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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vor- und Nachteile bzw. Perspektiven Allgemeinmedizin



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Evil
18.06.2013, 17:36
Als Internist hausätzlich tätig zu sein hat noch so einige weitere Vorteile: du kannst dir eine Reihe von Geräten in die Praxis stellen, die sich zwar durchaus auch der Allg.-Med. hinstellen kann ...
Aber im Zweifelsfalle hast du sie in 6 Jahre Weiterbildung auch schon häufiger und routinierter benutzt als der Allg.-Med. in den 2 Jahren.

Die Palette ist dabei ziemlich groß und erlaubt eine Vielzahl von Untersuchungen selbst zu machen und abzurechnen: Echo, Sono, Endo u.v.a.m.
Die Abrechnungsmöglichkeiten von Allgemeinmedizinern und hausärztlich niedergelassenem Internisten sind identisch, und wie Peter schon schrieb, gehören Endo und Echo nur in mangelversorgten Gebieten nach Sondergenehmigung dazu, d.h. in der Regel nicht.
Abgesehen davon kann aber der Internist nicht ohne Weiteres die psychosomatische Grundversorgung abrechnen, die Qualifikation gehört nämlich nicht zu seiner Weiterbildung und damit muß er sie gesondert erwerben. Beim Allgemeinmediziner gehört das zum Basispaket.

Apropos Basispaket: wer sagt eigentlich, daß man nur die Mindestanforderungen für die Weiterbildung erfüllen muß? Ich habe insgesamt gut 8 Jahre bis zum Facharzt gebraucht, durch mehrjährige Ausflüge in die Anästhesie und Chirurgie, was z.B. beim Notarztfahren sehr nützlich ist.
Jeder Allgemeininternist kann sich nach dem FA noch einige Monate oder länger in einem MVZ oder als Entlastungsassistent anstellen lassen, um die nötigen ambulanten Fähigkeiten zu erwerben, das ist überhaupt kein Problem.



@ bobby: ich lieg mit meiner Praxis vorausichtlich über 4000 netto, geringes unternehmerisches Risiko, habe derzeit maximal 50h/Woche und insgesamt 4 Dienste im Jahr :-))
Wenn Du wesentlich mehr verdienen willst, muß Du auch wesentlich mehr arbeiten, viel Spaß dabei!

CD95
18.06.2013, 20:00
Ich muss Euch danken! Eure Argumente für die Allgemeinmedizin haben mir geholfen mich für die Allgemeinmedizin zu entscheiden und meine letzten Zweifel beseitigt.:)
Heute ist meine erste Bewerbung raus gegangen! Nach einer kurzen schriftlichen Korrespondenz mit dem Chefarzt der Abteilung sehen meine Chancen gut aus:)

Nochmals vielen Dank!

LG

Peter_1
19.06.2013, 12:43
@ bobby: ich lieg mit meiner Praxis vorausichtlich über 4000 netto, geringes unternehmerisches Risiko, habe derzeit maximal 50h/Woche und insgesamt 4 Dienste im Jahr :-))
Wenn Du wesentlich mehr verdienen willst, muß Du auch wesentlich mehr arbeiten, viel Spaß dabei!

Geht mir auch so, wenn ich es auf einen Stundenlohn umlege und die (neumodisch) "Work-Life-Balance" sehe , dann kann ich immer nur mehr als zufrieden sein!

@CD95:

super, viel Spass, such Dir am besten eine gute Verbundweiterbildung (die Baden Württemberger sind da weit vorn, aber mittlerweile auch andere Länder, z.B. auch in Hessen gute Projekte), da hast Du ausser der Möglichkeit zu rotieren häufig auch begleitende Seminare zu hausärztlich relevanten Themen.

rogerM
19.06.2013, 16:02
sehr sehr interessant, solche Themen sollten viel öfter diskutiert werden. Strebe ebenfalls eine Niederlassung an was mich allerdings wirklich beunruhigt ist die Tatsache, dass man doch sozial und fachlich doch irgendwie auf sich gestellt ist. ich sehe das bei einem Kumpel von mir der eine ein-mannrechtsanwaltskanzlei betreibt. Man merkt schon das er mehr oder weniger auf sich gestellt ist, was im hausarztbereich meine größten bedenken wären.

