Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erfolgreich und dennoch versagt! BWL ist Mist! Neustart Medizin?
Man sollte halt bei all diesen Diskussionen nie vergessen dass die Länge einer Arbeit nicht unbedingt etwas über das Ausmaß, die Qualität oder die Bedeutung der dahinterstehenden Forschungsarbeit aussagen muss. Diesen Fehler begehen leider auch viele Professoren ;-) Aber es stimmt natürlich schon dass die meisten medizinischen Doktorarbeiten (ich habe mir mal ein Dutzend von der Charité angesehen) vom Arbeitsaufwand her ungefähr einer wirtschaftswissenschaftlichen Diplomarbeit entsprechen.
Man sollte halt bei all diesen Diskussionen nie vergessen dass die Länge einer Arbeit nicht unbedingt etwas über das Ausmaß, die Qualität oder die Bedeutung der dahinterstehenden Forschungsarbeit aussagen muss.
Andersherum wird meiner Meinung nach eher ein Schuh draus: Du kannst zwar geniale Ideen in 3-5 Seiten skizzieren, aber damit genügt es nicht unbedingt einem wissenschaftlichen Standard und dieser ist bei Promotionen nicht fachübergreifend einheitlich geregelt. Und genau deshalb gibt es ja dieses Promotionsbashing von Medizinern.
Andersherum wird meiner Meinung nach eher ein Schuh draus: Du kannst zwar geniale Ideen in 3-5 Seiten skizzieren, aber damit genügt es nicht unbedingt einem wissenschaftlichen Standard und dieser ist bei Promotionen nicht fachübergreifend einheitlich geregelt. Und genau deshalb gibt es ja dieses Promotionsbashing von Medizinern.
3-5 Seiten ist natürlich ein Extrembeispiel, aber ich würde nach mehreren Jahren Forschung post Promotion sagen dass eine Korrelation wissenschaftliche Standards - Seitenzahl innerhalb vernünftiger Grenzen (sagen wir mal 100-400 Seiten) nicht existiert. Anders formuliert: die durchschnittliche medizinische Doktorarbeit ist nicht deshalb weniger aufwändig als die durchschnittliche Doktorarbeit anderswo weil sie im Durchschnitt kürzer als in geistes- oder wirtschaftswissenschaftlichen Fächern ist, sondern weil sie meist sehr kleine Themen behandelt und auf sehr einfache statistische Methoden zurückgreift. Wenn man die Seitenzahl als Indikator heranziehen will müsste man mit biologischen Doktorarbeiten vergleichen da dort ähnliche Methodologie usw. verwendet wird. In ein paar Jahren werde ich das natürlich noch besser beurteilen können, keine Frage.
Und ich glaube auch nicht einmal dass medizinische Doktorarbeiten im Durchschnitt einen niedrigeren wissenschaftlichen Standard haben. Sicher, viele statistische Analysen sind sehr grenzwertig, oder schon jenseits aller Grenzen, aber das findet man auch in vielen anderen Fächern häufig. Ich glaube wirklich dass die Enge der Themen und der geringe Anspruch an "Neuigkeit" (wobei auch das in vielen Fächern außerhalb der Naturwissenschaften üblich ist) den Unterschied macht.
Noch ein Nachtrag: auch dass man sich einfach ein vorgegebenes Thema aussucht zu dem es bereits eine Arbeitsgruppe usw. gibt macht einen enormen Unterschied. Dadurch verpasst man natürlich einen sehr großen Teil des eigentlichen wissenschaftlichen Prozesses: eine interessante Thematik zu identifizieren, die Literatur zum Thema zu durchforsten, zu überlegen was man wie analysieren könnte, usw. Man legt sich also quasi ins gemachte Bett und muss nur noch ein kleines, wohldefiniertes Problem abarbeiten, so wie man es auch bei einer Diplomarbeit machen würde.
naja, ich hätte mich jetzt bei davos Gedanken eingeklingt und das in eine andere Richtung weitergesponnen:
Man kann sehr gut die Ergebnisse einer umfassende Laborarbeit mit tollen neuen Erkenntnissen in einem 7 Seitigen Paper verpacken. 150 Seiten nur rumschwafeln und zu kaum neuen Ergebnissen kommen, ohne sich eine neue Methodik ausgedacht zu haben oder ähnliches ist da schon wesentlich schwieriger.
