Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zahlung



Seiten : 1 [2] 3

Evil
14.08.2013, 16:34
Es liegt an uns wie wir die Kollegen aktiv und positiv integrieren.
Nicht nur, da müssen sich schon beide Seiten bemühen. Du hast recht, daß Hilfe (z.B. Kurse) angeboten werden sollte, der Immigrant muß aber auch Eigeninitiative zeigen.
Zumindest habe ich das so gemacht, als ich einige Monate in Irland war, und habe keinen roten Teppich erwartet.


Wir, aus Bulgarien, Griechenladn und Rumänien sind nicht ein Problem für Deutschalnd, sondern eine Lösung, weil wir fleißig und gebildet sind. Ihr größtes Problem sind die Muslem und die Zigeuner, aber leider verstehen Sie das noch nicht.
Bullshit, mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Wenn Du solche Weisheiten hier verbreiten willst, dann bleib lieber da, wo Du herkommst
:-meinung

Pupskopf
14.08.2013, 20:37
Wir, aus Bulgarien, Griechenladn und Rumänien sind nicht ein Problem für Deutschalnd, sondern eine Lösung, weil wir fleißig und gebildet sind. Ihr größtes Problem sind die Muslem und die Zigeuner, aber leider verstehen Sie das noch nicht.

Noch ganz frisch im Kopf? Reicht scheinbar nicht aus dass es schon genug rassistische spinner in deutschland gibt, jetzt müssen sogar die importiert werden...
Was aber an dem post ganz interessant ist, ist dass sich rassismus immer weiter in einen kulturrassismus wandelt. Mit dem "Ausländer" meinen viele heute "den Moslem". Eigentlich hab' ich keine lust über so einen scheiss zu diskutieren, da krieg ich nur kopfschmerzen.

SamoCSKA
15.08.2013, 09:00
Nein, nein, Sie haben mir falsch verstanden, ich wollte nicht jemandes Gefühle oder Ehre durch meine Wörter verletzen oder beleidigen, sogar meine Frau ist Muslem, ich habe nichts dagegen. Ich habe ganz anderes gemeint. Aber ich etschuldige mich für das Missverständnis mit meiner äusserung. Danke für die Antworte und viel Erfolg zu allen.

Coxy-Baby
15.08.2013, 10:21
Dann klär uns doch auf wie es gemeint war, denn beim Lesen des Beitrages blieb da wenig Interpretationsspielraum...

Lisa111
15.08.2013, 11:32
So viel zum Thema Sprachbeherrschung und Missverständinisse.

Ich freue mich über jeden neuen Kollegen, egal wer er ist und woher er kommt. Ich selbst wurde als blutige Anfängerin vor kurzer Zeit wirklich nett aufgenommen und super eingearbeitet.

Aber ich habe kein Verständins dafür wenn ein Kollege (3 Jahre Berufserfahrung in Rumänien in der Kardiologie, seit November 2012 in unserer Abteilung tätig) Patienten nicht über eine TEE aufklären kann.
Nur mal so ein Besipiel: Patienten dachten besorgt nach seiner Aufklärung, dass der Ultraschallkopf über einen Herzkatheter ins Herz eingeführt wird.
Ich habe besagten Kollegen mehrmals angeboten, bei meinen Aufklärungen mit zu hören, ihn bei seinen Aufklärungen im Hintergrund zu begleiten etc. Leider kein Interesse von ihm.
Ein Altassi ist jetzt sogar abgestellt, seine Briefe sozu korrigieren, dass der OA überhaupt ne Vorstellung hat, worum es geht.

Dem Chef ist das alles egal....und warum? Tja besagter Kollege meckert nicht, macht und tut und schreibt seine Überstunden nicht auf.

herrdoktor0815
15.08.2013, 12:31
Natürlich gibt es Probleme mit den ausländischen Kollegen ! Dies beruht aber in der Regel auf mangelnde Beherrschung der deutschen Sprache. Es gibt in der BRD aber auch positive Beispiele und gute Alternativen ! Das VIA-Institut in Nürnberg bietet einen 10 monatigen Integrationskurs mir 6 Monate Deutschkurs und 4 Monate Praktikum in einer Klinik. Oder die Carl-Duisberg-Gesellschaft bietet einen Integrationskurs über 12 Monate mit 9 Monate Deutschkurs und 3 Monate Praktikum in einer Klinik. Beide Institutionen helfen zudem bei den bürokratischen Hürden. Die Carl-Duisberg-Gesellschaft bietet diese Dienstleistung auch allen Kliniken in der BRD an. Das Verbundklinikum Ansbach hat einen Deutschlehrer angestellt für die ausländischen Ärzte mit wöchentlichen Gruppen- und Einzelunterricht. Es geht auch anders ! Die deutschen Kollegen in Dänemark und Schweden bekommen zur Integration übrigens einen mehrmonatigen Sprachkurs vor Aufnahme der Arbeit. Natürlich kostet das 10 000 Euro. Wenn man diese Geld sparen will, bekommt man natürlich schlechte Ergebnisse.