CD95
19.06.2013, 17:06
@CD95:

super, viel Spass, such Dir am besten eine gute Verbundweiterbildung (die Baden Württemberger sind da weit vorn, aber mittlerweile auch andere Länder, z.B. auch in Hessen gute Projekte), da hast Du ausser der Möglichkeit zu rotieren häufig auch begleitende Seminare zu hausärztlich relevanten Themen.

Danke für den Tipp!:)

UweWoellner
19.06.2013, 17:34
Es gibt also augenscheinlich keine Vorteile (weder finanziell noch medizinisch) den Weg des allgemeinen Internisten einzsuchlagen, wenn man Hausarzt werden möchte?

Peter_1
19.06.2013, 18:16
@ uwe: Wenn man wirklich klar eine hausärztliche Niederlassung anstrebt so ist der allgemeininternistische Facharzt meiner Ansicht nach eher von Nachteil, Vorteile medizinisch, oder finanziell sehe ich keine. Der Allgemeininternist ist evtl. eine Option wenn man sich den Weg in eine internistische Spezialisierung doch noch lange offen halten will, oder sehr unentschlossen ist, ob man nicht doch eine klassische Krankenhauskarriere anstrebt. Es ist aber zu beachten, dass in einigen Ländern eine hausärztliche Niederlassung mit dem neuen Allgemeininternisten nicht vorgesehen ist (wobei dies angesichts des Hausärztemangels wahrscheinlich keine gelebte Realität sein wird).

DocEmmetBrown
19.06.2013, 21:14
Bei uns in der Gegend gibt es immer noch ein paar Internisten, die als Allgemeininternisten fachärztlich niedergelassen sind, und entsprechend Endoskopien und Echokardiographien (und weitere fachinternistische Diagnostik) durchführen und abrechnen können. Aufgrund der ländlichen Lage werden Sie aber von Patienten (trotz Facharzt-Zulassung auf dem Papier) quasi wie Hausärzte aufgesucht, obwohl der Arzt sicherlich nur die Facharztpauschale von der KV erhält. Anscheinend lohnt sich dieser Weg für die besagten Internisten aber trotzdem mehr, als sich als Hausarzt niederzulassen und die ganze Diagnostik nicht mehr machen zu dürfen. Ist dieser Weg nur noch für die Internisten nach alter WBO möglich?

Interessieren würde mich noch, wie die niedergelassenen Allgemeinmediziner hier den finanziellen Druck der Selbstständigkeit empfinden. Bei den (durchaus erfolgreichen) Selbständigen (in anderen Branchen) die ich kenne, wiegt das besonders in Zeiten mit nicht so guter Auftragslage immer sehr stark. Gerade ein Gehalt von "4000€ netto" ist als Angestellter ja sicherlich sehr viel, als Selbständiger hat man ja aber eigentlich viel größere Risiken. (theoretisch müsste man zur Bestimmung der Rentabilität einer Praxis ja wohl noch pro Praxisinhaber ein Oberarztgehalt abziehen, wie mir ein befreundeter Betriebswirt letztens einmal erklärte)

Evil
20.06.2013, 05:02
Ist dieser Weg nur noch für die Internisten nach alter WBO möglich?
Das hat mit der WBO nix zu tun sondern mit der KV-Zulassung. Wenn die schon länger niedergelassen sind und die Ermächtigung mal irgendwann erhalten haben, genießen sie Bestandsschutz und bekommen die normalerweise nicht mehr entzogen. Neu Niedergelassene bekommen diese Ausnahmegenehmigung aber nur in unterversorgten Gebieten nach Antragstellung bei der KV, das kannst Du aber auch als Allgemeinmediziner beantragen, wenn Du die geforderten Untersuchungszahlen nachweisen kannst.


Interessieren würde mich noch, wie die niedergelassenen Allgemeinmediziner hier den finanziellen Druck der Selbstständigkeit empfinden.
Nicht so stark. Im Unterschied zu anderen mittelständischen Betrieben habe ich eine gleichmäßige Auslastung ohne allzu starke Schwankungen, so daß man ganz gut kalkulieren kann. Die Personalkosten liegen bei 2,5 MFA-Stellen und einer 400-€-Reinigungskraft auch nicht so hoch.
Kredite kannst Du bei Praxisübername über die öffentliche Hand bekommen, meiner ist mit einer Laufzeit von 10 Jahren bei unter 2%-Verzinsung, das liegt unter der Inflationsrate.

