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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : An Eltern in Vollzeit in Kliniken- Schule und Abholzeiten



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EVT
21.01.2014, 18:02
Beim zukünftigen Ärztemangel wird jeder Approbierter mit Kusshand genommen. Egal wie veraltet das Wissen ist. Die Stellen müssen besetzt werden und jeder potenzielle Bewerber wird eingestellt, die Voraussetzung wird dann nicht mehr "deutschsprechender Arzt" sein, sondern "Approbation" ohne weitere Einschränkungen :-oopss

ne du auch..

ach ich glaube, diese helikoptermütter gab es früher auch, nur jetzt ist es in den medien.
ist doch klar, dass eltern für ihre kinder nur das beste wollen, die angst vor den chinesen ist da ;-)

Nurbanu
21.01.2014, 18:07
Hilfe, jetzt wird Sarkasmus nicht mehr erkannt.

Helikoptermütter: Hm, ich kann natürlich keine Mütter von vor 20-30 Jahren beurteilen, als ich selbst klein war. Rückblickend waren wir Kinder sehr frei, haben uns bis zum Abendessen draußen rumgetrieben, im Sommer am WE und den Ferien bis 20 Uhr. War ne geile Zeit :-)) Deshalb gehe ich aber davon aus, dass die Mütter damals einfach entspannter waren.

Miss_H
21.01.2014, 18:13
Bei dieser Aussage - tut mir leid - bekomme ich Bauchschmerzen. "Man bekommt das schon hin"- sorry, das funktioniert, glaube, ich nicht so leicht. Ohne einen genauen Plan wird man die Betreuung von 2 Kindern nicht einfach so hinbekommen. Vor allem, wenn das eine Kind in die Kita muss, das andere in die Schule. Und was passiert, wenn ein Kind krank wird? Spätestens dann ist man als Berufstätiger am Ende, wenn man keinen Plan A, B, C und D hat...
lg
blond
selbst Mutter von 2 Kindern, 4 und 5 Jahre alt

http://www.youtube.com/watch?v=vW9MhalIcOc

EVT
21.01.2014, 18:15
solche zustände gibts heute schon, vllt. nicht in berlin, aber in brandenburg sicherlich. daher war das für mich nicht klar als sarkasmus zu erkennen.

nur weil deine kindheit so und so war, heißt das nicht, dass es früher bei allen so war u heute bei keinem mehr so ist.
früher gabs auch schon musikunterricht, schwimmen, fußballverein etc

epeline
21.01.2014, 18:57
Heutzutage scheinen manche Frauen ihre Kinder als Projekt anzusehen, um das man sich stetig kümmern muss.


Oder auch als Partner- oder Kumpelersatz, wenn ich mir so manche Familiengefüge angucke...
Kein Wunder, dass da Kind dann bloß nicht flügge werden soll. Sonst müssten sich besagte Damen wieder allein, oder noch schlimmer, mit ihrem Mann beschäftigen. Schon öfter im Bekanntenkreis derartiges gesehen.
Seltsamerweise noch nicht bei einem Vater...

Rheumatica
21.01.2014, 22:18
Ich drück die Daumen, dass die Kinder das mit dem Gymnasium auch packen - sonst ist die Karriere vollends im Eimer. Aber im Fall der Fälle kann man Kinder mit Hauptschulabschluss sicher auch schon mal allein zu Hause lassen - so 1-2x die Woche.

Was hier so zwischen den Zeilen steht (Gymnasium, Privatschule) mag vielleicht auch kritisch im Hinblick auf das Kindeswohl bzw. den Umgang mit der wohnnahen Gemeinschaft gesehen werden...

(Sorry für den Benzinkanister, aber wenn ich sowas lese...)

Dr. Jekyll
21.01.2014, 23:27
Wenn man das so liest, frage ich mich, wieso eigentlich nicht DU zum Hausmann wirst.