Das mit dem in Arbeitsgruppen einklinken und nicht wirklich selbst ein Thema finden hat man allerdings auch in anderen Fachbereichen.
mezzo,
zu alt bist du sicher nicht.
aber warum willst du das machen? Es wird sich zwar das Arbeitsumfeld ändern, aber weniger stressig wird es nicht und dann noch die Dienste ;-/ - okay, mich könntest du mit BWL wohl auch jagen.
Aber auch die Medizin ist nicht das non plus ultra.
150 Seiten nur rumschwafeln und zu kaum neuen Ergebnissen kommen, ohne sich eine neue Methodik ausgedacht zu haben oder ähnliches ist da schon wesentlich schwieriger.
Nichts für ungut, aber du hast anscheinend bisher nur wenige wirtschafts- oder geisteswissenschaftliche Doktorarbeiten gesehen :-))
Eines ist jedenfalls klar: die Unterschiede innerhalb eines Faches sind enorm, oft auch an ein und demselben Institut von Professor zu Professor (manchmal sogar von Doktorand zu Doktorand). Darüber will ich mit meinen groben Generalisierungen natürlich nicht hinwegtäuschen.
Um zurück zum Thema des Threads zu kommen: ich kann den Threadersteller ganz gut verstehen, war selbst in einer halbwegs ähnlichen Situation. Das wirklich Wichtige ist dass du herausfindest (1) ob du wirklich aus der BWL raus willst (oder ob z.B. einfach ein anderer Job besser für dich wäre) und (2) ob du wirklich Medizin machen willst. Denn die Kosten des Studiums (Zeit, Verdienstentgang) sind natürlich enorm, das muss man sich also schon gut überlegen. Diverse Praktika im Krankenhaus und/oder in Arztpraxen sind da jedenfalls wirklich essentiell. Aber wenn du dir bei beiden Aspekten sicher bist dann denke ich nicht dass du zu alt bist.
mezzo,
zu alt bist du sicher nicht.
aber warum willst du das machen? Es wird sich zwar das Arbeitsumfeld ändern, aber weniger stressig wird es nicht und dann noch die Dienste ;-/ - okay, mich könntest du mit BWL wohl auch jagen.
Aber auch die Medizin ist nicht das non plus ultra.
Mein Eindruck war dass er gerne einen erfüllenderen Job hätte, nicht einen der weniger stressig oder weniger arbeitsintensiv ist.
Mein Eindruck war dass er gerne einen erfüllenderen Job hätte, nicht einen der weniger stressig oder weniger arbeitsintensiv ist.
Ob jetzt die Medizin so viel erfüllender ist?
naja, es ist eben was anderes PowerPoint folien zu basteln, Excelsheets zu analysieren oder dann doch einen Blinddarm rauszunehmen. Dem einen liegt das eine eher und dem anderen das Andere. Ist blöd, wenn man sich irgendwann mal für das falsche Entschieden hat, könnte man ja aber wie gesagt rausfinden.
naja, es ist eben was anderes PowerPoint folien zu basteln, Excelsheets zu analysieren oder dann doch einen Blinddarm rauszunehmen. Dem einen liegt das eine eher und dem anderen das Andere. Ist blöd, wenn man sich irgendwann mal für das falsche Entschieden hat, könnte man ja aber wie gesagt rausfinden.
Nicht jeder wird Chirurg - und selbst die kommen ums Dokumentieren & Briefe schreiben nicht rum.
Und als Assi sowieso.
Stressfreier wirds auch nicht. Also gut überlegen, ob man wirklich das Fach ansich wechseln möchte oder ob vielleicht ein Richtungswechsel innerhalb des Faches nicht auch eine Verbesserung der Situation darstellen könnte.
Man verliert schlicht und ergreifend min. 6 Jahre Einkommen - ob es einem das Wert ist, ist die persönliche Entscheidung.
Aber das hat ja davo schon alles formuliert.
und nicht jeder BWLer baut PowerPoint slides, hmn Solara? und das hat nicht nur davo bereits formuliert ;P
Ob jetzt die Medizin so viel erfüllender ist?