Peter_1
20.06.2013, 06:19
Anscheinend lohnt sich dieser Weg für die besagten Internisten aber trotzdem mehr, als sich als Hausarzt niederzulassen und die ganze Diagnostik nicht mehr machen zu dürfen. Ist dieser Weg nur noch für die Internisten nach alter WBO möglich?

In Hessen war es so, dass die Internisten sich entscheiden mussten ob sie künftig fachärztlich oder hausärztlich niedergelassen sein wollen, es gab also einen Zwang sich zu entscheiden (die Abrechnungsmodalität hat also nicht zwingend was mit dem Erlös zu tun, sondern damit für welchen Sitz man sich entschieden hat). Dann gibt es noch die Ausnahmen in besagten mangelversorgten Gebieten. Insgesamt gibt es als neu niedergelassener hausärztlicher Internist eigentlich keine realistische Chance besagte Untersuchungen abzurechnen. Es gibt natürlich Mauscheleien in Gemeinschaftspraxen wo fachärztlich und hausärztlich internistische Sitze parallel vorhanden sind, da wird häufiger mal der hausärztliche Sitz als fachärztlich internistischer Sitz (schwieriger zu bekommen) "missbraucht" und manchmal auch irgendwann in einen fachärztlichen internistischen umgewandelt.

Bezüglich Risiko: als Hausarzt überschaubar, die Patientenzahlen schwanken kaum, es gibt ja eher einen Hausarztmangel, Kreditfinanzierung momentan so günstig wie noch nie, die Preise für Hausarztsitze sind auch im Fallen begriffen. Ich denke der selbstständige Malermeister von nebenan hat mehr Sorgen...

~Cassiopeia~
25.06.2013, 12:33
Hallo,

ich klinke mich mit meiner Frage mal hier ein und hoffe, dass das ok ist! Wollte kein extra topic aufmachen, wo hier zum Thema Allgemeinmedizin schon so aktiv diskutiert wird :-)

Also, bei mir geht es gerade um die Frage zur Weiterbildungsförderung Allgemeinmedizin. Ich fange in der Inneren einer Rehaklinik an, und nachdem ich mit meinem Chef über meine Weiterbildungspläne in Richtung Allgemeinmedizin gesprochen habe, hatte dieser die Idee, Fördermittel bei der Dt. Krankenhausgesellschaft für den stationären Teil der Weiterbildung Allgemeinmedizin zu beantragen (Förderprogramm Allgemeinmedizin).
Was mir noch nicht ganz klar ist - sollte ich mich in 4 Jahren doch GEGEN den FA Allgemeinmedizin entscheiden, muss ich dann etwas davon zurückzahlen? Inwiefern VERPFLICHTE ich mich damit, FA für Allg.medizin zu werden?

Zum Finanziellen - auf der Webseite www.dkgev.de steht, dass für Assistenten in der Weiterbildung im stat. Teil 1020 € (Innere) bzw. 1750 € (alle anderen Fächer) gezahlt werden.

Frage: Zu welchen Teilen muss oder sollte diese Summe vom Arbeitgeber (Klinik) an den Assistenten, also mich, weitergegeben werden? Oder streicht diesen Betrag komplett die Klinik ein? Für den ambulanten Bereich ist das ja klar geregelt (die ganze Summe soll an den Weiterbildungsassi weitergegeben werden), aber wie läuft das stationär normalerweise? Was kann, sollte oder darf ich davon für mich fordern?

(Der Hintergrund ist, dass mir für die ersten 18 Monate Innere eine nachträgliche Hochstufung in eine höhere Tarifstufe angeboten wurde, sollte das mit der Allg.med-Förderung klappen - was ca. 200 € brutto monatlich betragen würde. Ich kann mich angesichts der dann für mich gezahlten Summe aber irgendwie nicht gegen den Verdacht wehren, dass die Klinik dann immer noch ein sehr gutes Geschäft mit mir macht...)

Wäre für Tipps und Erfahrungswerte echt dankbar, insbesondere von Leuten die diesen Weg bereits gegangen sind und solch eine Förderung beantragt haben!

Vielen Dank und viele Grüße,
~Cassiopeia~

Evil
25.06.2013, 13:28
Was mir noch nicht ganz klar ist - sollte ich mich in 4 Jahren doch GEGEN den FA Allgemeinmedizin entscheiden, muss ich dann etwas davon zurückzahlen? Inwiefern VERPFLICHTE ich mich damit, FA für Allg.medizin zu werden?
Das sollte im Vertrag drinstehen oder irgendwo anders schriftlich fixiert sein.