Ansonsten IST ja gerade das Problem an der Sache, dass es keine monatliche Würdigung in Form eines Geldbetrages gibt. Ohne dir etwas unterstellen zu wollen, Ehen sind heutzutage oft nicht mehr das Papier wert, auf dem sie geschlossen wurden. Soziale Verantwortung etc interessiert die meisten doch einen Scheiss. Und am Ende ist dann die daheimgebliebene Frau (in Einzelfällen sicher auch der daheimgebliebene Mann) die gearschte mit den Kindern an der Backe (hier eher selten der Mann) und einer Mini-Rente, die nicht zum Überleben reicht. (Bevor es hier Vermutungen gibt, meine Eltern sind jetzt über 30 Jahre verheiratet und es sieht so aus, als ob das auch noch weiter so bleibt, ich bin also kein gebranntes Kind)

ich sage nur "gesteigerte Erwerbsobliegenheit" das was du schreibst stimmt einfach nicht. diese "opferrolle" in der du die frau pressen willst, gibt es nicht. weder die gesetze, noch die realität stimmen mit deinem geschriebenen überein.

Man kann sogar zur "Zwangsarbeit" verpflichtet werden oder unter die Pfändbarkeitsgrenze fallen!

und rate mal wer nach der scheidung unterhalt kriegt vom "nicht daheimgebliebenen"? vom mann, der fröhlich pfeifend sich bei seinem chef einen lauen lenz gemacht hat 40 oder 60 stunden die woche, während die arme frau zu hause blieb ohne einkommen.
passt das in deine realität?


gesteigerte erwerbsobliegenhalt:

"Wer einem Kind zum Unterhalt verpflichtet ist, hat eine gesteigerte Erwerbsobliegenheit. Dem Unterhaltspflichtigen, dessen Einkommen unter Wahrung des Selbstbehalts nicht genügt, um seine Unterhaltspflicht in vollem Umfang zu erfüllen, können fiktive Einkünfte zugerechnet werden, die er erzielen könnte, wenn er eine angemessene Erwerbstätigkeit oder eine zumutbare Nebentätigkeit ausüben würde.

Der Bundesgerichtshof hat die dabei zu beachtenden Grundsätze in einem Urteil vom 3. Dezember 2008, XII ZR 182/06 (zu finden unter www.bundesgerichtshof.de unter Entscheidungen) dargestellt:

Fiktive Einkünfte sind dann zuzurechnen, wenn der Unterhaltspflichtige die ihm zumutbaren Anstrengungen, eine angemessene Erwerbstätigkeit zu finden, nicht oder nicht ausreichend unternommen hat und das bei genügenden Bemühungen eine reale Beschäftigungschance bestanden hätte.

Übt der Unterhaltspflichtige eine Berufstätigkeit aus, die 40 Stunden wöchentlich unterschreitet, kann grundsätzlich eine Nebentätigkeit von ihm verlangt werden. Denn wegen der gesteigerten Unterhaltspflicht nach § 1603 Abs. 2 Satz 1 BGB muß der Unterhaltspflichtige sich mindestens an der Höchstgrenze der regelmäßigen Erwerbstätigkeit orientieren , die gegenwärtig noch 40 Stunden wöchentlich beträgt. Dabei sind im im Rahmen des objektiv Zumutbaren die Grenzen des Arbeitszeitgesetzes zu beachten. Nach § 3 ArbZG darf die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer acht Stunden nicht überschreiten."

http://www.familienrecht-direkt.de/allgemein/gesteigerte-erwerbsobliegenheit-und-fiktive-einkunfte-aus-zumutbarer-nebentatigkeit.html


da können für mutter und kind locker 1300-1500€ (netto) sein, wenn der papa arzt ist.
und die "arme" daheimgebliebene Mutti muß nicht zur arbeit geschickt werden, die muß
ja aufs kind aufpassen.

und der mann kann so unter die 1000-1100€ pfändbarkeitsgrenze rutschen.

der einzige der deine mini-rente hat, ist der vater, der sein kind unter umständen nur alle
14 tage einmal sehen darf bei voller arbeitszeit.


auf der einen seite ständig die opferrolle frau, auf der anderen die frauensporthalle als notwendig erachten. so ein quatsch.beides zusammen geht nicht.

und dann wundert sich die gesellschaft warum immer weniger männer heiraten und kinder kriegen wollen. das hat nichts mit"feigheit" der männer zu tun, wie mancher kurzsichtige spiegel-redakteur anmerkt, sondern mit den lebensumständen innerhalb der gesellschaft zu tun, denen man ausgesetzt ist.

und am ende gibt es keinen gewinner, weder mann, noch frau, noch kinder.