Feuerblick
15.08.2013, 12:54
Wenn Kliniken Leute anwerben, bieten sie diese Kurse durchaus an. Wenn sich ausländische Kollegen auf Eigeninitiative bewerben, dann ist auch in dieser Hinsicht etwas Eigeninitiative gefragt, finde ich :-nix

Brutus
15.08.2013, 13:06
So viel zum Thema Sprachbeherrschung und Missverständinisse.
:-top
Genau das dachte ich auch gerade!


Ein Altassi ist jetzt sogar abgestellt, seine Briefe sozu korrigieren, dass der OA überhaupt ne Vorstellung hat, worum es geht.
So steigert man natürlich die Arbeitsmoral der Altassistenten! Ich würde mich bedanken, zusätzlich zu meiner Arbeit und den Briefen, noch seine Briefe neu zu schreiben... Naja, wenn der Chef es sich leisten kann, die alten Assistenten auch noch zu verlieren... :-nix
Davon ab: schafft er denn die zusätzliche Arbeit innerhalb seiner Arbeitszeit? Weil deswegen Überstunden machen.... ich würd es nicht tun... :-nix


Dem Chef ist das alles egal....und warum? Tja besagter Kollege meckert nicht, macht und tut und schreibt seine Überstunden nicht auf.
Naja, das ist aber etwas kurzsichtig gedacht! Denn wenn immer mehr Leute gehen, weil man eben nicht die Arbeit der "Anderen" auch noch mitmachen will und soll, dann muss Chef eben irgendwann selbst diese Arbeit machen... Und merke: Wenn niemand mehr der deutschen Sprache mächtig ist, dann gibt es auch keine Briefe mehr. Und irgendwann werden dann auch die Einweisungen der Niedergelassenen ausbleiben, die merken nämlich auch irgendwann, dass da irgendwas nicht mehr läuft...


Natürlich gibt es Probleme mit den ausländischen Kollegen ! Dies beruht aber in der Regel auf mangelnde Beherrschung der deutschen Sprache. Es gibt in der BRD aber auch positive Beispiele und gute Alternativen ! [...]
Natürlich kostet das 10 000 Euro. Wenn man diese Geld sparen will, bekommt man natürlich schlechte Ergebnisse.
Ja, aber da haben wir ja die Kacke am dampfen, nech? Wer soll denn die 10000 Euronen zahlen? Der Arzt? Die Klinik? Und dann soll der zukünftige MA auch noch 6-10 Monate nicht einsetzbar sein? Weil er in die Sprachschule geht? :-))
Neeeee, der wird ja in der Klinik gebraucht! Da ist er zwar auch nicht zu gebrauchen, weil er einfach nicht versteht, was die Ärzte, Schwestern oder (Achtung!): Patienten von ihm wollen und umgekehrt... Aber zumindest kann er ja Arbeiten. So sachen, wo man nicht reden muss! Haken halten, Blutentnahmen, Diagnostik, etc.... Wird dann zwar wieder schwierig, wenn man mit den erhobenen Daten nix anfangen kann, aber egal, wir haben doch noch andere Mitarbeiter, die die Arbeit dann einfach noch mal machen! :-wand

Soviel zu den tollen MA, die man (Achtung Ironie) "auf dem Polenstrich auf der A2 bei Kamen" abschleppen kann! (Filmfreunde wissen, was ich meine! :-)))
Ich habe überhaupt nichts gegen ausländische Ärzte, die hier studiert haben, mit denen man sich auf DEUTSCH problemlos unterhalten kann, und die die deutschen Verhältnisse (v.a. Medikamente, Instrumente, etc...) kennen!
Nur, wenn jemand das Medikament in kyrillischen Buchstaben anordnet, und diese Medis in Deutschland weder zugelassen, noch erhältlich sind, die Alternativen aber eben auch nicht bekannt, dann ist das Schei$$e!