Was das Finanzielle anbelangt: auch da würde ich nach einer Vertragsklausel schauen, und wenn der Vertrag das nicht erwähnt, wieviel an Dich weitergegeben wird, ist das wohl Verhandlungssache.

CD95
28.06.2013, 11:20
Ich hoffe ich darf mich hier mal an ein paar Experten wenden:)


Meine zukünftige Klinik hat die Ermächtigung für 3 Jahre Allgemeinmedizin- 2 Jahre Innere und 1 Jahr Neuro.

Bei Neuro war ich jetzt etwas überrascht, weil ich nirgendwo in der WBO 2012 für Allgemeinmedizin gefunden habe, dass man sich Neuro anrechnen lassen kann. Ist das möglich?

Welche Fächer lassen sich anrechnen?

Mir wurde auch geraten in den örtlichen Verbund zu gehen, weil dann ein schneller Übergang wohnortsnah zwischen Klinik und Praxis möglich sei.


Vorab vielen Dank an die Insider und Experten!


LG

CD95

Strodti
28.06.2013, 11:45
Welche Landesärztekammer? In Niedersachsen kann man Neuro anrechnen lassen

Weiterbildungszeit:
60 Monate bei einem Weiterbildungsermächtigten an einer
Weiterbildungsstätte gemäß § 6 Abs. 1 Satz 1,
davon
- 36 Monate in der stationären Basisweiterbildung
im Gebiet Innere Medizin, davon können bis zu
- 18 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung (auch 3-Monats-Abschnitte)
auch im ambulanten Bereich angerechnet werden,
- 24 Monate Weiterbildung in der ambulanten hausärztlichen Versorgung, davon können bis zu
- 6 Monate in Chirurgie (auch 3-Mo
nats-Abschnitte) angerechnet werden
80 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß § 5 Abs. 9 in Psychosomatischer Grundversorgung

https://www.aekn.de/assets/downloadcenter/files/Arzt-und-Recht/Weiterbildung/WBO01022013.pdf

Harvey
28.06.2013, 11:46
Die Klinik hat mit zwei Jahren Innere und einem Jahr Neurologie die Möglichkeit, dir den nichtambulanten Teil der Ausbildung zur Allgemeinmedizin ausreichend zu geben. Es ist in jedem Bundesland unterschiedlich, aber in den meisten Fällen so, 1,5 Jahre Innere sind Pflicht und dann nochmal 1,5 Jahre werden in der direkten Patientenversorgung anerkannt - darunter fällt auch Neurologie. In manchen Bundesländern braucht man diese 1,5 Jahre nichtmal mehr im Krankenhaus machen. Würde ich aber empfehlen. Habe ebenfalls ein Jahr Neurologie gemacht - sehr sehr sinnvoll, da viele Symptome und Notfälle in Krankenhäusern und Ambulant eine neurologische Komponente haben und nicht immer so leicht ein Neurologe vorhanden ist, zudem lernt man in der Neurologie viel über Rückenschmerz und eben richtig untersuchen.

Anrechnen lassen sich natürlich auch andere Fächer - die die mit Patientenversorgung direkt zu tun haben, lieber bei deiner zuständigen Ärztekammer einfach mal nachfragen.

Verbundweiterbildung hat ggf. den Vorteil, dass du dann im ambulanten Bereich dein Geld nach Tarif bekommst - kommt aber alles auch Bundesland und Weiterbildungsverbund an...

CD95
28.06.2013, 12:12
Danke für die schnellen Antworten! NRW- Ärztekammer Nordrhein.

Das Gleiche was Strodti über Niedersachsen zur Weiterbildungszeit kopiert hat, steht auch identisch so bei der Ärztekammer Nordrhein.

LG

CD95

Kyutrexx
28.06.2013, 14:05
4200 netto? Und dafür soll ich einen kleinen mittelständischen Betrieb führen mit mehreren Angestellten und auch noch medizinische Verantwortung tragen? Kein Interesse.

