PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie viel müsst ihr lernen ?



Seiten : 1 [2] 3 4

Coxy-Baby
07.12.2013, 13:21
Das Studium kann jeder schaffen, das ist weniger Bohei als man immer denkt, wenn man manchmal Medizinstudenten hört denkt man die arbeiten in einem Bergwerk weil sie ja auch soooooviel machen müssen.....alles Quatsch. Ja es ist zeitweise stressig und nervig, aber so ists überall.

davo
07.12.2013, 13:35
Das Studium kann jeder schaffen, das ist weniger Bohei als man immer denkt, wenn man manchmal Medizinstudenten hört denkt man die arbeiten in einem Bergwerk weil sie ja auch soooooviel machen müssen.....alles Quatsch. Ja es ist zeitweise stressig und nervig, aber so ists überall.

Da muss ich, trotz meiner bisher äußerst geringen Erfahrung mit dem Medizinstudium, widersprechen. Ich habe ja vorher schon studiert (und zwar weder Lehramt noch Ökotrophologie), und das Medizinstudium ist, soweit ich das bisher beurteilen kann, zwar nicht schwerer, aber VIEL, viel zeitaufwändiger. Wenn man sich die notwendige Zeit nimmt dann habe ich bisher schon den Eindruck dass die überwältigende Mehrheit es schaffen wird, aber ich sehe auch vereinzelt Leute die entweder Probleme haben sich diese Zeit zu nehmen (berufstätig, Kinder, usw.) oder solche die zwar die Zeit hätten aber nicht genug lernen.

][truba][
07.12.2013, 13:55
Ich muss Coxy zustimmen auch wenn ich noch nicht fertig bin mit dem Studium.
Selbst für ne naturwissenschaftliche Niete wie mich, ist dieses Studium durchaus zu schaffen. Man kann durchaus sagen das ein entsprechender Job anstrengender ist als dieses Studium. Nur kann man im Job oft nach X Stunden Schluß machen was im Studium bedeutend schwerer fällt.

Manche brauchen vielleicht länger (Eltern, "Faule" etc. pp.) aber im Endeffekt schafft es doch die überwältigende Mehrzahl (z.B. im Vergleich zu Ingenieursstudiengängen).

Also immer frisch ran. Mein Physikum war besser als mein Abi und von daher sagt sowas nix aus.

LG Thomas

nie
07.12.2013, 17:21
Das Studium kann jeder schaffen, das ist weniger Bohei als man immer denkt, wenn man manchmal Medizinstudenten hört denkt man die arbeiten in einem Bergwerk weil sie ja auch soooooviel machen müssen.....alles Quatsch. Ja es ist zeitweise stressig und nervig, aber so ists überall.

Der Meinung bin ich auch. Klar, es ist ziemlich zeitaufwendig. Aber das liegt auch wieder an einem selbst. Meine Schwester studiert Geisteswisseschaften und ist im Endeffekt genauso viel mit der Uni beschäftigt wie ich auch (ok, Physikum wird wohl ein Ausnahmezustand sein aber so im normalen Semester halt). Wenn man wirklich was erreichen will, muss man auch in anderen Fächern viel arbeiten und auch in Medizin kommt man durch ohne 6 Jahre nur am Schreibtisch zu sitzen.