Kinderschutz Aktuell 3/03, der Publikation des deutschen Kinderschutzbundes, Seite 19:
(Zahlen von Prof. Proksch im Auftrag des Budesjustizministeriums)

„93,5 Prozent der Väter, die sich mit der Mutter das Sorgerecht teilen, gaben an, Kindesunterhalt zu leisten – und immerhin 86,7 Prozent der Mütter bestätigten das. Ein zweifelhaftes Licht werfen beide Studien übrigens auf die Frauen. Sind Mütter unterhaltspflichtig, dann ist es, so belegen die Zahlen der Proksch-Studie, mit ihrer Zahlungs*moral nicht allzu weit her: 57 % der unterhaltspflichtigen Mütter mit gemeinsamem Sorgerecht und 65 % der unterhaltspflichtigen Mütter, bei denen der Vater das alleinige Sorgerecht hat, gaben an, gegenwärtig keinen Kindesunterhalt zu leisten.“


das sieht nach "mini-rente" für den mann aus, wenn er die kinder zugesprochen kriegt.

Christoph_A
22.01.2014, 10:29
@ Nurbanu:
So gefällt mir das besser, sehe das auch so, daß manche Frauen, insbesondere Akadmikerinnen, ihr Kind als Projekt sehen und dieses mit allem möglichen "Quatsch" überfrachten, dagegen bin ich ebenso. Wollte nur darauf hinweisen, daß nicht jede Frau, die wegen Kindern ihren Beruf temporär ruhen lässt, in diese Kategorie fällt.

Merle82
22.01.2014, 13:02
Hierzu muss ich mich jetzt aber äußern
An die zweifache Mutter in spe: Ich bin auch zu Hause geblieben, um für meine Kinder da zu sein und bereue es nicht eine Minute mich um sie zu kümmern und mein Leben zu genießen. Dabei denke ich gibt es genug Menschen die diese Lebensart verteufeln, aber insgeheim auch neidisch sind, da sie aus verschiedensten Gründen dieser Lebensart nicht nachgehen können. Lass dir gesagt sein, wenn dein Mann ausreichend verdient und ihr mit dem zufrieden seid und du dich liebend gern um deine Helden kümmern möchtest, dann tu das. Bilde dich in deiner freien Zeit weiter mittels Fernstudium o.ä., gehe deinen Hobbys nach und sei für die Familie da. Es ist das schönste was man sich vorstellen kann, sein lächelndes Kind aus der Schule abzuholen, wenn es dich am Eingang warten sieht.

Im Studium bekam ich meine ersten beiden Helden und mein Mann studierte noch genauso wie ich, aber nicht Medizin. Er wurde ein Semester früher fertig und begann in Vollzeit zu arbeiten. Ab da an wurde es dann schon schwieriger und ein Zacken schärfer als ich bei einem kommunalen Träger anfing in Vollzeit zu arbeiten, daher muss ich Miss_H und blond mehr als recht geben. Man braucht mehrere Notfallpläne, wenn das eine oder andere Kind krank wird oder das eine in die Kita und das andere in die Schule gebracht werden muss(auch aus Streckengründen) und man dann noch schwanger dazu ist, kann man nicht noch morgens pünktlich um 8 Uhr auf der Matte oder besser gesagt Station stehen. Ich war froh meine beiden Schwiegereltern gehabt zu haben, die zunehmend täglich die Kinder abholten und wir sie dann abends von dort. Doch auf Dauer war es nicht nur für die Kinder anstrengend.
Ich reduzierte dann immer mehr und begann auch mehr Arbeit erstmal liegenzulassen um wenigstens einigermaßen pünktlich rauszukommen, sonst hätte ich auch nicht reduzieren brauchen. Das brachte selbstverständlich Ärger mit dem Chef ein und das ein oder andere böse Kommentar(das man falsch organisiert sei und das Berufsbild eines Arztes nicht verstanden hat) ebenso. Ende vom Lied, ich habe gekündigt, ABER auch nur da mein Mann sehr viel mehr auf seinem Gehaltszettel zu stehen hatte um uns alle genug zu finanzieren.
Daher mein Rat an dich, arbeite wie von vielen schon geschildert erstmal in Vollzeit solange dein Partner noch studiert, wenn ihr beginnt beide im Arbeitsleben zu stehen, kann einer reduzieren und wenn es finanziell möglich ist, dann hört einer auf und kann für die Kinder da sein. Denke das ist was du möchtest, wenn ich deinen Post richtig verstanden habe.

