige gehen dann auch nicht hin... mit etwas eigeninitiative könnte man solche umstände sicherlich schnell beseitigen.

zur pflegepraktikum will ich nichts sagen, da klafft die schere zwischen den probanden einfach zu sehr. ich hab denen gerne und viel erklärt aber vielen hat man echt einfach angemerkt, dass sie dinge machen wollten, wo es einfach vorne und hinten fehlte (bei sozialem benehmen/kommunikation angefangen). ohne jedwedes theoretische hintergrundwissen darf man eben nur ganz basale dinge durchführen und kann froh sein, wenn man hier und da mal ärztliche dinge unter anleitung darf (und die klappe halten wenns eben 3 monate lang nicht dazu kommt). wir hatte eine, die hat nen mandrin zum abstöpseln in die braunüle gesteckt, an der noch ein 3-wege-hahn angebracht war. dann hat sie den 3-wege-hahn umgedreht, dabei wurde der mandrin abgeschnitten und ist in der vene verblieben... erklär das mal nem patienten!

die oft gebräuchliche "totschalg"-aussage: "es ist halt ein PFLEGEpratikum" kann ich nur unterstreichen... wenn derjenige fit und engagiert ist, sollte das aber auch belohnt werden. das da oft die zeit/personal/situation einen strich durch die rechnung macht, ist leider so... aber sicher nicht überall.

ach ja: katecholamine mit trägerlösung geht GAR nicht!!!

daCosta
08.06.2013, 12:47
Mir hat man damals auf der IMC beigebracht wie Perfursoren funktionieren im KPP, natürlich mit dem Hintergedanken, dass ich dann die Perfusoren auswechseln kann. Dafür hatte ich dann meine Probleme mit den alten Perfusoren auf den Normalstationen. Da bleibt einem nichts übrig als jemanden zu finden, der Ahnung hat. Einfach Anmachen und die Luft in den Zugang blasen ist sicherlich wenig sinnvoll. Wenn man eh dabeisteht, würde ich versuchen freundlich die Situation zu retten.

Sicherlich ist eine Einweisung, was Perfusoren angeht mit 4-8 Personen sinnvoll um einen Überblick zu erhalten. Aber den Umgang lernt man doch erst, wenn man es mal ne Zeitlang regelmäßig nutzt! Das gleiche gilt für Monitore, Blutentnahmen und Viggos.

Und zum KPP
ein Lernzielkatalog hört sich immer gut an, den gibts auch beim PJ und Blockpraktikum, stehen Sachen drin, die man können sollte. Jedoch wird das ja niemals überprüft werden und es kann durchaus sein, dass die Schwestern lieber die Infusionen selbst anrichten wollen. Man kann ihnen ja nicht vorschreiben, dass zu delegieren.
Das KPP verstehe ich als Einblick in die Pflege. Der Abschnitt in der ÄApprobationsordnung unterstreicht diese Ansicht. Über Sinn und Unsinn der Länge und Späße wie Wochenenddienste und Überstunden für Praktikanten muss man hier jetzt nicht diskutieren. Am besten man geht dafür ins Ausland.

Zum PJ
Auch dort gibt es zwar Lernzielkataloge, aber das wird alles nicht überprüft und bei der vielen Arbeit&Stress bleibt für Lehre ja oft wenig Zeit und man ist auf das Gutdünken einzelner Assistenten oder OÄ angewiesen.
Man erhält letztendlich auch "nur" einen tieferen Einblick in ein Fach und die Abteilung. Klar gibt es Studientage, aber die werden meist fürs Hammerexamen gebraucht.
Juristen haben am Gericht gezieltere Lehre und Kurse, ähnliches gilt für Lehramtsrefrendare, die ihren Unterricht mit dem Lehrer ausführlich vorher und nachher nochmal besprechen.
Bezeichnend ist es, dass Lehrer und Juristen ihr Refrendariat mit 900€/Monat entlohnt bekommen. Irgendwovon muss man ja leben.

WackenDoc
08.06.2013, 13:01
Nein, nein, nein: Einen Perfusor DARFST du ohne nachgewiesene Einweisung nach MPG nicht ohne Aufsicht bedienen. Da hilft es nichts nett sein und das mal kurz erledigen zu wollen.
Da diese Dinger häufig sind, sollte das gesamte Fachpersonal an den gängigen Modellen der Abteilung ausgebildet sein.
Wenn die Abteilungen das nicht kapieren wollen, hilft es nix: Dann muss jedes Mal, wenn das Gerät Alarm schlägt oder eine Störung hat, jemand gefunden werden, der diese Einweisung hat. So lange, bis es denen auf den Zeiger geht, die sie haben und die sich dafür einsetzen, dass auch andere die Einweisung bekommen.

Viggolegen und Blutentenahmen sind was anderes: Die darfst du machen, sobald du es kannst.
Für reine Monitore braucht man auch keine Einweisung.

altalena
08.06.2013, 13:11
........ wir hatte eine, die hat nen mandrin zum abstöpseln in die braunüle gesteckt, an der noch ein 3-wege-hahn angebracht war. dann hat sie den 3-wege-hahn umgedreht, dabei wurde der mandrin abgeschnitten und ist in der vene verblieben... erklär das mal nem patienten!