Das hängt von der Person ab. Und auch vom Job innerhalb der extrem breiten Kategorien "BWL" und "Medizin". Ich weiß nicht ob es die richtige Entscheidung für den Threadersteller wäre - ich wollte nur sagen dass mein Eindruck war dass das seine Motivation ist, nicht dass er seinen Stress oder Arbeitszeit reduzieren wollte.
und nicht jeder BWLer baut PowerPoint slides, hmn Solara? und das hat nicht nur davo bereits formuliert ;P
Hmm, wenn ich jetzt verstehen würde, was du mir sagen willst ...?
Christoph_A
09.12.2013, 19:11
@ LotF: Dein Ach.... kannst Dir getrost sparen, ich bin kein kleiner dummer Junge, sondern ein ausgewachsener, promovierter Facharzt, das mal vorneweg. Ich hab mit keiner Silbe gesagt, daß man 80000 Ocken Jahreseinkommen während eines Studiums kompensieren kann, sondern nur darauf hingeweisen, daß der finanzielle Unterschied nicht so gravierend ist, wie die Bruttozahlen auf dem Papier ausdrücken. Das Assigrundgehalt steigt doch im Laufe der Zeit regelmäßig an und im Schichtdienst habe ich die letzten 2 Assistentenjahre, bevor ich FA und AT geworden bin auch meine 4000 Euro netto verdient, so weit sind wir da vom Netto bei 80000 Euro brutto in der freien Wirtschaft nicht weg, zumal Dir keiner zwei zehnprozentige Gehaltssteigerungen auf die 80000 im Lauf der folgenden Jahre garantieren wird können, hier kommt dann auch irgendwann ein Deckel. Und wer vorher gut verdient hat, der hat sich sicher auch ein paar Reserven zurückgelegt, um sich ein Studium finanzieren zu können.
Zumal Geld bei dieser Entscheidung sicher nicht die Hauptrolle spielen wird, hier geht es dem TE darum, sein gesamtes Berufsleben nochmal neu auszurichten, ich denke, den finanziellen Gedanken wird er durchaus durchgespielt haben. Wenn er sich das Studium zutraut und weiß, worauf er sich einlässt, dann laß ihn. Zu alt für nen Neustart isser mit 28 Jahren sicher nicht. Und Geld ist definitiv nicht alles in nem (Berufs)leben.
:-dafür
][truba][
09.12.2013, 19:19
Ich habe (ohne jemals annähernd 80 000 Euro verdient zu haben) mit 26 Jahren angefangen.
Leg einfach los. Das Alter ist nur eine Zahl und du wirst es ewig bereuen wenn du es nicht versucht hast.
Wenn es dir nicht gefällt oder du doch wieder zurück willst, kannst du es noch immer abbrechen.
Also... bewirb dich!
LG Thomas
Ach Christoph ;) Das war doch gar nicht herabwürdigend gemeint. Natürlich hat man auch als Assi Gehaltssteigerungen, die habe ich aber nicht berücksichtigt, da ich lediglich vom Anfangsgehalt ausgegangen bin, bei dem bereits die Gehaltssteigerung im alten Job erfolgt wäre. Nach den 6 Jahren Facharztausbildung müsste man sich eigentlich einer erneuten Gehaltserhöhung im alten Job nähern und mit dem Facharzt liegt man dann erst bei 67k fixes Grundgehalt. Selbst wenn man von deinen 4000 netto am Ende der Assistenzzeit ausgeht: zu dem Zeitpunkt wäre man eben im alten Job nicht mehr bei 80k Brutto, sondern eher an den 100.000 Euro. Natürlich garantiert dir niemand irgendwas und in vielen Firmen verdient man das nicht, allerdings verdient man da auch 4-6 Jahre nach Abschluss dann nicht unbedingt 80.000 Euro im Jahr.
Klar Geld allein macht nicht glücklich und man kann man sich was angespart haben, aber genau das Angesparte fehlt einem dann ja am Ende und wenn man nach der Schule BWL studiert, weil einem Geld wichtig ist, dann würde ich nicht behaupten, dass dies nicht ein entscheidener Faktor bei der Entscheidung sein könnte. Zumal du ja auch nicht mehr Anfang 20 bist und daher sicherlich weißt, wie das ist, wenn man sich Gedanken über Hausbau/-kauf und ähnliche Dinge macht :)
Natürlich wirst du Recht haben, dass sich der TE über das finanzielle seine Gedanken gemacht haben wird - sonst würde ich mal anzweifeln, dass er seine 80k Wert ist ;P Manche Leute, die hier posten, vergessen so etwas aber leicht oder ihnen ist es einfach nicht bewusst um wieviel Kohle es eigentlich geht, wenn sie schreiben "wenn das dein Traum ist, dann mach/probier es einfach". Ist eben auch blöd, wenn man 4-5 Jahre später in der Klinik merkt: "ach Medizin ist doch auch scheiße, aber nagut nun bin ich schon soweit, aufhören macht jetzt auch keinen Sinn, mache ich wenigstens noch den Abschluss!" Dann sind nach den 6 Jahren 350.000 Euro futsch, was schon ein nettes Eigenkapitalsümmchen für ne Hütte ist, und man ärgert sich.