EVT
22.01.2014, 13:42
Ich drück die Daumen, dass die Kinder das mit dem Gymnasium auch packen - sonst ist die Karriere vollends im Eimer. Aber im Fall der Fälle kann man Kinder mit Hauptschulabschluss sicher auch schon mal allein zu Hause lassen - so 1-2x die Woche.

Was hier so zwischen den Zeilen steht (Gymnasium, Privatschule) mag vielleicht auch kritisch im Hinblick auf das Kindeswohl bzw. den Umgang mit der wohnnahen Gemeinschaft gesehen werden...

(Sorry für den Benzinkanister, aber wenn ich sowas lese...)

wenn heutzutage 50% aufs gymnasium gehen, kann man bei zwei akademikern als eltern davon ausgehen, dass die kinder das auch schaffen...
jeder will das beste für sein kind. wenn genug geld für eine privatschule da ist, warum nicht? ich hatte früher, vor dem studium, keine vorurteile anderen bundesländern gegenüber, aber wenn ich sehe, wer alles in berlin ein 1er abi geschafft hat, würde ich dort meinen letzten cent für eine privatschule zusammenkratzen. oder versuchen, das kind auf eine gute staatliche schule zu schicken.
(klar gibt es ausnahmen etc. bla bla)

Merle82
22.01.2014, 14:00
Schließe mich EVT an.
Meine beste Freundin ist Lehrerin an einer Berliner Grundschule und berichtet mir täglich von ihrer Arbeit. Die Kinder machen alles andere, aber keinesfalls können sie adäquat lernen. Klassen zu groß, die neuen Integrationsklassen funktionieren überhaupt nicht nach Konzept, ständig Lehrer krank oder Stunden müssen ausfallen. Einem Großteil der Schüler ihrer Klasse gegenüber hat sie das Gefühl ihnen nicht gerecht werden zu können, da die andere Hälfte stört oder erhöhten Förderbedarf hat und einfach das Personal fehlt. Selbst sie überlegt an eine Berliner Privatschule zu wechseln auch mit Aussicht auf weniger Gehalt, andererseits möchte sie die Kinder auch nicht dort im Stich lassen wie zuvor viele andere kündigende Lehrer.

Dr. Jekyll
22.01.2014, 17:53
Hierzu muss ich mich jetzt aber äußern
An die zweifache Mutter in spe: Ich bin auch zu Hause geblieben, um für meine Kinder da zu sein und bereue es nicht eine Minute mich um sie zu kümmern und mein Leben zu genießen. Dabei denke ich gibt es genug Menschen die diese Lebensart verteufeln, aber insgeheim auch neidisch sind, da sie aus verschiedensten Gründen dieser Lebensart nicht nachgehen können. Lass dir gesagt sein, wenn dein Mann ausreichend verdient und ihr mit dem zufrieden seid und du dich liebend gern um deine Helden kümmern möchtest, dann tu das. Bilde dich in deiner freien Zeit weiter mittels Fernstudium o.ä., gehe deinen Hobbys nach und sei für die Familie da. Es ist das schönste was man sich vorstellen kann, sein lächelndes Kind aus der Schule abzuholen, wenn es dich am Eingang warten sieht.




Dankeschön.