Und als kleines Beispiel: ein Kollege und guter Freund hat seine Stelle damals gekündigt, weil er meinte, es sei nicht mehr zu verantworten, dass die Intensivvisite morgens auf RUSSISCH abgehalten wurde. Als Diensthabender muss er sich hinterher erst mal durch sämtliche Akten kämpfen, um auf den aktuellen Stand zu kommen! Und DAS geht wirklich nicht!
:-meinung

herrdoktor0815
15.08.2013, 13:19
Es gibt keine Alternative dazu ! Die Klinik zahlt die Integration ! Es gibt 2 Gründe als Arzt in die BRD zu kommen. Familiäre Gründe ( Ehe mit einem Deutschen ) oder wirtschaftliche Gründe. Im ersten Fall übernimmt die Familie in der Regel die Kosten der Integration. Im zweiten Fall kann der Kollege z.B. aus Rumänien usw die Kosten nicht tragen. In Rumänien kann man von dem Gehalt eines Arztes nicht leben und ist auf die "Geschenke" der Patienten angewiesen. Wenn das in fortschrittlichen Ländern wie Skandinavien möglich ist, geht das bei uns erst recht. Wir haben halt "noch" keine Willkommenskultur.

Feuerblick
15.08.2013, 13:26
Nochmal: Wer sich aus eigenem Antrieb hier bewirbt, der bekommt natürlich nichts geschenkt. Er wurde ja nicht gesucht, er wurde nur eingestellt, weil der sich beworben hat. Wenn Kliniken AKTIV rekrutieren, bieten sie auch entsprechende Kurse an.
Wenn ich aus eigenem Antrieb in ein fremdes Land gehe, muss ich auch sehen, wie ich die Sprache lerne. Wenn ich rekrutiert werde, bekomme ich die Kurse bezahlt... Das hat nichts, aber auch gar nichts mit dem Unwort "Willkommenskultur" zu tun. Wer nicht einlädt, muss auch nicht zwingend Kuchen für die Gäste bereithalten, oder? :-nix

MissGarfield83
15.08.2013, 13:28
@herrdoktor : Ich bin durchaus der Meinung, dass man einem ausländischen Arzt, der hier arbeiten möchte durchaus abverlangen kann auf eigene Faust sich einen Sprachkurs zu organisieren und diesen auch zu bezahlen - es ist vergleichbar mit den vielen Weiterbildungskursen die hier auch oft nicht bezahlt werden. Wer hier arbeiten möchte sollte sein Handwerkszeug beherrschen und zu Arztsein gehört nunmal die verbale Kommunikation mit Patienten, Angehörigen und Kollegen. Wenn die einen nicht verstehen kann man ein noch so guter Arzt sein - alle Erfolge der Ausbildung werden dann zunichte gemacht, wenn man die LAndessprache nicht beherrscht ( es sei denn man hat nur Patienten aus dem eigenen Sprachraum , aber das ist ja was anderes)

Sprache ist Handwerkszeug und sollte in einem gewissen Grad so gut beherrscht werden, dass es nicht nur ausreicht um sich verständlich zu machen, sondern dass man sich gut verständlich macht.

Über die Qualifikation des Einzelnen mag ich nicht pauschal urteilen, da ich sowohl gute als auch ziemlich miese Kollegen kennengelernt habe die aus Bulgarien, Weißrussland u.ä. Staaten zu uns kamen. Meist war aber die Sprache einfach die größte Hürde und teilweise wirklich gefährlich für die Patienten. Andere wiederum waren unglaublich bemüht ihre Sprachkenntnisse zu verbessern und machten auch den Eindruck ihr schon wirklich gutes Deutsch perfektionieren zu wollen. Es gibt also solche und solche.

BTW : Es gibt auch in Rumänien ein Goethe Institut wo man deutsch lernen kann - die werden wohl nicht unbedingt deutsche Preise verlangen oder?

Brutus
15.08.2013, 13:29
Mooooment: Wozu gibt es keine Alternative? Zur Integration ansich? Oder das die Kliniken die Kosten übernehmen müssen?
Zu a): Doch, sicher gibt es eine Alternative: Wenn die Kliniken die Arbeit vernünftig vergüten würden, dann würden auch mehr von den hiesigen Studenten in Deutschland arbeiten gehen!
Und zu b): Pack doch mal einem nackten Mann in die Tasche! Die Kliniken sind doch froh, billige Arbeitskräfte zu bekommen! Doch dann noch 10000 Euronen pro MA zu bezahlen, der auch noch ein Jahr in der Klinik fehlt? Neeeeeee....

herrdoktor0815
15.08.2013, 13:42
Offensichtlich gibt es in der BRD wirklich keine Willkommenskultur ! Siehe oben ! Ihr seid ein Beweis für meine These. Warum gehen viele Kollegen in die Schweiz, nach Schweden, Dänemark usw. Sicherlich doch auch, weil das Umfeld in der BRD nicht stimmt. Die können das in den obigen Ländern halt besser. Sie haben eine Willkommenskultur für ausländische Fachkräfte. Diese werden weltweit umworben. Wir sind nur ein ganz schlechter Mitbewerber.