Ich bin selbst der Meinung, dass man sich nicht an einen Job klammern sollte, der einem langfristig gesehen nicht wirklich Spaß bringt. Ich bin aber auch eine Person, die bei wichtigen Entscheidungen einige Gesichtspunkte berücksichtigt und nicht nur auf den Bauch hört. Ob das immer gut ist, sei mal dahingestellt...
Solara, damit wollte ich dir sagen - in Bezug auf "nicht jeder wird Chirurg" - dass dies lediglich Beispiele waren. Man kann als BWLer eben auch andere Dinge machen, genauso wie man als Arzt auch im Labor sitzen kann. Es ging nur darum, dass es eben etwas anderes ist bzw. sein kann. Und nicht nur davo hatte die Punkte, die du anführtest, schon ausführlich formuliert, sondern ebenfalls einige andere User :)
Solara, damit wollte ich dir sagen - in Bezug auf "nicht jeder wird Chirurg" - dass dies lediglich Beispiele waren. Man kann als BWLer eben auch andere Dinge machen, genauso wie man als Arzt auch im Labor sitzen kann. Es ging nur darum, dass es eben etwas anderes ist bzw. sein kann. Und nicht nur davo hatte die Punkte, die du anführtest, schon ausführlich formuliert, sondern ebenfalls einige andere User :)
Deine Beispiele auf die ich reagiere - also wunderbar auf deine Vorlage reagiert. Da muss man nicht "hmm, solara" schreiben.
Das hinterlässt einen leicht abgehobenen Touch - wenn du dir diesen Schuh anziehen möchtest, bitte, gerne.
Du schreibst AE, das macht nun mal der Chirurg.
Auf wen ich mich beziehe ist meine Entscheidung, egal ob vorher möglicherweise ein anderer ähnliches geschrieben haben könnte, auch wenn möglicherweise sensible Teilnehmer hier nicht ausreichend gewürdigt werden.
Mag an meiner unsensiblen Medizinermentalität liegen.
Christoph_A
09.12.2013, 20:15
Nach der Assizeit sind 100k allerdings mit nem Schwerpunkt auch locker drin. Klar isses einfacher, wenn der erste Studienschuß sitzt, aber der TE scheint nicht sehr sprunghaft, sonst hätte er nicht ein Studium zielstrebig und hoch erfolfreich durchgezogen. Klar verbitten sich dadurch Querverweise auf ein anderes Studium, da die Anforderungen immer andere sind, aber denke, er wird das Medstudium mit der richtigen, professionellen Einstellung angehen, deshalb habe ich ihn ermutigt, seinen Weg zu gehen. Bauchentscheidungen sollte man nicht treffen, da gebe ich Dir recht, aber der TE scheint schon auch sein Denkzentrum mit aktiviert zu haben. Zumal er ja durch seinen Freundeskreis auch erste Hand Informatioben übers Studium bekommt.
Was das ach angeht, ist das da, wo ich herkomme, rein despektierlich gemeint, deshalb reagiere ich darauf grundsätzlich aggressiv, sollte das nicht so gemeint gewesen sein, entschuldige ich mich für die harten Worte.
@ Solara: war aber nicht abgehoben gemeint, wie du es gelesen hast. Du sagst "nicht jeder wird Chirurg", wenn ich ein Beispiel dazu nenne, und ich sagte daraufhin lediglich, dass nicht jeder BWLer sich sich mit PowerPoint und Excel rumschlägt - was eben die anderen Beispiele von mir waren. Es waren eben Beispiele, mehr nicht.