@ Peter: Die Dige, die ich als Nachteile angeführt habe, treffen alle zu. Natürlich ist es immer eine Frage der Sichtweise, trotzdem sind sie nicht von der Hand zu weisen. Woher diese Infos stammen? Aus erster Hand. Ich habe mit > 5 niedergelassenen Hausärzten gesprochen, meine Liste trifft es ganz gut. Die Vorteile hast du ja zum großen teil schon schön aufgezählt.... :-)
LOOOOOL

Was hast du für Vorstellungen?

4200 Euro netto sind zu wenig?


Mannomann, man merkt Leuten die noch nie gearbeitet haben echt an, dass sie keine Ahnung davon haben, wie es in der richtigen freien Wirtschaft ist, also in allen anderen Berufen, die kein Monopol für sich beanspruchen und wo man keine Arbeitsplatzgarantie hat.

Überdenk mal deine Einstellung zum Geld verdienen, denn offenbar hast du noch nie für welches selbst gearbeitet, also außerhalb von vielleicht ein paar Hiwi-Tätigkeiten an der Uni.

DrSkywalker
29.06.2013, 10:55
LOOOOOL

Was hast du für Vorstellungen?

4200 Euro netto sind zu wenig?


Mannomann, man merkt Leuten die noch nie gearbeitet haben echt an, dass sie keine Ahnung davon haben, wie es in der richtigen freien Wirtschaft ist, also in allen anderen Berufen, die kein Monopol für sich beanspruchen und wo man keine Arbeitsplatzgarantie hat.

Überdenk mal deine Einstellung zum Geld verdienen, denn offenbar hast du noch nie für welches selbst gearbeitet, also außerhalb von vielleicht ein paar Hiwi-Tätigkeiten an der Uni.

Jeder lebt eben in seiner eigenen Welt, das ist ok. Ich lebe in einer welt, in der ich als Assistenzarzt im 2. Jahr (mit viel Arbeit, zugegeben) nicht ganz an die 4200 netto rankomme, aber es fehlt nicht mehr ewig viel, zumindest deutlich unter 1000 /monat. Als Facharzt werde ich relativ wahrscheinlich mehr als 4200 netto verdienen (St.Kl.1).

Du lebst eben scheinbar in einer Welt in der man 4200 netto nicht so ohne weiteres verdient, das ist auch ok. Dein LOL jedenfalls zeugt von ausgeprägter Ungläubigkeit, daher lass dir gesagt sein: Es ist realistisch.

Und erzähl mir nichts von freier Wirtschaft, ich war da und weiß, was man verdienen kann...wenn man kann ;-)

Hepar
30.06.2013, 11:57
Mich würde interessieren, ob ihr für die Weiterbildung eher eine Einzelpraxis oder eine Gemeinschaftspraxis empfehlen würdet! Wo seht ihr Vor- und Nachteile? Oder würdet ihr primär schauen, ob es euch in der Praxis gefällt?

Wie habt ihr das mit der Bewerbung gemacht? Einfach angefragt, ob eine Stelle frei ist und ob ihr Bewerbungsunterlagen zuschicken könnt? Ist eine Bewerbung per Mail eurer Erfahrung nach für viele Praxen ok? Ich würde mir schon gerne mehrere Praxen anschauen und habe keine Lust, 6-8 Bewerbungsmappen loszuschicken..

Reicht zum Bewerbungsgespräch in der Praxis für eine Frau ein Blazer + einer vernünftige Jeans? Oder muss es in der Praxis auch unbedingt ein Hosenanzug/was feineres sein?

WackenDoc
30.06.2013, 12:21
Ich würde eine Gemeinschaftspraxis bevorzugen. Da kann man einfach wegen dem größeren Spektrum mehr lernen. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit, dass es keinen Praxisurlaub gibt (und du an diese Zeit gebunden bist), sondern die Kollegen zu unterschiedliche Zeiten in Urlaub gehen.
Es ist auch einfacher einen Kollegen zu finden, der Zeit hat, wenn du mal eine Frage hast.

Was du anziehen sollst, hängt von der Praxis ab. Wenn das nicht gerade der Etepetete-Laden ist, sollte Blazer und ordentlich Jeans reichen.

Ich hatte damals angerufen gehabt, ob die Weiterbildungsassistenten suchen. Evtl. reicht es sogar, wenn du deine Unterlagen beim Bewerbungsgespräch mitbringst. Das kannst du mit denen aber auch absprechen.
Insgesamt ist das meist weniger förmlich als die Bewerbung in einer Klinik und viele Praxen sind froh, dass sie überhaupt jemanden finden.