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epeline
09.08.2013, 18:58
Eine solche ständige Baustelle taugt jedenfalls in keinster Weise zum wissenschaftlichen Arbeiten.

brrr....das ist so "einzigster"....

davo
09.08.2013, 19:00
Selbst in deinen heiligen Lehrbüchern gibt es Fehler. Wahrscheinlich durchforstest du am Tag pubmed, um Abends nochmal schnell bei den Fachleuten eines Themas anzurufen und zu fragen wie es denn jetzt wirklich ist.
Es geht weder im Studium noch im Leben darum alles zu wissen, sondern sein Hirn zu benutzen, damit kommt man schon sehr häufig auf die richtige Lösung (und ja Wikipedia kann da auch helfen).

Auch ich würde nicht auf Wikipedia vertrauen. Fehler passieren natürlich jedem, aber die Wahrscheinlichkeit eines Fehlers ist viel geringer wenn etwas von einem Fachmann / einer Fachfrau geschrieben wurde, professionell begutachtet und lektoriert wurde, usw., als wenn es sich um ein Mischmasch der Beiträge etlicher Autoren handelt von denen viele sicher fachlich nur mäßig qualifiziert sind. Ich habe in meinem "bisherigen Bereich" auch manchmal Wikipedia benutzt, und obwohl es stimmt dass man sich dort manchmal gut einen ersten Überblick verschaffen kann ist vor allem die didaktische Aufbereitung oft viel, viel schlechter als in einem guten Lehrbuch. Gerade bei naturwissenschaftlichen Themen gibt es oft nur kaum aufbereitetes Formelwerk. Teilweise wird sehr viel Platz für unsinnige Details ver(sch)wendet während auf die Kernbereiche nur unzureichend eingegangen wird. Oft wird eine von vielen möglichen Definitionen als die Wahrheit verkauft. SEHR oft sind keine Quellen für Behauptungen und Daten angegeben weshalb man keine Möglichkeit hat die Information weiter zu prüfen. Oft werden absurde Minderheitenmeinungen als gleich glaubwürdig wie die etablierte Ansicht dargestellt. Vor allem bei objektiv schwerer fassbaren Themen ist einfach viel Ideologie und Falschinformation vorhanden. Ebenfalls häufig findet man PR-Texte, die sicherlich zumindest zum Teil vom Hersteller initiiert und/oder editiert wurden.

Ja, ich benutze Wikipedia fast jeden Tag. Aber wenn ich solide Information brauche auf die ich mich verlassen kann und muss, dann ist Wikipedia bestenfalls ein erster Schritt. Da gebe ich Kyutrexx schon Recht.

Miss_H
09.08.2013, 19:56
Bei Wikipedia kann man aber zum Beispiel deutlich neue Fakten finden als in einem Lehrbuch. Gerade die deutschen Lehrbücher sind immer veraltet.
Außerdem gibt es auch Professoren, die sich die Mühe machen und Wikipedia-Artikel erstellen.
Als Quellenangabe taugt es schon für Präsentationen in der Uni nicht. Man kann die Quellenangabe zum Beispiel nutzen um sich weiter zu informieren.

abcd
09.08.2013, 20:06
Ich habe einen Teil der DGN-Leitlinien als pdf auf dem Kindle gelesen. War schon ziemlich anstrengend wegen der Größe. Ich finde es auch ziemlich unübersichtlich, der Überblick geht da verloren. Was ich auch vermissen würde am bücherlosen Lernen, dass man manchmal Dinge in zwei Büchern nebeneinander sehen möchte. ZB. Anatomieatlas und ein Lehrbuchtext oder Bilder aus einem Radiologiebuch. Das geht dann nicht so eben mal.