Ich sehe dieses "Karriere-Ding" und Selbstverwirklichung auf der Arbeit nicht. Es ist ein Job und gut ist.
Arzt ist zugegeben ein toller Job, man kann sich um Menschen kümmern. Aber wir heilen nicht durch Handauflegen, noch kriegt
man 1000€ die Stunde. Soooo gierig muß man sich seinem Arbeitgeber nicht an den Hals schmeißen.
(Zumal genau das zur mangelnden Umsetzung adäquater Arbeitszeitmodelle führt)


Mal abgesehen davon, dass wir größenteils Papierkram machen und Organisatorisches. So hochgeistig "Kariere-mäßig" und intellektuell herausfordernd ist das gar nicht, wie es immer gerne dargestellt wird. Und Op-Haken halten kann auch ein Bauarbeiter.

In allen drei PJ-Krankenhäusern waren die Ärzte und Krankenschwestern randvoll mit Arbeit eingedeckt und kaum einer hatte
Freude an seinem Job, bis auf ein paar Idealisten, die sich mit ihrem Mantra "Karriere und hochgeistig" motivieren können.

Mir ist schon klar, daß ich hier sehr "provoziere". Weil die heutigen "Karriere-Frauen" seit dem sie klein sind wie Männer
sozialisert werden. "Ackern und Geld ranschaffen" (Karriere-Frauen holen bei Herzinfarkten und Magengeschwüren (Streß)
im Verhältnis zum Mann rapide auf. Und wofür? Für 600€ netto mehr in der Lohntüte?

Die "dumme" Heimchen-Frau, unter ihren Möglichkeiten, verschenkt ihre ganze "Karriere", an den Herd gefesselt, die Kinder am Rockzipfel, ist Blödsinn. Feministische Propaganda.

http://www.youtube.com/watch?v=Do5zrdTb-yI


Das meine Frau zu Hause bleiben kann und ich das Geld ranschaffen (80h die Woche Kaffee-trinken mit Selbstverwirklichung im Liegen in der Uniklinik ;-) ),sehe ich als Geschenk an sie und Investition in meine Kinder, nicht um sie zu "Verdummen" oder zu "unterdrücken". Zumal sie es vollkommen freiwillig tut.
Selbst die Freiwilligkeit wird manchmal noch angezweifelt.:-((

epeline
22.01.2014, 19:02
Öhem, also hier wurde doch des Öfteren betont, dass man DEIN bzw. EUER Lebenskonzept nicht kritisiert, da es EURES ist und lediglich EUER Leben tangiert.
DU bist hier der jenige, der ANDEREN Egoismus und widernatürliches Handeln vorwirft!

McBeal
22.01.2014, 19:03
Warte erstmal ab, bis die Kinder da sind und die ersten ein, zwei Jahre vorbei sind. Ich bin selbst eine ziemliche Glucke und hatte, da Verlängerung der EZ von Arbeitgeberseite aus nicht erwünscht ist und ich wieder in den Schichtdienst soll, wodurch gehäuft die Situation auftreten wird, dass ich beim Zubettgehen der Kinder nicht da sein werde, sogar kurzfristig an Kündigung gedacht, aber ich weiß auch, dass es mir spätestens in ein paar Monaten nicht reichen würde, den ganzen Tag nur mit meinen Kindern, die ich wirklich über alles liebe, und anderen Eltern-Kind-Paaren zu verbringen und mch über die üblichen Elternthemen auszutauschen. Das würde mich nicht zufrieden stellen. Ich brauche die Arbeit, den Kontakt zu Kollegen, die gestrige Herausforderung etc. ebenso wie viel Zeit mit meiner Familie und sehe da eine 50%-Stelle als guten Kompromiss. Ich bin echt gespannt, ob Deine Partnerin, spätestens wenn die Kinder im Kindergarten sind, bei ihrer Meinung bleibt.

LG
Ally

Peter_1
22.01.2014, 19:22
Ich sehe dieses "Karriere-Ding" und Selbstverwirklichung auf der Arbeit nicht.

Könntet ihr euch ja beide sehr gut abwechseln, wenn Karriere für Dich nichts bedeutet :). Aber es ist doch eh alles Quatsch, wenn ihr beide damit zufrieden seid, super! Kein Grund andere Lebensmodelle als potentiell kindsgefährdend zu disqualifizieren, so richtig souverän kommt das für mich sonst nicht rüber. Warum nicht sagen: ich will Karriere machen und Kohle ranschaffen, meine Frau will es nicht, das wäre wenigstens ehrlich und ja auch ok insofern das beide so sehen, dann wäre es auch nicht nötig da irgendwie eine moralische Diskussion raus zu stricken.

