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Evil
05.02.2006, 09:25
ICh habe dafür viele Gründe und habe keine Lust die hier aufzulisten, weil dann lauter Gegenargumente fallen werden, die zwar objektiv betrachtet, in ratrionaler Hinsicht SInn machen, aber an meiner EInstellung nichts ändern.
Warum schreibst Du das dann überhaupt? Wenn Du darüber nicht reden möchtest, ist der Beitrag doch sinnlos.
Mal abgesehen davon, daß ich für Deine Einstellung kaum Verständnis habe.
:-meinung

Niki
05.02.2006, 10:13
Weil dieser Thread als "Umfrage" tituliert ist.

D.h. man gibt hier seine Meinung oder EInstellung wieder, das habe ich gemacht. EIne Umfrage erfordert nicht notwendigerweise eine Diskussion oder Stellungnahme zum eigenen Voting, sondern soll representativ sein. Ich habe meinen BEitrag dazu geleistet, indem ich eine STimme vergeben habe.

Und Verständnislosigkeit beruht in diesem Falle auf Gegenseitigkeit: Ich akzeptiere deine Meinung, ich würde dich bitten es mir gleich zu tun(zusammengeschrieben?).

milz
05.02.2006, 10:40
Wenn man dafür auch die Eier hat im Fall des Falles selbst den Tod (Herz, Lunge, Leber)/Blindheit(Hornhaut)/lebenslange Dialyse(Niere) einem gespendeten Organ vorzuziehen ist das sicherlich akzeptabel.
Ich wäre immer noch dafür, derartiges schriftlich zu fixieren und in eine rechtlich verbindliche Form zu bringen (Vorr: über 18, geschäftsfähig), auch wenn die Umsetzung ethisch sicher problematisch ist, aber das ist der status quo nicht minder. Zumindest als schlechtere Alternative zur Widerspruchsregelung. Es angesichts der Organknappheit nicht einzusehen, dass Leute Organe bekommen, die selbst keine hergeben würden.

Evil
05.02.2006, 10:44
Weil dieser Thread als "Umfrage" tituliert ist.

D.h. man gibt hier seine Meinung oder EInstellung wieder, das habe ich gemacht. EIne Umfrage erfordert nicht notwendigerweise eine Diskussion oder Stellungnahme zum eigenen Voting, sondern soll representativ sein. Ich habe meinen BEitrag dazu geleistet, indem ich eine STimme vergeben habe.

Und Verständnislosigkeit beruht in diesem Falle auf Gegenseitigkeit: Ich akzeptiere deine Meinung, ich würde dich bitten es mir gleich zu tun(zusammengeschrieben?).
Es hätte gereicht abzustimmen.

Und nein, eine Einstellung, über die Du nicht diskutieren willst, akzeptiere ich nicht!
:-meinung

Niki
05.02.2006, 11:22
@Milz: So etwas zu schreiben ist sicherlich gewagt, wenn die Logik natürlich auch überzeugend ist.

Okay, und das soll nicht als Aufgabe meiner Einstellung gesehen werden, ich sollte vielleicht etwas klarer formulieren:

Über einzelne ORgane würde ich nachdenken, vllt über 1 Herz, oder Nieren, aber ich werde sicher nicht meinen ganzen "Bauchraum" ausnehmen lassen.

@Evil: man muss sich im Leben nicht immer für alles rechtfertigen...

Evil
05.02.2006, 11:36
man muss sich im Leben nicht immer für alles rechtfertigen... Nö, aber grundsätzlich darüber nicht reden zu wollen, ist falsch. Wenn Du Dir Gedanken gemacht hast, brauchst Du eine Diskussion doch nicht zu fürchten?

Niki
05.02.2006, 11:43
Ich fürchte keine Diskussion, aber ich möchte euch und mir Zeit ersparen, weil sie wenig Ergebnisse haben wird...

