Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : kirchliches Haus VS kommunales Haus
Was das Wheinachtsgeld angeht kann ich nach AVR sagen, dass bezogen auf das Jahresgehalt unter Berücksichtigung des Urlaubsgeldes plus eben des Weihnachtsgeldes in Summe weniger herauslommt, als das Jahresgehalt nach TVÄ-AVK. Man braucht sich lediglich die Gehaltstabelle anzusehen, was eben dann dazu führt, dass die Bewerberzahl sehr niedrig ist. Warum sollte man in ein Haus gehen, bei dem man offensichtlich weniger bekommt? Die Geschäftsführer wissen das und manch einer bietet den Ärzten kompensatorisch eine außertarifliche Zahlung an, aber am Beispiel meines Hauses:
- ein neuer Geschäftsführer wurde einberufen
- auertarifliche Zahlungen werden nicht mehr gewährt
- Wheinachtsgeld wird gekürzt
Beim AVR ist es so, dass ,,damals" -das bereits vor dem Streik vom Arbeitgeber wegrationalisierte Wheinachtsgeld und Urlaubsgeld- vom Marburger wiederaufgenommen wurde. Dies wurde durch 12 geteilt und fest in das Grundgehalt addiert, so dass kein Arbeitgeber mehr diese Summe wegstreichen konnte. Bedeutet: AVR hat noch Urlaubs-und Wheinachtsgeld. Es erscheint nur nicht mehr so in der Lohnabrechnung. Beim AVR können diese Zahlungen bei Bedarf immer noch gestrichen werden, weshalb man am Ende noch deutlich weniger bekommen kann, als in kommunalen Häusern.
Ich würde außertarifliche Zulagen immer im Arbeitsvertrag fixieren lassen, sonst würde ich niemals einen Vertrag im TV AVR zustimmen. Die können die außertarifliche Zulagen dann nur kürzen, wenn sie dort an irgendwelche Bedingungen geknüpft sind, sonst nicht. Denn dann müssten die einen Aufhebungsvertrag machen, bei dem du zu stimmen müsstest. Einfach nach gutdünken nicht mehr zahlen geht nicht.
Dr. Jekyll
12.01.2014, 11:43
Es gibt tatsächlich einige Häuser, besonders kommunale, die "Notlagen"-Tarifverträge aus dem Hut zaubern und einen Teil des Gehalts einbehalten wollen. Muss man aber nicht akzeptieren. Wenn man "nein" sagt, kann der Arbeitgeber das nicht einfach erzwingen. Ist also in meinen Augen kein wesentliches Argument.
das hast du nett formuliert.:-)) fast jedes haus kann dir theoretisch eine wirtschaftliche schieflage vorrechnen.
das ist einfachste bwl. wird zum steuernsparen auch gerne praktiziert.
das ist arbeitsmarkttechnisch eine große Schweinerei.
Das geht aber (genau wie John Silver gesagt hat) arbeitsrechtlich nicht. Weil der Tarifvertrag im Arbeitsvertrag gebunden ist und nur wenn du schriftlich zu stimmst können die den ändern.
smurfonline
12.01.2014, 15:27
Nur eine kurze Frage, da ihr das Thema eh besprecht.
Wie ist es zu rechnen, wenn ein kommunales Haus jede Tätigkeit außerhalb der regulären Arbeitszeit als Bereitschaftsdienst wertet? Sprich, jede Stunde, die ich in der Klinik Dienst mache, außerhalb Mo-Fr von 07:30 -16:00 wird als BD bezahlt. Überstunden, Zeitzuschläge, etc. sind damit abgegolten.
Das kommt drauf an, wie die Stunden gewertet sind. Wenn Du z.B. am Samstag und Sonntag einen Vistendienst hast, der Regelarbeitszeit macht, dann kann der AG das schlecht als Bereitschaftdienst ansetzen. Da müsstest Du mal in den Ordner der Personalabteilung gucken, in dem die einzelnen Abteilungen samt Arbeitszeiten und Bereitschaftsdienstzeiten aufgeführt sind.
Wenn da wirklich BD drin steht, ihr dort aber Regelarbeit verrichtet, dann solltet ihr das mal schnellstmöglich ändern.
smurfonline
12.01.2014, 16:31
Ganz normaler TV-Ärzte Tarif. Nebenabrede separat - dort steht, jede Zeiten außerhalb der normalen wöchentlichen Arbeit von Mo - Fr ist als BD angeordnet. Sprich jeder Samstag, jeder Sonntag (wir haben 12,75h an diesen Tagen tagsüber). Ich bin nur etwas irritiert. Man kann diese Nebenabrede kündigen...bin da etwas unsicher, wie ich das werten soll.
Allein wg. der Arbeitsbelastung könnte eigentlich kein BD angeordnet werden. An einem Sonntag kommt man gerade mal zu einer kurzen Mittagspause, ansonsten rennt man durch, da man das ganze Haus versorgen muss.
Hmm...wie seht ihr das? Apropos...mit der Verwaltung kann man nicht reden, diese Angestellten dort verstehen nichts...ahhhrg
Nebenabreden sind meist dafür da, bestimmte Punkte des Tarifvertrags zu umgehen oder zu erweitern. Es kommt genau darauf an, was da drin steht!
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