Ich hatte zu Studienbeginn nahezu gar keine Grundkenntnisse in Physik und Chemie. Beides zwei Jahre in der Schule, beides mit ner 4 nach der 10 abgewählt und dann alles gelöscht. Und die 10.Klasse lag bei mir auch schon 6 Jahre zurück als ich mit studieren angefangen habe. Vorgelernt habe ich rein gar nicht weil der Studienplatz völlig überraschend kam. Und ich gehöre zu den Leute, die Davo hier so schön erwähnt: ich habe im Tutorium Formeln nicht anwenden können obwohl sie direkt vor mir auf dem Blatt standen und ich habe eigentlich das komplette Chemiepraktikum nicht verstanden und gewusst, was ich da eigentlich tue. Ich hatte damals noch jede Menge anderen Scheiß am Hals und da war die Uni nur ein Punkt von vielen, der erledigt werden musste. Hab dann für beide Klausuren ungefähr 10 Tage richtig was gemacht und beide auf Anhieb bestanden. Heißt jetzt natürlich nicht, dass du das genau machen sollst (das Chemiepraktikum ist sicher erträglicher, wenn man weiß was man tut und Physiktutorien effektiver wenn man dem Tutor folgen kann) aber zeigen, dass das alles keinen Hexenwerk ist und das Studium auch machbar ist, wenn man keinen tollen Vorkenntnisse hat. Und einige Semester später merkt man auch, dass die Angstfächer des angehenden Medizinstudenten (Physik/Chemie) für die meistens eines der eher kleineren Vorklinikprobleme sind. ;-)
Aber wie sagt man so schön: man wächst mit seinen Aufgaben.

Klar ist das Ganze zeitaufwändig aber viele machen sich den Stress auch einfach selbst und ich hab oft das Gefühl, dass Manche nur so viel machen weil sie der Meinung sind, dass man das eben im Medizinstudium so machen muss.
Aber ich gehöre auch eher zu den "Chillerstudenten" die viel Zeit in Nebenjob und Freizeit investieren, ich bin eigentlich kein Maßstab.

Ich hatte übrigens kein schlechtes Abi, es war nur nicht gut genug für Medizin. Ich hatte damals nicht wirklich den Ehrgeiz, richtig gut in der Schule zu sein und hab einfach so vor mich hingelebt. Ist's gut gelaufen: schön. Wenn nicht, wars auch nicht schlimm. Medizinstudium hatte ich mir damals auch mal überlegt aber nicht ernsthaft verfolgt und auch nicht mein Abi drauf ausgelegt.

EVT
07.12.2013, 17:57
also wenn ich mich so umgucke, denke ich mir schon, wie hat die das physikum geschafft?
von daher ist das studium für alle gut machbar ;-) manche müssen eben mehr zeit investieren.

Cuber
08.12.2013, 11:17
Das Studium kann jeder schaffen, das ist weniger Bohei als man immer denkt, wenn man manchmal Medizinstudenten hört denkt man die arbeiten in einem Bergwerk weil sie ja auch soooooviel machen müssen.....alles Quatsch. Ja es ist zeitweise stressig und nervig, aber so ists überall.



Naja, also da bist du einer der ersten, von dem ich so eine extreme Meinung hören. Das Medizinstudium ist mit Sicherheit einer der zeitaufwendigsten aller Studiengänge.

*milkakuh*
08.12.2013, 11:20
Naja, also da bist du einer der ersten, von dem ich so eine extreme Meinung hören. Das Medizinstudium ist mit Sicherheit einer der zeitaufwendigsten aller Studiengänge.

Fang doch erstmal an zu studieren, bevor du dir eine Meinung über die Aussagen anderer bildest! ;-) Meine Erfahrung bisher ist auch, dass man zwar fleißig sein und viel lernen muss aber Freizeit habe ich deswegen trotzdem noch! Kenne hier keinen, der wirklich nur am Schreibtisch sitzt! ;-)

Cuber
08.12.2013, 11:35
Hmm, das erste Semester geht sich hier relativ entspannt an. Ich mach schon jeden Tag was für die Uni, aber normalerweise mach ich spätestens um 19 Uhr Schluss. Ich hab immer abwechselnd eine "lange" Uniwoche mit drei mal Anwesenheit von 8 bis 17 Uhr, da mach ich dann weniger, in den "kurzen" Wochen hab ich aber wirklich super viel Zeit. Montags und Freitags hab ich den Rest des Semesters komplett frei :-))

Wenn ich zu Hause lerne, dann sitze ich meistens gemütlich am Schreibtisch und wechsel zwischen konzentriertem Lernen und Surfen, FB-Spielchen, Chatten, etc ab, so dass ich selten mehr als 3-4 Stunden effektiv "netto" lerne :-stud
In der Bib geht das besser, da sitze ich dann auch manchmal fünf Stunden oder so. Kommt aber nicht so oft vor :D
Ich versuche momentan am Stoff dran zubleiben (gerade in Chemie), damit ich Ende des Semesters dann nicht den super Stress kriege, wenn ich vier Klausuren (Organik, Bio I, Psych/Soz, Anatomie Propädeutik) in eineinhalb Wochen schreibe :((