Falsch? Hm, ich finde es komisch, dass man hier "falsches" Verhalten unterstellt bekommt. Ich glaube das geht einen Schritt zu weit. Vllt. solltest du es nicht so allgemeingültig dahinstellen, sondern ein "deiner Meinung nach" davorstellen.

Aber ich will nichts gesagt haben, ich bin ab sofort natürlich Organspender, ich will ja keinen Streit und als falsch bezeichnet werden.

Frieden? ;-)

Evil
05.02.2006, 11:55
So einfach nicht :-D



Ich fürchte keine Diskussion, aber ich möchte euch und mir Zeit ersparen, weil sie wenig Ergebnisse haben wird...
Paß mal auf, ich hab Besseres zu tun, als irgendwen zu missionieren. Ich will einfach wissen, warum Du Dich so entschieden hast. Das ist schließlich Sinn eines Forums...

Shakespeareslady
05.02.2006, 12:22
mh, also ich finde das posting von milz nicht wirklich gewagt bzw. : keiner der organspender wird das als gewagt empfinden. eben nur die, die nicht spenden wollen, mögen es als gewagt empfinden. da muss ich immer etwas schmunzeln, denn wenn man nicht bereit ist, zu spenden, kann es nicht sein, dass es einen stört, dass dann eben nur die organe bekommen, die bereit dazu sind.
man kann ja auch nur einzelne organe spenden, sowas kann auf dem ausweis ja auch alles fest gehalten werden.
gestern habe ich noch mit einem aus meiner stufe darüber diskutiert und er meinte, das sei sein körper und die organe würden ihm gehören. naja, es scheint wirklich leute zu geben, die diese lieber beim tod mit unter die erde nehmen oder verbrennen lassen, als anderen damit endlich wieder ein lebenswertes leben zu bereiten.
wir haben ne zeitlang in religion darüber diskutiert...das hat wirklich spass gemacht, aber es ist auch erschöpfend, bei so vielen gegenargumentationen immer noch dagegen zu halten...aber ich denke, das sollten wir und die mühe ist es auch wert.

Niki
05.02.2006, 13:55
Zur Not wird das halt familienintern geregelt :-D

Kann man eigentlich auch Arme, Beine oder nur FÜße und Hände spenden? Ist das realisir und transplantierbar?

Lava
05.02.2006, 15:46
Moment!!!! Du kannst auf dem Ausweis auch vermerken, dass du KEINE Organe spenden möchtest. Es geht bei dem Ausweis hauptsächlich darum, sich überhaupt mal mit dem Thema auseinanderzusetzen und Stellung zu beziehen. Außerdem kann man noch Einschränungen angeben, welche Organe man nicht bzw. welche man ausschließlich spenden will. Zwar kann ich deine Entscheidung, nicht zu spenden (annehmen würdest du ein Organ doch bestimmt, oder?) nicht verstehen, weil du nicht mal eine Begründung gegeben hast, aber du kannst dir einen Auweis zulegen und damit festhalten, dass du Nicht-Spender bist. Wenn du gar keinen Ausweis bei dir trägst, wälzt du diese Entscheidung nämlich erst recht auf deine Familie ab! :-meinung

luckyscrub
05.02.2006, 15:51
Moment!!!! Du kannst auf dem Ausweis auch vermerken, dass du KEINE Organe spenden möchtest. Es geht bei dem Ausweis hauptsächlich darum, sich überhaupt mal mit dem Thema auseinanderzusetzen und Stellung zu beziehen. Außerdem kann man noch Einschränungen angeben, welche Organe man nicht bzw. welche man ausschließlich spenden will. Zwar kann ich deine Entscheidung, nicht zu spenden (annehmen würdest du ein Organ doch bestimmt, oder?) nicht verstehen, weil du nicht mal eine Begründung gegeben hast, aber du kannst dir einen Auweis zulegen und damit festhalten, dass du Nicht-Spender bist. Wenn du gar keinen Ausweis bei dir trägst, wälzt du diese Entscheidung nämlich erst recht auf deine Familie ab! :-meinung