par
09.08.2013, 20:12
Und ja ... wenn mir was unklar ist, schreibe ich meine Dozenten, Professoren oder auch mal die Autoren eines Papers an und frage nach.Darf ich fragen, wie oft du das machst?
Wenn ich das lese, dann erschliessen sich mir eigentlich zwei Optionen: entweder du bist so gut in einem Fachgebiet (so gut ist man selten auf sehr vielen Fachgebieten), dass du über den ausreichenden Überblick und die nötige Tiefe im Verständnis verfügst, eine mit Primärliteratur nicht zu beantwortende, spezielle Frage formulieren zu können; oder du möchtest gerne als interessiert und wissenschaftlich wirken und schreibst arbeitslose gelangweilte Autoren an, um dich zu profilieren, nachdem du deine Frage mit einem Lehrbuch + einem paper nicht beantworten kannst.
Im ersten Fall müsste eine derart ausgeprägte intrinsische Motivation, etwas zu Verstehen eigentlich die "Anschreiberate" senken, weil man automatisch SEHR viel mehr liesst und sich umfassend informiert und so meist doch viele Antworten findet.
Ausserdem ist es etwas anderes Dozenten, Autoren bei Gelegenheit auf etwas anzusprechen, als diese Anzuschreiben; hier finde ich die Grundeinstellung eigentlich gut! Aber ich hoffe, diese Fragen sind wirklich gut recherchiert; dann können sich vllt. sogar Zusammenarbeiten entwickeln...
Zum letzten Fall (und das will ich gar nicht unterstellen; überlege für dich selbst, wieviel % davon stimmt :-) ): es ist sicher erstrebenswert, ein "wissenschaftlicher" Typ sein zu wollen, aber dabei macht doch eigentlich gerade Spass, sich Erkenntnisgewinn zu erarbeiten.

vllt. ist dieser Eindruck ein Grund, warum einige deiner posts arrogant rüberkommen..
sry, wenn ich zu weit abgeschweift bin :-blush - wollte das nur (auch lieb gemeint) loswerden; vllt. bringt dir das ja was

epeline
09.08.2013, 20:37
und hoffentlich sind diese fragen nicht genauso leicht zu ergoogeln, wie die, die er im forum stellt... :-nix

Coxy-Baby
09.08.2013, 20:39
Ja, wer solche "fragen" (http://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?t=83439) stellt sollte sich vielleicht nicht zu sehr brüsten mit dicken Lehrbüchern, papers und Dozentenverkehr (email,post etc)

Edit: epeline war mal wieder schneller :-D

Kyutrexx
09.08.2013, 20:55
Darf ich fragen, wie oft du das machst?

Einmal im Monat?
Keine Ahnung.

Im dritten und vierten Semester war es vermutlich eher zwei bis dreimal die Woche.

Hat eigentlich wenig damit zu tun, dass ich irgendwo Experte bin. Wenn mir irgendwo ne Detailfrage - sei sie auch noch so unwichtig - offen ist, will ich sie möglichst beantwortet haben.


Bisher iss meine Erfahrung, dass man kein Experte sein muss, um die Antworten zu verstehen.
Da ich mich dann ja irgendwo mit einer Frage im Detail befasst hab, iss mir das Problem ja dann auch durchaus bewusst.

Geht auch gar nich darum, das alles IM KOPF zu behalten. Das kann man gar nicht.

Aber ich weiß dann wo es steht (alle Antworten werden schön fein säuberlich aufbewahrt bzw. in speziellen Backups angelegt), wenn das Problem mal wieder auftaucht oder ich mir was ansehe, das damit zu tun hat.


@Coxxy:
Jo ... Basics. Da hapert es hier und da. Vor allem bei den Sachen, die mich dann nich wirklich interessieren.

Dazu zählt solcher Kram wie ... alles was mit Tieren zu tun hat.
Hab mich damit nie weiter befasst und mache es auch nur, weil der Prüfer auf diesen Blödsinn abfährt.

So what?

Du darfst mir aber auch gerne erläutern, inwieweit der Anspruch, sich in der Breite - mit vielen Themen - dann stellenweise in die Tiefe gehend, aus wissenschaftlicher Neugier oder purem Interesse, dadurch an Validität einbüßt, dass an anderer Stelle, die in keinem inhaltlichen Zusammenhang mit dem Thema steht, Basiswissen fehlt?

par
09.08.2013, 21:00
Einmal im Monat? Keine Ahnung. Im dritten und vierten Semester war es vermutlich eher zwei bis dreimal die Woche. Hat eigentlich wenig damit zu tun, dass ich irgendwo Experte bin. Wenn mir irgendwo ne Detailfrage - sei sie auch noch so unwichtig - offen ist, will ich sie möglichst beantwortet haben.hmm ... bei der Frequenz denke ich, gibt es bestimmt Fragen darunter, die man auch selbst beantworten kann: das ist auch eine gute Übung :-)


Bisher iss meine Erfahrung, dass man kein Experte sein muss, um die Antworten zu verstehen.Man muss ein "Experte" sein, um Gute zu stellen.