Dr. Jekyll
22.01.2014, 20:22
Warum nicht sagen: ich will Karriere machen und Kohle ranschaffen, meine Frau will es nicht, das wäre wenigstens ehrlich und ja auch ok insofern das beide so sehen, dann wäre es auch nicht nötig da irgendwie eine moralische Diskussion raus zu stricken.


Ich will keine Karriere machen. Um Gottes Willen. Was heißt denn "Karriere"? Eine Worthülse.

Der Oberarzt verdient netto 600€ mehr als der Facharzt. Bei viel mehr Streß. Und Schulterklopfer vom Chef gab es schon immer gratis.

Wir haben sogar eine feste Lohnstaffelung nach Jahren und alle verdienen das Gleiche. Das ist sogar das Gegenteil von Karriere machen. Eher Sozialismus :-)) Alle steigen ein bißchen auf, egal ob "faul" oder "fleißig".

Karriere machen bedeutet als Arzt nur, definiere ich das was ich jeden Tag mache jetzt als "Karriere" oder nicht?
Es gibt keine müde Mark mehr, egal wie wir das für uns sehen.

Und auch mein Chef kommt nicht zu mir einen schönen Tages
und sagt: "Herr Dr. Jekyll, sie waren so fleißig, es gibt jetzt 5000€ mehr in der Lohntüte und sie machen jetzt Karriere"
Der Tag wird nicht kommen, egal wie fleißig ich bin.



Es gibt die Geschichte mit dem Tellerwäscher, der zum Millionär wird. Alle kennen sie und jeder Tellerwäscher träumt davon.
Mit der Geschichte hält man Tellerwäscher bei der Stange, jeden Tag Teller zu waschen. Nur hundertausende werden nie
Millionär, sondern haben ihr Leben lang für 5€/h geackert. So spart eine ganze Gesellschaft Geld.




Warum verdient ein Chefarzt so viel? Das ist doch kein Zufall?

Da hat doch keiner Geld zu verschenken. Doch nicht im Kapitalismus?
Der Oberarzt ist 14 Stunden am Tag in der Klinik und verdient 80.000€ im Jahr, der Chef ist 14 Stunden in der Klinik
und verdient eine Million.

Das macht auf den ersten Blick überhaupt keinen Sinn. Oft hält der Oberarzt sogar den Laden am laufen.

Es geht um eine Botschaft an die Menschen. "Wenn du lange genug arbeitest, wirst du irgendwann Chef, dann
hast du "karriere" gemacht und verdienst ganz viel Geld."

Blöd nur, das 99% nicht Chef werden und das Geld nicht kriegen. Aber hey, du hast trotzdem "Karriere" gemacht.
Für dieses nette Wort, haben die Oberärzte und Fachärzte fast ihr ganzes Leben in der Klinik verbracht?
Nein, danke. Da ist mir meine Frau und Familie wichtiger.


Der Dichter Ovid hat das mal ganz treffend formuliert, das ist die Möhre, die dem Esel vor die Nase gehalten wird, er darf sie nur nie zu beissen kiregen, dann würde er aufhören zu laufen.

Mit diesem Prinzip sparen Gesellschaften Geld.

Und wenn es um imaginäre Dinge wie Doktor- und Professorentitel, Impact-Points, usw. als "Karriere-Indikatoren" geht: noch besser. Das kostet die Gesellschaft nicht einmal Geld.



Nenn mir doch mal einen anderen Arbeitsbereich in Deutschland, wo sich überhaupt 24h-Dienste etablieren konnten, bei denen man 50€ verdient (pauschal gesagt), also 2 € die Stunde? Das sind Entlohnungen wie zur Zeiten der instruiellen Revolution.


Und niemand hat das verhindert? Und das obwohl "Arzt" eines der angesehendsten Berufsbilder
un dazu mit einem langen Studium verbunden ist.