Ich muss aber zugeben dass ich mich selbst noch relativ faul finde, meine Kommilitonen halten mich hingegen für ne Streberin :-lesen Ist also alles ein subjektives Gefühl :D An manchen Tagen mach ich gar nix und hab dann nicht mal nen schlechtes Gewissen.



Du gehst die Sache aber ziemlich locker an :D
Darf ich fragen, wie viel du fürs Abitur gelernt hast bzw. mit welcher Note du dieses bestanden hast? :)

ehemaliger User_25062015
08.12.2013, 11:44
Ich hab im ersten Semester richtig viel gegammelt. Im zweiten noch viel mehr. Das dritte ist dafür richtig krass.
Achja..an unseren Neuntklässler hier..vllt erstmal nen Schulabschluss machen bevor man hier Lernverhalten von Studenten bewertet..nur mal so nebenbei.

Feuerblick
08.12.2013, 11:50
*grins* Es soll ja Menschen geben, die fürs Abi maximal zwei Wochen eher halbherzig gelernt und es mit einer doch recht guten Note bestanden haben... Abi ist ja nun wirklich kein Hexenwerk. Und die Abinote versaut man sich wenn, dann schon während der letzten zwei Schuljahre. :-meinung
Natürlich kann man sich als fleißiger Mensch/Medizinstudent hinsetzen und jedes Seminar, jede Vorlesung und jedes Praktikum vor- und nachbereiten. Man kann aber auch Vorlesungen dann weglassen, wenn sie einem nichts bringen und das mit dem Vor- und Nachbereiten auch auf ein normales Maß beschränken. Dann hat man im Prinzip nur noch die Prüfungsphasen, in denen es wirklich zeitintensiv wird mit der Lernerei. Ich werde diejenigen nie verstehen, die tatsächlich 24/7 nur am Lernen sind und jammern, wie unglaublich wenig Zeit sie für andere Dinge haben. Ehrlich, das muss nicht sein. Es geht auch ohne und reicht für Physikum, sämtliche Stex und am Ende sogar für die Facharztprüfung...
Und wer sich etwas Mühe gibt, der schafft dieses Studium auch, da hat Coxy völlig recht! :-meinung

Absolute Arrhythmie
08.12.2013, 12:25
ich hab fürs Abi gar nicht gelernt und dies mit einer Note bestanden, die es mir erlaubt hat nach 7 Jahren mit dem Studium zu beginnen.
Mach erstmal selber Abi, dann sehen wir weiter.
Außerdem sehe ich das nicht so, dass ich es "locker" angehe. ich bereite für Chemie jeden Praktikumstag intensiv vor und fasse alle anderen Veranstaltungen zeitnah zusammen, so dass ich nicht in Verzug komme. Aber mehr hab ich einfach nicht zu tun.

Schubbe
08.12.2013, 12:52
Außerdem sehe ich das nicht so, dass ich es "locker" angehe.

Tust du sicherlich auch nicht, der Beschreibung nach BIST du eine Streberin :P

Übrigens Cuber: Evtl. noch etwas über den Tellerrand schauen, soll helfen.

Coxy-Baby
08.12.2013, 13:06
Naja, also da bist du einer der ersten, von dem ich so eine extreme Meinung hören. Das Medizinstudium ist mit Sicherheit einer der zeitaufwendigsten aller Studiengänge.