Coxy-Baby
09.08.2013, 21:02
Weil man eher aufgrund des Nichtwissens von Basiswissen durchfällt.

Kyutrexx
09.08.2013, 21:16
Weil man eher aufgrund des Nichtwissens von Basiswissen durchfällt.
Und?
Fall ich halt durch n Testat, ne Klausur oder sonstwas.
Das ist mir relativ egal. Wir haben genügend Nachschreibetermine.

Lediglich das Physikum will ich nich mehr als einmal schreiben.


Hat eigentlich wenig damit zu tun, dass ich irgendwo Experte bin. Wenn mir irgendwo ne Detailfrage - sei sie auch noch so unwichtig - offen ist, will ich sie möglichst beantwortet haben.hmm ... bei der Frequenz denke ich, gibt es bestimmt Fragen darunter, die man auch selbst beantworten kann: das ist auch eine gute Übung :-)

Man muss ein "Experte" sein, um Gute zu stellen.
Ach Quark.

Oder anders gesagt: wenn ich heute, n Jahr oder so später so manche Mail nochmal ansehe, dann versteh ich das Problem von damals evtl. tatsächlich nicht mehr sofort.

Oft isses aber so: ich sitz in der Vorlesung und mir poppt ne Frage dazu auf.
Wird aufgeschrieben, zu Hause nachgeschlagen und wenn ich dann nix finde, E-Mail abgetippt und weg damit und abwarten.

Von daher: nein, Experte muss man nicht sein.

Man muss sicherlich n bisschen kreativ sein und sehr neugierig.

Ich denke die Neugierde ist da der wichtigste Aspekt.

Miyu
09.08.2013, 21:19
Ich hab in der gesamten Vorklinik nicht ein Paper angefasst. Hm.... :grins:

davo
09.08.2013, 21:20
Fall ich halt durch n Testat, ne Klausur oder sonstwas.
Das ist mir relativ egal. Wir haben genügend Nachschreibetermine.

Lediglich das Physikum will ich nich mehr als einmal schreiben.

Dann muss man aber fürs Physikum vieles zum ersten Mal richtig lernen. Ob das effizient ist?


Oft isses aber so: ich sitz in der Vorlesung und mir poppt ne Frage dazu auf.
Wird aufgeschrieben, zu Hause nachgeschlagen und wenn ich dann nix finde, E-Mail abgetippt und weg damit und abwarten.

Von daher: nein, Experte muss man nicht sein.

Ich glaube was sie meinen ist: man muss Experte sein um eine Frage stellen zu können deren Antwort sich einem nicht durch ein kurzes Lehrbuchstudium / Herumgooglen erschließen lassen sollte.

Coxy-Baby
09.08.2013, 21:21
Ich hab in der gesamten Vorklinik nicht ein Paper angefasst. Hm.... :grins:

Nichtmal KloPaper? Darf ich dann bitte deinen Arztschein einkassieren?

Miyu
09.08.2013, 21:23
Nichtmal KloPaper? Darf ich dann bitte deinen Arztschein einkassieren?

Meinen schoenen, blauen, sehr wertig aussehenden Arzt-Schuelerausweis? Niemals!

par
09.08.2013, 21:24
Oft isses aber so: ich sitz in der Vorlesung und mir poppt ne Frage dazu auf.
Wird aufgeschrieben, zu Hause nachgeschlagen und wenn ich dann nix finde, E-Mail abgetippt und weg damit und abwarten. Von daher: nein, Experte muss man nicht sein. Man muss sicherlich n bisschen kreativ sein und
sehr neugierig. Ich denke die Neugierde ist da der wichtigste Aspekt.Dann hoffe ich, dass diese Neugierde dich eines Tages weiter trägt als bis zur outbox!

Kyutrexx
09.08.2013, 21:39
Dann hoffe ich, dass diese Neugierde dich eines Tages weiter trägt als bis zur outbox!
Braucht es nicht.

Ich strebe Niederlassung an.
An Karriere in Forschung oder Klinik hab ich nich das geringste Interesse.

medizininteressiert
10.08.2013, 21:31
antworten die Angeschriebenen dann gerne da darauf?

epeline
10.08.2013, 23:56
Edit: epeline war mal wieder schneller :-D

harr harr....
naja, dafür hast du den examensfred gegründet.... ich bin auch ein klein wenig neidisch :-D

abcd
11.08.2013, 07:17
Die Diskussion geht hier aber ganz schön vom Thema weg.