Da kann ich mich nur anschiessen!! :-meinung

maggi90w
05.02.2006, 19:13
Also ich hab seit etwa einem jahr auch einen Organspendeausweis. hab in meiner Klasse auch mal ein Referat dazu gehalten und konnte von 30 Schülern einen dazu motivieren, sich auch einen zu zu legen.
Ich denke ein großes Problem ist, dass sich die Mensche nicht damit auseinander setzten.
Besser wäre wohl, wenn man es andersrum machen würde. Also, dass jeder von vornherein Spender ist und wenn man das nicht möchte, eben einen entsprechenden ausweis bei sich hat.

luckyscrub
05.02.2006, 20:09
Ich finde es auch immer sehr interessant, was die Leute für Argumente vorbringen, dafür, dass sie keinen Organspendeausweis haben.
Das sind haarsträubende bis verständliche Antworten dabei.

Die Leute setzten sich überhaupt nicht mit dem Thema Tod auseinander....das ist meines Erachtens allerdings eher ein Problem in unserer Gesellschaft.
Und ......die Leute sind leider überhaupt nicht über die Formalitäten bei einer möglichen Organspende aufgeklärt.....
Da kann man nur immer wieder versuchen, Mißverständnisse auszuräumen und damit Menschen dazu überzeugen potentielle Organspender zu werden.

surfsmurf
05.02.2006, 21:11
Ich habe selbst einen Organspendeausweis, bin Organspender und Befürworter der Widerspruchsregelung: Wer nicht widerspricht, ist Organspender.

Aber generell finde ich nicht - anders anscheinend als die Mehrheit -, dass Organspenden Pflicht ist oder dass man moralisch dazu verpflichtet ist. Die Menschenwürde geht über den Tod hinaus und wer sich durch eine Explantation in seiner Menschenwürde beeinträchtigt fühlt, hat das Recht, sich zu Lebzeiten entsprechend zu äußern. Zumal manche Menschen wohl den Hirntod auch nicht als Ende des Lebens sehen, das ist zunächst einmal ja nur eine rein medizinische Definition.

Ob man Organe spenden möchte oder nicht, ist eine sehr persönliche Entscheidung, weil sie mit der persönlichsten aller Dinge, dem Tod, zu tun hat. Und wer gegen Organspende Bedenken jedweder Art hat, hat das Recht dazu; jedenfalls wenn er sich Gedanken dazu gemacht hat und seinen Entschluss vor sich selbst gut begründen kann. Im übrigen: In Bulgarien herrscht meines Wissens die Notstandslösung: Jeder ist Organspender, unabhängig vom erklärten Willen. Ein absolut schauriger Gedanke.

Das Totschlag-Argument "Weil du keine Organe spendest, sterben die Leute" würde ich gerne umdrehen: Weil Du nicht mit Essen im Rucksack nach Afrika fährst, verhungern da die Leute. Ist auch formal richtig, oder? Bringt uns aber genausowenig weiter.

Wombat
06.02.2006, 09:46
ich habe einen, weil es mir persönlich sehr unrecht wäre, wenn ich in die Situation käme ein Spenderorgan zu brauchen und selbst aber keines spenden würde. Außerdem finde ich es, für mich persönlich schwachsinnig mich mit allen Organen begraben zu lassen, wenn vlt jemand anders dadurch geholfen werden kann. Ich verstehe Menschen, die sagen, dass sie nicht spenden wollen, aber ich verstehe dei nicht, die ein Organ annehmen aber selbst keines spenden würden.
Außerdem finde ich es besser, wenn ich jetzt festlege, dass ich spenden will (oder eben auch nicht). ich will diese Entscheidung nicht der Familie überlassen...