Oh Gott..... das hat eine aus meinem Parallelkurs damals in der Ausbildung auch gebracht :-nix

daCosta
08.06.2013, 13:29
Nein, nein, nein: Einen Perfusor DARFST du ohne nachgewiesene Einweisung nach MPG nicht ohne Aufsicht bedienen. Da hilft es nichts nett sein und das mal kurz erledigen zu wollen.
Da diese Dinger häufig sind, sollte das gesamte Fachpersonal an den gängigen Modellen der Abteilung ausgebildet sein.
Wenn die Abteilungen das nicht kapieren wollen, hilft es nix: Dann muss jedes Mal, wenn das Gerät Alarm schlägt oder eine Störung hat, jemand gefunden werden, der diese Einweisung hat. So lange, bis es denen auf den Zeiger geht, die sie haben und die sich dafür einsetzen, dass auch andere die Einweisung bekommen.


Naja nett sein war: In Zi XY klingelt der Perfusor, geh mal. Oder noch besser: Morgenbesprechung oder Pause und es reichte ein vorwurfsvoller Blick. Da sieht man mal wieder was für Zustände herrschen.

Naja und mit dem abgerissenen Mandrin: wie man auch darauf kommt den Mandrin dort anzuschließen, passt ja schon von der Farbe nicht. Echt eine blöde Situation. Ich als Patient hätte gerne den Mandrin wieder draußen,

WackenDoc
08.06.2013, 13:38
Ja, aber das funktioniert nur, wenn man es mit sich machen lässt.
Fakt ist, dass man die Dinger nicht bedienen DARF, wenn man keine Einweisung hat. Aber warum sollte sich eine Abteilung auch um eine Einweisung kümmern, wenn sich immer wieder jemand findet, der es trotzdem macht.

daCosta
08.06.2013, 14:57
Als Krankenpflegepraktikant ist man halt der Unwissende, man hat ja wirklich überhaupt keine Ahnung in diesem Stadium des Studiums (2. Semster). Dumm gelaufen


Ich kann nur allen raten das Pflegepraktikum im Ausland zu machen. Ich hab zu 90% eher von negativen Erfahrungen gehört.
Es gibt dafür die Seite des BVMD oder man informiert sich bei der Fachschaft: Frankreich, Portugal, Spanien, Italien.
Dort ist die personelle Besetzung viel besser in der Pflege. Zimmer gibts im Schwesternwohnheim für 1-2 Monate immer irgendwie.
Also Leute für diese Praktikum: Geht weg!

WackenDoc
08.06.2013, 15:02
Letztendlich bleibt zu hoffen, dass die von uns, die ihr Studium jetzt hinter sich haben, für solche Probleme sensibilisiert sind und nicht das Problem von fehlender Ausbildung und Ausbeutung in die nächste Generation verschieben.
Leider vergessen einige Kollegen wie es war, als sie mal Anfänger waren.

daCosta
08.06.2013, 15:21
Letztendlich bleibt zu hoffen, dass die von uns, die ihr Studium jetzt hinter sich haben, für solche Probleme sensibilisiert sind und nicht das Problem von fehlender Ausbildung und Ausbeutung in die nächste Generation verschieben.
Leider vergessen einige Kollegen wie es war, als sie mal Anfänger waren.

Dem kann ich nur zustimmen, ich habe mal als Hiwi in der Anatomie und Physio gearbeitet und somit mehrere Semester (vollständig) kennenlernen können, da man für die Physioaufgaben etwas Grips für 1,5h brauchte: 80-90% sind sehr motiviert, freundlich und echt nicht auf den Kopf gefallen. Gut und ein paar Ausnahmen gibts auch.
Mir tut es jedoch umheimlich leid wie dann mit diesen Leuten seitens des Pflegepersonals oder später Assistenzärzten, OÄ teilweise umgegangen wird. Können die ihre Arbeit nicht allein erledigen? Bei Praktika zählt doch das Prinzip: Geben und Nehmen.

Fürs Pflegepraktikum kann ich momentan nur das Ausland empfehlen. Auch das PJ sollte zum Teil im Ausland stattfinden, bietet sich wirklich dafür an.

Rhiannon
08.06.2013, 15:27
Ganz ehrlich: ich habe im Pflegepraktikum ganz knallhart alles verweigert, was mir zu heikel war bzw was ich halt definitiv nicht konnte oder mir nicht zugetraut hab. Wurde vllt erst kurz gemurrt, aber sogar die murrigsten Schwestern haben mit Begründung dann verstanden, warum ich eben zB zwar allein BZ messen gehen kann, aber definitiv nicht anfangen werde den Patienten ohne Supervision und Kontrolle Insulin zu verabreichen. "Machs halt nach Schema" - schön und gut, aber da ich zu dem Zeitpunkt keinen Plan von den verschiedenen Arten von Insulin hatte, die da alle im Kühlschrank standen und wie ich was dosieren muss, damits die richtige Zahl Einheiten sind (ja, ich weiß, kann man berechnen), da wollte ich mir nicht den Schuh anziehen und dann Schuld sein, wenn der Patient hypoglykämisch abschmiert oder sonstwas. Liegt vllt einfach am Alter, meine Mit-KPPlerin mit ihren schnuckeligen 19 Jahren hat sich nämlich schlicht nicht getraut den Schwestern zu widersprechen und hatte dann, nachdem einige basale Dinge schief gelaufen sind (weils ihr halt nie wer gezeigt hatte u sie Angst hatte das zu sagen), nen richtig schweren Stand, eben weil sie nix gesagt hatte.