Beziehe dich auf wen du möchtest, nur glaube ich dir nun nicht mehr, dass du so unsensibel bist, wie du gerade tust ;P
Edit:
Christoph, kein Ding. Wir sind ja alle keine Sensibelchen hier und ich habe es heute offensichtlich mit der falschen Wortwahl :) Ich denke auch, dass der TE das Studium gut packen würde usw. Ich sehe es nur immer ein wenig problematisch, wenn man bisher nur "extern" diesen Wunsch gehegt hat. Ich finde es immer ein bisschen was anderes, wenn Leute bspw. Zivi im Krankenhaus oder ähnliches gemacht haben und sich dann im Büroalltag sagen, dass das doch irgendwie eine interessantere Geschichte war. Daher will ich auch niemanden entmutigen, sondern sage lediglich, dass man es nicht einfach probieren sollte, sondern ja mal 2 Wochen reinschnuppern kann. Klar sieht man da nicht alles und lernt oft Aufgaben, vor denen es dem Personal eigentlich graust, nicht wirklich kennen. Oft kommt durch sowas aber auch schon ein "aha" Effekt.
Ich habe bspw. mit jemanden angefangen, der als Zweitstudent bereits im ersten Semester lieber einen anderen Job angenommen hat und sich die Vorklinik nicht so naturwissenschaftlich vorgestellt hat. Eine andere Komilitonin - ende 30 - merkte nach 2-3 Wochen, dass man ja Pflichtveranstaltungen hat und man für diese Zeit eine Kinderbetreuung bräuchte... Da zweifel persönlich schon manchmal, ob ich mit meiner Einstellung, dass sich Leute sicherlich vorher Gedanken machen, zu viel erwarte.
Dann sind nach den 6 Jahren 350.000 Euro futsch, was schon ein nettes Eigenkapitalsümmchen für ne Hütte ist, und man ärgert sich.
Ich weiß, dieses Argument wird nicht gelten gelassen, aber man kann mit dem vielen Geld auch dümmere Hobbies haben als ein "Zweitstudium". Gibt ja genug Leute, die es in Alkohol, Neuwagen, Designerklamotten oder wie auch immer investieren. Wenn der TE einigermaßen organisiert ist, hat er einen entscheidenden Vorteil durch das Erststudium: einen gesicherten Lebensunterhalt, vllt sogar den einen oder anderen Luxus. Das ist als Student wirklich viel wert.
bleibt die Frage, ob Nutten und Koks zu den dümmeren Hobbies gehören oder unter Luxus fallen ];-)
Man darf auch nicht vergessen, dass ein abgeschlossenes Studium einem auch nicht alles garantiert. Herzkasperl ist wohl ein ziemlich gutes Beispiel, dass es sehr gut funktionieren kann. Ich kann mir aber aktuell in der Vorklinik nicht vorstellen 20h die Woche neben dem Studium zu arbeiten und daher geht es mir momentan eher so, dass ich subjektiv finanziell kaum vom Erststudium profitiere. Das mag mit Diplom oder Promotion (erleichtert zumindest die Einstellung unter TV-L an der Uni) evt. anders aussehen, aber mit zeitlich flexibler 1/5 Stelle gibt es beim Stundenlohn doch Einschränkungen. Wenn man sich dann vor Auge führt, dass ungelernte Kräfte bei (Lebensmittel-)Discountern lediglich 2-3 Euro weniger die Stunde verdienen als eine WHK, relativiert sich das also wieder, solange man beim alten Arbeitgeber nicht einen Fuß in der Tür hat oder durch HSS quer durch Deutschland versetzt wird (mit SK3 nicht sehr warscheinlich, aber doch möglich, evt. gibt es ja auch gar keine Med. Fakultät am jetzigen Wohnort). Normalerweise ist es aber häufig so, dass man mit so wenig Arbeitszeit und Pflichtveranstaltungen unter der Woche für gut Bezahlte Positionen nicht mehr tauglich ist. Dabei spielt keine Rolle, dass Pflichtveranstaltungen am Tag evt. nur 1-2h sind - man kann dadurch dann eben bspw. nicht morgens quer durch Deutschland zum Kunden fahren und erst Abends wiederkommen (= ein Tag Arbeit = 8-10h, wäre ja zeittechnisch machbar). Ja es gibt sicherlich Jobs vor Ort und man kann Glück haben, es wird aber eben niemanden garantiert.
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