Shakespeareslady
06.02.2006, 14:17
kleiner link zur diskussion:

http://onnachrichten.t-online.de/c/69/00/72/6900728.html

netfinder
06.02.2006, 14:40
@Evil: man muss sich im Leben nicht immer für alles rechtfertigen...

noe, muss man nicht; aber sinn eines forums wäre es eigentlich über sachen zu diskutieren und nicht einfach nur die aussage hinzustellen und dann einer diskussion voellig ausweichen zu wollen.
Kann mich dem evil nur anschliessen; wenn du einen Standpunkt hast, sollte es auch keine Probleme darstellen, diesen sinnvoll zu vertreten. Mit einer Rechtfertigung hat das ueberhaupt nichts zu tun!



Über einzelne ORgane würde ich nachdenken, vllt über 1 Herz, oder Nieren, aber ich werde sicher nicht meinen ganzen "Bauchraum" ausnehmen lassen.

wieso wuerde es fuer dich einen Unterschied darstellen, nur ein Organ bzw. -system zu spenden und nicht den ganzen "Bauchraum"?

nettie

P.S.: Mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass du schwerlich mehr als 1 Herz spenden koenntest...

Niki
06.02.2006, 15:49
Es ist echt schwierig, hier auch mal Gegenläufer zu sein. Man sollte echt seine Klappe halten, ich habe nämlich absolut keine Lust auf eine Diskussion, DARÜBER.
Ich hätte einfach meine KLappe halten sollten, DAS war mein Fehler. Warum ist es so schwer zu akzeptieren, dass ich mit dem Gedanken nicht zurecht komme, nach meinem Tod ausgenommen unter der Erde zu liegen. Klar, irfgendwann verwest man eh, aber ich kann mich trotzdem nicht überwinden.

Und JAAA, das ist ein gewaltiger Unterschied!!!! Bedenke nur mal, was vor mir schon jemand geschrieben hat: Jeder Mensch hat wohl ein eigenes VErständnis von Würde, die nicht nur während des Lebens unantastbar ist oder sein sollte. Ich würde sie im Falle einer Beerdigung mit ausgenommenem Bauchraum stark beeinträchtigt sehen und über die Gefühle meiner Angehörigen möchte ich gar nicht nachdenken.
Von daher kann ich nur wie bereits erwähnt dazu auffordern, meinen Beitrag zu vergessen und selber einen Ausweis auszufüllen, wenn man dazu bereit ist, aber bitte nicht mit moralisierenden Worten an andere zu treten, die es nicht können.

netfinder
06.02.2006, 16:04
Es ist echt schwierig, hier auch mal Gegenläufer zu sein. Man sollte echt seine Klappe halten, ich habe nämlich absolut keine Lust auf eine Diskussion, DARÜBER.
Ich hätte einfach meine KLappe halten sollten, DAS war mein Fehler. Warum ist es so schwer zu akzeptieren, dass ich mit dem Gedanken nicht zurecht komme, nach meinem Tod ausgenommen unter der Erde zu liegen. Klar, irfgendwann verwest man eh, aber ich kann mich trotzdem nicht überwinden.

ich glaube, du willst es einfach nicht verstehn, oder?
Gerne darfst du "gegenlaeufer" sein; es ist immer noch deine Sache, ob du fuer oder gegen eine Organspende bist. Dass du keine lust auf eine Diskussion hast, ist schlichtweg schade, aber man wird sich ja wohl noch fragen duerfen, wieso jemand dagegen ist.

Obwohl du nicht darueber diskutieren wolltest, hast du dann im folgenden Satz deinen Standpunkt dargelegt, womit die Sache ja wohl erledigt waere.


Von daher kann ich nur wie bereits erwähnt dazu auffordern, meinen Beitrag zu vergessen und selber einen Ausweis auszufüllen, wenn man dazu bereit ist, aber bitte nicht mit moralisierenden Worten an andere zu treten, die es nicht können.


woher nimmst du die behauptung, ich wuerde mit moralisierenden worten an dich herantreten?
ich hatte dich etwas gefragt, du hast geantwortet, basta; den schlussatz haette es eher weniger gebraucht.