Weil sie Kliniken es konnten. Die "Moral-Möhre": Wenn du nicht 24h-Stunden-Dienst machst,
dann geht es deinem Patienten schlecht. Das wil doch keiner."

Alle "natürlich gewachsenen" Dinge in unserer Gesellschaft haben doch einen Grund.

Deswegen gibt es keine 24h Stunden-Dienste bei der IG-Metall.
"wenn du nicht 24h ackerst für nen Fuffi, dann bleibt die Stahlschmelze geschlossen", klappt leider nicht.

test
22.01.2014, 22:52
Ich will keine Karriere machen. Um Gottes Willen. Was heißt denn "Karriere"? Eine Worthülse.

Der Oberarzt verdient netto 600€ mehr als der Facharzt. Bei viel mehr Streß. Und Schulterklopfer vom Chef gab es schon immer gratis.

Wir haben sogar eine feste Lohnstaffelung nach Jahren und alle verdienen das Gleiche. Das ist sogar das Gegenteil von Karriere machen. Eher Sozialismus :-)) Alle steigen ein bißchen auf, egal ob "faul" oder "fleißig".

Karriere machen bedeutet als Arzt nur, definiere ich das was ich jeden Tag mache jetzt als "Karriere" oder nicht?
Es gibt keine müde Mark mehr, egal wie wir das für uns sehen.

Und auch mein Chef kommt nicht zu mir einen schönen Tages
und sagt: "Herr Dr. Jekyll, sie waren so fleißig, es gibt jetzt 5000€ mehr in der Lohntüte und sie machen jetzt Karriere"
Der Tag wird nicht kommen, egal wie fleißig ich bin.



Es gibt die Geschichte mit dem Tellerwäscher, der zum Millionär wird. Alle kennen sie und jeder Tellerwäscher träumt davon.
Mit der Geschichte hält man Tellerwäscher bei der Stange, jeden Tag Teller zu waschen. Nur hundertausende werden nie
Millionär, sondern haben ihr Leben lang für 5€/h geackert. So spart eine ganze Gesellschaft Geld.




Warum verdient ein Chefarzt so viel? Das ist doch kein Zufall?

Da hat doch keiner Geld zu verschenken. Doch nicht im Kapitalismus?
Der Oberarzt ist 14 Stunden am Tag in der Klinik und verdient 80.000€ im Jahr, der Chef ist 14 Stunden in der Klinik
und verdient eine Million.

Das macht auf den ersten Blick überhaupt keinen Sinn. Oft hält der Oberarzt sogar den Laden am laufen.

Es geht um eine Botschaft an die Menschen. "Wenn du lange genug arbeitest, wirst du irgendwann Chef, dann
hast du "karriere" gemacht und verdienst ganz viel Geld."

Blöd nur, das 99% nicht Chef werden und das Geld nicht kriegen. Aber hey, du hast trotzdem "Karriere" gemacht.
Für dieses nette Wort, haben die Oberärzte und Fachärzte fast ihr ganzes Leben in der Klinik verbracht?
Nein, danke. Da ist mir meine Frau und Familie wichtiger.


Der Dichter Ovid hat das mal ganz treffend formuliert, das ist die Möhre, die dem Esel vor die Nase gehalten wird, er darf sie nur nie zu beissen kiregen, dann würde er aufhören zu laufen.

Mit diesem Prinzip sparen Gesellschaften Geld.

Und wenn es um imaginäre Dinge wie Doktor- und Professorentitel, Impact-Points, usw. als "Karriere-Indikatoren" geht: noch besser. Das kostet die Gesellschaft nicht einmal Geld.



Nenn mir doch mal einen anderen Arbeitsbereich in Deutschland, wo sich überhaupt 24h-Dienste etablieren konnten, bei denen man 50€ verdient (pauschal gesagt), also 2 € die Stunde? Das sind Entlohnungen wie zur Zeiten der instruiellen Revolution.


Und niemand hat das verhindert? Und das obwohl "Arzt" eines der angesehendsten Berufsbilder
un dazu mit einem langen Studium verbunden ist.

Weil sie Kliniken es konnten. Die "Moral-Möhre": Wenn du nicht 24h-Stunden-Dienst machst,
dann geht es deinem Patienten schlecht. Das wil doch keiner."