MissGarfield83
15.08.2013, 13:48
Herrdoktor : Wer in einem anderen Land arbeiten möchte , muss sich an gewisse Spielregeln halten. In Schweden werden die Kurse auch nur bezahlt weil ein offensichtlicher Mangel an Arbeitskräften da ist, der anders wohl nicht behoben werden kann. In Deutschland ist der Mangel wohl noch nicht so schlimm, dass Arbeitgeber in ihre Arbeitnehmer investieren müssten. Gibt ja genug arbeitswilligen Mitarbeiternachschub aus den Ländern des ehemaligen Ostblocks.

Wenn ich z.B. in einem englischsprachigen Land als Ärztin arbeiten wollen würde, dann würde mir niemand einen Sprachkurs hinterherwerfen - ich hätte gefälligst die Sprachfähigkeiten selbst mitzubringen, welche ich mir durch Eigeninitiative in meinem Heimatland zu erwerben hätte. JE nach Land müsste ich dann auch noch Prüfungen bestehen, für die ich auch nochmal Kurse zu absolvieren hätte. Da kräht kein Hahn danach ob ich das bezahlen kann. Da herrscht die gleiche Mentalität - wenn du bei uns arbeiten willst, dann halte dich an unsere Spielregeln. Wenn du es dir nicht leisten kannst, oder nicht unsere Sprache gut beherrscht stehst du leider vor der Tür.

Feuerblick
15.08.2013, 13:54
Danke, @Garfield. Aber ich fürchte, wir predigen hier tauben Ohren oder blinden Augen. Der gute herrdoktor ist der Meinung, dass Deutschland gar böse zu ausländischen Ärzten ist und von dieser Meinung wird er nicht abweichen... Ich warte noch drauf, dass Godwin´s Law erfüllt wird... ;-)

herrdoktor0815
15.08.2013, 13:59
Das führt nur dazu, dass die guten Kollegen in die USA usw gehen und die Rest zu uns kommt. Englisch kann jeder. Deutsch kaum jemand. Das kann man nicht vergleichen. Wir müssen uns um die guten Kollegen wirklich bemühen.

Coxy-Baby
15.08.2013, 14:01
Wenn man Godwin herbeizitiert zählt es nicht.... Zum herrndoktor, ich wage mal die Theorie dass 90% der hier herkommenden Ärzte dies aus Geldgründen machen, an sich ja auch kein Problem, nur mit mangelnden Deutschkenntnissen und manchmal auch nur eingeschränktem Willen daran was zu ändern, ist es nicht verwunderlich wenn man nicht so gut auf die Kollegen zu sprechen ist, denn Erfahrungen mit der manchmal seeehr eingeschränkten Kommunikation haben wir alle (ich mußte schon einer russischen Ärztin Befunde vorlesen und erklären, leider hatte sie dann in Eigenregie einem Patienten die Nieren per AB medikamentös entfernt da sie nicht wusste was die Angabe "Talspiegel" bedeutet.... Usw.) das macht die Diskussion manchmal schwierig.....

Feuerblick
15.08.2013, 14:07
Wir müssen uns bemühen, dass unsere eigenen Kollegen einen Grund sehen, in Deutschland zu bleiben. Nix sonst!

McDübel
15.08.2013, 14:15
Wir müssen uns bemühen, dass unsere eigenen Kollegen einen Grund sehen, in Deutschland zu bleiben. Nix sonst!

DAs sehe ich auch so! :-)

fatman
15.08.2013, 14:16
Warum gehen viele Kollegen in die Schweiz, nach Schweden, Dänemark usw. Sicherlich doch auch, weil das Umfeld in der BRD nicht stimmt.

Was Du hier auf ausländische Kollegen beziehst, trifft leider auch für deutsche Kollegen zu. Die gehen dahin, weil eben die Umstände in Deutschland immer noch zu schlecht sind. Wenn man daran etwas ändern würde, bräuchten wir die ausländischen Kollegen nicht...