Ist aber so,Medizinstudenten neigen v.a. dingen im vorklinischen Abschnitt dazu sich gegenseitig so richtig heiß zu machen ala "Was du lernst mit dem Huppelsberg?" das wird doch nie was , da brauchst du mindestens den Silbernagel,Thews etc... Und diese Diskussionen gibts dann in jedem Fach was dazu führt dass man sich einfach nur stresst, weil der Zustand des Ungenügens anhält, wenn man das erstmal erkannt hat wirds entspannter....ist alles kein Hexenwerk und auch mit normalen Leben/nebenbei arbeiten machbar, aber der Bohei um Arztschule und Arzt sein ist einfach zu gefestigt....

maniac89
08.12.2013, 13:55
Ich habe in der Vorklinik jeden Tag bis 11 gepennt und trotzdem alle Scheine in Regelstudienzeit gemacht. :-winky

Heerestorte
08.12.2013, 17:06
Meine Meinung geht mit Coxy-Babys konform.
Ich bin ja erst im ersten Semester und bisher finde ich es nicht wirklich zeitaufwändig und Stress mach ich mir auch noch keinen. Der kommt dann mit Histo, Präpkurs etc. von alleine :-))
Mir war nach 4 Wochen auch schon klar, dass ein Großteil der Vorlesungen unnötig ist und ich lieber mit Freunden/für mich lerne.

Habe davor Jura studiert und glaubt mir, das ist zeitaufwändig...
Ich habs zum Glück nur n paar Semester studiert, aber die Examensvorbereitung in Jura ist vermutlich schlimmer als das gesamte Medizinstudium.

EVT
08.12.2013, 18:11
oh ja.. jura wäre gar nichts für mich. zwei jahre nur lernen... und dann ist die note auch noch so wichtig.

ehem-user-04-04-2022-1208
08.12.2013, 19:18
Total phasenweise. Teilweise gar nicht, weil einfach nichts zu lernen ist, teilweise 17-19 Stunden Tage ^^

Und nein da kann man nix aufteilen iwie:D

CYP21B
08.12.2013, 21:23
In meinen Augen bringt die ganze Vergleicherei rein gar nichts. Jeder lernt doch irgendwie komplett anders. Der eine muss z.B. alles rausschreiben und braucht dann eben mal länger als der der eben alles nur einmal durchlesen muss. Der eine lernt alles auswendig der andere leitet sich vieles über logische Zusammenhänge her. Wer sich vorher in der Schule recht leicht getan hat mit Naturwissenschaften und etwas logischem Denken tut sich in der Regel einfacher als der der das Abi schon nur mit Ach und Krach geschafft hat. In der Vorklinik die Nawis sind nicht mal annähernd auf LK-Niveau. In Physik z.B. reicht es wenn man Dreisatz beherrscht und ein paar Formeln umstellen kann. Damit haben jedoch schon genug Leute Probleme. Letztendlich irgendwie durchkommen tun dann doch wieder fast alle. Die einen schaffen das dann eben in der Regelstudienzeit, die anderen brauchen entsprechend länger. Der "Vorteil" bei Medizin ist, dass man mit Auswendiglernen viel ausgleichen kann, was man an logischem Denken vielleicht nicht in jedem Fach mitbringt. Das kostet dann zwar mehr Zeit, deswegen scheitert man aber nicht am Studium. Leichter tut man sich natürlich, wenn man Zusammenhänge gut verknüpfen kann und vor allem gut filtern kann.

Ich war eigentlich das ganze Studium über eher so der Last minute Lerntyp. Bin damit zwar ganz gut durchgekommen, allerdings hätte ich mir einiges an Stress ersparen können wenn ich nicht immer erst kurz vor knapp angefangen hätte mit dem Lernen. Jetzt fürs HEX wars dann das erste Mal, dass ich es geschafft habe einen Lernplan halbwegs konsequent durchzuziehen und damit läufts dann doch deutlich entspannter.

Cuber
09.12.2013, 05:17
Dass die Naturwissenschaften Richtung LK-Niveau gehen ist mir auch neu. Bisher habe ich eher gehört, dass diese Fächer auf dem Niveau der Mittelstufe sind.

Absolute Arrhythmie
09.12.2013, 05:54
Also mein Bio-Kurs ist etwas über Lk-Niveau. Mit Chemie hatten auch Leute mit Chemie-lk Probleme, da kann ich aber nix zu sagen weil ich weder den lk noch Probleme hatte :-))