Alle "natürlich gewachsenen" Dinge in unserer Gesellschaft haben doch einen Grund.

Deswegen gibt es keine 24h Stunden-Dienste bei der IG-Metall.
"wenn du nicht 24h ackerst für nen Fuffi, dann bleibt die Stahlschmelze geschlossen", klappt leider nicht.

Sorry, aber in deinem Beitrag steckt einfach nur Bullshit. Man fragt sich, ob du irgendeine Ahnung hast davon, wie es wirklich heutzutage in Kliniken aussieht. Du produzierst hier nur viel heiße Luft. Wie lange arbeitest du eigentlich schon und woher nimmst du dein Wissen?? Aus der Kirchenzeitung von vor 10 Jahren? Zeig mir bitte einen Chefarzt, der aktuell einen Vertrag mit 1 Million Gehalt kriegt. Das war vielleicht in den 90er Jahren noch der Fall, heute nicht mehr.

Dr. Jekyll
23.01.2014, 07:28
Sorry, aber in deinem Beitrag steckt einfach nur Bullshit. Man fragt sich, ob du irgendeine Ahnung hast davon, wie es wirklich heutzutage in Kliniken aussieht. Du produzierst hier nur viel heiße Luft. Wie lange arbeitest du eigentlich schon und woher nimmst du dein Wissen?? Aus der Kirchenzeitung von vor 10 Jahren? Zeig mir bitte einen Chefarzt, der aktuell einen Vertrag mit 1 Million Gehalt kriegt. Das war vielleicht in den 90er Jahren noch der Fall, heute nicht mehr.


ich arbeite bei der ehrenamtlichen, christlichen, gemeinnützigen zeitung in flensburg, finanzieren tue ich das als vertreter
von heißluftgebläsen.

der vorgänger meines chefs (peripheres haus), der vor vier jahren ausschied, hat nach eigenen aussagen einen
guten siebenstelligen (!) betrag verdient in der inneren. wie viel genau hat er nicht verraten.
mit "gut" siebenstellig meinte er wahrscheinlich nicht genau eine million euro.


es gibt einen chef aus berlin der hat im jahr für über 7 millionen operiert. seine assistenzärzte
bekamen 75€ bonus als weihnachtszuschlag.

Miyu
23.01.2014, 09:41
es gibt einen chef aus berlin der hat im jahr für über 7 millionen operiert. seine assistenzärzte
bekamen 75€ bonus als weihnachtszuschlag.

Und dafür gibt es natuerlich eine serioese Quelle?

Christoph_A
23.01.2014, 09:44
Das ist blanker Populismus. Kaum ein Chef heute verdient mehr als 300000 Euro/Jahr, zumal viele junge Chefärzte nicht einmal mehr Privatambulanzen selbst abrechnen dürfen, sondern nur mehr Prozente vom Klinikbetreiber hiefür bekommen. Das war bis vor wenigen Jahren komplett anders, da waren z.T. horrende Gehälter drin, aber diese Zeiten sind vorbei. Dafür verdienen mittlerweile Assistenten, Fach- und Oberärzte deutlich mehr Grundgehalt als früher, wirst hier kaum noch einen OA finden (ausser an ner privaten Klitsche), der auf weniger als 90-100000 Ocken im Jahr kommt und das ist schon ein ganz nettes Sümmchen, bei nem leitenden OA darfst da dann auch noch Betrag X draufsetzen.
Und als Schwerpunkt FA im niedergelassenen Bereich hängt halt auch viel von deinem persönlichen Einsatz und Zielen ab. Dem einen reichen 100000 Euro in nem MVZ bei ner gepflegten 40-50 h Woche mit zwei freien Nachmittagen locker, der andere will das große Geld machen, ackert wie blöd und kriegt auch dementsprechend mehr.
Nur am Geld scheiterts in der Medizin schon lang nicht mehr. Und wer immer noch so doof ist um heute Regelungen wie opt out oder 24h Dienst zu unterschreiben, tja, dem ist m.M. nach nicht mehr zu helfen, das hat in der jetzigen medizinischen Situation in D keiner mehr nötig.